Ihre Sprache als Lehrer*in

Beredsamkeit sind Gedanken, die atmen, und Worte, die brennen (Gray).

Stich, Abbildung, gravure, engraving : 1880

  • Sprechen Sie die Sprache Goethes!
  • Nun, natürlich nicht wirklich und nicht ausschließlich.
  • Aber sprechen Sie so kultiviert wie möglich-allerdings dürfen Sie niemals künstlich wirken.
  • Legen Sie ein warmes Timbre in Ihre Stimme, das wirkt beruhigend und einladend.
  • Fassen Sie sich kurz und geben Sie präzise Anweisungen.
  • Vermeiden Sie wirklich unbedingt Phasen längeren Laberns (sei es über den Lerninhalt, sei es über die Disziplin, sei es über den mangelnden Arbeitsfleiß und auch, wenn es ein starkes Lob sein soll).
  • Streuen Sie Begriffe ein, die zum Staunen anregen. Manch eine Erdkundestunde kann einen motivierten Einstieg finden, wenn Sie in der Lage sind, das Wort „Nullmeridian“ verheißungsvoll zu artikulieren.
  • Und: Nada questa una sonrisa.
  • Gehen Sie zum Beitrag: Die Kunst der Lehre.

 

Bildquelle: http://www.neuronation.de/alltag-und-karriere/verstand

7 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, eine gehobene Sprache aufzuweisen. Jedoch sollte aber auch hier darauf geachtet werden, dass es nicht zu überspitzt wirkt, da es den Kindern ansonsten nicht möglich ist, dass sie der Lehrperson gedanklich folgen. Zudem ist es unerlässlich, dass sich Lehrer*innen gut in ihrem Fachgebiet auskennen, um so beispielsweise den „Nullmeridian“ verheißungsvoll zu artikulieren. Es ist sicherlich nicht nur für den Unterricht wichtig, sondern könnte auch an Elternabenden oder Elternsprechtagen von Vorteil sein.

    23. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Dieser Beitrag gibt wichtige und in der Lehrausbildung viel zu wenig fokkusierte Hinweise, die den Unterrichtsalltag immens verändern werden. Wir alle erinnern uns sicherlich an die Wirkung eigener Lehrpersonen mit keifender oder hektischer Stimme, mürrischem Gesichtsausdruck oder montonem und sedierendem Redefluss. Ein freundliches Lächeln steht hingegen jedem gut und verändert zugleich unmittelbar den Klang und die Wirkung der Stimme. Das von Pied de la Zirbe erwähnte „warme Timbre“ lässt sich tatsächlich üben und schafft diese angenehme und beruhigende Grundstimmung, die gerade in sehr unruhigen Gruppen sehr schnell einen positiven Effekt erzielen kann. Für jemanden wie mich, der wirklich gerne redet, macht es Sinn, sich immer wieder daran zu erinnern, dass Reduktion und die Kunst sich kurz zufassen ebenfalls geübt werden kann. In diesem Sinne: Qualität vor Quantität des Gesagten. Punkt und Ende. 😉

    26. Juni 2018
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  3. VS sagte:

    Die Sprache oder allg. die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler sollte immer so respektvoll wie möglich verlaufen. Ich bin auch eher der Meinung, dass Schüler vor einem Lehrer der liebevoller bzw. wärmer klingt und so auch seine Worte wählt, eher Achtung haben und diesen auch sympathischer finden als einen Lehrer der mit scharfer Zunge unterrichtet.

    4. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Sehr gute Tipps zum Thema Sprache. Meine Erfahrungen haben mir auch gezeigt, dass Arbeitsanweisungen immer so kurz und prägnant wie möglich formuliert werden sollen. Längere und unklare Arbeitsanweisungen führen häufig zu Unruhe und vielen Rückfragen. Aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach sinnvoll sich die Formulierungen von Arbeitsanweisungen vor dem Unterricht genau zu überlegen und gegebenefalls prägnanter und verständlicher zu formulieren.

    „Nada questa una sonrisa“: Diesen Punkt finde ich sehr gut. Lächeln steigert sowohl bei den SchülerInnen als auch bei den Lehrkräften das Wohlbefinden. Man sollte sich immer wieder daran erinnern, dass ein Lächeln nicht schaden kann!

    12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Als jemand, der Wissen vermittelt, sollte man als Lehrkraft auch so wirken, als würde man Intelligent genug sein, um dies zu tun.
    Auch wenn man nicht alles wissen kann, sollte es zumindest auf die SuS so wirken als ob.

    12. September 2018
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  6. Lena Put sagte:

    Sprache ist der Schlüssel zu Welt. Sprache verleiht uns die Möglichkeit abstrakte Gedanken überhaupt erst zu denken, ohne sie könnten wir uns nur Bilder vorstellen welche z.B. nicht ausdrücklich auf die Vergangenheit referieren. Sie ermöglicht uns komplexe Sachverhalte darzustellen und wiederum für andere verständlich herunter zu brechen.
    Viele lehrende Tätigkeiten funktionieren über die Sprache. Verliert sich eine Lehrkraft in unzählbaren Konstrukten aus Fachwörtern, werden die SuS ihr/ihm ggf. nicht mehr folgen können und die Inhaltsvermittlung scheitert.
    Deswegen unterstütze ich den Beitrag in seiner Aussage, dass man kulitivert sprechen sollte, aber längeres ‚Labern‘ vermeiden sollte.
    Jeder kennt schließlich selber die Situation, wenn jemand etwas erzählt und man einfach abschaltet.
    Richtig eingesetzt, kann Sprache sehr viel positives erreichen: motivieren, erklären, beruhigen, begeistern […].
    Ich würde im Studium gerne mehr über den Einsatz der Sprache (z.B. Intonation) im Unterricht lernen, bislang erfuhr ich überwiegend wie man welche Fachbegriffe nutzt bzw. einführt.

    23. April 2019
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  7. J. Oppelt sagte:

    „Jeder Mensch hat seine eigne Sprache. Sprache ist Ausdruck des Geistes.“ Novalis

    „Sprache ist Ausdruck des Geistes“ wir als Lehrpersonen sollten einen gebildeten Geist haben und uns dementsprechend artikulieren. Die Stimmfarbe spielt auch eine wichtige Rolle, nach dem Motto „der Ton spielt die Musik“. Wer möchte einer unangenehmen Stimme stundenlang zuhören und bekommt am Ende noch Kopfschmerzen davon? Es ist für Lehrerinnen und Lehrer extra Stimmtraining, die überall angeboten werden. Auch ist die Stimme neben der Mimik und Gestik hat eine Macht, die man oft vergisst.

    „Jeder Mensch hat seine eigene Sprache“
    Ich interpretiere das nun so, dass wir das sind, was und wie wir sprechen. Es ist immer alles eine Frage der Sprache, wie wir die Worte wählen. Wörter sind sehr mächtig.

    21. Juni 2019
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