Die Unterrichtsdurchführung

„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“(Montessori)

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  • Planen Sie Ihren Unterricht abwechslungsreich.
  • Gerade für Berufsanfänger kann Stagnation lähmend sein.
  • Lassen Sie trotzdem offene Räume zu, in denen Sie sich von den Schülern überraschen lassen und ggf. ihr Konzept modifizieren.
  • An dieser Stelle sei auf den Unterschied zwischen strukturellen und inhaltlichen Freiräumen hingewiesen. In einer strukturell initiierten Öffnung des Unterrichts sorgen Lernarrangement, Methode, Konzeptionen des Schulprogramms, Projektarbeit etc. für die Eigentätigkeit der Lernenden.
  • Es gibt aber auch die Möglichkeit einer inhaltlichen Freiheit, in dem ein von Ihnen vorgegebener und strukturierter Input individuell und eigenständig bearbeitet wird.
  • Auf alle Fälle sollte ihre Gruppe das Gefühl haben, dass Sie ein Konzept haben. Anderenfalls regiert schnell die Planlosigkeit.
  • Setzen Sie nichts als selbstverständlich voraus.
  • Alle Überlegungen wie: Das sollten sie aber können, das müssten sie doch aber mitbringen, das gehört doch zur Erziehung im Elternhaus…sind müßig.
  • Ihre Gruppe ist wie sie ist und Sie müssen sich einen spezifischen Plan machen, wie genau diese Lerngruppe gefördert werden kann. Setzen Sie sich dabei anspruchsvolle Bildungs- und Erziehungsziele.
  • Haben Sie aber auch Mut zum Stillstand. Es muss nicht immer jeder mit irgendetwas beschäftigt sein.
  • Zeitüberbrückungsmaterialien sind oft recht niveaulos (Mandalas).
  • Mut zur Muße – wie wäre es, einfach mal nur nachdenklich dazusitzen?
  • Das Grübeln als Lernweg. Unzeitgemäß, ich weiß, ich weiß….
  • Aber schauen Sie! Nochmal Montessori: „Gute Atmosphäre, die zur Bildung hilft, bildet sich nicht ohne Stille!“
  • Und: auch wenn wir als Lehrer werten müssen… zunächst einmal sollten Sie die Einzelnen und die gesamte Gruppe sensibel beobachten und Eindrücke sammeln.

 

Bildquelle: Wikipedia

 

 

 

6 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Meiner Meinung nach müssen Lehrerinnen und Lehrer sehr vielseitig und individuell sein. Ich glaube nicht, dass es nur einen richtigen Weg gibt. Guter Unterricht sollte viele Einflüsse haben, wie Montessori und Waldorf. Jedoch hat aber auch der Frontalunterricht seine Vorteile. Ich glaube die „bunte Mischung“ macht einen Unterricht besonders, jedoch immer mit einem klaren Konzept.
    Ich stimme auch zu, dass auch einmal nur nachgedacht werden kann in der Klasse. Die Gedanken und Ideen können danach verschriftlicht werden und später als Anregungen dienen. Es gibt viele Möglichkeiten, einen schönen Unterricht zu gestalten. Es bedarf aber auch den Mut, etwas neues auszuprobieren.

    23. Mai 2018
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  2. VS sagte:

    Ich merke wie es manchen Lehrern oft unangenehm ist, wenn SchülerInnen auf eine Frage nicht sofort antworten oder Lehrer sofort eine Antwort zu ihrer Frage erwarten ohne der Klasse eine gewisse „Überlegzeit“ gegeben zu haben.
    Stille ist gut und tut gut, auch im Unterricht.

    4. Juli 2018
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  3. Amrita C. sagte:

    Ich stimme zu, es Bedarf der Stille und des freien Raumes, um Probleme zu lösen, Pläne zu schmieden und daran zu wachsen. Die besten Ideen entstehen, wenn der Geist frei von Belastung ist. Gerade in kreativen Berufen, wo diese Phasen fester Bestandteil der Arbeitsweise sind, werden diese Fähigkeiten benötigt. Die Kunst im Unterricht ist es wohl den Jugendlichen zu vermitteln, dass freie Lernphasen nicht freie Handysurfzeit, sondern kreative Inspirations- Planungs- und Problemlöseprozesse sind. Die Aufgabenstellung muss dafür von den Schülern als wirklich fesselnd und interessant empfunden werden. Die Lehrperson sollte ihre Gruppe dafür gut kennen. Eine andere Möglichkeit besteht auch darin, die Schüler bei der Entwicklung der Zielsetzung und Themenwahl mit einzubeziehen und so eine hohe Motivation zu gewährleisten.

    5. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Sehr interessant finde ich: „Das Grübeln als Lernweg“ und „Gute Atmosphäre, die zur Bildung hilft, bildet sich nicht ohne Stille!“ Darüber habe ich bislang noch nicht wirklich nachgedacht. Ich werde dies aber bestimmt in meinem Unterricht ausprobieren.

    12. Juli 2018
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    • Lieber David, schön, dass wir uns auf diesem Weg kennenlernen. Ich antworte auf diesen Eintrag, weil ich mich freue, dass die Philosophie in den Grundschulunterricht einfließt! Weiter so!

      12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Das ist ein sehr Interessanter Ansatz.
    Den SuS ihre Ruhe zum Nachdenken zu lassen.
    Dies kann ein sehr effizienter Weg sein, um sich über Themen oder Probleme bewusst zu werden.

    12. September 2018
    Antworten

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