Ihr Auftreten als Lehrer*in

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… (Hesse).

Tagore Bild 1. Beitrag

  • Der erste Eindruck ist schon erst einmal der Wichtigste.
  • Treten Sie so souverän und selbstbewusst auf, wie Sie können.
  • Aber keine Angst: Vieles lässt sich auch noch nachträglich verbessern.
  • Seien Sie unverfälscht und warmherzig.
  • Vorsicht: Warmherzigkeit ist nicht zu verwechseln mit Anbiederung oder zu großer Nachgiebigkeit.
  • Seien Sie ausgeschlafen (im Sinne von ‚genug geschlafen haben‘), gut gewaschen und ansprechend gekämmt und gekleidet.
  • Stellen Sie sich den Wecker und frühstücken Sie etwas. Glauben Sie’s mir, Sie sind dann nervenstärker.
  • Sollten Sie rauchen, rauchen Sie eine zu Hause zum Kaffee.
  • Stellen Sie sich nicht vor Unterrichtsbeginn vor das Schulhaus, um schnell noch eine zu ziehen.
  • Es ist so hobbylos, Schüler*innen und Kollegen*innen sehen Sie und sprechen Sie an und: auch Ihre Stimme leidet.
  • Putzen Sie sich morgens die Zähne und begrenzen Sie Ihren Knoblauchkonsum wochentags.
  • Ein guter Rat zuletzt: Ein angenehmer Duft wirkt Wunder!

 

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASanzio_01_Plato_Aristotle.jpg

29 Kommentare

  1. Lämpelchen sagte:

    Anscheinend bekommt man hier auch mal paar Inspirationen, die auf echter Erfahrung beruhen und somit das ergänzen, was sonst so allgemein in der didaktischen Literatur – vermeintlich empirisch belegt – angeboten wird. Bitte weiter so!
    Folgender wichtiger Rat fehlt allerdings:
    Putzen Sie sich morgens die Zähne, besuchen Sie gelegentlich den Zahnarzt und begrenzen Sie Ihren Knoblauchkonsum wochentags.
    Bevor ich die Seiten wechselte, war ich nämlich selbst Schüler und es gab nicht wenig Fälle, in denen ich die angebotene individuelle Hilfestellung verweigern musste, weil die Lehrkraft einfach unerträgliche Gerüche verströmte…

    13. Oktober 2015
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    • Vielen Dank für deinen aufmerksamen Kommentar und den prädestinierten Hinweis zur Mundhygiene! Ich füge diesen gerne meinem Beitrag hinzu…

      29. Oktober 2015
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  2. El Maestro sagte:

    Der Begriff „Warmherzigkeit“ ist ein schöner. Mir fallen dazu einige Lehrer/-innen ein, die mich als Schüler unterrichteten, die ich immer noch verehre auch weil sie mich zum Lernen bewegen konnten.
    Kann man allerdings Warmherzigkeit verordnen? Handelt es sich dabei um eine didaktische Kompetenz, die auch in Prüfungen abgefragt wird?

    27. Oktober 2015
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    • Die Warmherzigkeit ist tatsächlich ein weites Feld, das zu präzisieren wäre. Danke für den Hinweis auf eigene positive Erlebnisse.

      30. Oktober 2015
      Antworten
  3. Schizimm sagte:

    Liebe Sis Pied de la Zirbe,

    dürfen wir noch ergänzen: Seien Sie unverfälscht und warmherzig … und HUMORVOLL … denn genauso genießen wir die wertvollen Einträge, die Sie uns mit auf den Weg geben. Die Schüler und Schülerinnen würden diese Art von Umgang gewiss genauso genießen, wie wir in Ihrem Blog. Vielen Dank!

    16. Dezember 2015
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  4. Tamara sagte:

    Auch wichtig: Nicht mit anderen Lehrkräften über Kinder (in deren Anwesenheit!) sprechen/tuscheln/lästern oder über andere Kollegen erbost und entrüstet sein. Es tut gut, sich mit Meinungen und vorschnellen Schlüssen zurückzuhalten, wie ich finde!

