Die Philosophie der Lehre

Von Humboldt definierte Bildung als „die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen“.
humboldt
  • Bettina von Arnim: ‚Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden‘.
  • Oberstes Ziel der Lehre ist die umfassende Bildung, die es dem Individuum erlaubt, frei zu denken, zu handeln, zu entscheiden.
  • In den Konzeptionen unserer Unterrichtsstunden sollte dieses Bildungsziel klar erkennbar sein.
  • Jede Lehrsequenz sollte umfassend gestaltet werden, damit sich ‚alle Kräfte‘ entfalten können. Es lernt ja nicht nur ‚the brain‘, Sinne, Emotionen, Träume etc. erweitern die Erkenntnisprozesse.
  • Nicht immer ist erkennbar, welchen direkten Nutzen das Bildungsereignis hat.
  • Sie merken schon, ich spreche nicht vom ‚Lernen‘. Der Begriff scheint mir zu eng.
  • Lauschen Sie Vladimir Horowitz während seines legendären Moskauer Konzertes. Sie hören aus den Kinderszenen von Robert Schumann die ‚Träumerei‘.
  • Horowitz, Träumerei, Moskau
  • Und jetzt schauen Sie bitte hier vorbei:
  • Träumerei privat
  • Was hat das private Klavierspiel mit der Philosophie, der Kunst der Lehre zu tun?
  • Zunächst einmal die Orientierung an Meisterinnen und Meistern eines Faches. Ein kleines Beispiel: Wenn ein Kind davon träumt, ein berühmter Fußballprofi zu werden, orientiert es sich ja auch nicht nur an den Spielen der Regionalliga, sondern…(richtig!).
  • Aber der Zusammenhang ist noch viel weitreichender und existentieller. Es ist das Alleszusammenfassende, welches unsere Persönlichkeit prägt, formt und definiert. Sie treten vor Ihre Lerngruppe mit der Gesamtheit all Ihrer Erfahrungen. Ihre Lehrtätigkeit ist kein abgekoppelter Bereich Ihres Persönlichkeitsspektrums, der nur für diese Profession existiert.
  • Es ist kurz zu sagen und dennoch von philosophischer Komplexität: Sie treten als Mensch vor Menschen.
  • Wenn Sie lieben, beten, tanzen, kochen, reisen, musizieren, Sport treiben, wandern oder segeln (vervollständigen Sie für sich diese Aufzählung), dann sind dies die Erfahrungen, die Sie zu einem unverwechselbaren Individuum machen.
  • Peter Bieri: „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“
  • Je differenzierter wir unsere Erfahrungen zur Sprache bringen können, desto freier wird das Denken und damit unser Handeln.
  • Kinder, die noch nicht so abgeschliffen sind wie wir, merken ganz genau, wer vor ihnen steht. Sie können zwischen anbiedernder Unsicherheit, orientierungslosem Angepasst sein und sinnsuchender Aufrichtigkeit ganz genau unterscheiden.
  • Bilden Sie sich also im humboldtschen Sinne weit gefächert aus; Sie werden freier, souveräner und verzeihender vor Ihren Lerngruppen stehen.
  • Warum verzeihender? Weil Sie den steinigen Weg der Suche nach tiefen Erkenntnissen beschreiten, den die jungen Menschen noch vor sich haben.
  • Sie werden gemeinsam ‚rambeln‘, Hierarchien werden entbehrlich.
  • Gleiches gilt für die Erwachsenenbildung. Zum Abschluss vielleicht noch ein Blick auf diese Seite:
  • Gesichter der Lehrkräftebildung FU Berlin

 

Bildquelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/250-geburtstag-wilhelm-von-humboldts-so-viel-weibliches-in-mir/19887560.html

101 Kommentare

  1. Katja Walzer sagte:

    Peter Bieri: „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“

    Großartig! und sehr berührt und verzaubert von diesem Beitrag:

    Das ist doch der Grund weshalb wir tun was wir tun. Wir können nicht nur von unseren Schülerinnen und Schülern fordern sich breit zu bilden, sondern müssen auch bereit sein uns selbst stetig weiterzuentwickeln. Das ist es doch, was unser Leben ausmacht. Wenn wir uns darauf einlassen uns so breit wie möglich zu bilden und das aus unserem eigenen Interesse heraus, wird es uns Lehrenden erst möglich sein die Kinder zu begeistern, mit ihnen für etwas zu brennen.

    2. Februar 2020
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  2. Casandra Bonowsky sagte:

    Zu Beginn wird das oberste Ziel der Lehre definiert. Es geht darum frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden und ich denke das macht die Kinder und Jugendlichen gesellschaftsfähig. Und das sollte das Ziel sein, die Kinder zu unterstützen zu mündigen und starken Charakteren heranzuwachsen. Und dabei spielt die eigene Haltung eine wichtige Rolle. Das wird auch in diesem Artikel deutlich. Authentizität ist hier das Stichwort. Mach deinen Beruf zur Berufung. Auch das ist ein steiniger Weg und ein Weg der tiefen Erkenntnisgewinnung. Also sitzen wir doch im Prinzip mit unseren Schüler*innen im selben Boot. Der Erkenntnisbereich verändert sich vielleicht, aber hebelt sich nicht dadurch die Hierarchie nicht automatisch aus? Ich denke schon. Ich denke auch, dass uns das mit unserem Schüler*innen verbindet und uns zu gleichberechtigten Kommunikationspartnern macht.

    8. März 2020
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  3. Niclas Schingorra sagte:

    Ein Dozent, den ich sehr bewundere, hat mir das mit der Bildung im ersten Semester ungefähr so erklärt:

    Die Erziehung kann man als einen Bilderrahmen verstehen und die Bildung als ein Bild, dass man in seinen eigenen Rahmen zeichnet. Das gesamte Werk sind wir, als individueller Mensch. Erziehung ist ein abschließender Prozess, Bildung kann immer weiter gehen. So kann man irgendwann ein langweiliges Bld in sich tragen oder ein wahres Kunstwerk erschaffen.

    Das Bild, dass wir selbst erschaffen haben wurde auch durch zahlreiche Einflüsse und Erfahrungen geprägt. „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“

    Diese stummen Erfahrungen bringen wir zwar nicht zur Sprache, aber sie spielen für unseren Schaffungsprozess eine wichtige Rolle. Nehmen wir die Erfahrungen nicht gut auf, wird auch das Bild schlecht. Ich finde es wichtig so viele Erfahrungen wie möglich auch zur Sprache zu bringen und nicht einfach stumm in das Bild einfleßen zu lassen.
    Durch diese Erfahrungen kann man ein Bild doch erst erklären.

    Mit diesem Bild in uns treten wir vor unsere späteren Klassen und helfen ihnen ihr eigenes inneres Kunstwerk zu konstruieren, damit sie auch zu frei denkenden und eigenständigen Wesen heranwachsen können.

    12. März 2020
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  4. Katinka Freis sagte:

    “Sich bilden, ist nichts anderes als frei zu werden.“ Aus meiner persönlichen Erfahrung kam dieses Bildungsziel in meiner Schulzeit zu kurz. Anstatt uns zu ermutigen und darin zu bekräftigen frei zu denken und zu entscheiden, hatte ich oft das Gefühl, dass uns vorgefertigte Meinungen auf erzwungen wurden. Abweichende Ideen wurden im Keim erstickt, andersartigen Interpretationen keinen Raum gelassen und das Gespräch, manchmal sogar rabiat wieder auf die alten Bahnen gelenkt. Grade im Deutschunterricht der Oberstufe bekam man das Gefühl vermittelt, es wäre zweckmäßiger einfach die kommentierte Reclam Ausgabe auswendig zu lernen, als selbstständig das Werk zu durchdringen. Nicht das freie, sondern das konforme Denken wurde geschult. Der Rahmen war eng gesetzt und lediglich das „brain“ wurde gefordert. Lernen mit allen Sinnen, vor allem mit Herz und Leidenschaft, was einem lange bewegt und wirklich erreicht, war die Ausnahme. Darum ist es auch heute die Ausnahme, dass noch etwas von dem vermittelten Wissen hängen geblieben ist. Schade. Gleichzeitig sind die Lehrer*innen im Gedächtnis geblieben, die nicht einfach nur Lehrer*innen waren, sondern so waren wie sie eben waren. Die Teil haben lassen an sich und ihrem Leben, die ihre Begeisterung auf die Schüler übertragen konnten und die „greifbar“ waren. Hoffentlich schaffen wir es später es besser zu machen.

    12. März 2020
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  5. Katinka Freis sagte:

    Ich finde Hikmets Zitat sehr treffend. Für einen stattlichen Wald braucht es viele verschiedene Bäume, Birken, Tannen, Eichen- große und kleine. Der Gedanken, dass jedes Individuum für sich steht und einzigartig ist, seine Berechtigung hat, aber eben doch nur in der Gruppe als Ganzes funktionieren kann beschreibt perfekt den Inklusionsgedanken und sollte für jede Lehrkraft als Leitbild stehen. Natürlich ist es schwer, allen Kindern das Gefühl zu geben, wahrgenommen zu werden, jedem Kind gerecht zu werden und auch auf jedes Kind entsprechend einzugehen. Auch wenn dies als Mammutaufgabe erscheint, sollte wir doch alles daransetzten, dies so gut es geht zu tun. Die Dynamik der Gruppe zu verstehen und diese auch effektiv zu nutzen ist nicht einfach, aber sollte unser Ziel sein. Besonders interessant fand ich den letzten Punkt, der mich zu längerem Nachdenken angeregt hat. Die klare Antwort- nein kann ich nicht. Und können wir etwas von den Schülern erwarten, was wir selbst nicht können. Auch hier die klare Antwort- nein. Sollten wir auch nicht.

    12. März 2020
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  6. Linda K. sagte:

    „Wir sind die Summe unserer Erfahrungen.“ – Mulford
    Bereits im Psychologieunterricht habe ich mich damit auseinandergesetzt, dass jeder Mensch individuell ist, weil jeder Erfahrungen aus seiner eigenen Perspektive sammelt.
    Als Lehrkräfte sollten wir es zu unserer Aufgabe machen, dass Kinder und Jugendliche sich zu selbstbestimmten, individuellen Persönlichkeiten entwickeln. In Ihrem Beitrag wird besonders deutlich, dass genau das auch Bildung bedeutet. Für meinen zukünftigen Unterricht werde ich definitiv den Appell mitnehmen, dass sich im Unterricht alle „Kräfte“ entfalten können und dass Lernen und Erkenntnisprozesse durch viele weitere Kanäle (wie Sinne und Emotionen) geschieht, sodass es unsere Aufgabe ist, dies zu ermöglichen und einen Raum dafür zu schaffen.

    31. März 2020
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  7. Anita Parlov sagte:

    Für diesen Blog Eintrag habe ich mich entschieden, weil er viele Gedanken enthält, die ich für die Arbeit mit Kindern für essentiell halte.
    „Oberstes Ziel der Lehre ist die umfassende Bildung, die es dem Individuum erlaubt, frei zu denken, zu handeln, zu entscheiden.“ Dieser Aussage kann ich mich nur anschließen. Hier sehe ich eine Verbindung zum Konzept der Selbstwirksamkeit. Frei zu denken, zu handeln und selbstständige Entscheidungen zu treffen, setzt voraus, dass ich mir meiner selbst bewusst bin und mich als selbstwirksam empfinde. Dies sollte meiner Ansicht nach im Fokus unserer Arbeit in der Lehre mit Kindern sein. Dieser Gedanke ist nicht neu. Wilhelm von Humboldt verstand das Ziel von Bildung als allgemeine Menschenbildung, als Persönlichkeitsreifung. Er hoffte, dass Bildung dazu führte, dass aus Menschen mündige BürgerInnen wurden, die in der Lage sind, sich allein in dieser Welt zurecht zu finden.
    Auch Kants berühmtes Zitat (angelehnt an Horaz) fällt mir hierzu ein: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Hier finde ich den Blick auf die derzeitige, weltweite, gesellschaftspolitische Lage spannend. Menschen sind anscheinend eher dazu geneigt einfachen, populistischen Parolen zu folgen, wenn sie sich als nicht selbstwirksam empfinden. Frei zu denken, zu handeln, zu entscheiden fällt schwer, wenn man sich als Opfer äußerer Umstände sieht.
    Die Aussage von Peter Bieri berührt mich ebenfalls: „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“ Virginia Satir schrieb von unseren vielen Gesichtern, die wir alle haben uns aber so oft nicht trauen, sie zu zeigen, bzw. oft gar nicht wissen, dass diese existieren. Ist nicht auch die Schule ein guter Ort, um mit den Kindern gemeinsam ihr „Theater des Inneren“ (Virginia Satir) zu entdecken und auf die Bühne zu bringen?
    Ich sehe hier auch eine Verbindung zu dem nächsten Gedanken, „Kinder, die noch nicht so abgeschliffen sind wie wir, merken ganz genau, wer vor ihnen steht. Sie können zwischen anbiedernder Unsicherheit, orientierungslosem Angepasst sein und sinnsuchender Aufrichtigkeit ganz genau unterscheiden.“ Nur wenn wir uns so zeigen, wie wir sind, kann ein wahrer Kontakt, kann Beziehung entstehen. Meiner Ansicht nach bietet die Arbeit mit Kindern hierfür eine wunderbare Gelegenheit. Durch deren ehrliche und unverzügliche Rückmeldung auf mein Verhalten, bin ich immer wieder angehalten, mich dahingehend zu überprüfen, wie authentisch ich gerade bin.
    Aus der Lernpsychologie ist zudem bekannt, dass Kinder Beziehung brauchen, um zu lernen.

    4. April 2020
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  8. Luisa-Sophie W. sagte:

    Eben! Wir treten als Mensch vor Menschen, daher sollten wir die ‚kleinen Menschen‘ nicht nur fachpropädeutisch lehren, sondern ebenso lebenspropädeutisch. Ich sehe es wie Linda K., jede Schülerin und jeder Schüler sollte in seiner Einzigartigkeit betrachtet und in ihrer/seiner persönlichen Entwicklung unterstützt werden. Sodass sie sich stolz, als ein mündiges sowie urteilsfähiges Individuum der Gesellschaft wahrnehmen und dementsprechend eigene Selbstwirksamkeit spüren sowie erfahren können.
    ,,Je differenzierter wir unsere Erfahrungen zur Sprache bringen können, desto freier wird das Denken und damit unser Handeln.“ Wahre und inspirierende Worte, auch wenn dies sicherlich nicht immer einfach ist, vor allem wenn es sich um einschlägige Erfahrungen handelt. Aber wir sollten den Mut haben, auch hierbei ehrlich und authentisch mit den Kindern zu kommunizieren. Kinder verstehen manchmal mehr, als wir es für möglich halten. Daher sollten wir sie niemals unterschätzen. Wie der Volksmund schon sagte: ,,Kindermund tut Wahrheit kund.“ Ein Anlass um Selbstreflexion zu üben, indem wir die Fremdwahrnehmung der Kinder aufrichtig ernst nehmen.
    Bezüglich der Musik möchte ich noch anführen, dass ich mir wünschen würde, die Klänge eines Instrumentes viel mehr noch in den Unterricht mit einfließen zu lassen. Sie regen nicht die Phantasie und Vorstellungskraft an, sondern verhelfen auch zur Konzentration. Während eines Lernprozesses höre ich selbst sehr gerne klassische Musik, um mich zu erden.

    13. April 2020
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  9. Olivia Piechowski sagte:

    „Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden“. Ich finde das ist ein sehr schöner Anfang, um den Kindern zu zeigen, das es Spaß machen kann, sich weiterzubilden und sie es nicht als Zwang sehen sollten, zu Lernen. Denn die Bildung formt auch die Denkweisen und Charakterzüge der Kinder und dient somit zur Entwicklung. Auch Erwachsene sollten diesen Satz immer im Kopf behalten, um sich so auch stetig weiter zu entwickeln.

