Der Unterrichtsbeginn

Lehren durch Verzauberung (Ziesmer).

4 Hesse Bild 4. Beitrag Unterichtsbeginn

  • Haben Sie anfangs Geduld, bis Ruhe einkehrt.
  • Zu frühes Intervenieren kostet Stimmkraft und Nerven und kann lächerlich wirken.
  • Sprechen Sie einzelne Schüler an.
  • Machen Sie sich mit dem spezifischen Klassenklima vertraut (jedes ist anders).
  • Versuchen Sie Verbündete zu finden, ohne dass Sie schleimig wirken.
  • Fangen Sie erst an, wenn wirkliche Ruhe und Aufmerksamkeit herrschen.
  • Dann allerdings müssen Sie einen Knaller  bereit haben, einen Unterrichtseinstieg, der zu fesseln vermag.
  • Theatralisieren Sie den Unterrichtseinstieg.
  • Holen Sie Personen zu sich nach vorne, die auffällig sind.
  • Steigen Sie mit szenischem Spiel in eine Thematik
  • Wählen Sie das ‚Urteil des Paris‘. Darin erscheinen Schönheit, Weisheit, Macht, Intrige. Ein großangelegtes Spektrum.
  • Nehmen Sie aussagekräftige Medien zu Hilfe. Darstellungen von Zeus, Aphrodite und auch von Achill (Brad Pitt) sind geeignet, auch undiszipliniert wirkende Lerngruppen zu faszinieren.
Bildquelle: http://www.br.de

19 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Ein guter Einstieg in die Stunde ist sehr wichtig. Meiner Meinung nach bieten sich hier Rituale an. Beispielsweise mit einem „Guten Morgen“, sobald die Lehrerin oder der Lehrer vor der Klasse steht. So etwas sollte aber am Beginn des Semesters eingeführt werden. Natürlich ist jede Schulklasse anders und somit funktionieren teilweise die Rituale nicht. Darüber hinaus gefallen auch nicht jeder Lehrerin oder jedem Lehrer solche Rituale. Danach benötigen Lehrpersonen einen guten Einstieg in den Stoff für die Unterrichtssequenz. Dieser Einstieg sollte die Kinder „fesseln“, sodass sie einem an der „Lippe hängen“. Das können interessante Fakten, lustige Spiele, kurze Videosequenzen oder Ähnliches sein.

    23. Mai 2018
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  2. VS sagte:

    Ein guter Einstieg in den Unterricht ist für den weiteren Verlauf des Unterrichts enorm wichtig. Je spannender/interessanter das Thema für die Schüler gestaltet wird wird, desto aufmerksamer ist die Klasse. Man sollte eine Brücke zwischen dem Lernenden und dem Lerngegenstand schaffen. Das beste Mittel gegen Langeweile der Schüler ist wohlgemerkt ihre Neugier und die sollte bestmöglich im Unterricht durch verschiedene Methoden geweckt werden.

    4. Juli 2018
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  3. David sagte:

    Mit einem Knaller in den Unterricht einsteigen bewirkt Wunder bei den Kindern. Bei Teamteaching eignen sich dazu hervorragend kleine Schauspielsequenzen oder im Sprachunterricht kleine Dialoge. Dadurch kann ein sehr hohes Interesse der SchülerInnen erzeugt werden, welches sich häufig durch die ganze Unterrichtseinheit ziehen kann.

    12. Juli 2018
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  4. Richard.Luft sagte:

    Ein guter Teaser zu Beginn einer jeden Unterrichtsstunde ist meiner Meinung nach ein muss, da es die Aufmerksamkeit und das Interesse der SuS weckt.

    12. September 2018
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  5. Lena Put sagte:

    Jede Unterrichtsstunde sollte im Optimalfall ein bisschen was von einem guten Krimi haben. Am Anfang steht etwas, was nicht in Gänze versteht werden kann. Es kitzelt einen aber so sehr, dass man nicht aufhören kann darüber nachzudenken. Zwischendrin verläuft es sich, man ist fast kurz davor ‚abzuschalten‘, doch dann kommt der nächste erstaunende Hinweis und man ist wieder gefesselt. Letztlich wird am Schluss alles aufgelöst. Die weitere Kunst besteht nebst dem fabulösen Einstieg ein Ende was einen weiter denken lässt, da es einen nicht los lässt.
    Klar ist, dass dies nicht jeden Tag in jeder Stunde zu jeder Zeit gelingen kann. Aber gerade der spannende Einstieg sollte ein grundsätzliches Ziel sein, wenn man guten Unterricht gestalten möchte.

