Das Unterrichtsende

Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt  (Rilke).

8 Päärchen Bild 8. Beitrag

  • Lassen Sie möglichst keine Unterrichtsstunde oder keinen Unterrichtsblock beliebig auslaufen.
  • Versuchen Sie, Zwischenziele zu markieren.
  • Reflektieren Sie mit der Gruppe über Arbeitsprozesse und Lernwege.
  • Geben Sie sowohl dem Individuum als auch den Lerngruppen ein Feedback.
  • Beenden Sie ihre Unterrichtssequenzen mit ‚Stil‘.
  • Ein ritualisiertes warmes Schlusswort, ein Lob, eine konstruktive Kritik am Ende schaffen eine Atmosphäre der Vorfreude auf die nächste Sequenz.
  • Und jetzt noch das Wichtigste zum Schluss: sollte Ihr Unterricht nicht wie geplant verlaufen sein, störten vielleicht einige Schüler, waren die Schüler witziger als Sie, war vielleicht der Anspruch zu hoch oder zu niedrig… was auch immer: schnappen Sie nicht ein, werden Sie nie übellaunig oder zickig.
  • Das schafft ein vollkommen lernunfreundliches Klima und kann im Krieg mit der Klasse enden.
  • Bedenken Sie in diesen schwierigen Momenten, dass das Unterrichten ein Prozess ist und Unplanbares dazugehört.
  • Gehen Sie zu Hause ihren Unterricht in Gedanken durch und überlegen Sie, was verbessert werden könnte. Haben Sie dabei Geduld mit sich und der Lerngruppe.

 

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24 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Da bin ich genau derselben Meinung. Ich glaube, dass ein „schönes“ Ende die Unterrichtssequenz sehr gut abrundet. Ich bin auch der Meinung, dass die Schüler*innen hingewiesen werden müssen, dass die Lehrperson die Unterrichtseinheit beendet und danach erst ihr Unterlagen gepackt werden dürfen. Oft wird die Stunde gegen Ende gestört, da viele Schüler*innen schon ihre Unterlagen in die Rucksäcke packen und somit Unruhe in die Klasse bringen.
    Zudem ist ein gute Planung der Unterrichtssequenz unabdingbar, gerade als junge Lehrerin bzw. als junger Lehrer. Jedoch sollte auch, wie in den oben genannten Punkten bereits erwähnt, eine gewisse Flexibilität aufgewiesen werden. Denn falls die Stunde unerwartet gestört wird und die Lehrperson nicht flexibel genug ist, mit der neuen Situation umzugehen, dann kann die Unterrichtseinheit schnell in einem Fiasko enden.

    16. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Wahnsinnig prägnante und vor allem weise Worte. Ich wünschte, dass im Rahmen des Studiums viel mehr in dieser Richtung weitergegeben wird. Entgegen der gängigen Meinung, dass der erste Eindruck zähle und nicht revidierbar sei, ist es doch vor allem das Ende also der letzte Eindruck, der sich im beim Gegenüber im Gedächtnis verankert. Die Fähigkeit Dinge zu strukturieren, Teilschritte durch Feedback rückzumelden und und dadurch Weiterentwicklung zu ermöglichen ist Vorbild und Lernmöglichkeit zugleich. Auch Dinge tatsächlich bis zum Ende durchzuhalten und diesen Erfolg mit den Schülern durch ein prägnantes Ende wertzuschätzen erfüllt den Anspruch, dass Unterricht auch immer „Lernen für das eigene Leben“ sein sollte.

    30. Mai 2018
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    • Steffi_70_k sagte:

      Danke, Amrita. Es ist meiner Ansicht nach von hoher Relevanz, die Übergänge im Leben zu reflektieren. Alles fließt, nichts bleibt wie es ist.

      13. Juni 2018
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  3. VS sagte:

    Das Unterrichtsende sollte wirklich mit „Stil“ beendet werden.
    Ich hab schon oft diesen Satz „Ich beende den Unterricht!“ gehört, wenn Schüler paar Minuten vor Unterrichtsende anfangen zu packen.
    Sowas würde ich einfach unterlassen und eine Regel einführen, dass man erst einpacken darf, wenn der Unterricht beendet wurde. Manche Lehrer ziehen die Zeit auch noch in die länge obwohl sie wissen, dass schon lange Unterrichtsschluss ist, weil Schüler vllt. zu laut usw. während des Unterrichts waren, sowas sollte meiner Meinung nach nicht passieren., da somit die ganze Klasse „bestraft“ wird.

