Das Unplanbare

Ordnung im Chaos (Peitgen).

9 Welt-Ordnung-Kugel Bild 9. Beitrag

  • Sie können nicht alles bei Ihren Planungen berücksichtigen.
  • Einflüsse wie Wetter, Tagesform, klasseninterne Konflikte lassen sich nicht vorhersehen.
  • Sie müssen immer mit Allem rechnen.
  • So kann z.B. eine Wespe im Klassenraum für tumultartige Unruhe sorgen.
  • Erwerben Sie, und das nicht nur im Umgang mit den Schülern, sondern auch im alltäglichen Leben, ein hohes Maß an Gelassenheit und Flexibilität, das ein entspanntes Agieren auch in unvorhersehbaren Situationen möglich macht.
  • Lassen Sie die Schüler*innen spüren, dass Sie zwar einen Plan haben, aber auch die Bereitschaft, sich von den Beiträgen der Lernenden überraschen zu lassen.
  • Dazu müssen Sie immer wieder ehrlich ausstrahlen, dass Ihr oberstes Unterrichtsziel die Kommunikation ist.
  • Gerade irritierende Schülerbeiträge können zu neuen Sichtweisen und Erkenntnissen führen.
  • Lesen Sie dazu Carol Lee: „Is Oktober Brown Chinese?“
  • Beachten Sie auch die die unendlichen Lernchancen, die der Narration (dem Erzählen) inne wohnen.
  • „Was man nicht erklären kann, das kann man doch erzählen“ (Bettina Hurrelmann).
  • In den Berliner Brennpunktschulen flammt oft und impulsiv die Frage nach der richtigen Relgion auf.
  • Vielleicht erzählen Sie dann die Ringparabel aus dem Theaterstück „Nathan der Weise“.

 

Bildquelle: psychology.wikia.com

24 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Mir gefällt der Impuls mit der Ringparabel sehr gut. Ich glaube, dass es wichtig ist, eine gute Unterrichtsplanung zu haben. Jedoch sollten sich Lehrpersonen auch eine gewisse Flexibilität behalten, um gegebenenfalls nicht ins stottern zu geraten. Denn dadurch wirkt eine Lehrperson ein wenig unkompetent. Zudem ist es wichtig, sich eine gewisse Schlagfertigkeit anzutrainieren, um somit auch kontern zu können. Natürlich ist das nicht immer einfach und muss bis zu einem gewissen Grad gelernt werden, jedoch fallen einem sicher danach einige Situation leichter.

    23. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Bravo, Sis Pied de la Zirbe! Ein sehr kluger Verweis auf Lessings Drama bezüglich diesem sensiblen und für viele unangenehmen Thema!
    Gleichgültigkeit – ein Wort, das mich schon lange fasziniert. Gleichgültigkeit – zunächst negativ behaftet. Und dann? Gleichgültigkeit im Sinne von gleicher Gültigkeit. Mein eigener Opa erklärte mir die unterschiedlichen Religionen anhand des Bildes eines Baumes. Die unterschiedlichen Religionen sind die Blätter an diesem Baum und allen gemeinsam ist der Stamm, aus dem die Äste mit diesen Blättern entspringen. Kein Blatt stört das andere und kein Blatt hat mehr oder weniger Berechtigung als das andere. Alle Bätter gehören zu diesem einen Baum.

    5. Juli 2018
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    • Amrita, es freut mich ungemein Ihre vielschichtigen Kommentare zu lesen. Sie werden eine Lehrerin mit individuellem Stil und höchsten Ansprüchen an sich und dadurch auch an die Kinder. All the best!!!!

      5. Juli 2018
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  3. VS sagte:

    Toller Beitrag über das Unplanbare im Klassenzimmer.
    Oft versuchen viele Lehrer*innen die „perfekte“ Unterrichtsstunde zu gestalten obwohl dies meist einfach nicht möglich ist z.B. durch äußere Umstände usw.
    Als Lehrer*in sollte man wirklich Gelassenheit vorweisen und mit Allem rechnen können, denn das macht den Schulaltag aus.