    31. Dezember 2017
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  5. Florian Wa. sagte:

    Sehr gute Tipps, welche sich Lehrpersonen unbedingt zu Herzen nehmen sollten. Ich glaube auch, dass Sport das Selbstbewusstsein stärken kann. Selbstbewusstsein ist sich das A und O in diesem Beruf. Darüber hinaus sollten im Unterricht auch „kleine Abschweifer“ toleriert werden. Denn so macht der Unterricht für Schüler*innen und Lehrer*innen noch mehr Spaß und stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein, da vermutlich gute Rückmeldungen kommen.

    23. Mai 2018
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  6. Amrita C. sagte:

    Lehrpersonen dürfen ihre Rolle als Vorbild in der Tat ernst nehmen. Ein wichtiger Hinweis, das hierzu auch das Verhalten vor und nach dem Unterricht gehört (z.B. Zigarettenkonsum, Körperhygiene, Pünktlichkeit, innerer Wertekompass, …) Hierzu gehört nach meinem Empfinden auch die Fähigkeit eigene Fehler zuzugeben und durch Korrektur zu beheben ohne dies als Schwäche und Unzulänglichkeit zu empfinden. Dieses Verhalten wird gerade von kleinen Schülern sehr, sehr genau beobachtet und im Falle von Sympathie zwischen Lehrperson und Schüler gerne nachgeahmt. Diese Tatsache kann ein Gewinn sein! Auch Jugendliche prüfen das vorgelebte Verhalten insbesondere auf Authentizität. Ist das Verhalten der Lehrperson kongruent zu den an die Schüler gerichteten Verhaltenswünschen wird dies durch Jugendliche mit Respekt belohnt. Tu was Du sagst und das Leben wird leichter!

    1. Juli 2018
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  7. VS sagte:

    Sehr hilfreiche Tipps für Lehrkräfte und angehende LehrerInnen.
    Den Punkt mit der Warmherzigkeit sollten sich auch viele zu Herzen nehmen, da meiner Meinung nach viele Lehrer manchmal vergessen, dass nicht perfekt funktionierende Maschinen vor Ihnen sitzen sondern Kinder/Jugendliche mit Gefühlen.

    4. Juli 2018
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  8. David sagte:

    Sehr hilfreiche und kompakt zusammengefasste Tipps bezüglich dem Auftreten von Lehrkräften. Meine Erfahrungen in den Schulpraktika haben mir gezeigt, dass der erste Eindruck sehr entscheident ist. Aus diesem Grund bereite ich mich vor allem für die erste Stunde in einer Klasse sehr gut vor. Denn je besser ich vorbereitet bin, desto selbstsicherer und weniger nervös trete ich auch auf.

    12. Juli 2018
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  9. Richard.Luft sagte:

    Sehr gute Hinweise für angehende Lehrer und Lehrerinnen. Endlich Mal ein kompletter Blog mit wertvollen Tipps.

    Der Beitrag gefällt mir, da endlich Mal die Fragen beantwortet, die sich viele angehende Lehrer und Lehrerinnen stellen.

    Ich werde den Link zu dem Blog selbstverständlich mit einigen meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen teilen.

    12. September 2018
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  10. Lena Put sagte:

    Sehr allgemeine und für jeden angehenden oder schon ausgebildete/n Lehrer/in umsetzbare Tipps. Am besten finde ich den Hinweis, dass man ‚unverfälscht‘ sein soll. Zwar sollte die Professionalität einer Lehrkraft immer gewahrt bleiben, jedoch ist die Lehrkraft selber und auch selbstverständlich die SuS nur menschlich.
    Meine Erfahrungen als Trainerin haben mir bislang gezeigt, dass Authentizität mit das Wichtigste im Auftreten sein kann. Es bringt nichts, sich einen Unterrichtsstil aneignen zu wollen, der nicht zu einem passt. Man verkrampft, wird selber unzufrieden und dadurch schlecht gelaunt, was dann wiederum die SuS bemerken.
    Desweiteren sollte man von Anfang an konsequent und fair sein. Aus meiner Erfahrung und Einschätzung heraus sogar zu Beginn lieber etwas strenger und konsequenter, damit die SuS direkt wissen worauf sie sich einlassen. Ist man zu Beginn ‚zu locker‘, könnte es passieren, dass die Kinder dies versuchen ‚auszunutzen‘ bzw. zu ihren Gunsten zu nutzen, was denke ich natürlich ist und hier nicht negativ konnotiert sein soll.

