Das Unmessbare

Je unmessbarer und für den Verstand unfasslicher eine poetische Produktion, desto besser (Goethe).

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  • Jetzt kommen wir zum Kostbarsten, das die Kunst der Lehre für uns bereithält: das tiefe gemeinsame „Berührt sein“.
  • „Begreifen, was uns ergreift“ (Staiger).
  • Beispiel: Sie führen Ihre Schüler*innen mit geschlossenen Augen aus dem Kiefernwald des Ostseestrandes über die Dünen ans Meer.
  • Erst direkt am Strand werden die Augen geöffnet.
  • Das überraschende Leuchten des Meeres lässt manchen Schülern und Schülerinnen den Atem stocken, einige haben Tränen in den Augen.
  • Vielleicht war das der wichtigste Augenblick der Klassenreise…
  • Aber mit welchen Kriterien wollen Sie das bemessen?
  • Wer war am tiefsten berührt, wer weinte am ehrlichsten?
  • Unter uns gesagt: ich persönlich habe da Kategorien des ehrlichen Empfindens, mit deren Hilfe ich Heucheleien und Sentimentalitäten im Privatleben enttarnen kann, aber das führt hier wirklich zu weit….
  • Für den Umgang mit Schüler*innen bedeutet das wiederum: Beobachten Sie genau.
  • Bemerken Sie Momente, in denen Schüler*innen eine Erkenntnis gewinnen und erleben Sie diesen Augenblick gemeinsam und intensiv.
  • Die Sozialform wird wahrscheinlich das Gespräch sein.
  • Leiten Sie es zurückhaltend und aufmerksam, heben Sie Hierarchien auf, indem Sie sich ehrlich für Meinungsbeiträge interessieren.
  • Sprechen Sie Schüchterne einfühlsam an und zähmen Sie die Dauerredner.
  • Achten Sie darauf, dass nicht nur ein Gesichtspunkt breit getreten wird.
  • Bündeln Sie Beiträge und ziehen Sie ein Zwischenfazit.
  • Wenn Sie dann bereit sind, selbst dazuzulernen und den Wunsch verspüren, sich für die Kommunikation mit der Gruppe zu präzisieren und wenn Sie dann in hoch interessierte Gesichter schauen…
  • …dann ist der Moment gekommen, für den es sich zu lehren lohnt, nein, für den es sich lohnt, zu leben!

 

Bildquelle: Astronomische Uhr am Heilbronner Rathaus

24 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Gute Anregung für einen Ausflug bzw. eine Klassenfahrt. Ich glaube aber, dass auch Schüler*innen, welche beispielsweise keine große Gestik und Mimik zeigen, auch sehr tief berührt sein können. Ich bin auch der Meinung, dass die erlebte Situation, wie bereits erwähnt, besprochen werden muss. Vielleicht gibt es die Gelegenheit bei einem Lagerfeuer über die Situation und die erlebten Gefühle zu sprechen. Zudem ist es unerlässlich, dass man den Schüler*innen die Angst nimmt, über die eigenen Gefühle zu sprechen, da es vielen vielleicht peinlich ist, Emotionen zu artikulieren. Ein sehr positiver Effekt wird sein, dass durch diese Gespräche der Klassenzusammenhalt gestärkt wird.

    14. Mai 2018
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    • Lieber Florian, Zirbe bedankt sich für die klugen Kommentare. Alle sehr sensibel und durchdacht. Und auf dieser Seite findet sich der sehr gute Hinweis, dass sich Emotionalität auch zurückhaltend zeigen kann.

      16. Mai 2018
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  2. Amrita C. sagte:

    Die Exkursion in die Natur, bewegt, berührt, prägt und bietet die Möglichkeit den Umgang mit Emotionen zu erlernen. Ziel soll es also sein die Artikulation der Emotionen und Eindrücke interessiert und doch behutsam zu moderieren. Auch ein Verarbeiten der gemachten Eindrücke in Form von einem selbst gestalteten Bild wäre denkbar. Ruhigeren Schülern wird so die Möglichkeit geboten Eindrücke und Emotionen zunächst nonverbal kreativ darzustellen und dann eventuell den Mut aufzubringen, das eigene Werk zu beschreiben oder auch einfach für sich wirken zu lassen.