    6. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Lehrpersonen müssen flexibel sein. Die angeführten Punkte beschreiben dies hervorragend. Wie auch das Beispiel mit der Ringparabel aus „Nathan der Weise“ zeigt, schadet es nicht für gewisse Situationen einen Joker im Ärmel zu haben. Meiner Meinung nach können Lehrpersonen durch Lebenserfahrung, Interesse für verschiedenste Bereiche, Reisen etc. flexibler auf unplanbare Situationen reagieren.

    12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Toller Beitrag, der aufzeigt, dass Lehrkräfte nicht nur Erzieher sind, sondern auch mitunter die besten Improvisationsteatherkünstler unter allen anderen Berufen.

    12. September 2018
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  6. Lena Put sagte:

    Mein Beitrag zu dem vorherigen Eintrag machte bereits deutlich, dass ich die Vermutung habe, dass frische bzw. neue Lehrkräfte oftmals den Anspruch an den ‚perfekten‘ Unterricht haben. Das kann ggf. durch die häufigen Prüfungssituationen im Referendariat gesteigert werden und es entsteht ggf. die Angst diesem Perfektionismus (perfekt getaktete Unterrichtseinheit, das Erreichen von festgelegten Zielen etc.) nicht zu genügen. Doch gerade abseits von einem genau geplanten Pfad findet man die spannenden Dinge. Zwar darf man nicht zu sehr von dem eigentlichen Weg abkommen lassen, aber beobachten, schauen und nutzen darf man sicher. Vielleicht ergibt sich auch ein ganz anderer Pfad der durchaus zum anfangs angepeilten Ziel führt. Dies alles fußt allerdings auf einer großen Souverenität seitens der Lehrkraft und wird sicher erst im Laufe der Tätigkeit leichter.

    10. Mai 2019
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  7. J. Oppelt sagte:

    Wann läuft schon mal was nach Plan. Nicht nur bei uns im Alltag, sondern auch in der Schule gibt es einfach zu viele Faktoren, die mal aus der Reihe sein können. Ich denke, dass Gelassenheit und Spontanität Dinge sind, die man vielleicht nicht von Anfang an besitzt, die aber sehr wichtig und vor allem erlernbar sind.

    20. Juni 2019
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  8. Jakoba sagte:

    Ohne jemals vor einer Klasse gestanden zu haben, denke ich dass man es vielleicht mit dem Segeln vergleichen kann. Ich kenne zwar mein Boot (meine Ideen, Ziele etc.), aber es gibt so viele Faktoren (Wasser, Wetter, Wind, Mitsegler*innen uvm.) die ich immer wieder neu einschätzen und mit denen ich zusammenarbeiten/kommunizieren muss. Auch beim guten Segeln ist das oberste Ziel die Kommunikation.

    29. August 2019
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  9. Clarissa B. sagte:

    Auch hier geht es wieder, wie bei dem Beitrag des „Unlehrbaren“, um das Loslassen. Ich finde es ganz wichtig, meinen Schülern das Gefühl zu geben, es gibt Raum in andere Dimensionen, nicht nur innerhalb des Lehrplanes. Es sollte Raum und Zeit für Einflüsse, Kommentare, Meinungen etc. geben!

    17. September 2019
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  10. Marielena Vogt sagte:

    Vergangenen Sommer besuchte ich ein Kommunikations-Seminar. Dabei war das oberste Gebot der Referentin „Störungen haben IMMER Vorrang“. Dieser Satz hat sich sehr stark in mir manifestiert. Denn wie Sie oben beschrieben haben, eine Biene/ Wespe kann für große Aufregung sorgen. Es würde nichts bringen die Kinder dazu appellieren das Insekt einfach zu ignorieren. Der Unterricht kann erst fortgeführt werden, wenn das Insekt wieder in aus dem Fenster verschwindet.
    Und so sieht es auch mit allen anderen Störungen aus. Versteht ein Schüler*in die Aufgabenstellung nicht, wird er/ sie seinen Nachbarn fragen. Schnell entsteht Getuschel. Oft ist es verführerisch einfach um Ruhe zu bitten, doch die Unsicherheit des Schülers/ der Schülerin werden so nicht behoben.
    Ich gebe Ihnen vollkommen recht, immer etwas Puffer in die Planung einzubauen, dass auch sämtliche Störungen reagiert werden kann. Und dabei sind Störungen nicht ausschließlich von negativer Natur. Es kann durchaus sehr konstruktiv sein.