    29. April 2019
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  6. J. Oppelt sagte:

    Das Warten bis Ruhe ist, habe ich mir auch angewöhnt (schon allein, weil mich niemand hören würde, weil meine Stimme zu leise ist). Manchmal wartet man ein bisschen, manchmal ein bisschen länger. Ich nutze die Zeit immer um die Kinder genau beobachten zu können. Was mich allerdings stört ist, dieses „Guuuteeennnnn Moorrrggggennn Frauuuuuu …./aaallleeee zusaaammmmeenn.“ Es ist ein Ritual und alle Kinder richten ihre Aufmerksamkeit auf den Beginn des Unterrichts aber gibt es da keine anderen Möglichkeiten? Natürlich möchte man die Kinder begrüßen aber gibt es da nicht noch irgendwas anderes?

    21. Juni 2019
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  7. Jakoba sagte:

    Ein guter Einstieg ist immer sehr wichtig! Auf mich (als Schülerin) wirkte immer besonders gut eine ruhige, geduldige, in sich ruhende Lehrkraft. Ich kann mich, aus meiner Schullaufbahn, nicht an Knalle zum Unterrichtsbeginn erinnern, halte sie aber durchaus für interessant, wenn ich mir auch noch nicht so viel dabei vorstellen kann. Interessant finde ich auch Lena Puts Metapher, dass eine Unterrichtsstunde im Optimalfall wie ein guter Krimi sein sollten. Ich überlege mal wie ich die Krimiautorin in mir heraus-kitzeln kann…

    29. August 2019
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  8. Clarissa B. sagte:

    Sehr Hilfreiches Input. Ich denke, der Unterrichtsbeginn ist für jede Lehrkraft jedes Mal von Neuem eine Hürde. Jedoch ist es auch immerwieder aufs Neue interessant, da es so unterschiedlich zugeht und viele neue Eindrücke und Erfahrungen entstehen.

    17. September 2019
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  9. Marielena Vogt sagte:

    Mich begeistert die Vorstellung so den Unterricht zu beginnen. Das ständige bitten um Ruhe ist meistens nur frustrierend. Gerne hätte ich zu dem Thema mehr praktische Tipps die ich mir im besten Fall zu einem „Unterrichtsbeginn-Ideen-Ordner“ zusammenstellen kann.

    Ob ein guter Einstieg gelungen ist, wird unmittelbar durch die Reaktion der Schüler*innen deutlich. Ein Internates Einstieg verspricht eine fesselnde Unterrichtsstunde.

    23. Oktober 2019
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    • Marielena Vogt sagte:

      *ein interessanter Einstieg

      23. Oktober 2019
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  10. Anastasia Bolsun sagte:

    In Hinsicht auf SuS mit sonderpäd. Förderbedarf wie ADHS und Hyperaktivität ließe sich am Anfang des Unterrichts auch eine körperliche Aktivität (im Freien) organisieren, damit man schon etwas ausgetobter startet. Auch kann man Bilder und Poster an die Tafel/ Wände anbringen, solange sich die Klasse beruhigt. Um ein neues Thema einzuführen, kann man mit einer realen Situation bzw. realem Problem beginnen.
    Zum Beispiel: Ich habe gestern am Sonntag beschlossen morgen einen Kuchen zu backen, eine Liste an Zutaten erstellt und möchte heute einkaufen gehen. Allerdings weiß ich noch nicht wie viel Geld ich abheben muss, damit es ausreicht. Habt ihr vielleicht eine Idee, wie man das herausfinden kann? Dann nähert man sich unbemerkt dem Thema Addition.

    Rituale wie Morgenkreis haben sich als geeignet bewährt. Abwarten ist allerdings m.M.n. in Schulen sozialer Brennpunkte keine Option. Da kann man nämlich die ganze Stunde lang warten. Aber das wird man ja schnell merken, ob die SuS auf Warten reagieren oder nicht.

    LG Anastasia

    20. März 2020
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  11. Linda K. sagte:

    Es klingt so simpel, aber es wirkt wirklich Wunder, wenn man wartet, bis die Klasse ruhig ist, egal wie lange es manchmal dauern mag. Ich finde die Idee super, ein Thema theatralisch einzuleiten. So haben alle was davon und das Interesse am Thema steigt. Generell bietet es sich immer an, neben Ritualen für einen „Attention-catcher“ zum Unterrichtsbeginn zu sorgen. Sei es ein Gegenstand, ein Bild, Video, oder gar nur ein Wort mit der richtigen Betonung.