    5. Juli 2018
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  3. VS sagte:

    „Begreifen, was uns ergreift“ (Staiger)

    Diese Aussage wiederholte meine Dozentin öfters in eines ihrer Kurse und ich fand ihn sehr aussagekräftig. Wer einen Menschen durch irgendeine Art von Handlung tief berührt zeigt Menschlichkeit und bleibt diesem auch lange im Gedächtnis. Oft haben Schüler und Lehrer ein distanziertes Verhältnis, aber durch solche Ereignisse wie aus dem Beitrag (Überraschung zum Strand mit geschlossenen Augen usw.) können sich diese ändern.

    6. Juli 2018
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  4. David sagte:

    Sehr schöner Beitrag.
    Ich denke auch ganz kleine und eventuell banalere Dinge, wie z.B. das Aha-Erlebnis eines Schülers beim Verstehen einer Formel sollen von der Lehrkraft beoachtet und mit den SchülerInnen reflektiert werden. Solche Momente spenden sowohl den SchülerInnen als auch den Lehrkräften Motivation.

    12. Juli 2018
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  5. Richard.Luft sagte:

    Ich finde, dass ein persönlicher Bezug zu dem Schülerinnen und Schülern sehr wichtig ist. nicht nur als Lehrperson, sondern auch als Ansprechpartner.
    Wenn die SuS dem Lehrer bzw, der Lehrerin vertrauen, und andersherum auch, dann hilft das meiner Meinung nach erheblich in einigen Unterrichtssituationen.
    Es herrscht dadurch keine angespannte Atmosphäre im Klassenraum, sondern ganz im Gegenteil, eher eine lockere und offene Lernumgebung.

    12. September 2018
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  6. J. Oppelt sagte:

    Da sind wir wieder bei dem Berühren der Kinder durch uns. Hier ist es ein Spaziergang zum Meer, es kann aber auch ein Musikstück in einer Oper oder etwa auch ein Theaterstück sein.
    Ich bin der Meinung, dass wir die Kinder eher berühren können, wenn das Hierarchieverhältnis zwischen uns und den Schülerinnen und Schülern nicht so groß ist. Manchmal tut es den Kindern und auch uns ganz gut uns annähernd mit ihnen auf eine Ebene zu begegnen und uns mit ihnen zu unterhalten. Wie viel wir doch von den Kindern lernen können und manchmal hilft es auch sie besser zu verstehen.

    20. Juni 2019
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  7. Lena Put sagte:

    „Begreifen, was uns ergreift“ (Staiger)
    Ein Zitat, was ich in diesem Kontext sehr gut gewählt finde.
    Das, was uns ergreift reizt uns auch immanent mehr dazu es begreifen zu wollen. Nicht umsonst wird man in den Seminaren für Sachunterricht immer dazu angehalten, den SuS Phänomene zu zeigen, die zuerst unerklärbar erscheinen. Sie berühren uns entweder ästhetisch oder weil wir neugierig sind und schließlich versucht man zu begreifen, was dahinter steckt.
    Dieser Fokus auf emotionale, ästhetische neugierige Betroffenheit, sollte auch in anderen Fächern mehr Zuspruch erhalten.
    Warum nicht im Mathematikunterricht mal philosophieren, was es überhaupt mit der 0 auf sich hat oder im Deutschunterricht poetische Texte auf sich wirken lassen …
    Das, was uns ergreift, bleibt. Das sind die Dinge, die noch Jahre nach der Schulzeit präsent im Kopf sind.

    24. Juni 2019
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  8. Jakoba sagte:

    Schöne Idee mit dem Klassenausflug, erinnert mich an ein Projekt (Voir la mer, 2011) von Sophie Calle.
    Außerdem muss ich an meinen Lateinunterricht denken. Nicht dass ich besonders viel von der lateinischen Sprache behalten hätte, doch ich werde niemals den Monolog meines Lateinlehrers vergessen, in dem er uns den Unterschied zwischen Freude und Spaß erklärte. Unvergesslich!!! Er schloss seine Ansprache ab mit den Worten, dass er uns viel Freude in unserem Leben wünsche.