    21. April 2020
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  10. Savocha sagte:

    Denken zu können bedeutet ganz sicher nicht immer gebildet zu sein und umgekehrt muss Bildung nicht heißen auch denken zu können- zumindest im weitesten Sinne nicht. Denn frei werden wir, wenn wir Bildung als etwas verstehen was uns Sinn im Leben geben kann. Bildung kann etwas sein, was uns befähigt nicht nur Fachliches zu erkennen, sondern auch uns Selbst und Andere. Die Welt zu entdecken als etwas wunderbares, Wissen als Herausforderung und gleichzeitig als etwas Wertvolles zu betrachten. Bildung ist ein Schatz, ein Schatz den wir an unsere Schüler geben und jeder Einzelne wird einen anderen Inhalt finden, wenn er den Schatz öffnet. Neben wissen, eigene Erkenntnisse, Erfahrungen, Emotionen, Gefühle, vielleicht auch den Funken oder Liebe zu etwas entdecken.

    23. April 2020
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  11. Anita G. sagte:

    Heute scheint es für uns selbstverständlich: freier Zugang zu Bildung für alle, Allgemeinbildung als Wert an sich. Doch es ist noch nicht allzu lange her, da musste für dieses Grundrecht gekämpft werden. Ein wichtiger Protagonist dabei: Wilhelm von Humboldt.
    Nochmal zur Erinnerung: Ausgelöst durch politische Umwälzungen stand Preußen 1806 vor seinem politischen und finanziellen Zusammenbruch. Wilhelm von Humboldt wurde berufen eine Bildungsreform einzuleiten. Seine Pläne waren revolutionär: er wollte die nach Ständen getrennten Schulen abschaffen und entwickelte einen „Schulplan“ für ein dreistufiges Bildungssytem. Volksschule, Gymnasium und Universität sollten die kirchlichen, privaten und städtischen Einrichtungen ablösen. Und, zu einem neuen reformierten Staat gehörte auch ein neuer selbständiger, gebildeter Bürger. Bloß kein Untertan. Denn nach Humboldts ganzheitlichem Bildungsideal Bildung mehr als die reine Aneignung von Wissen – Individualität und Persönlichkeit sowie die Entwicklung von Talenten spielten eine große Rolle. Bildung ist also ein Prozess der Individualisierung, durch den der Mensch seine Persönlichkeit ausbilden kann. Und, für ihn stand fest: Bildung darf nicht länger an Standeszugehörigkeit gebunden sein.
    Doch die Frage, die wir uns in der heutigen Zeit stellen müssen, lautet: welchem Ziel soll Bildung dienen? Schon an der Grundschule ist bisweilen jegliche Leichtigkeit dahin, wenn es um die weiterführende Schulform zu gehen scheint. Und immer wieder kann man beobachten: es wird mit Kalkül gelernt, ein Nützlichkeitsdenken hat sich breit gemacht. Bildung als ökonomisches Gut? Der letzte verbliebene Schonraum wird zu Teilen ausgehebelt und selbst die Kleinsten bekommen schon zu spüren, was es heißt, effektiv lernen zu müssen. Statt Basteln, Malen und Musizieren steht die Erweiterung des Zahlenraums auf dem Programm oder die Wahl des richtigen Kursprogramms. Und spätestens wenn es um die Ausbildung oder das Studium geht, wird geschaut, welche Anforderungen und Aussichten der Arbeitsmarkt offerieren. Die Idee der Persönlichkeitsbildung zum Selbstzweck, frei von politischen Einflüssen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten, scheint in den Hintergrund gerückt zu sein.
    Und nun? Ich denke das Ideal der Persönlichkeitsbildung ist keinesfalls verschwunden. Nur muss es heute anders angegangen werden. Denn wenn es zu einer Ablehnung einer ökonomischen Verwertungslogik kommen soll, hilft auch hier nur ein kritisches Bewusstsein eines aufgeklärten Menschen. Mit Hilfe von Bildung.

    24. April 2020
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  12. Anastasia sagte:

    Es ist ganz wichtig uns auch nicht von der Uhr und Gier Bildung vorschreiben zu lassen. In Ländern wie USA, wo häufig Literatur und Poesie nicht mehr gelehrt wird, da ja „nutzlos“, können wir aber ganz konkret beobachten, was solch Utilitarismus anrichten kann. Es kann leider in vielen Ländern nicht mehr von Bildung die Rede sein, sondern von absolvierten Kursen und Zertifikaten. Das mag zwar für Erwachsene praktisch sein mal nen Kurs abends zu absolvieren, um beruflich aufzusteigen, allerdings dürfen wir nicht Kinder zu Robotern machen. Falls ein Thema mehr Zeit in Anspruch nimmt, weil es die SuS mehr interessiert, dann ist das halt so. Wenn sie letztendlich einen größeren Horizont haben, empathischer und vernünftiger sind, dann war es die Zeit doch ohne Zweifel wert. Jedes Individuum soll ja wie der Name auch sagt individuell sein, doch wie soll das möglich sein, wenn alle wie Figuren aus einer Fabrik geformt werden.

    30. April 2020
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  13. Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder nicht genau wissen, was sie wollen, egal ob sie aus einen bildungsfernen Haushalt kommen. Ich hatte als Kind einen großen Traum gehabt, Musikerin zu werden. Jedoch hätte ich nicht von mir gedacht Lehrerin zu werden. Ich entdeckte aber bei mir, mich mit Kindern zu beschäftigen. Lehrer sollten den Kindern auch beibringen, dass man alles werden kann, was man will, wenn man alles dafür macht. Manche Kinder handeln nicht nach ihren Träumen, sondern machen das, was ihre Eltern wollen. Wichtig ist es sich selber bilden zu wollen und eigene Erfahrungen sammelt.

    17. Mai 2020
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  14. Chelsea D. sagte:

    Was Kinder oftmals noch nicht sehen, ist der typische Satz eines Erwachsenen „Ihr lernt für euch und nicht für mich.“
    Ganz klar, sieht das fast jedes Kind ganz anders und kann nicht nachvollziehen was man nun bitte von Ihnen möchte. Sie denken man wolle sie austricksen und dazu bringen zu lernen.
    Gerade wir in unserer Lehrkräfte-Ausbildung können aber jetzt für uns nutzen, was wir als Kinder noch nicht wussten: und zwar, dass wir je freier werden, desto mehr wir uns interessieren und lernen. Vor allem implizit. Erfahrungen sammeln.
    Das klingt meist wie ein Widerspruch: freie werden, obwohl man mehr lernt ?!
    Aber dabei geht es natürlich um die Handlungsfreiheit, die man erlangt, je mehr Erfahrungen man gesammelt hat.
    Irgendwie sollten wir also versuchen auch mit den Kindern Erfahrungen zu sammeln, die deren Handlungsfreiheit erweitert, auch wenn sie es jetzt noch nicht immer zu schätzen wissen.
    Deshalb stimme ich vollkommen zu, dass Erfahrungen immer so gemacht werden können sollten, dass sich jedes Kind darin wiederfinden kann…

    29. Mai 2020
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  15. Vivian B. sagte:

    Eine Frage die mir zu diesem Beitrag durch den Sinn kommt: Können SchülerInnen wirklich frei sein, wenn sie benotet werden? Oder hindert es sie vielleicht vielmehr daran?

    Für mich ist es Aufgabe der Schule Dinge wie Freiheit, Selbstreflexion, Selbstbestimmung und Toleranz zu vermitteln. Denkmuster zu durchbrechen und neue Gedanken zu teilen. Jeder nimmt das auf was ihn interessiert, was für ihn plausibel erscheint und toleriert aber auch andere Denkweisen. LehrerInnen sollen SchülerInnen begleiten stark und eigenständig zu sein. Besonders wichtig ist auch die Fähigkeit Dinge zu Hinterfragen, richtig zu recherchieren um sich eine Meinung zu Bilden mit anderen darüber Sprechen. Nun liegt es an den LehrerInnen Situationen zu schaffen, bei denen SchülerInnen dazu die Möglichkeit bekommen.

    17. Juni 2020
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  16. Ina Zarah S. sagte:

    Peter Bieri: „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“
    Bisher war mir dieses Zitat vollkommen unbekannt und deshalb vielleicht umso berührender. Eine Ansicht über den Menschen, die wir nicht nur auf uns selbst beziehen sollten, sondern auch auf unsere Schüler*innen, die ebenso reich an Erfahrung und Einflüssen sind. Diese Erfahrungen werden auch im schulischen Alltag gesammelt und sind ebenso prägend, unabhängig vom Geschehen in- oder außerhalb des Klassenraums. Das Lernen ist dabei vielleicht für einige Schüler*innen eine Erfahrung, die eher mit Zwang und Druck verbunden ist als mit Freiheit, die sie erst später als Folge ihres erlernten Wissens verstehen können. Unabdingbar ist meiner Meinung nach für Lehrkräfte dieses nicht nur als Job, mehr als Berufung zu sehen um auf diese Weise das bestmögliche Lehr- und Lernergebnis zu schaffen. Dazu gehört auch ein hohes Maß an Selbstgefühl und Reflexion, Offenheit und Menschsein – was wohl einfacher klingt als es manchmal getan ist. Wir treten als Mensch vor Menschen. So einfach kann es sein, wenn man die Philosophie des Lehrens verinnerlicht.

    21. Juni 2020
    Antworten
  17. Anastasia Lanfer sagte:

    DIE AutorIN spannt hier einen Bogen von Ihrer beruflichen Erfahrung über ihre Erkenntnisse zu ihren persönlichen Leidenschaften und vermittelt die Untrennbarkeit (aber die Bewusstheit!) der komplexen Einzelanteile einer Lehrperson als Individuum. Selbstreflexion ist das Werkzeug um als gute Lehrperson all seine Fähigkeiten gewinnbringend einzusetzen, sich selbst weiter (und der Didaktik und dem Rahmenlehrplan) treu zu bleiben.
    Auch führt das Zulassen, das Ausgestalten des eigenen Anteils, zu Begeisterung, zu Eigenmotivation, die auf die Schüler überspringt. Lustbetonter Unterricht der jedem seinen Raum gibt, seiner Individualität die Freiheit lässt.

    Ein sehr gelunge Bewerbung des Lehrberufs in all seinen Ausprägungen!

    22. Juni 2020
    Antworten
  18. Sebnem Yener sagte:

    Ich schließe mich meiner Vorrednerin an, denn Sie hat es schön zusammengefasst. Selbstreflexion die man als Lehrperson oft tun sollte ist das Mittel um sich weiterzuentwickeln.

    27. Januar 2021
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  19. Irina P. sagte:

    „Sie treten als Mensch vor Menschen“. So einfach und beeindruckend zugleich…
    „Bilden Sie sich also im humboldtschen Sinne weit gefächert aus…“. Eine wichtige Voraussetzung, um als Lehrkraft die Arbeit zu genießen und die Unterrichtsinhalte facettenreich zu präsentieren. Das Erkennen der eigenen Individualität und die persönliche Bildung sollte für jeden Menschen wichtig sein. Ganz wesentlich ist es, was die Kinder von den Lehrkräften halten. Ein Vorbild für die Kinder zu sein ist nicht in jedem Zusammenhang möglich. Doch Vertrauen aufzubauen, so dass die SuS keine Angst haben, ihre Gedanken frei zu äußern, die Gefühle zu zeigen, Fragen zu stellen, scheint mir ein gutes Ziel zu sein.
    In meiner Schulzeit habe ich den Physiklehrer bewundert und sein Fach geliebt. Wir haben Experimente durchgeführt und jedes Mal, wenn ein Versuch gelungen war, hat dieser Lehrer sich mit uns ehrlich gefreut. Umgekehrt, hat er mit Neugierde nach Ursachen für das misslungene Experiment gesucht. Fachlich exzellenter Lehrer hat mir das Gefühl gegeben mit mir die Physik neu zu entdecken.
    „Ihr sagt: »Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.« Ihr habt recht. Ihr sagt: »Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen. Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.« Ihr irrt euch. Nicht das ermüdet uns. Sondern – daß wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. Emporklimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen. Um nicht zu verletzen.“ Janusz Korczak

    13. Mai 2021
    Antworten
  20. Asil Durmaz sagte:

    Welch wundervoller Beitrag dies doch ist. Der Artikel von Frau Ziesmer… bitte an alle, die das lesen, durchlesen!!!

    Wunderbarer Artikel von Frau Ziesmer. Das „Handwerkszeug“ zur inneren Freiheit. Darin steckt so viel dahinter! Wir als Lehrkräfte helfen den Schülerinnen und Schülern sich ihr eigenes Werkzeug zu bauen. Dabei nehmen sie uns als Lehrkräfte genauestens wahr, viel stärker noch als es Erwachsene meiner Meinung tun könnten. „Sklaven des Mainstreams“, welch fantastische Wortwahl! Heute wird stets von der Individualität der Kinder gesprochen und wie wichtig es ist, den Kindern dabei zu helfen sich frei entfalten zu können. Doch im Prinzip werden sie gelenkt in einen „individualisierten Mainstream“.

    Wir können uns gegenüber den Kindern nicht verstellen, sie merken es, also hören wir damit auf es ihnen beizubringen ein zweites Gesicht zu tragen und helfen ihnen, ihre innere Freiheit zu finden.

    Bildung, was oder wer bist du?

    14. Mai 2021
    Antworten
  21. Leyla Neumann sagte:

    Ich denke die umfassende Bildung als oberstes Ziel zu sehen ist genau die richtige Herangehensweise. Unterricht sollte offen und ganzheitlich stattfinden, damit die Kinder mit allen Sinnen ihre Lerngegenstände (und noch weitaus mehr) erfahren können. Und dabei darf man als Lehrkraft ruhig kreativ werden und die altbekannten Wege verlassen, auch, wenn das zu Anfang ein gewisses Maß an Mut, Selbstvertrauen in die eigenen Lehrfähigkeiten oder auch Überwindung erfordert. Doch das ist es wert, denn aus jeder neuen Erfahrung, die die Kinder machen, nehmen sie etwas mit und meiner Meinung nach gilt: Je mehr Erfahrungen ein Mensch sammelt, desto besser! Denn mit jeder Erfahrung lernen wir uns selbst ein bisschen besser kennen. Und das gilt für alle Menschen, auch für die SuS.
    Um das Ziel zu erreichen die Kinder zu selbstbestimmten Menschen zu erziehen, die ihre Entscheidungen frei treffen können, müssen Ihnen Erfahrungen ermöglicht werden, die sie bilden und durch die sich selbst kennenlernen können. Schließlich bedarf es einer gewissen Selbstkenntnis, um für sich gute Entscheidungen treffen zu können.
    Dabei ist „verzeihend sein“ für mich ein gutes Stichwort. Aber auch das Verzeihen muss man lernen. Fehler gehören nun einmal zum Wachstumsprozess dazu. Bei den Kindern genauso wie bei einem selbst. Auch wenn es nicht immer einfach ist, verzeihend auf Fehlentscheidungen o.ä. zurückzuschauen und Nachsicht mit sich selbst zu haben, so ist es doch umso wichtiger sich diesbezüglich von negativen Gefühlen zu befreien und die Fehler als wichtigen Teil des Weges zu sehen. (Fehler bieten im Übrigen auch im Unterricht eine wunderbare Lernmöglichkeit.) Und auch hier sollte die Lehrkraft den Kindern wieder offen und ehrlich gegenübertreten und einfach genauso Mensch sein, wie die Kinder, um diese so auf ihrem Weg zu begleiten.

    1. Juni 2021
    Antworten
  22. Salina S. sagte:

    Ein sehr inspirierender Beitrag, den sich Lehrkräfte immer wieder ins Gedächtnis rufen sollten, denn diese Haltung ist zukunftsweisend! Unsere Welt steht momentan vor immensen Herausforderungen. Für mich sind mündige, freie, kritisch denkende Menschen der Schlüssel, um diesen Problemen zu begegnen. Als Lehrkräfte können wir Bildungsereignisse kreieren die Individuen in diesem Sinne, unter „allen Kräften“ fordern und fördern. Ich habe jedoch das Gefühl, dass diesbezüglich noch „Luft nach oben“ ist, denn stehen wir uns mit unserer derzeitigen Schulstruktur und Bildungspolitik nicht ein Stück weit selbst im Weg? Erschwert 45 Minuten Unterricht, ein strikt getakteter Lehrplan, gezielte Selektion und Leistungsbewertung/Leistungsdruck nicht das wir diese Philosophie der Lehre auch wahrhaftig umsetzen können? Damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass es unmöglich ist, sondern lediglich das ich es für möglich halte, dass wir uns selbst Steine in den Weg legen. Der Soziologe, Aladin El-Mafaalani ist der Meinung, dass wir Kindern alle Erfahrungen ermöglich sollten, die in unserer Gesellschaft im Repertoire sind (vgl. El-Mafaalani & Jahn, 2020). Ich stimme ihm zu und möchte alle Kinder aktiv dabei unterstützen verschiedenste Erfahrungen sammeln zu können, sich über diese auszutauschen und dabei von nun an stets den Slogan „ich trete als Mensch vor Menschen“ im Hinterkopf behalten.