    23. April 2019
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  11. J. Oppelt sagte:

    Selbstbewusst vor die Klasse trete. Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, wo ich die Lehrerin nicht ernst nehmen konnte, weil sie unselbstbewusst und total ängstlich vor die Klasse getreten ist. Kinder merken alles. Unsicherheit und Angst sehen sie einem sofort an. Manchmal muss man sich vielleicht auch dazu zwingen selbstbewusst aufzutreten. Man hat viel mehr Wissen als die Schülerinnen und Schüler und viel mehr Lebenserfahrung schon allein deshalb gibt es keinen Grund unselbstbewusst zu sein.
    Eine gute Vorbereitung und ein gutes Selbstgefühl sind sehr wichtig.

    21. Juni 2019
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  12. Jakoba sagte:

    Was für ein Auftritt von Aristoteles und Platon!
    Die Inszenierung Raffaels in dem Fresko „Schule von Athen“ ist sehr dramatisch und zeigt wie signifikant ein erster Auftritt ist. Raffael stellt die beiden wichtigsten Philosophen in den Mittelpunkt des Bildes. Plato, links, zeigt nach oben in den Himmel. Aristoteles, rechts, zeigt mit der flachen Hand vor sich auf die Welt um ihn herum. Die beiden Richtungen, stellen die verschiedenen philosophischen Schulen dar. Plato war der Lehrer von Aristoteles, dennoch haben sie unterschiedliche Ansichten, mit denen sie einander auf Augenhöhe begegnen.Das Bild ist ein Plädoyer für die Auseinandersetzung auf Augenhöhe, zwischen SuS und Lehrkräften und diese Einstellung kann man weder mit einer Parfümflasche aufsprühen (es gibt übrigens kaum etwas schlimmeres als eine Lehrkraft, die zu viel Parfüm benutzt!) noch mit einer Zahnbürste wegputzen, man kann sie nicht vorheucheln. Diese unverzichtbare Einstellung kommt von innen und ohne sie sollte man niemals in den Kontakt mit SuS kommen.

    29. August 2019
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  13. Clarissa B. sagte:

    Kinder haben die Eigenschaft, eine Lehrperson schnell zu durchschauen. Der ständige Wechsel zwischen Lehrkräften ermöglicht es ihnen, direkte Sympathien zu entwickeln. Es ist daher wichtig, so wie hier auf den Punkt gebracht beschrieben, sehr souverän aber nicht aufgesetzt zu erscheinen und aber die Klasse gleichzeitig zu respektieren. Vielen Dank für den Input!

    17. September 2019
    Antworten
  14. Marielena Vogt sagte:

    Beim durchlesen dieses Posts musste ich schelmisch grinsen. Die aufgezählten Dinge sind eigentlich so simpel aber doch sehr essenziell.
    Um einen gelungenen Start in den Tag zu haben, empfehle ich: sich eine Morgenroutine anzueignen. Ihr Tag sollte entspannt und gemütlich starten. 15 Min vor Abfahrt aus dem Bett hinein in die Dusche zu springen und dann auf dem Weg zur Schule in ein Brötchen zu beißen, bewirkt meistens nur Stress.
    Wenn Sie erwachen, bleiben Sie einen Moment im Bett und lassen sich Zeit um richtig wach zu werden. Machen Sie Sport, Meditieren Sie oder führen Sie ein Journal/ Dankbarkeitsbuch und machen Sie sich über Ihre heuten Ziele und Vorsätze bewusst.
    Frühstücken Sie in Ruhe, ohne Handy- ohne Laptop und machen sich gemütlich auf den Weg zur Schule.
    Glauben Sie mir – es wird einen enormen Unterschied machen. Ihre Energie und Toleranzgrenze wird viel höher sein als an einem Tag an dem Sie gehetzt und gestresst zur Arbeit erscheinen.