    5. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Besonders gut gefällt mir der Punkt: „Beenden Sie ihre Unterrichtssequenzen mit Stil“. Dies werde ich mir zu Herzen nehmen, da ich bei mir häufig erlebt habe, dass ich mir für das Unterrichtsende kaum Zeit nehme und ich dem Ende bislang auch keine große Bedeutung beigemessen habe. Die angeführten Punkte verdeutlichten mir jedoch, dass das Unterrichtsende von großer Relevanz ist.

    12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Zum Denken anregende Worte am ende jeder Unterrichtseinheit sind meiner Meinung nach ein wichtiges Konzept für Lehrer und Schüler.
    Durch sie bleiben einprägende Gedanken und Fragen des Unterrichts auch für längere Zeit im Gedächtnis der SuS.

    12. September 2018
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  6. Lena Put sagte:

    Für angehende Lehrkräfte finde ich gerade die letzten zwei Unterpunkte sehr motivierend. Wenn man von der Universität kommt, hat man ggf. noch den Anspruch vom Anfang bis zum Ende, jeden Tag, immer einen ‚perfekten‘ Unterricht zu machen. Jedoch ist dies praktischen gar nicht möglich. Vielleicht waren die Methoden falsch gewählt oder wie erwähnt wurde im Eintrag, die SuS waren über- oder unterfordert. Vielleicht gab es auch einen Streit in der Pause, der nun leider erstmal Vorrang hat.
    In meiner Trainerausbildung hat der Leiter auch immer wieder betont, dass man manche Dinge ausprobieren muss. Danach sollte man reflektieren, waurm etwas gut oder weniger gut gelaufen ist – also genau so, wie es in diesem Eintrag steht. Eine Klasse besteht nun mal aus vielen Kindern und meist einer Lehrkraft, aber eben alles Menschen. Das kann nicht funktionieren wie eine Maschine. Nach langer Zeit hat es sich lediglich ggf. eingespielt.

    10. Mai 2019
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  7. J. Oppelt sagte:

    Das Erste und das Letzte bleibt bekanntlich am meisten bei uns Menschen hängen. So ist es auch bei unserem Anfang der Stunde und auch wieder beim Ende. Ich denke es braucht Zeit, um sich ein gutes Ritual zu erschaffen und vor allem sollte man sich vor Augen halten, das jede Klasse anders ist und nicht jedes Ritual unbedingt zu jeder Klasse passt.

    20. Juni 2019
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  8. Jakoba sagte:

    Gemeinsam mit den SuS zu reflektieren halte ich für sehr sinnvoll, nach meiner Erfahrungen ist es das wichtigste vom Unterricht, da man durch die Reflexion besser beibehält, was man gelernt hat. Ich stimme auch Amrita zu, dass im Studium viel mehr in dieser Richtung weitergegeben werden sollte. Obwohl ich auch sagen muss das Ihre Ansprache zum Schluss der letzten Stunde am 27. August sehr einprägsam und inspirierend war. Vielen Dank dafür!

    29. August 2019
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  9. Clarissa B. sagte:

    Das abschließende Reflektieren ist sehr wichtig. Ich kann dem nur zustimmen. Es gibt nichts Schlimmeres, als die Schulstunde abzuschließen und der Erste, und der darauffolgende inspirierte nächste Schüler, beginnen die Schultasche einzupacken. Es ist tatsächlich eine Kunst, den Unterricht friedlich gemeinsam zu beenden.

    17. September 2019
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  10. Marielena Vogt sagte:

    Ich denke, dass kein Unterricht ohne ein deutliches Ende abgeschlossen werden sollte. Start- und Ende einer Unterrichtseinheit sollten den Schüler*innen deutlich gemacht werden. Es gestaltet sich als sehr anstrengend in eine Unterrichtsstunde zu kommen und eine durcheinander-laufende-laute-aufgeregte-Klasse vorzufinden.

    Mit der Gruppe die Stunde zu reflektieren und einen Ausblick auf die nächste Einheit zu geben finde ich sehr gut. Anschließend empfinde ich es als sehr angenehm, die Kinder zur Ruhe kommen zu lassen. Eine Achtsamkeitsübung kann wahre Wunder bewirken. Eine einfache und effektive Übung ist es, sich bequem auf den Stuhl zu setzten, die Augen zu schließen und einige tiefe Atemzüge zu machen.

