Das Unlehrbare

Das Unlehrbare als methodischer Gegenstand  (Menrath).

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  • Einige Facetten der Unterrichtsgestaltung sind nicht erlernbar bzw. lehrbar.
  • Damit sind die Momente gemeint, die ein großer Augenblick für jeden Pädagogen und jede Pädagogin sind: der Punkt, an dem der berühmte Funke überspringt.
  • Das kann passieren, wenn ein Musikstück besonders berührend ist, ein poetischer Vers das Herz erreicht, Prozesse des szenischen Spiels eine eigene Dynamik entfalten oder auch dann, wenn Sport- oder Naturerlebnisse als positiver Gruppenmoment wahrgenommen werden.
  • Es ist kurz gesagt der Augenblick, wo Ängste und Verunsicherungen zurückgelassen werden und man gemeinsam unbekannte Dimensionen der Erkenntnis und des Seins betritt.
  • Wie man sich darauf vorbereitet, fragen Sie?
  • Man kann eigentlich nur eines machen: Seele, Geist und Herz für solche Momente bereithalten!
  • Schütten Sie sich im Privatleben nicht zu mit Banalitäten!
  • Seien Sie sensibel für Nuancen, nehmen Sie sich selbst zurück und lassen sich von Anderem berühren.
  • Dann können solche Ereignisse wie der Blitz oder die Liebe jederzeit einschlagen.

 

Bildquelle: http://www.zvab.com/servlet/FrameBase?content=/de/imagegallery/imagegallery.shtml?images=http://pictures.abebooks.com/ANTIQUARIATMS/15374977156.jpg

10 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Sehr gute Gedanken. Ich glaube, dass sich jede/r Lehramtstudent*in bzw. jede Lehrerin und jeder Lehrer, welche die ersten Jahre studieren oder unterrichten, mindestens einmal die Frage gestellt hat, warum sie bzw. er das macht. Gerade die ersten Praktika und ersten Jahre als Lehrer*in sind besonders schwierig. Jede/r muss allmählich seinen Unterrichtsstil finden. Darüber hinaus müssen die unterschiedlichsten Methoden erprobt werden, wie eine/r den besten Zugang zu den Schülern*innen findet.
    Zudem ist eine gute Work-Life-Balance unerlässlich, da nur so sichergestellt ist, dass man sich von Anderen berühren lassen kann. Somit wird es möglich sein, die kleinen Nuancen zu erkennen. Gelingt einem das, dann wird der Lehrberuf einer der schönsten Berufe der Welt sein.

    14. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Ein weiterer Grund den Lehrberuf wertzuschätzen! Der Funke, der überspringt. Ich glaube ohne eigene wahrhaftige Begeisterung für das Vermitteltete ist es fast nicht möglich, diesen Punkt zu erreichen. Denn selbst dann ist es nicht zu garantieren, dass dies geschieht. Das genaue Erspüren und Beobachten, wann und wovon Menschen berührt sind ist zum einen ein genußvoller Moment und zum anderen eine große Hilfe in welche Richtung zukünftige Lehreinheiten für die Zielgruppe interessant und wertvoll gestaltet werden können. Gerade die Tatsache, dass diese Momente überraschend und oft plötzlich als Geschenk an alle passieren hilft sehr, als Lehrperson motiviert und neugierig zu bleiben.

    4. Juli 2018
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  3. VS sagte:

    Wenn der Funke überspringt und ein prägender Moment im Unterricht entsteht, denke ich, weiß jeder Lehrer wieso er diesen Job gewählt hat und ich hoffe, dass ich als angehende Lehrerin diesen auch irgendwann erleben werde.
    Dieser Beitrag hat mich neugierig darauf gemacht.

    6. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Sehr schön formuliert.

    „An kleinen Dingen Freude zu haben, öffnet den Blick für das Große.“ Man sollte sich als Lehrperson öfter mit solchen Gedanken auseinander setzen.

    12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Ich kann den anderen Kommentaren nur zustimmen.
    Der Funke, bzw. die Dankbarkeit und das positive, nonverbale Feedback, das man anhand von der Entwicklung der SuS erhält, ist einer der Gründe, wieso das Lehrersein so unglaublich viel Spaß macht.

    12. September 2018
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  6. Lena Put sagte:

    Es wird so oft im Leben versucht alles durchzurechnen und durchzuplanen. Wie maximiert man den Profit, wie und wann erreiche ich in welcher Zeit das Maximum meiner Leistung … . Leider gehen dabei manchmal die nicht messbaren, unkalkulierbaren, überraschenden Momente verloren, die, wie in anderen Kommentaren erwähnt, den Beruf als Lehrer so attraktiv machen. Demnach stimme ich dem Artikel zu, dass man bereit sein sollte für die unlehrbaren, unplanbaren Momenten im Unterricht, aber auch im Leben. Das schafft wieder mehr Platz für Kreativität, Emotionalität und Menschlichkeit.

    13. Juni 2019
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  7. J. Oppelt sagte:

    „Nehmen Sie sich selbst zurück“
    Etwas was wir viel zu selten im Umgang mit Kindern machen. Oftmals halten wir uns für wichtig, weil wir die Lehrperson sind und doch schon erwachsen sind und sooo viel Lebenserfahrung vorzuweisen haben. Ich wiederhole mich aber es ist doch wichtig, um eine Ebene zu gestalten ,wo die Berührung stattfinden kann, müssen wir uns den Kindern annähern und vor allem denke ich, das es diese Berührung nur geben wird, wenn man Sympathie bei den Kindern weckt.

    20. Juni 2019
    Antworten
  8. Jakoba sagte:

    Lena Puts und J.Oppelts Kommentare finde ich besonders wichtig. Sensibel sein, beobachten und zuhören sind unterschätze Eigenschaften, die man als Lehrkraft auf jeden Fall aufweisen sollte.
    Auch den Kommentar von Amrita C. halte ich für relevant, dass man mit wahrhaftiger Begeisterung für den zu vermittelnden Stoff lehren sollte.

    29. August 2019
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  9. Clarissa B. sagte:

    Ich denke, dass viele Menschen sich hiermit identifizieren können. Es ist wichtig, loszulassen und bereit für das Ungeplante zu sein sowie den Mut zur Lücke wagen und dies auch innerhalb des Unterrichtes zuzulassen.

    17. September 2019
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  10. Marielena Vogt sagte:

    Ihre Gedanken zu dem Thema gefallen mir sehr gut. Nur das von dem wir selbst begeistert sind, Themen für die wir brennen, können wir an andere Menschen weitergeben.
    Der Beruf des Lehrenden ist so vielschichtig. Wir können unsere ganz persönliche Note mit einbringen und die Schüler*innen inspirieren Neues auszuprobieren.
    Die persönliche Weiterentwicklung ist enorm wichtig für jeden Menschen. Wir dürfen nicht aufhören Neues auszuprobieren und ständig zu wachsen.

    28. Oktober 2019
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