    23. Oktober 2019
    Antworten
  15. I. Michels sagte:

    Sehr hilfreicher Beitrag. Es ist immer besser gut auf anstehende Situationen vorbereitet zu sein. Ich denke jedoch, dass eins noch fehlt: Man sollte immer sich selbst treu bleiben, sich nicht verstellen oder versuchen Jemand zu sein, der man nicht sein kann. Man hat sich ja nicht ohne Grund diesen Beruf ausgesucht, dann muss man schon selbstbewusst auftreten können. Natürlich hat jeder einmal einen schlechten Tag, aber es wäre schön, wenn man die schlechte Laune wieder mit nach Hause nehmen kann und nicht zu sehr an den Schülern auszulassen. Ein Lehrer sollte immer eine Vorbildfunktion für Schüler sein. Es ist auch menschlich seine Emotionen zu zeigen, dies sollte sich jedoch in Grenzen halten, weil manche Schüler es vielleicht ausnutzen könnten. Auf der anderen Seite ist es auch schön, wenn Kinder sehen, dass Lehrer auch nur Menschen sind. Ich denke ein gesundes Mittelmaß wäre das Beste.
    Einfach morgens mit einem Lächeln aufstehen oder an etwas Schönes denken und dies mit in den Unterricht nehmen :)

    6. März 2020
    Antworten
  16. R. Yumak sagte:

    Vielen Dank für die Tipps. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man durch Stress und zu viel Konzentration auf die Unterrichtsvorbereitung, das Erscheinungsbild vernachlässigt. Jedoch darf man nicht vergessen, dass Kinder sehr aufmerksam sind. Sie beobachten die Lehrer*innen ganz genau. In der Grundschule lassen sich auch viele Kinder von ihren Lehrkräften inspirieren und nehmen sie meistens als Vorbild. Aus diesem Grund haben Lehrkräfte gewollt oder nicht gewollt eine Vorbildfunktion. Es ist eine Verantwortung, was der Lehrerberuf mit sich bringt. Daher sollten Lehrkräfte auch auf manches aufpassen, wie oben erwähnt z.B. auf das Rauchen.
    „Seien sie unverfälscht“- Es dauert nicht lange bis Kinder erkennen, dass die Lehrkräfte sie wirklich vom Herzen anlächeln oder nur so tun. Es kommt dann auch nichts Echtes mehr zurück. Als Lehrer und Lehrerinnen sollte man das Gefühl vermitteln, dass man für den Gegenüber ist und gegen! Unsinnige Machtspiele oder Bloßstellungen mit Einzelnen werden von der ganzen Gruppe wahrgenommen und im schlimmsten Fall übernommen.

    19. März 2020
    Antworten
  17. Anastasia Bolsun sagte:

    Ich schließe mich dem Punkt an, dass man selbstbewusst und sicher auftreten sollte. Dass man nicht stinken sollte und nicht vor der Schule raucht, ist eigentlich selbstverständlich :) Auch würde ich hinzufügen, dass man keine religiösen Zeichen sichtbar am Körper tragen sollte im Sinne der Säkularisierung. Die Kleidung kann nicht zu akademisch aber auch bitte nicht zu „hipp“ sein. Habe schon einige Lehrkräfte gesehen, die offensichtlich noch nicht ganz das Studentenleben hinter sich gelassen haben. Wichtig finde ich bei aller Toleranz auch die körperliche Fitness, wenn es möglich ist. Kinder merken, wenn der Lehrer nur Wasser predigt, nach Unterrichtsschluss aber offensichtlich Cheeseburger lebt. Man muss ja kein Herkules sein, aber vor dem Hintergrund, dass immer mehr Kinder an Übergewicht leiden, sollte man schon auf seine eigne Ernährung achten auch in der Freizeit.
    Die Kinder sehen zu lassen, dass man gestresst ist und deswegen zerzauselte Haare hat, finde ich ebenfalls unprofessionell, auch wenn mir das immer öfter auf der Arbeit in der Schule auffällt. Haare kämmen und in einen Zopf binden, dauert auch nicht zu lange, hält dafür aber den ganzen Tag.