    26. März 2020
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  12. Sandra M. sagte:

    So viel entscheidet sich innerhalb der ersten Minuten des Unterrichts. Gerne möchte ich diese Tipps mir zu Herzen zu nehmen. Parallel zum Studium arbeite ich an einer Grundschule und gerade die Vertretungsstunden können manchmal herausfordernd sein. Wenn man die Gruppe nicht sehr gut kennt, dann ist ein interessanter und fesselnder Einstieg essentiell um die Gruppe wirklich mitzunehmen und zu erreichen. Teilweise bekommt man bereits vorher gesagt, dass bestimmte Klassen „schwierig“ seien oder bestimmte Schüler/innen. Doch ich denke, mit der richtigen Vorbereitung und mit einem spannenden Thema kann man jeden erreichen. Die Frage ist natürlich, wie man das umsetzt. Das sind aber sehr wichtige Hinweise, die es dabei zu beachten gilt und man kann sich, wenn man noch am Anfang und vielleicht etwas unsicher ist, eine Vielfalt an Unterrichtsideen vorher organisieren und dann auch einen Fokus auf den Einstieg setzen. Ich denke, das kann wirklich viel ausmachen, wie die restliche Stunde verläuft. Ist einmal die Neugierde erweckt, dann braucht es vielleicht nicht mehr so viel. Die Schüler/innen sind sehr kreativ und wenn sie ein Thema interessant finden, dann ist die Motivation eine ganz andere als einfach nur mitzumachen, weil man es nun mal muss. Dazu ist aber ein spannender Einstieg oft entscheidend.

    28. März 2020
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  13. Luisa-Sophie W. sagte:

    Geduldig sein. In der heutigen Zeit schwerer gesagt, als getan. Jedoch bin ich ebenso der festen Überzeugung, dass sich das Warten auszahlt. Und währenddessen sollten wir auf unsere Körpersprache achten, indem wir wie ein Fels in der Brandung ruhen. Wie bereits erwähnt, wirkt sich die Mimik und Gestik durch wechselseitige Interaktionen, auf unser Gegenüber aus.
    Ich konnte beobachten, dass viele Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlichste Rituale zum Unterrichtsbeginn einfließen lassen, sei es ein Begrüßungsspruch oder -tanz oder das Aufstehen, wenn die Lehrkraft den Raum betritt. Letzteres ist wohl ein Überbleibsel aus der Vergangenheit. Eigentlich eine sehr höfliche Geste (auch in Vorbereitung auf das spätere, gesellschaftliche Miteinander), die jedoch nicht mit einem stumpfen ’setzen!‘ quittiert werden sollte. Zusätzlich ist das Verwenden einer Klangschale oder eines Klangholzes oftmals hilfreich, um die Aufmerksamkeit der Kinder wieder zu erlangen.
    Das Interesse der Kinder lässt sich, meiner Meinung nach, sehr gut über einen emotionalen Unterrichtseinstieg erreichen. Beispielsweise durch ein Bild oder Video, mit dem sich die SchülerInnen identifizieren können. Anschließend können offene und fantasievolle Diskussionen geführt werden, mit der Frage: „Was löst das Bild/Video in dir aus?“

    9. April 2020
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  14. Savocha sagte:

    Geduld- ruhiges und beherrschtes Ertragen von etwas, was unangenehm ist oder sehr lange dauert und ich denke genau das ist in vielen Unterrichtssituationen das Problem. Wenn etwas lange dauert, bekommt man das Gefühl keine Kontrolle zu haben, den Stoff nicht zu schaffen und agiert dann schnell doch. Den Unterrichtsbeginn durch Verzauberung zu etwas fesselndem zu machen, ist sicherlich mit eine der größten Herausforderungen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Lehrkräfte doch sehr schnell mit ihrer eigenen Stimme versuchen für Stille zu sorgen. Sehr beliebt auch Klanggeräusche, welche ich selbst auch versucht habe. Mir gefällt es aber nicht wirklich, da ich Stille ungerne mit Geräuschen erzeugen will und es auch oft nur bedingt funktioniert . Wenn man es schafft als Lehrkraft den Beginn einer Unterrichtsstunde so zu gestalten, dass alle Schüler gebannt, gefesselt und interessiert sind, ist man wohl in der Königsklasse angekommen. Sicherlich Bedarf es hierbei der Beherrschung der bereits zuvor genannten Skills: Auftreten, Stimme und Vorbereitung. Alles passt auch zu einem szenischen Auftreten und kann dazu führen eben diese benötigte Verzauberung zu erschaffen, die es benötigt.

