Ihre Sprache als Lehrer*in

„Beredsamkeit sind Gedanken, die atmen, und Worte, die brennen“(Gray).

Stich, Abbildung, gravure, engraving : 1880

  • Sprechen Sie die Sprache Goethes!
  • Nun, natürlich nicht wirklich und nicht ausschließlich.
  • Aber sprechen Sie so kultiviert wie möglich-allerdings dürfen Sie niemals künstlich wirken.
  • Legen Sie ein warmes Timbre in Ihre Stimme, das wirkt beruhigend und einladend.
  • Fassen Sie sich kurz und geben Sie präzise Anweisungen.
  • Vermeiden Sie wirklich unbedingt Phasen längeren Laberns (sei es über den Lerninhalt, sei es über die Disziplin, sei es über den mangelnden Arbeitsfleiß und auch, wenn es ein starkes Lob sein soll).
  • Streuen Sie Begriffe ein, die zum Staunen anregen. Manch eine Erdkundestunde kann einen motivierten Einstieg finden, wenn Sie in der Lage sind, das Wort „Nullmeridian“ verheißungsvoll zu artikulieren.
  • Und: Nada questa una sonrisa.

 

Bildquelle: http://www.neuronation.de/alltag-und-karriere/verstand

4 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, eine gehobene Sprache aufzuweisen. Jedoch sollte aber auch hier darauf geachtet werden, dass es nicht zu überspitzt wirkt, da es den Kindern ansonsten nicht möglich ist, dass sie der Lehrperson gedanklich folgen. Zudem ist es unerlässlich, dass sich Lehrer*innen gut in ihrem Fachgebiet auskennen, um so beispielsweise den „Nullmeridian“ verheißungsvoll zu artikulieren. Es ist sicherlich nicht nur für den Unterricht wichtig, sondern könnte auch an Elternabenden oder Elternsprechtagen von Vorteil sein.

    23. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Dieser Beitrag gibt wichtige und in der Lehrausbildung viel zu wenig fokkusierte Hinweise, die den Unterrichtsalltag immens verändern werden. Wir alle erinnern uns sicherlich an die Wirkung eigener Lehrpersonen mit keifender oder hektischer Stimme, mürrischem Gesichtsausdruck oder montonem und sedierendem Redefluss. Ein freundliches Lächeln steht hingegen jedem gut und verändert zugleich unmittelbar den Klang und die Wirkung der Stimme. Das von Pied de la Zirbe erwähnte „warme Timbre“ lässt sich tatsächlich üben und schafft diese angenehme und beruhigende Grundstimmung, die gerade in sehr unruhigen Gruppen sehr schnell einen positiven Effekt erzielen kann. Für jemanden wie mich, der wirklich gerne redet, macht es Sinn, sich immer wieder daran zu erinnern, dass Reduktion und die Kunst sich kurz zufassen ebenfalls geübt werden kann. In diesem Sinne: Qualität vor Quantität des Gesagten. Punkt und Ende. 😉

    26. Juni 2018
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  3. VS sagte:

    Die Sprache oder allg. die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler sollte immer so respektvoll wie möglich verlaufen. Ich bin auch eher der Meinung, dass Schüler vor einem Lehrer der liebevoller bzw. wärmer klingt und so auch seine Worte wählt, eher Achtung haben und diesen auch sympathischer finden als einen Lehrer der mit scharfer Zunge unterrichtet.

    4. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Sehr gute Tipps zum Thema Sprache. Meine Erfahrungen haben mir auch gezeigt, dass Arbeitsanweisungen immer so kurz und prägnant wie möglich formuliert werden sollen. Längere und unklare Arbeitsanweisungen führen häufig zu Unruhe und vielen Rückfragen. Aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach sinnvoll sich die Formulierungen von Arbeitsanweisungen vor dem Unterricht genau zu überlegen und gegebenefalls prägnanter und verständlicher zu formulieren.

    „Nada questa una sonrisa“: Diesen Punkt finde ich sehr gut. Lächeln steigert sowohl bei den SchülerInnen als auch bei den Lehrkräften das Wohlbefinden. Man sollte sich immer wieder daran erinnern, dass ein Lächeln nicht schaden kann!

    12. Juli 2018
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