    LG Anastasia

    20. März 2020
    Antworten
  18. Malgorzata K. sagte:

    „Kleider machen Leute“
    Dieser Ansicht war ich schon immer. Immerhin sollen auch Lehrkräfte für die Schülerinnen und Schüler Vorbilder sein. Gut gekleidet und vor allem entsprechend gekleidet zu sein, heißt nicht immer, dass man seinen Status damit zeigen möchte. (Dies sollte auch den Kindern in der Schule vermittelt werden). Als Lehrkraft ist es vor allem sehr wichtig von den Lehrenden ernst genommen zu werden. Ein Lehrer der ständig nur Jogginganzüge trägt und ungepflegt auf der Arbeit erscheint wird es meiner Meinung nach nicht schaffen.
    Es ist selbstverständlich, dass wir keine Roboter sind und auch einen schlechten Tag haben können, aber es liegt auch in unserer Verantwortung gute Arbeit zu leisten, was einem sehr schwer fallen kann, wenn man jeden Tag unausgeschlafen auf der Arbeit erscheint.
    Obwohl diese Tipps sehr leicht klingeln ist es in der heutigen, stressigen Welt für manche mit harter Disziplin verbunden.

    22. März 2020
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  19. Linda K. sagte:

    Simple Punkte, jedoch mit immenser Wichtigkeit für den Beruf!
    Ich finde es erwähnenswert, dass dies so simple, aber bedeutende Richtlinien sind, jedoch aber selten in der Fachliteratur erwähnt werden.
    Viele Punkte beeinflussen sich gegenseitig. Ein gepflegtes Äußeres, genügend Schlaf, sowie gestärkt sein bedingen sowohl den ersten Eindruck, als auch den zweiten.
    Als Lehrkraft hat man, mehr als in den meisten anderen Berufen, eine starke Vorbildfunktion, sodass das optische Erscheinungsbild, sowie das Auftreten einer Lehrkraft von großer Bedeutung ist und gerade für Kinder und Jugendliche sehr prägend sein kann. Meiner Meinung nach gehören diese Punkte auch definitiv zur Lehrkraftprofessionalität, über welcher man sich bewusst sein bzw. werden sollte.
    Am wichtigsten jedoch finde ich die Aussage, dass man vieles auch nachträglich verbessern kann, denn kein Mensch ist von Anfang an perfekt und macht alles richtig. Die Kunst ist, sich zu reflektieren und zu erkennen, dass es Verbesserungsbedarf gibt! Wenn man sich reflektiert, so kann jeder Mensch an sich arbeiten und wachsen.

    24. März 2020
    Antworten
  20. Chelsea D. sagte:

    Eine Anregung, der man, wie ich finde, nicht früh genug begegnen kann.
    Verhaltensweisen, die eigentlich simpel und logisch zusammengefasst und dennoch nicht ganz leicht umzusetzen sind.
    Das richtige Zusammenspiel aus Selbstbewusstsein, Warmherzigkeit und Strenge ist wohl das Ziel und die Erwartungen eines jeden Lehrers, gerade für Berufseinsteiger.
    Schwierig verhält es sich meiner Meinung nach tatsächlich damit, Dinge noch im Nachhinein zu verbessern (in der gleichen Klasse). Möglich ist es bestimmt, immer funktioniert es denke ich nicht, da die Schüler einen manchmal schneller durchschauen können als gedacht. Da ist aus meiner Erfahrung in der Schule ein sehr stabiles Selbstbewusstsein und ein besonders robustes Nervengerüst gefragt.
    Super: auch die Hygiene und das äußere Erscheinungsbild mit in die Diskussion aufzunehmen, da dies in der theoretischen und fachwissenschaftlichen Betrachtung meist untergeht.
    Toller Kommentar und etwas, worin sich jeder Lehrer wiederfinden kann !