    Quelle:
    El-Mafaalani, Aladin & Jahn, Thekla (2020). Schule muss ein Erfahrungsraum werden. Deutschlandfunk. Letzter Zugriff: 20.08.2021 unter https://www.deutschlandfunk.de/bildungsforscher-el-mafaalani-schule-muss-ein.680.de.html?dram:article_id=470578

    20. August 2021
    Antworten
  23. Karla Boß sagte:

    Was ich an Ihren Beiträgen wirklich sehr schätze, sind die Beispiele und bildlichen Vergleiche, die das Gesagte (in dem Fall Geschriebene) noch einmal sehr gut veranschaulichen und in jedem Fall verständlich machen. „Orientierung am Meister“, ja, kann man sich denken…. Aber wenn man sich dann Ihr Beispiel vor Augen führt, dass ja jemand, der anstrebt Fußballprofi zu werden, auch nicht auf die Spieler in der Regionalliga guckt, dann ist das alles plötzlich viel einleuchtender und alle möglichen Zweifel sind behoben.
    Den Kindern etwas lehren ist das A und O. Fatal ist nur, dass manch einer denkt, dass es sich dabei ausschließlich um das Lehren und Eintrichtern von Fachwissen handelt und gar nicht um Kompetenzvermittlung und einer umfassenden Bildung, die es dem Kind ermöglicht frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden. Nur wer letzteres gelernt hat, kann sich auch frei entfalten und dieses Bildungsziel (das Von Humboldt auch nochmal schön zusammengefasst hat) zu Erreichen, ist die „wahre“ Lehre, die jede Lehrkraft sich zur Aufgabe machen sollte.
    Ich kenne Sie bisher leider nicht persönlich, aber das Statement, das Sie zwischen zwei Bahnstationen geben würden, macht auf mich den Eindruck, dass Sie ein wirklich sehr sympathischer Mensch sein müssen, der sich seiner Verantwortung den Kindern gegenüber bewusst ist und der es sich zur Aufgabe macht, seine ganzen Ideen und wertvollen Erfahrungen mit uns angehenden Lehrkräften zu teilen, damit wir es später auch meistern werden. Dankeschön für all diese Inspirationen!

    10. November 2021
    Antworten
  24. Laura Schmidt sagte:

    Die Erfahrungen, die man selbst gemacht hat, Einstellungen zu verschiedenen Themen, die man mit sich bringt, Passionen, Emotionen, Erlebnisse und Erkenntnisse. Dies sind alles Dinge, die einen selbst ausmachen, die einen zu dem Machen, der man ist. Die einem Menschlichkeit verleihen. Dies sollte man nicht im Unterricht versuchen auszublenden, weil man vielleicht Angst hat zu viel von sich Preis zu geben. Die Kinder merken es, wenn man sich verstellt, unauthentisch oder gar unaufrichtig ist. Verunsichert ist, über das was man auszudrücken versucht. Man ist genau wie die Schüler*innen ein Mensch mit Ecken und Kanten, jeder auf ganz individueller Art und Weise. Das sollte man auch zeigen, was nicht bedeutet, dass man mit Informationen aus seinem Privatleben um sich schleudern soll (bitte nicht!). Aber man sollte authentisch bleiben und herzlich und das aufrichtig und nicht geschauspielert. Wenn das der Fall ist, wird man schonmal viel erreichen. Und die Schüler*innen tun es einem gleich. Mit dieser Grundlage lassen sich wissenschaftliche Erkenntnisse, emotionale und soziale Kompetenzen vermitteln. Und das sollte auch unser aller Bildungsziel sein, nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern auch die Stärkung diverser individueller Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die auf emotionale und soziale Prozesse und Entwicklungen beruhen. Man sollte ein Vorbild für die Schüler*innen sein und gleichzeitig nicht darauf beharren immer Recht zu haben, der „Boss“ zu sein. Alle sollten gleiche Wertschätzung erhalten und Hierarchien nicht in Stein gemeißelt werden. Es gibt viele Momenten, in denen man seinen Schüler*innen auf Augenhöhe begegnen sollte, v.a. wenn es um soziales und emotionales geht.

    4. Juli 2022
    Antworten
  25. Sonya Olegova Martinova sagte:

    Die Schule sollte ein Ort für die Kinder sein, indem sie frei werden können. Die Lehrkraft sollte diese den SuS mit der Haltung präsentieren und die Kinder dazu locken erfinderischer, neugieriger und entdeckender zu werden. Die Kinder sollten die Motivation nicht verlieren zu forschen und zu entdecken. Die Umwelt sollte ihnen nähergebracht werden. Wenn ein See in der Nähe der Schule ist, sollte man gemeinsam dahin gehen und die Kinder beobachten lassen, damit sie ihre Umwelt erschließen können. Das Lernen so weit wie möglich Alltagsbezogen geschehen und die Kinder sollten sich frei entfalten können. Die Verantwortung, die Person zu sein, die den Kindern versucht Freiheit zu verschaffen, sollten wir Lehrkräfte sein. Diese Haltung ist ein Weg für eine bessere und schönere Zukunft. Sowohl wir als Lehrkräfte werden viel positiver auf die Welt schauen als auch die Kinder, die sich frei genug fühlen werden, um Möglichkeiten auf der Welt zu erschaffen.

    5. Juli 2022
    Antworten
  26. Taleja Engelke sagte:

    Vielen Dank für diesen Eintrag. Ich fand ihn sehr bezaubernd und ermutigend.
    Ich fokussiere mich am besten auf einen Gedanken. Sie sprechen von dem Ziel: „alle Kräfte (zu) entfalten“.
    Das hat mich am meisten berührt, denn es gibt ein `mehr´ innerhalb der Bildung von Individuen. Mehr als Curricula und Unterrichtsziele.
    Sie sprechen von Kräften, für mich ist es das „Namenlose eines Erkenntnisprozesses.“ Eine Erfahrung die uns wirklich bildet unsere Persönlichkeit formt.
    In einem anderen Seminar lasen wir Alexander Gottlieb Baumgarten, bezüglich der ästhetischen Bildung. Er beschreibt es so, dass ein Erlebnis ästhetischer Bildung sich dadurch auszeichnet, dass das „Kontinuum unserer Weltanschauung“ kurz unterbrochen wird. Nach einem Bildungserlebnis sind wir nicht mehr die gleichen Personen wie vorher – wir haben uns (weiter) gebildet, sind anders/ weiter als zuvor.
    Dies kann aber nur passieren, wenn wir als Personen dabei, involviert (!) sind.

    Nach meinen Erfahrungen geschieht dies durch (Bildungs) erlebnisse, Freiheit, Authentizität der Lehrkraft und eigenem Interesse innerhalb des Unterrichtsgeschehens.
    Voraussetzung dafür ist wahrscheinlich (Selbst) Sicherheit und Freiheit die wir uns als Lehrkraft zugestehen.
    Ich wage zu behaupten, das wir unsere SuS viel mehr mitnehmen, wenn wir an einem gewissen Punkt das geplante Konzept verlassen und den Interessen der SuS und der Verselbstständigung des Unterrichtsgeschehens folgen.

    Denn daraus resultiert Involviertheit und daraus wiederum intensives Nachdenken und Erkenntnisse.
    Aus meiner Schulzeit kann ich mich eigentlich ausschließlich an Schulstoff erinnern, wo ich in Gespräche und Suche nach Erkenntnis involviert war – weil ich es wollte.
    …Und weil es den Raum dafür innerhalb des Unterrichts gab…

    6. Oktober 2022
    Antworten
  27. L. Aldarf sagte:

    In diesem Bericht schreiben Sie, dass man als Lehrperson als Mensch vor Menschen tritt und
    dass die Lehrtätigkeit kein abgekoppelter Bereich des Persönlichkeitsspektrums sei. Ich
    kenne Lehrende an allgemeinbildenden Schulen, die genau das Gegenteil behaupten: sie
    ziehen sich spezielle Kleidung an, die zu der Rolle des Lehrenden gehört, und zeigen sich im
    Unterricht dann nur in dieser Rolle. Sie achten darauf, nichts Privates zu erzählen und
    wahren eine professionelle Distanz. Ich persönlich kann mir eine solch vom Rest meiner
    Person abgekoppelte Rolle nicht vorstellen. Für mich ist Unterricht auch eine Begegnung von
    Mensch zu Mensch. Allerdings glaube ich, dass es trotzdem wichtig ist, Grenzen zu haben
    und diese auch zu vertreten. Ohne viel Lehrerfahrung kann ich hier aber nur theoretisieren.
    Ich denke für eine Entwicklung dieser Haltung und der Grenzen bedarf es an mehr Erfahrung
    als ich im Moment besitze.

    18. Oktober 2022
    Antworten
  28. Louis Vetter sagte:

    Das in diesem Beitrag genannte Ziel sollte mit das größte Ziel eines jeden Lehrers sein würde ich behaupten. Eine breitgefecherte Bildung. Es ist nicht schlimm, wenn man nicht alles weiß und genau so zeigt es nicht von Schwäche, wenn man der Klasse gesteht, dass man Informationen für gestellte Fragen noch einmal nachschlagen muss. Vielmehr geht es um ein breitgefechrtes Wissen, mit dem man Unterricht interessant gestalten kann. Lernen ist und sollte ein niemals endender Prozess sein. Wo wären wir, wenn wir, wenn wir nach unseren Ausbildungen nicht mehr weiterlernen würden? Wir würden uns auf Wissen beziehen, das womöglich in zwei bis drei Jahren längst überholt sein wird.
    Ein breitgefechrtes Wissen ermöglicht uns Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe in sehr vielen sozialen Kreisen des Lebens. Aber nicht nur mentales Wissen, sondern auch das Lernen von Fertigkeiten stellt eine unheimliche Bereicherung da, die uns letztlich charakterisiert. So trainieren karriereorientierte Fußballspieler immer weiter, bis sie leistungsorientiert spielen können und ihre Existenzgrundlage auf ihrer Fertigkeit fußt. So wird das „Hobby“ ein Teil der Persönlichkeit. Ich für meinen Teil spiele täglich E-Gitarre, da ich bald in eine Band eintreten möchte und ich musiziere bereits mit anderen Gitarristen. All diese Begegnungen sind diverse Erfahrungen die ein Teil meiner Persönlichkeit werden und an denen ich wachse. Somit kann ich mich diesem gelungenen Beitrag nur anschließen, da ich es ebenfalls als sehr wichtig erachte, sich permanent mental sowie auch physisch weiter zuentwickeln.

    9. November 2022
    Antworten
  29. Julia Neustraß sagte:

    Ich finde das Zitat von Bettina von Arnim sehr spannend. Ich denke auch, dass man mit einer breit gefächerten Bildung mehr Chancen im Leben ergreifen kann und somit freier ist sein Leben zu gestalten. Viele Kinder haben den Traum Tierärztin zu werden, doch ohne die umfassende Bildung für diesen Bereich, ist man als Erwachsener leider nicht so frei und kann den Beruf wählen. Dabei denke ich aber nicht nur an Bildung im Sinne von fachlichem Wissen von zum Beispiel Mathe. Man kann auch sozial oder politisch sehr gebildet sein. Ich denke auch, dass der Unterricht auch so bilden sollte, dass aus den Schülern Erwachsene Menschen werden, die im Leben zurechtkommen, sich politische Meinungen bilden können und selber entscheiden können, was sie möchten. Ich musste etwas bei dem Punkt des Nutzens schmunzeln. Ich glaube jeder hat sich in der Schulzeit nicht nur einmal geärgert und gefragt, warum man etwas überhaupt lernen muss. Nun als Erwachsene bin ich mir sicher, dass nicht nur der Inhalt das war, was fürs Leben wichtig ist, sondern manchmal auch die Tatsache, dass man sich etwas aneignen muss, was zunächst als unerreichbar erscheint. All diese Erfahrungen im Leben formen den Charakter und machen jeden Menschen einzigartig, auch Lehrer. Warum also sollte man das als Lehrer den Kindern nicht auch zeigen? Wie es so schön im Beitrag steht, man tritt als Mensch vor anderen Menschen. Ich persönlich finde es sehr spannend die Kinder auf dem steinigen Weg zu ihrem eigenen Charakter zu begleiten und sie dabei auch zu inspirieren.

    28. November 2022
    Antworten
  30. Sandra J. sagte:

    Ich kann die Punkte, die in diesem Beitrag angesprochen werden, gut nachvollziehen und deren Bedeutung leuchtet mir in jedem Fall ein. Ich selbst habe auch den Anspruch, meine späteren Schüler*innen dazu zu ermutigen frei denkenden, handelnden und entscheidenden Menschen zu werden. Leider habe ich persönlich das Gefühl, in Zukunft dahingehend eingeschränkt zu sein. Es kommt der Zeitpunkt, in der ich den Kindern beispielsweise Noten für ihre Leitungen geben muss. Auch im Studium kann ich vielleicht freier darin sein die Kurse zu besuchen, deren Inhalte mich mehr ansprechen, dennoch muss am Ende meist eine Prüfung in Form einer Klausur oder einer Hausarbeit abgelegt werden. Natürlich haben Prüfungen, Noten etc. in einer Weise ihre Berechtigung. Aber hemmen uns diese Anforderungen nicht im Beruf? Wie gehen wir am besten damit um? Das würde mich wirklich sehr interessieren.

    31. Dezember 2022
    Antworten
  31. Rebekka Newesely sagte:

    Humboldts Definition der Bildung finde ich unfassbar interessant. Er sagt, Bildung bedeutet dem Menschen beizubringen, wie er sich zu einem selbst bestimmten Individuum entwickeln kann und seine eigene Persönlichkeit entwickelt. Und ich finde das ist unglaublich wichtig. Weil Kinder sollen nicht nur das ABC oder das 1×1 in der Schule lernen. Sie sollen auch lernen selbst zu lernen. Ihnen soll beigebracht werden, wie sie sich mit schwierigen Inhalten auseinandersetzten können und wie sie eigene Positionen sowie Meinungen formulieren. Sie sollen lernen eigenständig zu sein und auch allein arbeiten zu können, ohne dass jmd. neben ihnen sitzen muss. Und die Persönlichkeitsentwicklung ist unfassbar wichtig. Weil In der Schule muss man den Kindern die Möglichkeit geben sich frei zu entfalten und eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Und dies kann nicht nur durch langweiligen Frontalunterricht geschehen. Es muss ein Austausch zwischen den Schülern vorhanden sein und Freizeit, Kreativität sowie Spaß müssen auch teil des Schultags sein!

    23. Januar 2023
    Antworten
  32. Anna Fendler sagte:

    Ein faszinierender Gedanke, dass nicht jeder Nutzen eines Bildungsereignisses klar erkennbar sein muss – gerade wenn man schon als Schüler immer hinterfragt, was einem eine Stunde gerade bringt, in Uni und im Unterricht immer wieder zu den Bildungsstandards zurückkommt, scheinbar jeder Unterricht auf konkrete Bildungsziele und Fähigkeiten ausgelegt werden muss. Aber Entfaltung und Erkenntnis sind wirklich so viel mehr und lassen sich nicht ausschließlich (sicher haben diese trotzdem ihren Sinn!) in Bildungsstandards zusammenfassen; es ist schade, dass über solche Themen so selten gesprochen wird!

    Das Ideal der Persönlichkeitsbildung kommt heutzutage viel zu kurz. Stattdessen wird man auf die Uni, die Arbeit, ein festes System vorbereitet. Auch die idealistischsten Lehrkräfte haben Schwierigkeiten damit, ihre Vorgaben, Standards und Pflichten mit Faszination, Berührung und Entfaltung zu verbinden – dabei ist es so viel schöner, gemeinsam einem Weg voller Abzweigungen, Kurven und Überraschungen zu bestreiten. Ein Weg, den jedes Kind in seinem Tempo begehen kann, auf dem man sich wiederbegegnet, unterstützt, einander einlädt, anstatt die Kinder auf einem vorgeformten Weg hinterherzuschleifen, der ihnen keinen Raum gibt, sie selbst zu sein. Ebenso ist es ein schöner Gedanke, als man selbst vor eine Klasse treten zu können und nicht vorgeben zu müssen, jemand zu sein, der man nicht ist – von so einem offenen Austausch der Persönlichkeiten profitieren alle!