    28. Oktober 2019
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    • Ule G sagte:

      Hi Marielena Voigt,
      ich kann mich dir nur anschließen und finde Achtsamkeitsübungen/Meditation sollten viel mehr Beachtung in der Schule finden. Es gibt zu diesem Thema etliches auch auf Yout… zu finden mit schönen Ansätzen zum übernehmen. Wen das Thema weitreichender interessiert, der findet aktuell in der Arte Mediathek spannende Dokus zu Forschungsergebnissen zu den Auswirkungen von regelmäßiger Meditation auf unsere Gene und die Telomere. Aus meinen paar Monaten Unterrichtserfahrung, kann ich nur sagen, dass es den SUS sehr gut getan hätte durch Achtsamkeitsübungen ruhiger zu werden und runterzukommen. Ob diese am Ende oder Anfang einer Stunde stattfindet, wäre meine Meinung nach egal Hauptsache regelmäßig.

      Somit verabschiede ich mich mit einem alsseitigen Petri Heil!

      22. Januar 2020
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  11. Anastasia Bolsun sagte:

    Wie Jacque Fresco in einem seiner Videos erwähnt hat, liegt die Ursache für Unzufriedenheit darin, dass wir an jeden und alles immer Erwartungen und Hoffnungen haben, auch wenn diese meist unbegründet sind. Wenn ich gestern zwei Stunden lang an der Vorbereitung saß, muss es auch heute funktionieren und die SuS werden es sofort verstehen. Wenn es dann nicht so ist, ist man dann frustriert. Man sollte also natürlich ein Ziel verfolgen, aber nicht ärgerlich oder verurteilend werden, wenn es nicht direkt so gelaufen ist wie man es sich gewünscht hat.
    Mit einem Ritual abzuschließen und auf einer positiven Note, schafft mehr Lust auf die nächste Einheit als: Das und das haben wir wiedermal nicht geschafft, na toll, ihr seid die schlechteste Klasse.

    LG Anastasia

    22. März 2020
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  12. Seyma Ü. sagte:

    Ich glaube, dass es in derzeit wichtig ist, eine Kultur des Feedbacks zu schaffen, in der dieses als zum Herzen gelegter Verbesserungsvorschlag angenommen wird. Um solch ein Klima zu schaffen könnte man vielleicht das Unterrichtende so ritualisieren, in dem jeder jedem Feedback geben darf. Sicherlich gibt es hierbei Faktoren, die zu beachten sind, damit das Feedback auch wirklich von jedem angenommen wird.
    Noch eine Bemerkung zum Umgang mit gescheiterten Plänen oder dem Auftreten von ungeplanten, jeglichen Störungen des Unterrichtsflusses: Ich glaube, dass man nicht an Autorität, Ansehen oder ähnlichem verliert, wenn man seine wahren Gefühle der Klasse ‚offenbart‘. Sie gehören zum Leben und so sollten sie auch von jedem, ob Kind oder Erwachsen, gelernt werden zu akzeptieren und umzugehen. Hierbei spreche ich nicht unbedingt von dem Umgang mit den eigenen Gefühlslagen, sondern denen anderer. Für gesunde Beziehungen jeglicher Art sollte meiner Meinung nach Einfühlsamkeit ganz oben stehen.
    Allerdings gehört es zum professionellen Handeln des Lehrberufs, dass diese augenblicklichen Gefühle sich nicht auf das weitere Verhalten gegenüber der Klasse und insbesondere bestimmten Schülern*innen gegenüber auswirkt, sodass das Klassen- und Lernklima nicht beeinträchtigt werden.

    24. März 2020
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  13. Linda K. sagte:

    „Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt“ nach Rilke passt sehr gut zu diesem Thema. Wie viel angenehmer wäre es, wenn die Lernenden nicht durchs „Klingeln“, sondern durch einen klaren Impuls der Lehrkraft erkennen, dass die Unterrichtsstunde vorbei ist. Ein kleines Ritual, wie z.B. ein kurzes Feedback oder vielleicht sogar eine Achtsamkeitsübung, kann für die gesamte Gruppe lehrreich sein und zum reflektieren anregen, oder als Motivation dienen.
    Besonders schön finde ich den Abschluss des Beitrags, dass man nicht launisch die Stunde beenden sollte und nichts persönlich nehmen darf, sondern viel mehr darüber nachdenken muss, was der Grund für das „Scheitern“ war und wie es beim nächsten Mal vielleicht besser klappen kann.