    29. August 2019
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  9. Clarissa B. sagte:

    „…dann ist der Moment gekommen, für den es sich zu lehren lohnt, nein, für den es sich lohnt, zu leben!“

    -> Diese Stelle gefällt mir am meisten!
    Der Lehrberuf bietet viele intensive und knifflige Aufgabenbereiche, die es gilt zu bezwingen im täglichen Berufsablauf. Der Mehrwert, der sich hieraus ergibt, ist jedoch genauso intensiv und bewegend!

    17. September 2019
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  10. Marielena Vogt sagte:

    Ich bin voller Glück wenn ich bei einem Kind den „AH-Moment“ miterlebe. Das strahlen in den Augen und das zufriedene Lächeln. Es ist wunderbar, dass wir in einer Position sind, Kindern beim Lernen zuzuschauen. Ein wirklich sehr schöner Beitrag.
    Am besten gefallen hat mir das Beispiel mit der Klassenfahrt. Vielleicht haben einige der Kinder noch nie zuvor das Meer gesehen. Eine wirklich wunderschöne Vorstellung.
    Klassenfahrten schweißen die Gruppe extrem zusammen und auch für den Lehrenden kann eine Klassenfahrt sehr berührend sein.
    Hier lernen sich Schüler*innen und Lehrer*innen noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Die Hierarchie wird (eventuell) etwas aufgehoben, sodass sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen können.

    Den Beitrag von Florian ist eine sehr passende Ergänzung. Die Vorstellung Momente wie diese am Meer noch einmal Revue passieren zu lassen ist sehr essenziell.

    28. Oktober 2019
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  11. Ule sagte:

    Begreifen was uns ergreift….. Geht das? kann man dieses Gerührtsein tatsächlich in seiner vollen Gänze erfassen???? Ich für meinen Teil Glaube das nicht. Denn da gerade rührt ja der Zauber eines solchen Momentes her… Man steht jedoch am Rande einer tieferen Wahrheit und doch kann man sie nicht ganz wiedergeben. Ähnlich wie der Moment in dem du noch am schwimmen im Wasser bist und erst nass wirst wenn du das Wasser wieder verlässt. Das Nasssein im Wasser ist mir gar unmöglich zu erklären.

    3. Februar 2020
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  12. Katja Walzer sagte:

    Ich stimme Florian da vollkommen zu. Vielleicht lässt sich die Kommunikation jedoch auch durch das Niederschreiben der verzaubernden Momente in bspw. einem Brief ersetzen, wodurch Peinlichkeiten umgangen werden könnten.

    Dennoch ist es eine sehr schöne Grundlage abseits von Leistungserwartungen auch „schwächere“ Schülern die Möglichkeiten zu geben sich zu äußern. Somit können nur wahrhafte, emotionale Momente der Verzauberung „gewertet“ werden.

    4. März 2020
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  13. Casandra Bonowsky sagte:

    Ich denke hierbei geht es auch um Aufrichtigkeit. Sich ehrlich und real zu präsentieren und keine unauthentische Rolle einzunehmen. Die Schüler*innen nicht nur anzusehen, sondern sie „zu sehen“. Dabei Ihre ganz individuelle Art mit Emotionen umzugehen zu erkennen und diese zu wertschätzen. Meiner Meinung nach geht es nicht um „am meisten“. Ich bin kein Freund von schneller, weiter, besser. Das ist eine Lebensweise die mir in unserer Gesellschaft viel zu oft begegnet. Die meist nur Konkurrenz und Neid mit sich bringt und einen rastlos und suchend zurücklässt. Das ist keine Denk- und Lebensweise die ich für erstrebenswert halte. Sondern eher, kann ich berühren, Momente schaffen die berühren und mich immer wieder selbst berühren lassen.