    15. Februar 2023
    Antworten
  33. Pia Kelling sagte:

    Humboldts Auffassung von Bildung als Entwicklung der eigenen Individualität und des eigenen Charakters sollte aus meiner Sicht mehr Bedeutung bekommen. Heutzutage wird viel Wert daraufgelegt, dass Kinder einwandfrei Rechnen und Schreiben können, was natürlich nicht unwichtig ist, aber genauso sehr sollten die Selbstbildung und die Persönlichkeitsentwicklung im Fokus stehen. Kinder sollten Lernen, wie sie sich mit Problemen auseinandersetzen können. Sie sollten die Möglichkeit bekommen, sich eigenständig mit der Umwelt auseinandersetzen und diese zu erfahren und somit ihren eigenen Weg verfolgen können.

    7. März 2023
    Antworten
  34. Laura Brunetti sagte:

    In dem Artikel der FU ist mir ein Aspekt in Ihrer Antwort besonders aufgefallen, die Ästhetische Bildung. Die Entwicklung eines ästhetischen Bewusstseins und einer ästhetischen Sensibilität in die Bildung im Schulsystem zu integrieren und als Tool für jede Unterrichtsreihe zu nutzen, sehe ich als große Chance für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*Innen.
    Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur etc. in den Unterricht einzubeziehen, um die kreativen Fähigkeiten der Schüler*Innen zu fördern. Ihre Vorstellungskraft und ihre Ausdrucksfähigkeit zu entwickeln und ihr Verständnis für Ästhetik zum Vorschein zu bringen.
    Somit können viel mehr Möglichkeiten entstehen, die Kinder abzuholen und Ihnen eine Form von Sinnlichkeit mitzugeben.
    Der Bildungsprozess nicht nur auf das intellektuelle Wissen und die akademischen Fähigkeiten beschränkt, sondern auch eine tiefgreifende Entwicklung des Geistes, des Bewusstseins und der Seele. Es geht darum, den Menschen ganzheitlich zu bilden und eine Verbindung zu ihrer inneren spirituellen Dimension herzustellen.
    Durch die Bereitstellung verschiedenster ästhetischer Perspektiven und Möglichkeiten haben die Kinder das Potenzial sich selbst zu entdecken und zu begegnen. Ihre individuellen Interessen zu fördern und neue Ideen zu erkunden.

    7. Juni 2023
    Antworten
  35. Emma Selzer sagte:

    Peter Bieri: „Von den tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben.“ – Ich bin verzaubert! Und inspiriert!

    Die Definition von Bildung durch Humboldt als die Anregung aller Kräfte des Menschen, um eine selbstbestimmte Individualität und Persönlichkeit zu entwickeln, erfüllt mich mit großer Inspiration. Bildung versteht sich zu oft als reine Wissensaneignung. Unsere Gesellschaft hat ein rein verkopftes Bildungsverständnis, also von einer rein kognivistischen Wissensanhäufung, die weder allen Sinnen und Kräften des Menschen gerecht wird, noch ermöglicht uns dieses Verständnis, ein wirklich umfassendes Selbst-Welt-Verständnis zu schaffen (El-Mafaalani). Es ist mein Ziel als angehende Lehrkraft, den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten und Talente zu entfalten und eine freie Denkweise zu entwickeln. Jedes Kind hat eigene Talente und Kräfte, die lediglich angeregt werden müssen. Und ebendieser Anregung gerecht zu werden liegt in unserer Verantwortung als Lehrkraft. Wissen muss einverleibt und in bzw. durch uns lebendig werden, damit von Bildung gesprochen werden kann. Es muss mich berühren und bewegen. Passend hierzu habe ich vor einiger Zeit ein sehr aufschlussreiches Buch von El-Mafaalani gelesen, falls jemand Interesse hat, intensiver in die Thematik einzutauchen (Titel: Mythos Bildung).

    Der Aufruf, in unseren Unterrichtskonzepten das Ziel einer umfassenden Bildung klar zu verfolgen, ermutigt mich dazu, kreative und vielfältige Unterrichtsmethoden einzusetzen. Ich danke Ihnen, das in mir schlummernde Bedürfnis wieder zum Leben erweckt zu haben!

    13. Juli 2023
    Antworten
  36. Hannah Kröger sagte:

    Die Philosophie der Lehre, sie umfasst die Förderung intellektueller, emotionaler, sozialer und körperlicher Aspekte und beschränkt sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen. Die Philosophie der Lehre umfasst einen konstruktivistischen Ansatz, der besagt, dass Lernen ein aktiver Prozess ist bei dem Kinder Wissen konstruieren und Bedeutung schaffen, indem sie ihre individuellen Erfahrungen und Vorstellungen einbringen. Denn wie der Beitrag besagt: „Oberstes Ziel der Lehre ist die umfassende Bildung, die es dem Individuum erlaubt, frei zu denken, zu handeln, zu entscheiden.“
    Wie im ‚Rambling der Lehre‘ bereits erwähnt, geht es nicht nur darum WAS wir Lernen, sondern darum was uns der Weg lehrt. Sinne, Emotionen, Träume – all dies und vieles mehr macht Bildung aus, kommt jedoch in der Praxis häufig zu kurz. Zu sehr wird sich orientiert an dem Lernziel, dem Outcome. Was hat das ‚Brain‘ gelernt? Ich finde den im Beitrag erwähnten Satz in Bezug auf meine eignen Erfahrungen sehr wertvoll: „Nicht immer ist erkennbar, welchen direkten Nutzen das Bildungsereignis hat.“
    Wir lernen in der Theorie immer das Bildungsziel der Stunde zu verfolgen, immer nach dem Ziel zu streben. In Anlehnung an den Kommentar von Anita G. stelle ich mir die Frage: Welches Ziel verfolgt die schulische Bildung? Der Druck nach effektivem Lernen, möglichst guten Aussichten, wenn es um den Werdegang geht, und wirtschaftliche Abhängigkeit überschatten Arnims Zitat: ‚Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden‘. Hier genau ist es unsere Aufgabe als Lehrkraft ein kritisches Bewusstsein zu vermitteln, Aufzuklären und zu Stärken.

    17. Juli 2023
    Antworten
  37. Elena Angile sagte:

    „Sie treten als Mensch vor Menschen“ – ein wunderschöner Satz, der es zusammenfasst! Wir sind nicht nur Lehrkräfte, wir sind Menschen mit Erfahrungen und Persönlichkeiten. Und die Kinder schätzen es wert, wenn wir Persönlichkeit zeigen. Denn Kinder sind neugierig. Sie wollen wissen, wie wir außerhalb der Schule leben, ob wir Kinder haben und was für Hobbies wir haben. Ich habe die Lehrkräfte immer sehr gemocht, die etwas von sich preisgegeben haben, denn ich hatte dann erst das Gefühl sie zu kennen.

    19. Juli 2023
    Antworten
  38. Anna-Lena Wolf sagte:

    Als Lehrkraft fungiert man als Vorbild. Steht man hinter seinem Beruf und vermittelt den Kindern neues Wissen mit viel Leidenschaft, so ist es viel Wahrscheinlicher, dass die Kinder diese Leidenschaft aufnehmen und mit sich tragen. Ich hatte in der vierten Klasse eine Lehrerin, bei der man diese Leidenschaft für ihren Beruf sehr stark gespürt hat. Es fühlte sich nicht an wie das stetige Lernen bei den anderen Lehrkräften. Der Unterricht bestand aus interessanten Denkanstößen, so dass die Inhalte viel stärker hängen geblieben sind. Es herrschte allgemeiner Respekt und dennoch schienen die Hierarchien in den Hintergrund zu treten.

    30. August 2023
    Antworten
  39. Vanessa s sagte:

    Anfangs wird das oberste Ziel der Lehre beschrieben bzw. definiert. Dabei geht es darum, frei zu denken, frei zu handeln und zu entscheiden. Die eigene Haltung ist in diesem Fall ein wichtiges Instrument. Lehrkräfte fungieren mit den Kindern gemeinsam und sind eine Vorbildfunktion für die Kinder. Sie sollten den Kindern neues wissen vermitteln sowie die Kenntnis, dass sich selbst bilden. Es ist daher sehr wichtig, dass Kinder sich selbst bilden wollen und nicht durch die Meinung anderer ihren Bildungsweg nachgehen.
    Die Selbstreflexion ist ebenso eine wichtige Methode welches man als Lehrkraft oft tun sollte, da dies ein Mittel zur Weiterentwicklung ist.

    30. August 2023
    Antworten
  40. Anika Langermann sagte:

    Den Gedanken, dass Bildung bzw. sich bilden frei macht, kann ich nur unterstützen. Bildung besteht aus Wissen, aber auch aus einer Entwicklung von sich selbst. Die Persönlichkeit kann sich nur richtig entwickeln, wenn sie die richtigen Impulse dafür bekommt. Und auch nur mit einer Auswahl an Impulsen kann sie sich frei entfalten und wir erlernen das freie Denken, Handeln und Entscheiden. Somit sollte der Unterricht definitiv abwechslungsreich und umfassend gestaltet werden. Zumal wir uns nur durch Erkenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse definieren.
    Somit macht es für mich sehr viel Sinn, dass natürlich auch der Weg zum Beruf der Lehrkraft mit all dem zusammenhängt. Jeder hat irgendeinen Grund, wie zum Beispiel ein Erlebnis, ob es nun positiv oder negativ ist, weshalb derjenige LehrerIn werden möchte. Für mich besteht dieser aus den positiven Erfahrungen mit meinen Lehrkräften in der Grundschule und dem spielerischen „Unterrichten“ meiner kleinen Schwester als wir Kinder waren.

    31. August 2023
    Antworten
  41. Sabrina Stahl sagte:

    Ich finde diese Perspektive äußerst wertvoll. Die Idee, dass Lehrer nicht nur Fachexperten sind, sondern als ganze Menschen vor ihren Schülern stehen, ist wichtig. Meine persönlichen Erfahrungen, Leidenschaften und Interessen können dazu beitragen, Schülern ein breiteres Verständnis der Welt zu vermitteln und sie dazu ermutigen, selbstständig zu denken und zu handeln.
    Die Betonung der Vielfalt der Erfahrungen, die Lehrer in ihre Lehrtätigkeit einbringen, und die Fähigkeit, diese Erfahrungen in den Unterricht zu integrieren, kann die Qualität der Bildung erheblich steigern in meinen Augen. Sie ermutigt auch dazu, dass ich mich als Lehrkraft kontinuierlich weiterentwickle und lerne, da dies letztendlich zu einem freieren und verzeihenderen Umgang mit den SchülerInnen führt.
    Spannend finde ich das diese Philosophie der Lehre eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Bildung aufzeigt und dazu ermutigt, SchülerInnen nicht nur intellektuell, sondern auch emotional und ethisch zu fördern. Dies kann zu einer nachhaltigen Entwicklung von Individuen führen, die in der Lage sind, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und ein erfülltes Leben zu führen.
    Den Gedanken, dass ich als Lehrkraft nicht nur die Wissensvermittlerin bin, sondern auch eine Gestalterin der Persönlichkeitsentwicklung, finde ich wundervoll.

    1. September 2023
    Antworten
  42. Annabell Eikholt sagte:

    Der Text argumentiert für Lehrkonzepte, die die Entfaltung aller Kräfte, einschließlich Sinne, Emotionen und Träume, ermöglichen. Es wird betont, dass Bildung nicht nur auf das Lernen beschränkt sein sollte, sondern eine breitere Perspektive erfordert.
    Es wird darauf hingewiesen, dass die Lehrer als Menschen vor ihren Schülern stehen und dass ihre Persönlichkeit und Erfahrungen ihre Lehrtätigkeit prägen. Die Vielfalt der persönlichen Erfahrungen wird als Schlüssel zur Freiheit des Denkens und Handelns betrachtet. Hier stimme ich vollkommen zu, denn ich sehe hier auch viel von der Vorbildfunktion, die wir als zukünftige Lehrkräfte haben erfüllt.
    Insgesamt betont der Text die Bedeutung von Bildung als Weg zur individuellen Freiheit und die Rolle der Lehrer als Menschen, die durch ihre breiten Erfahrungen und Wissensvermittlung einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung ihrer Schüler haben.
    Ich finde hier auch nochmal ganz wichtig zu betonen, dass kein Mensch perfekt ist und ebensowenig ist es die Lehrkraft vor der Klasse. Wir sollten auch lernen, mehr über eigene Fehler zu lachen und vieles nicht so eng zu sehen.

    3. September 2023
    Antworten
  43. Jennifer Acht sagte:

    Kinder „merken ganz genau, wer vor ihnen steh“. Das durchschauen sie so schnell. Deswegen finde ich persönlich brauchen wir einfach diese praktische Lehrerfahrung. Wenn man das erste Mal vor einer Klasse steht, versucht man sich souverän zu Verhalten, vielleicht hat man sogar eine Lieblingslehrkraft von damals vor Augen, die man nachahmen möchte. Dabei stelle ich mir auch Personen vor, die fröhlich, selbstbewusst, offen und kommunikativ agierten. Was diese Lehrkräfte mir fachlich beibrachten, ist dabei nicht so stark in Erinnerung geblieben, wie ihr Verhalten. Ich glaube jedoch auch das merken Kinder ganz genau. Sie spüren und sehen die Authentizität, deshalb auch ob das Verhalten der Lehrkraft echt oder vorgespielt ist. Deswegen finde ich es besonders wichtig, frühzeitig Lehrerfahrungen zu sammeln, um eine authentische Lehrpersönlichkeit entwickeln zu können. Deshalb möchte ich auch auf den Beitrag von Vanessa s eingehen und zustimmen, dass die Selbstreflexion dabei eine wichtige Rolle spielt. Wir wollen doch auch Vorbilder für unsere Schüler*innen werden, dabei denke ich, dass wir mit unserer selbst bestimmten Individualität und Offenheit in Bezug auf Persönlichkeiten und Curricula schon viel dazu beitragen können.

    3. September 2023
    Antworten
  44. Sara Kamranfar Vinoly sagte:

    Bettina von Arnims Zitat, „Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden,“ berührt mich und erinnert mich daran, warum Bildung so wichtig ist. Besonders in der Grundschule sollte unser höchstes Ziel sein, den Schülern eine umfassende Bildung zu ermöglichen, die ihnen die Freiheit gibt, selbstständig zu denken, zu handeln und zu entscheiden.
    Jede Lehrsequenz sollte darauf ausgerichtet sein, die verschiedenen Fähigkeiten und Talente unserer Schüler zu fördern, denn Bildung beinhaltet weit mehr als nur das Sammeln von Fakten.
    Auch wenn nicht immer auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, welchen direkten Nutzen eine bestimmte Lernerfahrung hat, sollten wir bedenken, dass Bildung nicht auf das „Lernen“ im herkömmlichen Sinne beschränkt ist. Sie formt unsere Persönlichkeit auf ganzheitliche Weise.
    Als Lehrer:in stehen wir nicht nur vor einer Lerngruppe, sondern vor Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Interessen.

    3. September 2023
    Antworten
  45. Katharina R. sagte:

    Ich finde diesen Beitrag wirklich inspirierend und er erinnert mich daran, wie wichtig Bildung und Lehre in unserem Leben sind. Humboldt und Bettina von Arnim betonen die Bedeutung einer umfassenden Bildung, die uns dazu befähigt, frei zu denken, zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Das Ziel der Lehre sollte also sein, diese Freiheit zu fördern. Was mir besonders gefällt, ist die Idee, dass Bildung nicht nur das „Lernen“ im herkömmlichen Sinne ist, sondern viel mehr umfasst. Es geht darum, unsere Sinne, Emotionen und Träume in den Bildungsprozess einzubeziehen. Wir sollten uns nicht nur auf unsere professionelle Rolle als Lehrerinnen und Lehrer beschränken, sondern unsere gesamten Lebenserfahrungen einbringen. Die Botschaft, dass wir als Menschen vor anderen Menschen stehen, egal ob in der Schule oder anderswo, ist kraftvoll. Unsere vielfältigen Erfahrungen machen uns zu einzigartigen Individuen, und je mehr wir diese Erfahrungen nutzen, desto freier und souveräner werden wir im Denken und Handeln. Schließlich finde ich die Idee des „rambeln“ und das Überwinden von Hierarchien in der Bildung sehr aufregend. Es erinnert daran, dass wir alle Lernende sind, und dass die Suche nach tiefem Verständnis ein gemeinsamer Weg ist, den wir mit allen Menschen teilen.