    27. März 2020
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  14. Anita Parlov sagte:

    „Bedenken Sie in diesen schwierigen Momenten, dass das Unterrichten ein Prozess ist und Unplanbares dazugehört.“ Diese Aussage drückt, meiner Ansicht nach auch aus, wie wichtig es ist, nicht nur auf die Schüler einen wohlwollenden Blick zu haben, sondern auch auf sich selbst. Das Erstgenannte geht wahrscheinlich auch nicht ohne das Zweite. Man kann den Unterricht bestens vorbereitet haben und die Stunde läuft dann doch anders als gehofft. Ich hoffe, dass es mir gelingt, am Ende so eines Tages mit einem humorvollen und verzeihenden Blick auf mich und die Welt zu schauen.
    Schön finde ich auch die Idee, sich von den Schülern persönlich ein Feedback zur Stunde einzuholen.

    6. April 2020
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  15. Luisa-Sophie W. sagte:

    Ausgesprochen, hilfreiche Denkanstöße!
    Vor allem ‚eine Atmosphäre der Vorfreude auf die nächste Unterrichtssequenz zu schaffen‘ bildet für mich einen sehr wichtigen Aspekt. Neben dem Studium arbeite ich als Sozialpädagogin bzw. Förderlehrerin und achte dabei sehr auf Selbstreflexion und Flexibilität. Die Meinungen meiner SchülerInnen sind für mich äußerst wichtig. Daher lasse ich immer (wechselseitige) Feedbackrunden in den Unterricht einfließen, um so ein lernfreundliches Klima zu fördern. ,,Nach dem Unterricht, ist vor dem Unterricht!“, dementsprechend bedingt ein warmes und positives Schlusswort sowie Lob, die Vorfreude auf die nächste Stunde umso mehr, auch wenn vielleicht nicht alles so verlief, wie man sich das zuvor vorstellte oder plante. In schwierigen und unangenehmen Situationen, habe ich mir als Lehrkraft vorgenommen, niemals nachtragend zu sein. Ich schließe die Vergangenheit ab und starte jeden Tag von Null, mit neuem Optimismus.

    10. April 2020
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  16. Julia Engler sagte:

    Das Unterrichtsende ist sehr bedeutend. Aus der eigenen Schulzeit weiß ich,wie sehr sich die Wahrnehmung auf die stattgefundene, aber auch auf die kommende Stunde durch einen gut oder schlecht gestalteten Abschluss gestalten kann. Ein positiver und reflektierender Abschluss trägt zu einer positiven Wahrnehmung des Unterrichts bei. Sehr anregend und hilfreich finde ich den Tipp mit den Zwischenzielen, die sicher auch ein reflektiertes Bild schaffen und so dem Krieg mit der Klasse vorbeugen, da man selbst vielleicht positiver mit nicht geplanten Umständen umgehen kann.

    23. April 2020
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  17. Savocha sagte:

    Eins der dinge, die ich als Unheimlich schwer empfinde und die mit guter Unterrichtsplanung sicher sehr gut funktionieren kann. Als Vertretungslehrkraft wurde ich bis jetzt eher spontan in Klassen „geworfen“ und war auch zu Beginn erst einmaldicht sonderlich gut vorbereitet, was dazu führte ( bei einer Schule ohne Klingel), fasslich nie eine Ahnung hatte ob die Stunde jetzt schon vorbei war oder wir über die Zeit hinaus gearbeitet haben. Daher weiß ich, wie wichtig ein Abschluss ist. Ich denke es ist sogar sinnvoll ein Unterrichtende einzustudieren, da es ganz häufig dazu kommt, dass die Kinder sofort mit dem Wort „Unterrichtsende“ aufspringen und der Lautstärkepegel steigt. Wenn klar ist, wie der Abschluss aussehen soll, gehen sie auch ruhiger in die Freiphase.

    23. April 2020
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  18. Chelsea D. sagte:

    Oft macht man sich gar keine Gedanken darüber wie der Unterricht beendet wird. Bei der Unterrichtsplanung denkt man eher daran wie man in den Unterricht einsteigt und ihn fortlaufend interessant gestaltet. Dass aber auch das Unterrichtsende (vor allem für die kommende Stunde) Eindruck schinden kann, ist ein interessanter Hinweis.
    Ich denke eine „Etappenmarkierung“ könnte sogar als Ritual dienen, sodass die Schüler immer wissen was man mit ihnen vor hat und wie weit sie gerade schon sind. Die meisten Menschen sind unruhig, wenn sie nicht wissen wann sie irgendwo ankommen oder irgendein Ziel erreichen. So ist es auch mit Kindern. Wenn ihnen dann aber genau klar ist an welcher Stelle der Unterrichtsreihe sie sich nun befinden und auch, dass die Lehrkraft den Unterricht verlässlich beendet, kann das sicherlich eine unterbewusste Nervosität aus der Gruppe nehmen. Außerdem zeigt so ein „geplantes“ Unterrichtsende den Schülern auch, dass man als Lehrer einen Plan hat und einen Nichts aus dem Konzept gebracht hat, auch wenn es zwischenzeitlich vielleicht doch so war.