    8. März 2020
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  14. Sandra M. sagte:

    In unserer heutigen Zeit gibt es immer weniger Platz für das, was man nicht sehen, anfassen und begreifen kann. Es gibt zu viel Zwang, die Dinge und das Leben durch Rationalität zu verstehen. Dabei sind wir doch in erster Linie durch das, was wir gemeinsam (ob alleine, jedoch die gleichen Erfahrungen, oder gleichzeitig in einer Gruppe) erleben, verbunden. Einen Raum dafür zu schaffen, in dem man zusammen den gegenwärtigen Moment wirklich erleben kann, ist eine Erfahrung, die alle bereichern kann.
    Besonders wichtig finde ich den Punkt, genau zu beobachten. Wie oft sehen wir den Menschen wirklich? Als Lehrkraft vergisst man leider durch sämtliche Erwartungen von außen häufig die Menschlichkeit. Dass wir nicht nur einen Auftrag haben, den wir erfüllen müssen, sondern trotz allen Verpflichtungen auch mit Menschen, die fühlen, arbeiten und den Tag zusammen verbringen. Genau solche Erlebnisse (wie hier auf der Klassenfahrt beschrieben) in Gemeinschaft zu teilen kann diese Verbundenheit wieder hervorrufen. Vielleicht auch einfach zu wagen, nicht immer die Kontrolle über die Situation zu haben und alles steuern zu müssen, sondern wirklich auf die anderen einzugehen. Das erfordert jedoch auch eine gewisse Offenheit und Ehrlichkeit. Wie sehen Kinder die Welt? Wie unterscheidet sich das von dem, wie ich Situationen erlebe (und vielleicht meine, mehr über diese zu wissen und dadurch Dinge anders sehe)? Vielleicht können genau diese Momente, die wir gemeinsam teilen, uns nicht nur Gemeinschaft schenken, sondern uns auch auch näher zu uns selbst bringen. Kinder sind mehr gelöst von Hintergedanken und Prägungen, die sich wie Filter auf unsere Wahrnehmung legen. Sie sehen die Dinge möglicherweise unverfälscht. Wie schön wäre es, wenn wir die Zeit dafür nehmen würden, diese Momente zuzulassen und gemeinsam darüber zu reflektieren.

    24. März 2020
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  15. Linda K. sagte:

    Tolle Ergänzung von Sandra M. Ich hätte es nicht besser formulieren können. All das beschriebene passt dazu, dass man im „Hier und Jetzt“ leben soll. Das bedeutet: offen sein für diese Momente, genau beobachten und diese Momente mit anderen teilen, gemeinsam erleben.
    Dieser Beitrag macht nochmals deutlich, dass es bei dem Lehrerberuf eindeutig nicht nur ums Lehren und Unterrichten geht, sondern ebenso um die Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden, vielleicht sogar auch die eigene Entwicklung. Wie heißt es so schön? Man lernt nie aus!

    29. März 2020
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  16. Anastasia sagte:

    Der Aha Moment ist sicherlich der wichtigste Moment einer jeden Schullaufbahn- wenn man einmal einen richtigen Aha Moment in zum Beispiel Mathematik hatte und nicht nur stumpf dem Lehrer nachgeredet hat, ist die Motivation natürlich wieder da. Auch bei Herausforderungen in der Zukunft. Das möchte ich auch schaffen, oder besser gesagt eine Atmosphäre und Rahmenbedingungen unter denen das möglich ist.
    Auch wenn so eine Exkursion oder erst recht Klassenfahrt mehr Organisation und Zeit in Anspruch nimmt, werde ich hoffentlich trotzdem die Vorteile erkennen und die Arbeit auf mich nehmen. Denn wer erinnert sich schon an die dritte Stunde an einem Mittwoch September 2012? An eine Klassenfahrt jedoch erinnern sich jedoch fast alle. Interessant wäre sich da in der Erlebnispädagogik fortbilden zu lassen.