    3. September 2023
    Antworten
  46. Dijle D. sagte:

    Dem obersten Ziel der Bildung kann ich nur zustimmen. Bildung ermöglicht eine freie Entfaltung des Menschen. Des Weiteren bezieht sich Bildung meiner Meinung nach nicht nur auf das aneignen von Wissen in einer schulischen Einrichtung. Dazu gehört auch , dass man sich in verschiedenen Bereichen des Lebens weiterbildet. „Sie treten als Mensch vor Menschen“. Sehr schöner Spruch. Jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen im Leben. Dementsprechend entwickeln sich individuelle Interessen und das Bedürfnis dazu sich in den jeweiligen Interessen weiterbilden zu wollen. Hinzukommt, dass Kinder die Möglichkeiten besitzen sollten sich selbst bilden zu können, indem sie angeregt werden selbst zu forschen oder auszuprobieren (Im Unterricht). Da sich jedes Kind sich voneinander unterscheidet, ist es als Lehrkraft wichtig die Schüler/innen nicht nur als ein ganzes zu betrachten. Es ist auch bedeutsam , dass die Lehrkraft mit Leidenschaft und positiven Gefühlen vor den Schüler/innen steht damit die Aufmerksamkeit und Motivation der Kinder nicht geschwächt wird.

    3. September 2023
    Antworten
  47. Savneet Kang sagte:

    Die Aussagen des Textes scheinen sehr zutreffend. Vor allem kann ich der Aussage zustimmen, dass Bildung mit dem Ziel durchgeht, die Freiheit zu erlangen. Vor allem den Lehrenden zu ermöglichen, frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden. Dass der Lehrplan so gestaltet werden soll, dass er umfassende Bildung fördert, alle Fähigkeiten und Kräfte der Lernenden entwickelt, sehe ich als sehr bewundernswert. Dabei soll nicht nur das intellektuelle Denken, sondern ebenfalls die Sinne, Emotionen und Träume gefördert werden. Ebenfalls, dass die Erfahrungen eine Person formen und prägen und ihre Lehrtätigkeit beeinflusst, wird erwähnt. Dabei sind Lehrer, welches ebenfalls eine große Rolle für mich spielt, aufgefordert ihren Schülern bei Ihrer Suche nach Erkenntnissen zu unterstützen, welches soziale Kompetenzen, unter anderem Geduld oder auch Verständnis fördert. Somit wird Hierarchie in der Bildung ein wichtiger Faktor.

    3. September 2023
    Antworten
  48. Ecem Koc sagte:

    Was ich bis jetzt zusammengefasst habe ist:
    Dass Ihre Persönlichkeit, Ihre Interessen, Ihre Leidenschaften in Ihren Unterricht einfließen und die Art und Weise, wie Sie Wissen vermitteln, prägen.
    Das private Klavierspiel mag auf den ersten Blick nichts mit der Lehre zu tun haben, aber es zeigt, dass Bildung nicht nur auf den schulischen Kontext beschränkt ist. Es geht darum, sich als Mensch weiterzuentwickeln, seine Talente und Leidenschaften zu entfalten und dadurch frei zu werden. Indem Sie sich als Lehrperson weiterbilden, neue Erfahrungen machen und sich mit anderen Meisterinnen und Meistern Ihres Fachs austauschen, bereichern Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Schülerinnen und Schüler.
    Sie motivieren sich mit Wissen welches Sie sich aneignen. Aber sie bringen nicht nur Wissen, sondern auch Ihre Persönlichkeit und Ihre Begeisterung für Ihr Fach mit in den Unterricht. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der über den schulischen Rahmen hinausgeht und uns als Menschen formt und definiert.

    3. September 2023
    Antworten
  49. Halenur Demirtas sagte:

    Dieser Beitrag bringt viele Leute echt zum nachdenken und ermutigt auf ihre eigene Art und Weise auch den Leser oder die Leserin.

    Ich merke leider, dass viele Kinder in der jetzigen Generation kaum wissen was sie werden möchten. Selbst wenn es Kinder gibt, die diese wissen, tun sie kaum bis nichts dafür ihren Traum nachzugehen. Leider leben wir in einer Zeit, wo die Kinder durch die Technologie zu sehr faulen Menschen geworden sind, wobei diese jetzige Zeit erst recht mehr Möglichkeiten bietet unseren Zielen und träumen näher zu kommen. Ich kenne von meinen Eltern oder bekannten, dass sie damals die Mittel und Möglichkeiten nicht hatten ihren Träume zu verfolgen, was ziemlich traurig ist aber noch trauriger ist es, die Kinder in der jetzigen Zeit zu sehen, die nichts tun um ihre Träume zu erreichen.
    Ich wusste ein Glück schon immer was ich werden wollte, wobei ich sagen muss, dass sich diese im laufe der Zeit verändert haben und nun bin ich hier und hoffe viele Kinder inspirieren zu können oder ihnen helfen zu können bei ihrer Entwicklung, Bildung und Verwirklichung ihrer Träume.
    Es ist erst eine Woche vergangen, wo unser Praktikum begonnen hat und ich muss traurigerweise jetzt schon feststellen, dass Kinder von Social Media geblendet sind. Sie haben mittlerweile alle Träume wie z.B. Rapper werden, Tänzerinnen werden, Sänger/innen werden oder Streamer etc. zu werden. Diese sind keine schlechten Träume, jedoch nichts was so leicht ist zu erreichen bzw. sein Beruf, welche Kinder in jungen Jahren anfangen möchten, was in deren Alter echt gefährliche Folgen für sie haben könnte. Ich bin einfach entsetzt, dass auch viele Elternteile echt wenig dagegen unternehmen. Jedoch erhoffe ich mir das so ein toller Beitrag mehr Lehrer erreicht und wir somit mehr Kinder erreichen können um ihnen zu helfen ihre Träume, Hobbys oder aber auch Ziele zu erreichen. Denn so eine interessierende, helfende Lehrkraft braucht jedes Kind.

    4. September 2023
    Antworten
  50. Josefine Zillmer sagte:

    „die Erfahrungen, die Sie zu einem unverwechselbaren Individuum machen.“
    Gerade diese sind sehr wichtig, wenn es darum geht mit Schüler:innen zu arbeiten, denn auch sie werden durch ihre Erfahrungen geprägt und zu einem unverwechselbarem Individuum geformt.
    Da wir als Lehrkraft die Schüler:innen leiten und auf ihrem Weg begleiten ist es daher umso wichtiger, diesen nichts vorzuenthalten, sondern sie mit einzubeziehen. Kinder sind neugierig und wollen alles um sie herum erleben und erfahren. Sie wollen eine gute Bindung zur Lehrkraft aufbauen und diese verstehen. Das können sie nur, wenn sie das von ihrer Lehrperson vorgelebt und beigebracht bekommen.
    Deswegen sollte die Lehrkraft sich immer weiterbilden, um den Kindern ein gutes Vorbild zu sein und ihnen damit die Möglichkeit geben, den Kindern viele neue Erfahrungen zu ermöglichen.

    4. September 2023
    Antworten
  51. Marieke Böck sagte:

    „Nicht immer ist erkennbar, welchen direkten Nutzen das Bildungsereignis hat.“ Doch wie möchte man den Nutzen Kindern, als Lehrperson nahebringen, wenn man selber im weiteren Verlauf des Lebens erst diese Erkenntnis erlangt? Wie soll man als Kind auch schon die größeren Zusammenhänge unserer Gesellschaft nachvollziehen? Viele Schüler*innen (mich damals mit eingeschlossen) verstehen die Wichtigkeit der Schule nicht und welchen Einfluss die erbrachte Leistung im späteren Leben haben wird. Das ist komplett verständlich, da Schüler*innen nichts außerhalb ihres Schulalltags kennen. Wodurch es umso wichtiger ist, dass die Lehrpersonen ihnen das so gut wie möglich zeigen können und bloße Worte reichen dafür bei vielen Kindern nicht (das kann ich aus Erfahrung sagen).
    Zusammenfassend finde ich die genannten Punkte dieses Beitrags sehr wichtig und neben angehenden Lehrkräften, sollten sich auch erfahrenen Lehrkräften dem bewusst sein.

    4. September 2023
    Antworten
  52. Anna sagte:

    „ Als Mensch vor Menschen treten“ oder sich besser etwas abgrenzen? Oft denke ich, dass es gut ist, dass Lehrpersonen ganz verschieden sind, denn unsere Schüler*innen sind es auch.

    Häufig vergessen wir in unserer Alltags- und Arbeitsbelastung, dass wir auch die Aufgabe haben nicht nur Schwächen zu mildern, sondern auch Talent zu fördern. In diesem Sinne ist, denke ich auch Humboldts Grundsatz der Persönlichkeitsbildung zu verstehen. Freiheit bedeutet dann, dass ich meinen Schüler*innen helfen kann, nicht nur auf „die Welt da draußen“ vorbereitet zu sein und sich in ihr bewegen zu können, sondern, dass sie ihren eigenen Weg in derselben kreieren können.
    Was für ein Privileg das ist, Persönlichkeitsentfaltung durch Bildung und die daraus resultierende Freiheit, sollten wir nicht vergessen.

    4. September 2023
    Antworten
  53. Michelle Foit sagte:

    „Sie treten als Mensch vor Menschen.“

    Der Text betont die Bedeutung einer umfassenden Bildung, die es Individuen ermöglicht, frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden. Er hebt die Rolle von Lehrer*innen hervor, die als ganzheitliche Persönlichkeiten vor ihren Schüler*innen stehen und sich durch eine breite Palette von Erfahrungen auszeichnen sollten. Dies fördert ein offenes Denken und Verstehen.

    Die Idee, dass Lehrende und Lernende gemeinsam auf einem Weg der Erkenntnissuche gehen, ohne starre Hierarchien, unterstreicht die Vorstellung einer freieren und verzeihenderen Bildungsumgebung. Dieser Ansatz ermutigt dazu, sich nicht nur auf das Lernen im traditionellen Sinne zu beschränken, sondern vielmehr auf die Bereicherung der Persönlichkeit durch verschiedene Erfahrungen und Interessen. Es ermöglicht eine vielfältige und reiche Bildung, welche über das bloße „Lernen“ hinausgeht.

    4. September 2023
    Antworten
  54. Annabell Zeuge sagte:

    Während des Lesens dieses Beitrags, habe ich versucht mich an meine Grundschulzeit zurück zu erinnern.
    Ich kann mich nicht daran erinnern, tiefgründige Gespräche mit meinen Lehrern erlebt zu haben. Es war das stupide herunterbrechen des Lehrplans, des Wochenplans und des Unterrichtsziel. Es war vermutlich wenig Platz für andere Gedanken.
    Ich konnte schon selbst bei Schüler*innen beobachten, wie schnell die Kinder in eine Gedankenwelt kommen und eher weniger dem Unterricht folgen, aber dann ein wenig gestärkter aus ihren Gedanken wieder zurückkommen. Und dieses träumen im Unterricht zu zulassen ist für mich ein wichtiger Punkt. Manchmal brauchen die Kinder einen Moment für sich, um das Geschehene zu verarbeiten oder auf neue Ideen zu kommen.
    Außerdem kann es eine gesunde Variante, um auch Stressmomente ein wenig zu beruhigen.

    4. September 2023
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  55. Monika Seidel sagte:

    Es ist wichtig zu erkennen, dass die Lehre nicht nur die Bildung bietet, sondern so viel mehr ist. Diese sollte erlauben, dass jeder frei denken, sowie handeln und auch entscheiden, darf. Das wird auch als oberstes Ziel der Lehre definiert. Denn jedes Individuum ist verschieden, jeder hat eigene Stärken und Schwächen. Im Beitrag wird von Kräften gesprochen, welche entfaltet werden sollen. Auch die Aussage „Sie treten als Mensch vor Menschen“ ist sehr wichtig, da dies widerspiegelt, dass wir alle Menschen sind und jeder verschieden ist. Jeder hat Stärken und Schwächen, die gefördert werden sollten damit sich jeder zu seiner eigenen Persönlichkeit entwickeln kann. Wir sollten den Kindern bei diesem Weg begleiten und sie unterstützen, indem wir ihnen Erfahrungen bieten, damit sie frei handeln, denken und entscheiden können.

    4. September 2023
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  56. Konstantin Maltcev sagte:

    Die Idee, dass ‚Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden’. Mag ich sehr, von der Anfang des Artikels und ich Stimme voll dazu. 
Das wunderschöne Stück von Robert Schumann erinnert mich meine Erfahrung mit Klavier auch. Die Philosophie der Lehre, ist das die Person, die das Stück lehrnt, orientier sich an das meisterliche spiel von Horowitz, so wie ein Student an seiner Lehrer sich orientiert. Die Kunst entspricht auch der Aussage: «Jede Lehrsequenz sollte umfassend gestaltet werden, damit sich ‚alle Kräfte‘ entfalten können. Es lernt ja nicht nur ‚the brain‘, Sinne, Emotionen, Träume etc. erweitern die Erkenntnisprozesse»
    Ich mag auch sehr der philosophische Anteil des Textes am Ende. Alle Erfahrungen prägen uns als Individuen und natürlich die Bildung macht das auch. Die Sprache hilft einer Person ihre eigene Erfahrungen zin eine Sprache verarbeiten, strukturieren und besser verstehen.

    4. September 2023
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  57. Patric Schäfer sagte:

    Beim Lesen dieses Beitrags kamen mir viele Gedanken und Überlegungen in den Sinn. Interessant fand ich, wie zeitlos und relevant die Ideen von Humboldt und Bettina von Arnim in Bezug auf Bildung sind. Diese Ideen und der gesamte Beitrag können uns daran erinnern, dass Bildung mehr ist als nur das Aufnehmen von Wissen. Sie ist ein Prozess, der uns als Individuen formt und unsere Persönlichkeit prägt.
    Der Satz „Sie treten als Mensch vor Menschen“ hinterließ einen tiefen Eindruck auf mich und sollte in unserer späteren beruflichen Laufbahn stets im Bewusstsein bleiben. Es ist von entscheidender Bedeutung, diesen Gedanken stets präsent zu haben. Der Beitrag betont so auch eine Menschlichkeit in der Bildung, die womöglich sonst nicht immer bedacht wird.

    4. September 2023
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  58. Josephine Zarth sagte:

    Aus meiner Erfahrung als Erzieherin können Kinder sehr genau zwischen verschiedenen Personen differenzieren. Sie erkennen die einzelnen Persönlichkeiten und die Möglichkeiten, die sich im Kontakt mit einer Person ergeben. Sie können nach einer Zeit des Kennenlernens genau einschätzen, was mit welcher Lehrkraft möglich ist und wo die Grenzen sind. Umso wichtiger ist es doch, dass wir den Schülerinnen und Schülern ein Vorbild sein können und sie dabei ermutigen, ihre eigenen Persönlichkeiten weiterzuentwickeln und auszubauen. Dafür müssen wir uns jedoch selber über unsere Person im Klaren sein und vor allem immer bereit, uns weiterzuentwickeln. Lehren sollte auch immer bedeuten, dabei selbst zu lernen!

    4. September 2023
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  59. Toni Fuhrmann sagte:

    Dieser Gedanke, dass Bildung nicht nur auf das Lernen beschränkt ist, sondern auch das Erweitern von Sinneserfahrungen, Emotionen und Träumen einschließt, ist tiefgreifend. Es erinnert uns daran, dass Lehren mehr ist als die Übermittlung von Wissen; es ist eine Möglichkeit, junge Menschen auf eine Reise der Selbstentdeckung und des Wachstums zu führen.

    Die Idee, sich an Meisterinnen und Meistern in einem Fach zu orientieren, unterstreicht die Wichtigkeit von Vorbildern und dem Streben nach Exzellenz. Es erinnert uns daran, dass unsere Persönlichkeit durch eine Vielzahl von Erfahrungen geformt wird, die wir in verschiedenen Lebensbereichen sammeln.