    28. Oktober 2019
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  11. Ule G sagte:

    Ich finde geplanten Unterricht auch ganz wunderbar, aber sicherlich sollte ein Lehrer auch spontan auf irritierende Situationen einegehen können und diese dann in das Unterrichtsgeschehen einbauen. Was gibt es denn besseres als eine Irritation als Anstoß zum Lernen zu nutzen? Eine Irritation die im besten Falle unser bisheriges Wissen in den Grundfesten erschüttert und wie ein Kartenhaus zusammenfallen lässt. Aus den bisher gesammelten Wissensfragmenten wird nun im Fortgang ein stabileres weit verzweigteres Kartenhaus erbaut…..und all das passiert doch täglich auch durch die kleinsten Irritationen, welche uns zwingen uns und unser Wissen anzupassen.

    Gott zum Gruße

    28. Januar 2020
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  12. Malgorzata K. sagte:

    Lehrkräfte sollten den Unterricht immer so darstellen, und mit ihrem Selbstbewusstsein die Schülerinnen und Schüler überzeugen, dass ihr Unterricht immer geplant und vorbereitet wird. Meiner Meinung nach erarbeiten sich die Lehrkräfte von den Lehrenden somit auch einen gewissen Respekt. Aus meiner damaligen Perspektive als Schülerin kann ich nur sagen, dass diejenigen Lehrerinnen und Lehrer, die planlos, bzw. unkreativ und monoton ihren Unterricht gestaltet haben, eine sehr große Unruhe während des Unterrichts herbeigeführt haben, weil die Lehrenden sich gelangweilt und unmotiviert fühlten. Somit ergibt sich meine Aussage, dass die Einstellung der Lehrkräfte die Einstellung der Lehrenden in großem Maße widerspiegelt. Die Lehrkraft sollte aber, wie in ihrem Artikel bereits schon erwähnt worden ist, nicht zu streng sein. Diskussionen sollten erlaubt sein, und die Flexibilität im Unterricht sollte geboten sein. Jedoch sollte auch darauf geachtet werden , dass das Zeitmanagement stimmt und die die Lehrkraft mit dem gegebenem Lehrplan vorankommt, sonnst könnte es später dazu kommen, dass es bei den SuS gefährliche Lernlücken entstehen.
    Dies ist eine Kunst „die Ordnung im Chaos“ zu halten.

    22. März 2020
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  13. Anastasia Bolsun sagte:

    Ich hoffe, dass ich mit zunehmender Erfahrung flexibel sein kann und nicht starr nur an das denken, was ich vorbereitet habe. Leider finde gibt der Rahmenlehrplan bzw. die Abschlussprüfung überhaupt keine Freiraum für solch spontane oder anderweitige Aktivitäten. Am Ende muss ja trotzdem alles bei jedem sitzen. In der Zukunft wird sich hoffentlich auch etwas daran ändern.

    LG Anastasia

    22. März 2020
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  14. Linda K. sagte:

    Da ich selbst an einer Brennpunktschule arbeite und damit rechnen muss, dass eine solche Frage irgendwann auf mich zukommen wird, werde ich diesen Beitrag umso mehr im Hinterkopf behalten. Der Impuls und Hinweis auf die Ringparabel ist eine super Möglichkeit, diese Frage zu beantworten und regt zudem auch die eigene Interpretation der SuS an.
    Ich stimme den Punkten aus diesem Beitrag in jedem Fall zu. So gut wie nie verläuft eine Unterrichtsstunde genau so, wie man sie im Idealfall geplant hat, jedoch bedarf es auch Praxiserfahrung im Unterrichten, um souverän auf komplexe Fragen oder ungeplante Ereignisse zu reagieren. Bereits nach einem halben Jahr als Förderlehrerin merke ich, dass ich gelassener in bestimmten Situationen bleibe. Manchmal hilft es auch, einmal tief durchzuatmen und sich eine Antwort bzw. weiteres Vorgehen im Unterrichtsverlauf zu überlegen.