    LG Anastasia

    10. April 2020
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  17. Luisa-Sophie W. sagte:

    Auch ich möchte mich den Interpretationen und Anmerkungen von Sandra M. und Linda K. anschließen. Zu viele Menschen blicken zurück in die Vergangenheit oder denken schon über das Morgen nach, ohne sich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Daher empfinde ich den Ausflug ans Meer, als ein treffliches Beispiel für einen Moment des Innehaltens. Ein Moment, in dem Gedanken sowie Emotionen fließen, wie das Wasser des Meeres und sich ein Gefühl von Freiheit einstellt. Solch intensive und gemeinsam, erlebte Augenblicke verbinden. Durch das aufmerksame und sensible Beobachten sowie Wahrnehmen, baut sich ein Verständnis dafür auf, inwiefern wir unsere SchülerInnen bzw. Mitmenschen und deren Emotionen, in gewisser weise ‚lesen‘ können. Wie ich in einem vorangegangen Blogeintrag schon sagte, ist die Bereitschaft selbst dazulernen zu wollen eine – für mich – sehr prägnante Aussage, hierzu finde ich das Zitat:,, Meinungen sind Wegweiser. Ohne die Wegweiser würden wir uns im Leben verirren.“ von Johann Jakob Moser, sehr passend.
    Das ,,Unmessbare“, in meinen Augen wohl ebenso eine Anspielung auf die Schülerbewertung und -benotung unseres Schulsystems, welche sich leider nicht immer einfach gestalten lässt.

    11. April 2020
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  18. Savocha sagte:

    eins der Schönsten Momente bei Unterrichten oder auch in Situationen mit den Schülern, aber auchmit jedem anderen Menschen ist genau das. Etwas was man nicht messen kann, man kann es nur erzählen. Emotionen und Gefühle, Funken und Blitze, eben Unlehrbares beobachten zu können und nicht messbar zu machen, sondern zu etwas Gemeinsamen oder auch nur für einen Selbst. Mit Momenten kann man manchmal auch bei Machos oder Schweigenden etwas bewirken, was mit „normalen“ Unterrichtseinheiten schwer zu schaffen ist. Ein Gespür entwickeln für das Unmessbare, um den Schülern und Schülerinnen zu begegnen, da wo sie sind. In der Schule dreht sich fast alles um Leistung und auch wenn Differenzierung groß geschrieben werden sollte, ist es in vielen Schulen noch lange nicht angekommen. Auch die Schüler haben teilweise großen Druck bestehen zu wollen, gut zu sein oder stempeln sich selbst als schlecht ab, dabei gibt es so viel mehr als die reine Leistung. Wichtig dabei finde ich auch, dass es nicht Ziel ist, dass unmessbare messbar zu machen, sondern zu erkennen, wertzuschätzen und als Möglichkeit, vielleicht sogar als Grundlage der Kommunikation zu nutzen.

    23. April 2020
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  19. Lisa-Sophie R. sagte:

    Ich möchte mich auf den Tipp „beobachten Sie genau“ im Beitrag beziehen, weil ich denke, dass die Beobachtung mit eines der wichtigsten Aufgaben einer Lehrkraft sind. Nur durch das genaue Betrachten einer Situation, einer Unterrichtseinheit oder eines Gespräches aus einer Beobachtungsperspektive können wir als Lehrkraft angemessen auf die SuS eingehen und reagieren, nur dann können wir wirklich begreifen, was die SuS ergreift und auch unsere eigene Perspektive auf die SuS hinterfragen. Dazu eignen sich sicher solche besonderen, nicht alltäglichen Momente wie ein Spaziergang am Meer auf Klassenfahrt, denn wir haben sicher alle schon mal erlebt, dass wir auch unsere eigenen Lehrkräfte auf einer gemeinsamen Klassenfahrt besser und privater kennengelernt haben und sie anschließend auch aus einer anderen Perspektive betrachten konnten.