    Insgesamt lädt dieser Beitrag dazu ein, Bildung als einen holistischen Prozess zu betrachten, der uns nicht nur dazu befähigt, Wissen zu erlangen, sondern auch zu freieren, souveräneren und verzeihenderen Individuen werden lässt, die ihre Lebenserfahrungen in ihre Lehrtätigkeit einfließen lassen.

    4. September 2023
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  60. Tugay Ulusoy sagte:

    Der Text betont, dass Bildung das oberste Ziel der Lehre ist, um Individuen frei denken, handeln und entscheiden zu lassen. Lehrer sollten sich breit ausbilden, da ihre Persönlichkeit vor Schülern steht. Das Verbalisieren von Erfahrungen fördert freies Denken. Kinder erkennen die Autorität von Lehrern. Die Idee des Verzeihens und das Überwinden von Hierarchien sind wichtig.

    4. September 2023
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  61. Meryem Sentürk sagte:

    Die Lehrkraft bzw. die Schule spielt eine große Rolle für die Entwicklung und Bildung der Kinder und aus diesem Grund sollte sie ein Ort sein, wo sie frei sein können. Sie müssen sich frei entwickeln, um auch ihre eigene Persönlichkeit entfalten zu können. Diese erreichen wir durch Erfahrungen etc. Jemand kommentierte, dass jedes Individuum verschieden ist. Deshalb sollte jede Person erlaubt sein sich auszuleben und zu entdecken. Wir müssen den Kindern beistehen und wie gesagt raum geben. Dasselbe gilt auch für die Lehrkraft. Wir dürfen nicht vergessen, dass Bildung ein lebenslanger Prozess ist und wir immer was dazu lernen müssen, um den Kindern auch ein gutes Vorbild zu sein.

    4. September 2023
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  62. Kübra Alagül sagte:

    Die Betrachtung über Bildung und Lehre ist sehr einfühlsam, wie auch die Verbindung zu der eigenen Persönlichkeit.
    Es ist wichtig nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Bildung anzustreben.
    Aber auch so, dass es den Lernenden ermöglicht wird, sich als freie und individuelle Persönlichkeiten zu entfalten.
    Lehrkräfte sollen als Menschen vor Menschen auftreten und diese Idee finde ich toll. Das sollte sich jede Person merken.
    Das ist wichtig für eine authentische und vielschichtige Bildung.
    Bildung wird hier als ein Werkzeug verstanden, um nicht nur Wissen, sondern auch Mitgefühl, Offenheit und Verständnis zu fördern.
    Die Lehre ist keine reine Wissensvermittlung, sondern eine Möglichkeit, junge Menschen auf ihrem Weg des Erkennens und des Wachsens zu begleiten.

    4. September 2023
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  63. Ahmad El-Bachir sagte:

    Der Text betont die Philosophie der Lehre und die Bedeutung einer umfassenden Bildung, die es den Menschen ermöglicht, frei zu denken und zu handeln. Er betont auch die Rolle der persönlichen Erfahrungen und Interessen eines Lehrers oder einer Lehrerin bei der Gestaltung des Unterrichts. Die idee, das Lehrerinnen und Lehrer als Menschen vor ihren Schülern stehen und ihre eigenen vielfältigen Erfahrungen in den Unterricht einbringen, ist bemerkenswert.
    Insgesamt betont der Text die Bedeutung einer ganzheitlichen Bildung und die Rolle der Persönlichkeit des Lehrers oder der Lehrerin in diesem Prozess. Es erinnert uns daran, dass Bildung nicht nur auf Wissensvermittlung beschränkt ist, sondern auch die Entwicklung von Charakter und Persönlichkeit umfasst.

    4. September 2023
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  64. Emmeli Bockenkamp sagte:

    Ein Kommentar zur „Die Phänomenologie der Lehre“ von Sis Pied de la Zirbe

    In dem Text „Die Phänomenologie der Lehre“ von Sis Pied de la Zirbe geht es um das Leben, das aus Phänomenen besteht. Phänomene des Lebens, die aufgezählt wurden, sind Lügen, Habgier, Neid oder Rachsucht. Auch positive Phänomene prägen unser Leben wie die „Großzügigkeit und Einfühlsamkeit“. Wenn wir die Phänomene annehmen, so ist Sis Pied de la Zirbe überzeugt, dass der Umgang mit jungen Menschen „ungezwungener, kameradschaftlicher und in gewissem Sinne ‚weise‘“ wird. Würden wir uns nicht den Phänomenen annehmen, so würden wir uns in Einzelheiten von Problemen verlieren. Sie empfiehlt, somit eher über die Phänomene der Welt mit Kindern zu philosophieren, denn wir werden von ihnen lernen können, davon ist sie überzeugt und ich auch!

    5. September 2023
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  65. Emmeli Bockenkamp sagte:

    Ein Kommentar zur „Philosophie der Lehre“ von Sis Pied de la Zirbe

    In „Philosophie der Lehre“ von Sis Pied de la Zirbe wird vielfältig die Bildung definiert. Prägende Definitionen waren die von Bettina von Arnim und Wilhelm von Humboldt. Bettina von Arnim sagte:„Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden“. Ihre Definition finde ich auf den Punkt gebracht, denn all das Wissen sind Ressourcen, die uns ermöglichen individuell Problemstellungen zu meistern und keinen begrenzen Horizont zu haben, der uns einengt, verkrampft oder verbiegt. Je vielfältiger unsere Bildung ist, desto besser. Mir wurde mal gesagt, dass all mein Wissen mich zu dem macht, was ich bin und das es mir nicht genommen werden kann. Bildung macht uns Menschen toleranter für unser Umfeld, lässt uns individuell entfalten und mündig sein.
    Somit finde ich Humboldts Definition zur Bildung eine treffende:„Die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen“.

    5. September 2023
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  66. Josefine Gronau sagte:

    Die Definition von Humboldt war mir bereits bekannt und auch der Unterschied zwischen dem Lehren und dem Lernen. Das die Bildungsziele im Unterricht immer klar deutlich sind, ist  vielleicht für viel verständlich, jedoch finde ich es schwierig es in die Tat umzusetzen, denn nicht immer läuft der Unterricht wir geplant oder man muss sein Handlungsprogramm unterbrechen. Ich finde es hierbei wichtig, dass die Umsetzung des Bildungsziels individuell auf die Kinder angepasst wird. Hierbei ist natürlich klar, dass man nicht auf jedes einzelne Kinder in der Klasse eingehen kann, dafür fehlt die Zeit und die Kapazität des Personals. In dem Text wird zudem über die Erfahrungen gesprochen, hierbei ist wichtig, wie die Lehrperson dem Kind gegenüber tritt, denn Kinder haben eine hohes Mitteilungsbedürfnis und es ist wichtig das ihnen zugehört wird und auch auf sie eingegangen wird, denn auch der Text sagt, dass Kinder schon genau wissen wer vor ihnen steht.

    5. September 2023
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  67. Amy Richter sagte:

    „Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden“ (Bettina von Arnim). Dieses Zitat finde ich sehr interessant, und es lässt sich viel darüber philosophieren. Für mich heißt das, dass Bildung der Weg zur Freiheit ist, ich kann mich unabhängig von anderen machen und bin ein selbstständiger Mensch der nicht an das Wissen von Anderen gebunden ist. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass jedes Individuum sich anders entfaltet und lernt, und es somit wichtig ist, das Lehrangebot auf verschiedenen Weisen und Wegen anzubieten, sodass sich jeder entfalten kann. Das Konzept des Menschen an sich, der eigenen Persönlichkeit mit all den Träumen, Zielen, Ängsten, etc. ist für mich ein sehr spannendes Thema, da man diese nie zweimal vorfinden wird, da jeder Mensch ein einzigartiges Individuum ist. Alle Vorgänge die mit der Identitätsentwicklung- und findung verbunden sind, finden das ganze Leben lang statt, aber meiner Meinung nach am meisten in der Kindheit, weswegen ich es wichtig finde, dass wir als Lehrkräfte uns auch der Aufgabe bewusst werden, diesen Vorgang zu begleiten und zu unterstützen.

    5. September 2023
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  68. Samira Chambi Lübben sagte:

    Sich bilden bedeutet frei werden. Laut diesem Text ist das oberste Ziel der Lehre damit verbunden, dem Individuum zu erlauben, frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden. Für mich persönlich war und ist diese Freiheit, frei zu denken, frei zu entscheiden und frei zu handeln, das, was die Persönlichkeit ausmacht. Und es ist etwas, was auch mit Selbstwert und Selbstsicherheit zu tun hat. Es könnte z.B. sein, dass jemand frei denken kann, aber sich nicht für das entscheidet, was er/sie eigentlich will und was er/sie für richtig hält. Aus welchem Grund? Weil es der Person wichtig ist, was Andere (von ihr/ihm) denken. Oder es könnte auch an anderen Gründen liegen wie z.B. Wahrscheinlichkeit berechnen.

    5. September 2023
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  69. Betül T. sagte:

    Das Zitat „Sich bilden, ist nichts anderes, als frei werden“ bringt die tiefgreifende Bedeutung von Bildung auf den Punkt. Die Bildung ermöglicht eine freie Entfaltung des Individuums, es fördert die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung eines Menschen. Die Bildung wird zum Großteil an der Schule erworben und erstreckt sich über verschiedene Bereiche, in dem sie nicht nur fachliches Wissen, wie z.B. Mathematik oder Geschichte vermitteln, sondern auch soziale und kulturelle Aspekte berücksichtigen.
    Als Lehrkräfte tragen wir die Verantwortung, den Erziehungsauftrag (/den Bildungsauftrag) der Eltern zu ergänzen. Wir sollten unsere Schüler/-innen als einzigartige Individuen betrachten, ihre individuelle Entwicklung fördern und sie dazu motivieren, sich selbst und ihre Umwelt zu erforschen.
    Bildung ist nicht auf das Lehren und Lernen beschränkt, sondern ein lebenslanger Prozess, der die gesamte Persönlichkeit eines Menschen formt. Diese ganzheitliche Bildung ermöglicht es Menschen sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und eine Grundlage für eine freie und selbstbestimmte Gesellschaft zu schaffen.

    5. September 2023
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  70. Greta Spielhagen sagte:

    Toller Beitrag!
    Besonders als Lehrkraft, die Kinder dabei unterstützt sich in allen Bereichen, ob leicht oder schwer, interessiert oder uninteressiert an einer Sache weiterzubilden, ist es so wichtig sich dabei selbst zu inkludieren.
    Wie auch sonst, kann man Kinder aufrichtig und ernsthaft zu individuellen Persönlichkeiten ausbilden.
    Die eigene Entfaltung und ständige Weiterentwicklung ist das Ziel einer zufriedenen und erfüllten Lebensweise.
    Immer weiter Fragen, Dinge erforschen und diskutieren, nur so kann man seinem Anspruch als Vorbild für die Kinder gerecht werden.

    6. September 2023
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  71. Lisa Schulz sagte:

    Im Lehramtsstudium lernt man die Geundlagen, um später vor einer Klasse zu stehen und den Schüler*innen Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, doch was einem kein Studium vermitteln kann, sind Erfahrungen. Im Schulalltag wird man immer wieder mit Situationen konfrontiert werden, die neu sind und nicht oder anders geplant waren.
    Als Lehrkraft muss man dann in der Lage sein spontan zu reagieren, vom Handlungsprogramm abzuweichen und sich neuen Situationen zu stellen.
    Gab es beispielsweise einen Gewaltvorfall in der Pause, sollte man, anstatt stur mit dem Fachunterricht fortzufahren, die Möglichkeit nutzen, mit den Schüler*innen über Gewalt, ihre Folgen, Auslöser und Gewaltprävention zu reden. Obwohl der eigentliche Inhalt der Stunde nicht vermittelt wurde, können die Kinder viel aus der Stunde mitnehmen. Eventuell haben sie sogar mehr für ihr zukünftiges Leben mitgenommen, als sie es durch ein Diktat, Matheaufgaben oder einen Film über das Mittelalter getan hätten.
    Diesen und einige weitere wichtige Aspekte bringt der Text sehr gut zum Ausdruck. Er regt dazu an, für sich selbst nocheinmal zu reflektieren, was man zum Begriff „Lernen“ zählt und welche professionellen und persönlichen Eigenschaften es bedarf, um solches Lernen umzusetzen.

    6. September 2023
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  72. Frauke Bökelmann sagte:

    „Bilden Sie sich also im humboldtschen Sinne weit gefächert aus; Sie werden freier, souveräner und verzeihender vor Ihren Lerngruppen stehen.“
    Ich möchte mich diesem Verständis des lebenslangen Lernen anschließen. Vor allem im Sinne einer Offenheit gegenüber neuen Methodiken oder ungewöhnlichen Methodiken für den Unterricht, wo wir als Lehrende uns in der Pflicht sehen sollten , uns weiterzubilden, um Neues mutig im Unterricht zu erproben und somit durch das verlassen ausgetretener Pfade mit den Kindern auf eine gemeinsame Entdeckungsreise zu gehen. Gerade der Moment des Neuen und Unbekannten stimuliert unsere Wahrnehmung und unser Denken, sofern man auch bereit ist für etwas Chaos , dafür das nicht alles planbar ist. Der Mut ganzheitlich mit dem eigenen neu erworbenen Wissen zu experimentieren, schafft größere Flexiblität für unser eigenes Handlungsvermögen und unterstützt das Bildung zu einem Erlebnis in einem abwechslungsreichen Schultag wird. So wiederum lernen auch die Kinder das Bildung allumfassender ist und über das normale Schulwissen hinausgeht.

    9. September 2023
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  73. Michelle Staudinger sagte:

    Bettina von Arnim: ‚Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden‘.
    Das weiter bilden der Schüler*innen geht weit über den Lehrplan heraus. Meiner Meinung nach nimmt man als Lehrkraft eine ganz prägende Rolle für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen ein.
    Ich habe mir bereits von Anfang an in meinem Studium vorgenommen, wenn ich einmal später den Beruf der Lehrerin ergreife, den Kindern viele verschiedene Perspektiven aufzuzeigen und Ihnen klar zu machen, dass es oftmals nicht die eine richtige Meinung gibt. Sie keine Angst haben sollen, sich so zu entwickeln wie sie möchten und es nicht schlimm ist anders als die anderen zu sein/ oder anders zu denken.

    10. September 2023
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  74. Alicia Wendt sagte:

    Der vorliegende Text betont die tiefe Verbindung zwischen persönlicher Entwicklung und Lehrtätigkeit. Das Zitat von Bettina von Arnim, „Sich bilden, ist nichts anderes, als frei werden“, bildet ein Fundament für die Argumentation, dass wahre Bildung den Menschen dazu befähigt, in Freiheit zu denken und zu handeln.
    Die Idee, dass Bildung weit über das Lernen hinausgeht und alle Aspekte der Persönlichkeit einschließt, wird überzeugend vermittelt. Die Erfahrungen außerhalb des Bildungsbereichs und die Verbindung zum Lehren als Mensch vor Menschen sind besonders ermutigend.
    Die Verknüpfung von persönlichen Leidenschaften und Bildung wird erkennbar, und die Empfehlung, sich zu bilden, um freier in der Lehre zu sein, ist ein wertvoller Rat für Lehrerinnen und Lehrer, egal ob in der Schule oder in der Erwachsenenbildung.
    Insgesamt ist der Text eine inspirierende Aufforderung zur ganzheitlichen Bildung und zur Bereicherung des Lehrens durch persönliche Erfahrungen und Leidenschaften.

    11. September 2023
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  75. Maximilian Manthe sagte:

    Ja, die Kinder wissen ganz genau, wer vor ihnen steht. Und wenn nicht, dann wollen sie es auch ganz genau wissen. Während meiner Zeit an der Grundschule habe ich mich bei den Kindern (in den verschiedenen Klassen) oft vorgestellt. Natürlich kamen schnell persönlichere Fragen, wie „was spielst du am liebsten“ „was ist dein lieblings Essen“ „spielst du Basketball“ „welche Musik hörst du so?“ usw. Wobei die Lehrkräfte oft sehr schnell unterbrochen haben. Jedoch finde ich es sehr wichtig, dass die Kinder die Lehrkraft oder auch den Praktikanten etwas besser kennen. Denn so kann man leichter ein angenehmes Klassen und Unterrichtsklima herstellen. Vielleicht fühlen sich dann auch einige Kinder durch Gemeinsamkeiten mit der Lehrkraft etwas verbundener. Deshalb finde ich etwas mehr Persönlichkeit im Unterricht von Vorteil, denn“Wir treten als Menschen vor Menschen“.