    18. April 2020
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  15. Chelsea D. sagte:

    Tatsächlich habe ich in meinem Praktikum genau das erlebt: die Lehrkraft der 3. Klasse hat einfach ruhig gewartet, bis die Schüler soweit waren und hat mit den Schülern, mit denen sie sich „verbündet“ hat, nach und nach durch Solidarität erreicht, dass es ruhig wurde. Sie hat mit dem Ritual des „Schweigefuchs“ gearbeitet, wonach sie still vorn stand und den Schweigefuchs zeigte und zunächst besonders eifrige Schüler und nach und nach immer mehr Schüler diesen erwiderten, bis schließlich alle ruhig waren. Diese Ruhe hat sie genutzt und den Schülern mit ebenso ruhiger Stimme mitgeteilt was sie heute im Unterricht erwartet. Dabei hatte sie immer etwas „auf Lager“ worauf sich die Schüler besonders gefreut haben, was als „Knaller“ wirkte und das Interesse am Unterricht weckte. Es scheint aus dieser Erfahrung heraus also zu funktionieren.
    Allerdings ist dabei zu beachten was oben bemerkt wird: Jede Gruppe weist eine andere Dynamik auf und dementsprechend muss man seine Methoden natürlich auch anpassen.

    25. April 2020
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  16. Vivian B. sagte:

    Ein guter Unterrichtsstart ist das A und O. Wenn ich mich an meine eigene Schulzeit zurückerinnere, gab es viele Lehrkräfte die dies nicht konnten und mich und meine Motivation sofort verloren haben. Ähnlich wie bei einem guten Film, auch dort entscheiden schon die ersten Minuten, ob ich mich für den Film begeistere oder ihn lieber gleich ausschalte.

    Aufgabe der Lehrkräfte ist es nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch SchülerInnen für Neues zu begeistern. Dies kann durch einen Knall zu beginn sofort und einfach passieren. Passend zu dem Beitrag zuvor (Die Unterrichtsplanung) muss auch dieser gut geplant werden.

    5. Mai 2020
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  17. Ina Zarah S. sagte:

    Ein guter Unterrichtseinstieg kann nicht nur zu Tagesbeginn sondern auch in der letzten Stunde Wunder bewirken. Die hier genannten Tipps finde ich dafür sehr hilfreich, da sie nicht nur die Aufmerksamkeit auf die Lehrperson bzw. das Thema lenken sondern auch jede*n Schüler*in wach rüttelt und zum mitdenken anregt. Auch der Einsatz visueller Mittel ist hier sehr logisch, da ein einleitender Monolog der Lehrkraft wohl eher selten Schüler für die kommenden Minuten des Unterrichts begeistert.
    Besonders in Grundschulklassen kann ich aus meiner Erfahrung auch Positives zu Ritualen berichten. Das Ritual der „Brezel“ (leises Sitzen am Tisch mit verschränkten Armen) signalisiert auch noch nicht ruhig Mitschüler*innen, dass der Unterricht beginnt bzw. eine Ruhephase eingeläutet wird.

    2. Juni 2020
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  18. A. Theus sagte:

    LEHREN DURCH VERZAUBERUNG.
    Ich erinnere mich noch an Ihren wunderschönen Seminareinstieg, bei dem sich jede*r Teilnehmer*in als etwas Besonderes gefühlt hat! :-)
    Ein guter Unterrichtseinstieg ist salopp gesagt schon die halbe Miete.
    Eine Referendarin an meiner Praktikumsschule hat bei Unruhen am Stundenbeginn NICHT die Störenfriede ermahnt oder zur Ruhe aufgefordert, sondern sich auf die Kinder fokussiert, die bereits ordentlich und still auf ihren Plätzen saßen. (Beispiel: Schön, Lisa hat auch schon ausgepackt und wartet ordentlich auf ihrem Platz bis wir starten können) Am Anfang ist auch sie an den Unruhen in der Klasse verzweifelt.
    Geduld ist dabei das A&O. Ihr Input ist sehr hilfreich! Vor allem das Theatralisieren des Einstieges eröffnet viele Möglichkeiten und kann selbst die demotiviertesten Schüler*innen fesseln.

    25. Juni 2020
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