    26. März 2020
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  15. Luisa-Sophie W. sagte:

    Bezugnehmend zum Blogeintrag ,,Ihr Auftreten als LehrerIn“, erläuterte ich bereits, dass sich die Schulen von einer Institution der reinen Wissensvermittlung, zu einer Einrichtung der Sozialformung und -entwicklung der SchülerInnen herausgebildet haben. Daher ist der Erziehungsauftrag der Schulen meiner Meinung nach, wichtiger denn je. Lehrpersonen sind heutzutage immer mehr mit wachsenden Herausforderungen – auch in Form von verhaltensauffälligen, dissozialen, bildungsbenachteiligten Kindern sowie Mobbing – konfrontiert. Diese Herausforderungen lassen sich selbstverständlich nicht vorhersehen. Aus diesem Grund stimme ich voll und ganz zu, dass gegenwärtige sowie zukünftige LehrerInnen für ihre berufliche Rolle, Kompetenzen wie Gelassenheit, Flexibilität und Souveränität mit sich bringen sollten. Wie heißt es so schön:,,In der Ruhe liegt die Kraft!“, deshalb dürfen wir niemals in Panik verfallen, denn dies wirkt sich schnell auf unsere Schülerinnen und Schüler aus. Letztlich bin ich ebenso der Meinung, dass die Kommunikation unerlässlich ist – wie in jeder gut funktionierenden, (zwischen-) menschlichen Beziehung.

    11. April 2020
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  16. A.Pierog sagte:

    Ein sehr schöner Beitrag. Oft kriegt man zu hören, dass der Unterricht steht oder fällt mit der Unterrichtsvorbereitung. Leider wird dabei oft außer Acht gelassen, dass Unterricht nicht bis ins letzte Detail geplant werden kann oder sollte. Versteift man sich zu sehr auf den Plan des Unterrichts, läuft man Gefahr die Kinder in ihrer Vielfalt und Kreativität einzuschränken. Und gerade diese Kreativität und Vielfalt sollten wir fördern. Dafür benötigt es an Souveränität und genug Vertrauen in sich als Lehrkraft und in die SuS.

    14. April 2020
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  17. Savocha sagte:

    Planung ist alles, Pläne sind nichts. Ich denke genau darum geht es.Sich sicher sein, welcheKompetenzen dieSchüler umjeweiligen Fach erwerben sollen und müssen und bei Unplanbaren Situationen, aus Überraschungen Geplantes machen. Sicher nicht in jeder Situation möglich, dennoch eine Möglichkeit das Unplanbare zumindest in Teilen zu planen, sich nicht verunsichern zu lassen. Das Beste aus jeder Situation machen zu können. Die Unterrichtsplanung kann daher gerade wegen all der ungeplanten Dinge helfen, auch in ungeplanten Situationen nicht den Kopf zu verlieren.

    23. April 2020
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  18. Chelsea D. sagte:

    Was ich mir an diesem Kommentar besonders zu Herzen nehmen möchte ist, dass man lernen sollte, dass nicht alles, was nicht nach Plan verläuft, schlecht ist. Man neigt dazu schnell die innerer Ruhe zu verlieren, wenn man auf seinen Plan beharrt und etwas dann anders geschieht, als man es sich gewünscht hat. Ich verweise hierbei auf den Artikel „Die Unterrichtsvorbereitung“. Klar soll der Unterricht gut vorbereitet sein. Aber eben in dem Sinne, dass man genügend Ressourcen eingeplant hat, um auf die Schüler spontan reagieren zu können. Man sollte es zu schätzen wissen, dass der Unterricht sich spontan ändert und man in diesem Beruf niemals in eine langweilige Routine gerät, wenn man nur offen dafür ist.

    26. April 2020
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  19. Vivian B. sagte:

    Flexibilität und Gelassenheit sind meiner Meinung nach wichtige Eigenschaften von Lehrkräften. So sollte man sich nicht aus der Rolle bringen lassen, wenn etwas nicht so gelingt wie es geplant war. Schließlich sitzen in einem Klassenzimmer viele Individuen, da kann es leicht passieren, dass es eine „Störung“ des geplanten Unterrichts gibt. Ich denke einmal durchatmen und sobald es geht einfach weitermachen könnte hier schon oft helfen.