    19. Mai 2020
    Antworten
  20. Chelsea D. sagte:

    „…heben Sie Hierarchien auf…“ ich glaube das ist es, was man beherrschen will. In den richtigen Momenten die Hierarchien auflösen, um den Kindern auf einer verständnisvollen und persönlichen Ebene zu begegnen. Hierbei spielen auch die Gedanken zum Artikel „Auftreten als Lehrkraft“ mit ein, bei dem der Gedanke auch bereits darin lag, den richtigen Grad zwischen „Freundschaft“ und Autorität zu finden.
    Dass das Auflösen von Hierarchien aber auch mehr erreichen kann, als einfach nur gut mit den Schülern zurecht zu kommen, ist interessant zu bedenken. Man kann darüber hinaus zur Vertrauensperson werden und zu einer Person, dem die Schüler einem den Weg zu ihren Emotionen eröffnen und daran teilhaben lassen. Diese Momente sollte man nutzen, um auch den Kindern etwas zurück zu geben und ihnen aufrichtig zu vermitteln, dass man Interesse an ihnen hat.

    29. Mai 2020
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  21. Vivian B. sagte:

    Oft entstehen diese Momente außerhalb des Klassenraumes, des Schulgebäudes und frei von Leistungsdruck. Ich würde mir wünsche, diese kostbaren Momente auch im Klassenraum zu erleben. Gemeinsam mit meinen SchülerInnen ins staunen zu kommen, „Gänsehaut“ Momente zu schaffen, die zu unvergesslichen Momenten werden. Genau das ist empfinde ich als besonders reizvoll in einem Beruf wie den LehrerInnen-Beruf. Es geht nicht nur darum Wissen zu vermitteln und Kompetenzen zu fördern. Für mich geht es um viel mehr. Ich möchte das sich junge Menschen auch noch als Erwachsene an eine schöne Schulzeit erinnern. Ich möchte nicht nur Lehrerin sein, viel mehr möchte ich eine Wegbegleiterin werden, die neben dem fachlichen auch emotional für die Menschen (SchülerInnen und Eltern) da ist.

    17. Juni 2020
    Antworten
  22. Ina Zarah S. sagte:

    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupéry). Dieses Zitat kam mir schon bei der Überschrift in den Sinn. Schon in eigener Schulzeit endeckte ich die Faszination des Schulfaches Kunst. Noch heute möchte ich meinen Hut vor lehrkräften ziehen, die für Kreativität und Emotionalität gerade in freischaffenden künstlerischen Ausrücken Punkte oder Noten vergeben müssen. Abgesehen von bestehenden Messtäben zur richtigen Ausführung der Aufgabe, würde es mir doch sehr schwer fallen, dieses Unmessbare messbar zu machen. Doch sollte Kunst dies wirklich sein, messbar? Viel gewinnbringender wäre es doch, über das Geschaffene ins Gespräch zu kommen, Authentizität und Echtheit hinter dem zu spüren und über das Produkt zu diskutieren. Nun werde ich kaum das Benotungssystem des Kunstunterrichts kippen können und möchte mir dies auch nicht zumuten. Viel mehr kann ich es mir selbst zur Aufgabe machen, auch im Rahmen meines Unterrichts, besser mit dem Herzen zu sehen und das Unmessbare, gar das Wesentliche zu sehen.

    21. Juni 2020
    Antworten
  23. Katharina Schlögl sagte:

    Sehr schön gesagt! Als Lehrkraft ist es besonders wichtig zu beobachten und danach anschließend zu handeln. Es ist sehr schön zu sehen, wenn die Kinder ihre Aha-Momente haben. Haben sie etwas verstanden, so kommt ein kleines Lächeln zum Vorschein; so ist es bei mir immer! Beim Diskutieren im Unterricht sollte die Lehrkraft alle Kinder berücksichtigen und deren Meinungen akzeptieren. Klassenfahrten dienen nicht nur dazu, dass die Lehrer die Schüler besser kennenlernen, sondern auch dass die Kinder untereinander sich besser kennenlernen und aufeinander achten können. Dort erleben sowohl die Kinder als auch die Lehrer Glücksmomente, die man in Erinnerung behält. Solche Momente kann man nicht messen. Auch im täglichen Unterricht können solche auftreten. Diese sind dann äußerst kostbar !

    9. November 2020
    Antworten

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