    26. April 2020
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  19. Vivian B. sagte:

    Genau so wichtig wie ein guter Start, ist ein gutes Ende. Die SchülerInnen sollten die Gelegenheit bekommen, die Unterrichtsstunde zu reflektieren und ihre Gedanken dazu zu teilen. Denn nur wenn besprochen wird, wie Unterricht für die SchülerInnen und Schüler war, kann die Lehrkraft wissen, was bei zuhalten und was zu verändern ist. Aber nicht nur die SuS sollten dazu Raum haben, auch die Lehrkraft sollte den SuS dies mitteilen.

    5. Mai 2020
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  20. Vanessa Selke Domingos sagte:

    Das Unterrichtsende ist meiner Ansicht nach schöner als der Anfang. Ich habe schon viel ausprobiert und gemerkt, dass unabhängig von welchen Abschlussaufgaben ich durchführe, lieben die Schüler es, weil es einfach entspannt und positiv auf uns wirkt. Empfehlenswert ist es, jeder Schüler bzw. jede Schülerin ein Lob über eine positive erbrachte Leistung im Unterricht zu geben.
    Dafür habe ich die „Loberunde“ am Ende der letzten Unterrichtsstunde des Tages eingeführt. Das gelingt mir sehr gut, vor allem, weil viele Lächeln in den Gesichtern der Kinder danach zu sehen sind. Im Anschluss gehen die Kinder glücklich in die Pause und ich nach Hause. Nach diesem Abschluss habe ich dann das Gefühl, dass wir alles am Tag erfolgreich geschafft haben und dass die Kinder verstärkt sind. Ein besserer Abschied gibt es für mich nicht.
    Eine andere Abschlussalternative für den Unterricht wäre eine Reflexionsrunde über die Geschehnisse. Die Kinder reflektieren über ihre Leistung, was ihr gut gelangen und woran sie noch arbeiten können.
    Ich erzähle den Schüler*nnen auch gerne eine Geschichte mit dem Ziel der Entspannung, währenddessen sie mit verschlossenen Augen viele Atemübungen machen. Nach Abschluss der Geschichte öffnen die Schüler*nnen langsam die Augen und fühlen sich dabei sehr entspannt und ruhig.
    Aber das Unplanbare kann natürlich auch vor dem Unterrichtsende vorkommen und uns verhindern, den mit „Stil“ zu beenden. Für solche Fälle haben mir die Kinder vorgeschlagen, unsere Klassenuhr einzustellen, damit wir es nicht mehr verpassen müssen. Es funktioniert!

    10. Mai 2020
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  21. Ina Zarah S. sagte:

    „Der Lehrer beendet die Stunde!“ Sicher tut er das, aber hoffentlich nie mit diesem Spruch, den sicher jede angehende Lehrkraft mit einer bestimmten Lehrkraft aus eigener Schulzeit verbindet. Das Ende des Unterrichtsende lebt genau so wie der Unterrichtsbeginn vom Gefühl der Gemeinschaft, das durchs gemeinsame Zusammenkommen und Verabschieden geschaffen wird. Durch ritualisierte Abläufe kann ein sanfter Ausstieg aus dem Unterricht geschehen, der einen ebenso gleitenden Übergang in den verdienten Feierabend oder den kommenden Unterricht bietet. Dies ist gleichbedeutend für Schüler*innen und Lehrer*innen. Gleiches gilt auch für Reflexion und Feedback, das beide Seiten zur Verbesserung anleiten und zur neuen Bestformen inspirieren kann.
    Aus meiner eigenen Lehrtätigkeit habe ich mitgenommen, wie bedeutend es, in meinen Beobachtungen vor allem für jüngere Schüler*innen, ist am Ende des Tages von der Lehrkraft wahrgenommen und gehört zu werden. Nicht nur ein Morgenkreis kann sinnvoll sein, auch eine kleine Erzählrunde am Ende des Tages kann viel bewirken.

    6. Juni 2020
    Antworten
  22. Sebnem Yener sagte:

    Ja, kleine Abschlussrunden am Ende des Unterrichts finde ich auch sehr sinnvoll für die eigene Reflexion. Somit bekommen die Schülerinnen und Schüler das Gefühl, ernst genommen zu werden und können Ihre Fragen, Wünsche für die nächste Unterrichtsstunde und eventuell auch das gelernte wiedergeben. Schöner Beitrag!

    26. Juli 2020
    Antworten

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