    11. September 2023
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  76. Jannis Knappe sagte:

    Der Text sagt, dass es wichtig ist zu lernen und sich weiterzubilden. Das Zitat von Bettina von Arnim bedeutet, dass Bildung uns freier macht, weil wir besser denken, handeln und entscheiden können. Es geht nicht nur darum, aus Büchern zu lernen. Bildung sollte auch unsere Sinne, Gefühle und Träume einschließen. Der Text sagt auch, dass Lehrerinnen und Lehrer besser unterrichten können, wenn sie ihre eigenen Erfahrungen und Dinge, die sie lieben, in den Unterricht einbringen. Sie sind nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch einzigartige Menschen mit vielen Erfahrungen. Der Text betont auch, dass Lehrerinnen und Lehrer vor ihren Schülern als echte Menschen stehen sollten. Wenn sie authentisch sind und über ihre eigenen Erfahrungen sprechen, können die Schüler besser lernen. Schließlich sagt der Text, dass Bildung nicht nur aus Tests und Lehrplänen bestehen sollte. Sie sollte uns zu klügeren und besseren Menschen machen, die gerne lernen.

    11. September 2023
    Antworten
  77. Timon Pinno sagte:

    Heutzutage betrachten wir es als selbstverständlich: den freien Zugang zur Bildung für jeden und die Allgemeinbildung als einen intrinsischen Wert. Doch es ist noch nicht allzu lange her, dass ein hart erkämpftes Grundrecht war. Ein maßgeblicher Akteur in diesem Kampf war Wilhelm von Humboldt.

    Zur Erinnerung: Infolge politischer Umbrüche sah sich Preußen im Jahr 1806 kurz vor dem politischen und finanziellen Zusammenbruch. In dieser kritischen Zeit wurde Wilhelm von Humboldt beauftragt, eine Bildungsreform einzuleiten. Seine Pläne waren revolutionär: Er strebte die Abschaffung der nach sozialen Schichten getrennten Schulen an und entwickelte stattdessen einen „Schulplan“ für ein dreistufiges Bildungssystem. Volksschulen, Gymnasien und Universitäten sollten die kirchlichen, privaten und städtischen Bildungseinrichtungen ersetzen. In einem reformierten Staat sollte es auch selbstbewusste, gebildete Bürger geben, keine bloßen Untertanen. Denn Humboldts umfassendes Bildungsideal verstand Bildung als weit mehr als die bloße Ansammlung von Wissen. Individualität und Persönlichkeitsentwicklung sowie die Entfaltung von Talenten spielten eine entscheidende Rolle. Humboldt war entschlossen: Bildung sollte nicht länger an die soziale Schicht gebunden sein.

    Dennoch müssen wir uns in der heutigen Zeit die Frage stellen: Welchem Zweck soll Bildung dienen? Bereits in der Grundschule scheint die Leichtigkeit oft verloren zu gehen, wenn es um die Wahl der weiterführenden Schulform geht. Oft bemerken wir, dass das Lernen aus kalkulierten Gründen geschieht und ein utilitaristisches Denken Einzug hält. Wird Bildung zu einem ökonomischen Gut? Der letzte verbleibende Schonraum wird teilweise aufgegeben, und selbst die jüngsten Schülerinnen und Schüler spüren bereits den Druck, effizient lernen zu müssen. Anstelle von kreativen Aktivitäten wie Basteln, Malen und Musizieren steht die Erweiterung des Zahlenraums oder die Wahl des richtigen Kursprogramms auf dem Lehrplan. Spätestens bei der Berufsausbildung oder dem Studium wird darauf geachtet, welche Anforderungen der Arbeitsmarkt stellt und welche beruflichen Perspektiven sich bieten. Das Konzept der Persönlichkeitsbildung als Selbstzweck, frei von politischem Einfluss und wirtschaftlicher Abhängigkeit, scheint in den Hintergrund zu treten.

    Und nun? Ich glaube, dass das Ideal der Persönlichkeitsbildung keineswegs verschwunden ist. Es muss jedoch heute anders angegangen werden. Um eine Abkehr von der Logik der ökonomischen Verwertbarkeit zu erreichen, ist ein kritisches Bewusstsein eines aufgeklärten Individuums von entscheidender Bedeutung – und Bildung ist der Schlüssel dazu.

    11. September 2023
    Antworten
  78. Laila Gabriel sagte:

    Eine Eigenschaft die ich an Lehrkräften immer sehr geschätzt habe war Nahbarkeit. Sich nicht von den Schüler*innen abzukapseln, nur auf den Inhalt des Stoffes zu pochen oder das perfekt organisierte Bild zu vermitteln. Eine Lehrerin gab mir beispielsweise einmal meine Klassenarbeit wieder, auf der ihre 3-jährige Tochter versehentlich das Haus vom Nikolaus gezeichnet hatte. Eine Andere brachte der ganzen Klasse Süßigkeiten aus ihrem Urlaub in Brasilien mit, über den wir im Anschluss mit ihr sprachen. „Hierarchien werden entbehrlich“ – und dies werden sie nur, wenn wir zulassen auf Augenhöhe zu kommunizieren und das Gesprochene unseres Gegenüber ernst nehmen. Das möchte ich für die Zukunft mitnehmen- auch Kindern einen Ausdruck ihrer Persönlichkeit ermöglichen, Gedanken und Träume zu äußern und Interessen zu entwickeln.

    11. September 2023
    Antworten
  79. Angelina Tran sagte:

    Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die allgemeine Bildung nach Humboldt. Ich stimme zu, dass eine vielfältige und allumfassende Bildung sich stark positiv auf die Schüler:innen und deren Leben auswirken kann. Durch eine vielfältige Bildung kann Schüler:innen helfen in der Gesellschaft teilzuhaben auf ihrer Art und Weise, ihr Leben zu gestalten und durch das angeeignete Wissen die Welt und andere Menschen aus verschiedene Perspektiven betrachten zu können.
    Außerdem tragen Vorbilder im Lernprozess eine zentrale Rolle, woran sich Kinder orientieren können oder auch davon träumen können. Einer dieser Vorbilder kann durch aus der Lehrkraft sein, die vor den Kindern steht. Dabei ist es nützlich, wenn man sich auch vielfältig bildet, wie die Kinder dazu gebildet werden. Ich denke, es ist wichtig ehrlich zu sich selbst und zu den Kindern zu sein, es ist schwierig den Kindern etwas vorzumachen, da sie oft erkennen, ob man meint, was man sagt. Das heißt, man sollte sich nicht verstellen, sondern zu lehren mit seinem eigenen Wesen. Lernen wie man die Kinder auf seine eigenen Weisen motivieren und unterrichten kann. Dabei das Wesen der Kinder akzeptieren und seine Interaktionen darauf anpassen.

    11. September 2023
    Antworten
  80. Noel Rohde sagte:

    Die Idee, sich weiterzubilden, um freier zu denken und handeln, ist tiefgründig. In der Lehre sollte das oberste Ziel sein, den Lernenden umfassende Bildung zu ermöglichen, die sie in ihrem Denken und Entscheiden freier macht. Dies sollte in unseren Unterrichtsplänen deutlich erkennbar sein. Es ist wichtig zu verstehen, dass Bildung mehr ist als nur das „Lernen“. Es umfasst unsere Sinne, Emotionen und Träume, die unsere Art zu verstehen erweitern. Manchmal ist der direkte Nutzen nicht sofort erkennbar, aber Bildung prägt unsere Persönlichkeit und macht uns einzigartig. Die Verbindung zwischen persönlichen Interessen, wie Musik oder Hobbys, und der Lehre ist bedeutsam.
    Die Idee, sich breit zu bilden, ermöglicht freieres Denken und Handeln. Kinder spüren, wer vor ihnen steht, und können zwischen Unsicherheit und Aufrichtigkeit unterscheiden.
    Zusammengefasst kann man sagen, wie wichtig es ist, sich als Lehrende/r breit zu bilden, da dies die Qualität der Lehre und das Verhältnis zu den Schülern beeinflusst. Es erinnert uns daran, dass Bildung mehr ist als das, was im Unterricht vermittelt wird.

    11. September 2023
    Antworten
  81. Simon Schmitz sagte:

    es wird die philosophische Dimension der Lehre betont und hebt dadurch die Bedeutung umfassender Bildung hervor.
    Die Idee, dass Bildung nicht nur auf das Lernen beschränkt ist, sondern auch Sinne, Emotionen, Träume und persönliche Erfahrungen einbeziehen sollte, ist wichtig. Bildung geht über das bloße Akkumulieren von Wissen hinaus und sollte die Persönlichkeit des Einzelnen formen. Von Bedeutung sind ebenfalls Vorbilder und Meister in jedem Bereich der Bildung. Die Lehrtätigkeit wird nicht isoliert betrachtet, sondern als integraler Bestandteil der persönlichen Erfahrungen und Identität eines Lehrers.
    Die Betonung der Vielfalt der persönlichen Erfahrungen als Grundlage für freies Denken und Handeln ist ein inspirierender Gedanke. Die Idee, dass Kinder und Schüler die Aufrichtigkeit und die Vielfalt der Erfahrungen eines Lehrers erkennen können, unterstreicht die Wichtigkeit einer breiten Bildung.
    Schließlich, die Idee, dass Lehrer und Schüler gemeinsam den Weg der Erkenntnis suchen, ein Appell für eine umfassende Bildung und die Verbindung von persönlichen Erfahrungen mit dem Lehrberuf.

    12. September 2023
    Antworten
  82. Anna Dettmar sagte:

    In dem Kommentar wird die Philosophie von Lehre betont. Ganzheitliche Bildung ist in meiner Schulzeit leider zu kurz gekommen. Dennoch bleibt dies die Motivation für meine Studienwahl. Die Aufgabe der Bildung ist nicht einfach möglichst viel Wissen in den Kopf der Schüler*innen einzuprügeln. Ferner möglichst angepasste Schüler*innen mit guten Noten zu überhäufen und für ihre Angepasstheit zu belohnen. Es gilt die Leidenschaft für das Lernen zu ergründen. Indem die Schüler*innen ihre persönlichen Interessen ergründen dürfen, bildet sich der Charakter und Potentiale werden gefördert. Dies beinhaltet ebenfalls den Leitgedanken eines “ Überwältigungsverbotes“ . Freies Denken und Handeln bedeutet auch, Meinungen wertzuschätzen, welche nicht der eigenen entsprechen.

    12. September 2023
    Antworten
  83. Anna Dettmar sagte:

    In dem Kommentar wird die Philosophie von Lehre betont. Ganzheitliche Bildung ist in meiner Schulzeit leider zu kurz gekommen. Dennoch bleibt dies die Motivation für meine Studienwahl. Die Aufgabe der Bildung ist nicht einfach möglichst viel Wissen in den Kopf der Schüler*innen einzuprügeln. Ferner möglichst angepasste Schüler*innen mit guten Noten zu überhäufen und für ihre Angepasstheit zu belohnen. Es gilt die Leidenschaft für das Lernen zu ergründen. Indem die Schüler*innen ihre persönlichen Interessen ergründen dürfen, bildet sich der Charakter und Potentiale werden gefördert. Dies beinhaltet ebenfalls den Leitgedanken eines “ Überwältigungsverbotes“ . Freies Denken und Handeln bedeutet auch, Meinungen wertzuschätzen, welche nicht der eigenen entsprechen.

    12. September 2023
    Antworten
  84. Merle Steinke sagte:

    Es ist einleuchtend, dass das Bildungsziel in den Unterrichtsstunden erkennbar und jede Stunde von der Lehrkraft ausgiebig geplant werden soll. Jedoch ist es nicht immer möglich diesen Plan detailgetreu umzusetzen, stattdessen kann es vorkommen, dass die Lehrkraft das Handlungsprogramm abbrechen muss (z.B. aufgrund von Störungen). Somit liegt es auch in der Aufgabe der Lehrkraft, spontan zu handeln. Ich finde es immer wieder beeindruckend, welchen großen Einfluss die Lehrkräfte auf die Kinder haben. Die Lehrer/innen prägen die Persönlichkeiten der Schüler/innen nachhaltig und können ihre Erfahrungen den Kindern mit auf den Weg geben. Dadurch, dass die Lehrkräfte so einen bedeutenden Einfluss auf die Kinder haben, ist es wichtig, wie diese vor die Kinder treten und sich verhalten. Die Lehrer/innen sollen als Vorbild agieren und immer höflich und respektvoll sein. Zudem ist es meiner Meinung nach wichtig, dass sie mit Leidenschaft unterrichten. Denn nur wenn die Kinder das Gefühl haben, dass die Lehrkraft ihren Beruf mit Leidenschaft ausübt und sie Spaß daran hat, den Schüler/innen etwas beizubringen, sind sie auch gewillt etwas lernen. Außerdem empfinde ich es als besonders wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie ihre Probleme immer ansprechen und dann alle gemeinsam eine Lösung finden können.

    16. September 2023
    Antworten
  85. Jonas Rissmann sagte:

    Bildung ist auf individueller Ebene ein nicht endender Prozess. Die Bildung findet nicht nur einseitig statt. Auch die Kinder, ihr Wissen, ihre Geschichten und Interaktion bilden uns Lehrkräfte. Wir haben die Chance die Kinder zu motivieren, in dem wir Ihnen zeigen, dass sie durch ihr Wissen uns Lehrkräfte begeistern und bereichern können. Das sie mit den Tools, die sie unter anderem im Unterricht vermittelt bekommen, persönliche Interessen entwickeln können.
    Kindern im Unterricht Freiräume zu gewähren, ihre Gedanken mit der Klasse oder den Lehrkräften zu teilen und so ein Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit zu erfahren, ebenso wie Resonanz und Begeisterung, kann sicher eine nachhaltige übergreifende Lernmotivation erzeugen, welche die Bildung weingefasst aller Beteiligten bestärkt.