    5. Mai 2020
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  20. Lisa-Sophie R. sagte:

    Ich finde den Gedanken Unvorhersehbares im Klassenraum zuzulassen sehr gut. Ich denke, dass wir auch als junge oder ältere Erwachsene den Vorteil der Lebenserfahrung nutzen sollten, um die nötige Gelassenheit und Flexibilität auszustrahlen und an die SuS weiter zu geben, denn sie ist im Leben so wichtig. Die Kinder und Jugendlichen wachsen in einer Welt auf, in der es finde ich, besonders wichtig ist, den Moment zu nutzen und auch mal festzuhalten und auszuharren in einem Moment und diesen gemeinsam später zu reflektieren. Wenn etwas wirklich Unvorhersehbares passiert, starr an seinem Unterrichtsplan festzuhalten, wäre sehr ignorant und würde ausstrahlen das wir als Lehrkräfte wichtiger sind, als die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. Aus unserer Lebenserfahrung können wir also den Kinder auch einige lehrreiche Geschichten mitgeben und ihnen dabei helfen, sonderbare Situationen souverän zu meistern.

    6. Mai 2020
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  21. Jonna sagte:

    „Lassen Sie die Schüler*innen spüren, dass Sie zwar einen Plan haben, aber auch die Bereitschaft, sich von den Beiträgen der Lernenden überraschen zu lassen.“ – diese Aussage finde ich besonders ausschlaggebend. Einerseits eine Struktur und Handlungsrahmen vorzugeben, der sich jedoch auch verbiegen lässt. Ich stelle mir das ein wenig wie eine Knete vor: Sie hat zwar eine vorgegebene Farbe, Konsistenz und Art und Weise in der man sie verformen kann, aber wie an sie letztendlich verformt und welches Ergebnis am Ende dabei heraus kommt ist so individuell wie jedes Kind es eben ist. Starre Strukturen sind wie eine Mauer, die einen daran hindert, den gesamten Horizont zu sehen. Lehrkraft zu sein heißt auch Mut dazu zu haben, von dem eigentlichen Weg/Plan abzuweichen und sich auf neues einzulassen. Das Eingehen und Berücksichtigen der Fragen, Ideen, Meinungen und Empfindungen von Kindern ist vor allem auch für die Lehrkraft unendlich bereichernd. Keine Mauern zu errichten, sondern versuchen zu vermitteln, wie unendlich weit der Horizont doch ist.

    7. Mai 2020
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  22. Ina Zarah S. sagte:

    Jede gute Planung hat auch Lücken. Jene, die Raum für Kreativität, Diskussion und Narration lassen. Ein Raum voller Individuuen birgt das „Risiko“, den ausgefeilten Plan der Lehrkraft zu stören und so einige damit auch aufs Glatteis zu führen. Ich möchte hier eher ungern von einem Risiko, sonder viel mehr von einer großen Chance sprechen, von oft ungenutztem Potenzial, Schüler*innen nicht nur als Lernende zu betrachten. Hier fällt mir ein, was eine Dozierende unlängst äußerte „Provozieren sie auch Fragezeichen in den Gesichtern Ihrer Schüler*innen!“ Vielleicht ist es genau dies, was wir als (angehende) Lehrkräfte berücksichtigen sollten, was hier auch so treffend dargestellt ist. Kann man schon nicht auf alles vorbereitet sein, so sollte man zumindest allem offen gegenüberstehen. Auch den Themen, die uns oft heikel erscheinen. Der Verweis auf die Nutzung der Ringparabel in einem solchen Kontext ist hier großartig! Vielen Dank für diese Inspiration.

    16. Juni 2020
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  23. Sebnem Yener sagte:

    Eine gründliche Planung ist für eine Unterrichtsstunde wichtig! Dennoch sollte man eine gewisse Flexibilität mit sich bringen und auf Wünsche, Anregungen und Ideen von den Schülerinnen und Schülern offen gegenüberstehen und mit in den Unterricht einplanen können. Ein sehr wichtiger Beitrag. Vielen Dank!

    18. August 2020
    Antworten

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