    17. September 2023
    Antworten
  86. Júlia Ellert de Souza sagte:

    “Sich bilden, ist nichts anderes als frei zu werden.“
    Das ist eine sehr schöne Gedanke und daran sollten wir, als zukünftige Lehrkräfte, uns orientieren. Leider ist die Realität ganz oft anders. Die Schule muss gewissen Stoff beibringen, da sind Erwartungen von der Eltern und vom Senat. Die Noten sind wichtig, weil sonst bekommen die Schüller nicht den Platz, den sie erwartet haben. Das bedeutet, dass lernen, wie man gut in Klausuren abschneidet, häufig wichtiger ist, als lernen, wie man sich weiter entwickeln kann.
    Immerhin sollten wir Raum zur freien Entwicklung schaffen

    17. September 2023
    Antworten
  87. Anja Corte-Neumann sagte:

    Dieser Beitrag lässt mich hoffen. Ich habe in meinem Leben bereits viel getan, nie aufgehört zu lernen und so einige Wege jenseits des Mainstreams beschritten.
    Oft fühle ich mich mehr wie eine Suchende, ohne darin eine Stärke zu erkennen. Oder besser – oft wird man es Müde, die Stärken daran darzulegen.
    Ursprünglich aus dem Theaterbereich kommend finde ich natürlich Konzepte zur Ästhetischen Bildung, zur Pädagogik des Performativen und Kreativem Deutschunterricht sehr spannend.
    Als breitgefächert kann ich meine Lebenserfahrungen durchaus beschreiben.
    „Je differenzierter wir unsere Erfahrungen zur Sprache bringen können, desto freier wird das Denken und damit unser Handeln – (Ergänzen ließe sich da:)

    „Hüten wir uns nämlich, meine Herrn Philosophen, von nun an besser vor der gefährlichen alten
    Begriffs-Fabelei, welche ein „reines, willenloses, schmerzloses, zeitloses Subjekt der Erkenntniss“
    angesetzt hat, hüten wir uns vor den Fangarmen solcher contradiktorischen Begriffe wie „reine
    Vernunft“, „absolute Geistigkeit“, „Erkenntniss an sich“: – hier wird immer ein Auge zu denken
    verlangt, das gar nicht gedacht werden kann, ein Auge, das durchaus keine Richtung haben soll, bei
    dem die aktiven und interpretierenden Kräfte unterbunden sein sollen, fehlen sollen, durch die
    doch Sehen erst ein Etwas-sehen wird, hier wird also immer ein Widersinn und Unbegriff von Auge
    verlangt. Es giebt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches „Erkennen“; und je mehr Affekte wir über eine Sache zu Wort kommen lassen, je mehr Augen, verschiedne Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, umso vollständiger wird unser „Begriff“ dieser Sache,
    unsre „Objektivität“ sein.“ (Nietzsche, Zur Genealogie der Moral, III, 12)

    17. September 2023
    Antworten
  88. Gabriela Daneshka sagte:

    Das Bildungspotential ist unendlich. Ich finde es wichtig, dass nicht nur die Schule als Bildungsraum präsentiert wird, sondern gezeigt wird, dass persönliche Entwicklung viel weiter geht. Viele Menschen, die in der Schule eine schlechte Zeit hatten, weigern sich zu studieren, weil sie von den Beschränkungen des Lehrplans enttäuscht wurden und den Schulstoff als bedeutungslos empfanden, aber dennoch beschäftigen sie sich privat damit jegliche Informationen anzueignen und sich so weiterzubilden. Es ist faszinierend und beängstigend zugleich, in einer Zeit und in einem Land zu leben, in dem Bildung frei und (größtenteils) kostenlos ist, in dem alle möglichen Informationen mit erstaunlicher Leichtigkeit gefunden werden können. Die Menge an Wissen, die ein Mensch täglich konsumiert, kann überwältigend sein, und doch finde ich, gerade im Zusammenhang mit Humboldt und allem, was er repräsentiert, kann man nur dankbar sein, dass wir dieses Recht auf Wissen und Bildung haben, und egal, wie unnötig manche Schulinhalte erscheinen mögen oder wie lästig das Bildungssystem mit all seiner Bürokratie sein kann, wir tatsächlich die Freiheit haben, zu lernen und zu wissen und uns dadurch ständig weiterzuentwickeln. Dies ist etwas, das nicht nur auf schulischer Ebene enorme Auswirkungen hat, sondern uns auch auf persönlicher Ebene zahlreiche Möglichkeiten bietet, und diese sollten meiner Meinung nach unbedingt genutzt werden.

    18. September 2023
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  89. Louisa-Marie S sagte:

    „Sie treten als Mensch vor Menschen.“
    „Wenn Sie lieben, beten, tanzen, kochen, reisen, musizieren, Sport treiben, wandern oder segeln (vervollständigen Sie für sich diese Aufzählung), dann sind dies die Erfahrungen, die Sie zu einem unverwechselbaren Individuum machen.“
    Natürlich wird es immer eine gewisse Hierarchie geben, dennoch ist es wichtig dass sich Lehrkräfte und SchülerInnen auf Augenhöhe begegnen können, was in dem Beitrag sehr schön formuliert wurde. Denn sowohl SchülerInnen als auch Lehrkräfte sind individuelle Personen, jeder von ihnen besitzt verschiedene Eigenschaften und sammelt unterschiedliche Erfahrungen, wodurch es für beide in einem gleichrangigen Austausch möglich ist, voneinander zu lernen.

    18. September 2023
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  90. Zuzanna Orminski sagte:

    „Sie treten als Mensch vor Menschen“ –
    Ich bin der Meinung, dass dieser Satz einen Großteil der Bildung, vor allem der Bildung von Kindern, umfasst.
    Als Lehrkraft hat man, wie Peter Bieri schrieb, tausende Erfahrungen gemacht ohne jede einzelne dieser Erfahrungen aktiv oder bewusst wahrzunehmen. Dabei spielen in der Bildung von Kindern eben diese Erfahrungen eine bedeutungsvolle Rolle. Die Bildung ist eine treibende Kraft in der (u. A.) zwischenmenschlichen, philosophischen und persönlichen Entwicklung eines Kindes.

    Fast jede Lehrkraft hat bereits die meisten Erfahrungen gemacht, die dem Kind noch bevorstehen, weil diese schlichtweg menschlich sind. Als erwachsene Person, spezifisch im Bildungsbereich, ist man verantwortlich dafür Kinder durch diese Erfahrungen und die Entwicklung zu einem „unverwechselbarem Individuum“ zu begleiten und möglicherweise durch ihre Gefühle und Ängste zu leiten.

    19. September 2023
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  91. Lillian sagte:

    Der Blogartikel „Die Philosophie der Lehre“ beleuchtet auf beeindruckende Weise die tiefgehende Bedeutung der Bildung und Lehre. Die Betonung von Humboldts Definition der Bildung als Anregung aller menschlichen Kräfte zur Entfaltung einer selbstbestimmten Individualität und Persönlichkeit erinnert daran, dass Bildung mehr ist als nur das bloße Sammeln von Wissen.

    Die Idee, dass Lehrer nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch ihre vielfältigen Erfahrungen und Interessen in den Unterricht einbringen sollten, ist erfrischend. Dies unterstreicht die Tatsache, dass Bildung ein lebendiger Prozess ist, der von der Persönlichkeit und den Erfahrungen des Lehrers geprägt wird.

    Besonders beeindruckend ist die Betonung der Vielfalt der Erfahrungen und wie sie das Denken und Handeln beeinflussen. Dieser Artikel ermutigt dazu, Bildung als eine ganzheitliche Entwicklung zu betrachten und zeigt, wie sie die Freiheit des Denkens und Handelns fördern kann.

    Insgesamt ist der Artikel eine inspirierende Aufforderung, Bildung in einem breiteren Kontext zu betrachten und die Verbindung zwischen Lehren, Lernen und der Entfaltung der Persönlichkeit zu erkennen.

    19. September 2023
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  92. Friederike sagte:

    Besonders bemerkenswert finde ich die Betonung der Bildung als ganzheitlichen Prozess, der weit über das reine „Lernen“ hinausgeht. Die Lehrkraft tritt dabei nicht nur als WissensvermittlerIn auf, sondern als ganzheitliche Persönlichkeit, die ihre eigenen Erfahrungen und Weltansichten in den Bildungsprozess einbringt. Der Satz „Sie treten als Mensch vor Menschen.“ trifft also den Nagel auf den Kopf.
    Sei es im Privatleben oder im beruflichen Kontext, hat bestimmt schon jede/r die Erfahrung gemacht, dass man sich in der Gegenwart eines Menschen, der weiß wer er oder sie ist, der in sich ruht und mit sich zufrieden ist, automatisch wohlfühlt und dieser Mensch eine Art, kann man es Geborgenheit nennen?, ausstrahlt.
    Warum sollte es Schülerinnen und Schülern da anders gehen? Auch sie werden sich wahrscheinlich wohler und entspannter fühlen, wenn sie eine solche Lehrkraft vor sich stehen haben.

    19. September 2023
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  93. Marie Schubert sagte:

    „Sich bilden, ist nichts anderes, als frei werden“ (Bettina von Arnim). Dieses Zitat ist kurz und sagt dabei so viel aus. Mithilfe von Bildung ist es uns Menschen möglich frei zu denken, uns zu entfalten und zu handeln. Bildung hat zurecht einen großen Stellenwert in der Gesellschaft, denn Bildung ist ein großes Privileg und wir uns lebenslang begleiten. Es ermöglicht uns die gesellschaftliche Teilhabe und deckt ein breites Spektrum ab. Auch wenn die Schule gewisse Regeln und Hierarchien vorschreibt, ist es letztendlich so, dass Lehrkräfte auch nur Menschen sind, die im Alltag vor anderen Menschen stehen. Die Kinder können uns genau lesen und merken Notlügen oder Unsicherheiten sofort. Umso wichtiger ist es für uns real zu sein. Da wir auch nur Menschen sind, sind wir auch nicht allwissend oder unfehlbar. Fehler sind menschlich und werden und dürfen passieren. Ich denke dieser Einsicht muss sich jeder irgendwann stellen, auch als ausgebildete Lehrkraft. Es gibt viel mehr als nur den reinen „Schulstoff“ aus den Rahmenlehrplänen zu lernen. Die Kinder wachsen in den Schuljahren zu selbstständigen und freien Persönlichkeiten heran. Die Grundschule deckt verschiedene Bereiche ab und spricht die Kinder unterschiedlich an, je nach eigenen Interessen. Manche Kinder entdecken ihre Liebe zur Musik, andere zum Sport oder den Naturwissenschaften. Die Bildung umfasst viele interessante Bereiche und formt uns. Gerade im jüngeren Alter (Kindheit – Jugend) verändern sich oft noch Meinungen, Einstellungen, Freizeitbeschäftigungen und Interessen. Die Persönlichkeit und Charakter bildet sich aus. Als Lehrkräfte können wir diesen Prozess begleiten und mithilfe von Bildung inspirieren.

    22. September 2023
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  94. Hülya Dagdas sagte:

    „Oberstes Ziel der Lehre ist die umfassende Bildung, die es dem Individuum erlaubt, frei zu denken, zu handeln, zu entscheiden“.
    Eine absolut wundervolle Definition des Lehrbegriffes. In der Schule ist der Fokus oftmals nur darauf den Kindern bestimmte Themenbereiche zu vermitteln. Hierbei wird nicht immer darauf beachtet, das Lehren über Wissensvermittlung hinaus geht. Der Unterricht dient der Persönlichkeitsentwicklung und sollte dementsprechend auch ein Ort für Kinder sein, der dies ermöglicht. Die Bildung des eigenen Selbst mit eigenen Meinungen und Gedanken. Ein sehr toller Beitrag, der sehr viele wichtige Aspekte anspricht.

    24. Oktober 2023
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  95. Lena Höhn sagte:

    In diesem Beitrag wird wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist Individualität anzunehmen und zu unterstützen. Wir sollten damit aufhören, Kinder/Menschen in verschiedene Schubladen einzusortieren und jedem die Möglichkeit überlassen sich Selbstbestimmt und Unabhängig zu entwickeln. Dazu gehören für mich auch Dinge wie z.B. Fehler zu machen und Diskussionen zu führen. Erfahrungen beeinflussen jedes Individuum und machen es zu dem, was es ist. Ich sage mir selber immer „Alles was mich nicht umbringt, macht mich noch stärker.“ Damit beziehe ich mich natürlich mehr auf emotionale bzw. persönliche Erfahrungen.
    Als Lehrkräfte haben wir die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie motiviert werden, sich ständig weiterzubilden, Erfahrungen zu sammeln und sich selbst zu finden. Es ist wichtig Fehler zu machen und noch wichtiger Erfolge zu durchleben, denn nur so findet man seine persönlichen Schwächen und Stärken, die uns als Menschen so besonders machen.

    1. November 2023
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  96. Marlene Geyer sagte:

    „Sich bilden, ist nichts anderes, als frei werden“ – Diese Worte unterstreichen die Bedeutung einer ganzheitlichen Bildung, die nicht nur das Wissen der Schüler*Innen erweitert, sondern auch ihre Fähigkeit fördert, unabhängig zu denken und zu handeln.
    Der Gedanke, dass nicht immer sofort erkennbar ist, welchen direkten Nutzen eine Lernerfahrung hat, ist mir vertraut. Viel wichtiger ist es, dass wir den Schüler*Innen die Möglichkeit geben, sich in unterschiedlichen Kontexten auszuprobieren und verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit zu entdecken.

    10. Februar 2024
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  97. Mine Kutlar sagte:

    Die Idee, dass nicht nur das Lernen an sich, sondern auch Sinne, Emotionen und Träume in den Erkenntnisprozessen eine Rolle spielen, erweitert meinen Blick auf die Unterrichtsgestaltung. Die Verbindung zwischen dem privaten Klavierspiel und der Kunst der Lehre zeigt mir, wie meine Persönlichkeit als Lehramts-Studentin nicht nur im Kontext der Lehre existiert, sondern dass ich als Mensch vor Menschen trete. Meine vielfältigen Erfahrungen prägen mich zu einem einzigartigen Individuum. Die Erkenntnis, dass die Sprache der Erfahrungen unsere Denk- und Handlungsfreiheit beeinflusst, motiviert mich dazu, meine eigenen Erfahrungen zu reflektieren und differenziert auszudrücken. Die Idee, gemeinsam mit den Schüler*innen einen Weg der Suche nach tiefen Erkenntnissen zu beschreiten, macht die Lehre lebendig und dynamisch. Die Erwachsenenbildung erscheint mir ebenfalls als ein Feld, auf dem diese Philosophie der Lehre Früchte tragen kann. Insgesamt eröffnet dieser Beitrag für mich eine erweiterte Sichtweise auf die Lehre als einen Prozess des umfassenden Bildens und „Freiwerdens“.

    16. Februar 2024
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  98. Elvin Arslan sagte:

    In der heutigen Welt, geprägt von ständigem Wandel und fortschreitender Komplexität, wird Bildung mehr denn je als lebenslanger Prozess verstanden. Doch was bedeutet es eigentlich, zu lernen? Geht es nur darum, Fakten zu speichern und Prüfungen zu bestehen? Oder verbirgt sich hinter dem Lernprozess eine tiefere Philosophie, die uns auf eine Reise zur inneren Freiheit führt?
    Bettina von Arnim drückte es treffend aus: „Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden.“ Diese Aussage eröffnet einen Blick auf Bildung als eine Befreiung des Geistes, eine Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und eine Erweiterung des Horizonts. Es geht nicht nur darum, Wissen anzuhäufen, sondern darum, die Fähigkeit zu entwickeln, frei zu denken, zu handeln und zu entscheiden.

    Die Philosophie des Lernens lenkt unseren Blick auf das höchste Ziel der Lehre: die umfassende Bildung. Es geht darum, Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie dazu zu befähigen, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und sich selbstständig weiterzuentwickeln. In den Konzeptionen unserer Unterrichtsstunden sollte dieses Bildungsziel klar erkennbar sein.

    Doch wie gestalten wir einen Lehransatz, der die Philosophie des Lernens widerspiegelt? Jede Lehrsequenz sollte ganzheitlich gestaltet sein, um alle Aspekte des Lernens zu berücksichtigen, da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Denn Lernen findet nicht nur im Kopf statt – es umfasst auch die Sinne, Emotionen und Träume. Daher sollten wir den Begriff „Lernen“ weit verstehen und Raum für verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisprozesse schaffen.

    Ein Blick auf die Meisterinnen und Meister eines Fachs kann dabei Orientierung bieten. Doch es geht um mehr als nur um das Erlernen von Fakten und Techniken. Es geht darum, eine persönliche Verbindung zu einem Thema aufzubauen, Leidenschaft zu entwickeln und seine eigene Persönlichkeit in den Lernprozess einzubringen.

    Insgesamt ist die Philosophie des Lernens eine Einladung zur inneren Freiheit – eine Reise, auf der wir uns selbst entdecken, unsere Grenzen überwinden und unsere Potenziale entfalten können. Möge diese Reise uns alle dazu inspirieren, lebenslang zu lernen, zu wachsen und zu werden, wer wir sein möchten.

    13. Mai 2024
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  99. Franzisca F. M. sagte:

    Ich stimme zu, dass Lernen und Lehren weit mehr umfassen als die reine Wissensvermittlung. Es geht darum, die Schüler:innen ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu fördern und zum eigenständigen, kritischen Denken anzuregen. Allerdings sehe ich selbst die große Herausforderung, diesen ganzheitlichen Ansatz im Rahmen der oft engen Vorgaben der Lehrpläne umzusetzen.

    Ein zentraler Aspekt ist meiner Meinung nach die Rolle der Lehrperson. Als Lehrkraft muss ich ein respektvolles Umfeld schaffen, in dem die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen gefördert wird. Das bedeutet, dass ich ihre individuellen Fähigkeiten wertschätzen und ein offenes Klima für Diskussionen und den Austausch von Ideen ermöglichen muss. Obwohl die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden von einer gewissen Asymmetrie geprägt ist, da ich als Lehrperson mehr Wissen und Erfahrung mitbringe, ist es meine Aufgabe, einen ausgewogenen Weg zwischen Instruktion und Selbstständigkeit der Schüler:innen zu finden. Ich möchte sie anleiten, ohne dabei bevormundend zu sein, und ihnen Raum für eigenständiges Lernen und Denken geben.

    28. Mai 2024
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