    29. März 2020
    Antworten
  21. Savocha sagte:

    Das Wort „Auftreten“ an sich kann ja schon auf so unterschiedliche Weise betrachtet werden, so dass man anhand der sehr ausführlichen und gut strukturierten Anleitung zum Auftreten eines Lehrers die wichtigsten Merkmale herauslesen kann. Ruhe bewahren, Gelassenheit behalten und aber auch Interesse an jedem Einzelnen haben, ohne sich dabei in Gesprächen, Diskussionen oder Ähnlichen zu verlieren ( den richtigen Mundgeruch vorausgesetzt). So kann man sicherlich auch verschlossene Türen von dem ein oder anderem Schüler „Auftreten“. Mit Blick auf das Gedicht, finde ich es mehr als passend. Denn wir alle beschreiten unseren Lebensweg unweigerlich, auf die eine oder andere Weise. Wie schön, dass wir uns immer wieder reflektieren, verändern oder Ansichten und Handlungen erneuern und morgen neu beginnen können. ( Wozu sicherlich neben den Möglichkeiten des morgendlichen Zähneputzens, auch Veränderungen in der Klasse gehören). Menschen machen Fehler und dazu zählen eben auch wir Lehrer. Dazu stehen und sich verändern ist das Zauberwort. Denn: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Treten wir auf, als Zauberer unseres Selbst und für unsere Schüler. Und mal ehrlich, welcher Zauberer riecht nicht nach Zuckerwatte?

    3. April 2020
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  22. Luisa-Sophie W. sagte:

    Ein schönes Zitat, von William Shakespeare, welches mir sofort in den Sinn kam: „Die ganze Welt ist Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab.“ Schulen haben sich von einer Einrichtung der reinen Wissensvermittlung, zu einer Institution der Sozialformung und -entwicklung junger Menschen entwickelt. Deshalb wünschen sich Lehramtsstudierende oder angehende LehrerInnen oftmals eine realistische und lebensnahe Anleitung mit dem Titel: „Wie verhalte ich mich als LehrerIn wenn…“. Dieser Beitrag liefert eine bereichernde und zugleich simple Umsetzung, welche in der Fachliteratur meist ausbleibt. Als kleinen Exkurs sehe ich persönlich, einen signifikanten Zusammenhang zur soziologischen Rollentheorie sowie zum Ansatz des Impression Managements, von Ervin Goffman. Dabei geht es um eine sogenannte „Eindrucksmanipulation“, durch bewusst gesteuerte Handlungs- und Verhaltensweisen. Wer darüber mehr erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch von Goffman: „Wir alle spielen Theater – Die Selbstdarstellung im Alltag“. D.h. wir haben die Möglichkeit, den Eindruck einer bestimmten Rollenübernahme (wie z.B. die der Vorbildfunktion) gegenüber SchülerInnen hervorzurufen. Inwiefern diese als gültig oder anerkannt betrachtet wird, hängt von der (Selbst-)Darstellung und Überzeugung der Rolle ab. Gerade Kinder haben das Talent, Menschen schnell zu durchschauen, daher kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen, dass Lehrkräfte authentisch, humorvoll, gepflegt sowie konsequent erscheinen sollten. Letztlich ist die Professionalität – in Form des professionellen Handelns, der professionellen Nähe sowie Distanz – ein weiter Aspekt, welcher unerlässlich für die berufliche Lehrerrolle ist.

    8. April 2020
    Antworten
  23. Vivian B. sagte:

    Meiner Meinung nach sind das nicht nur Dinge die LehrerInnen einhalten sollten, vielmehr trifft es auf jede Berufsgruppe zu. Ganz dem Motto „der erste Eindruck zählt“ ist das Auftreten sehr wichtig. Ein gepflegtes Äußeres gehört definitiv dazu. Die Lehrkraft sollte als Vorbild funktionieren und ich dieser Rolle bewusst sein, dazu gehören neben dem Verhalten natürlich auch das Auftreten. Es gibt nicht darum die teuersten und „schönsten“ Kleider z tragen, vielmehr geht es um ein gepflegtes und angenehmes Erscheinungsbild.

    5. Mai 2020
    Antworten
  24. Ina Zarah S. sagte:

    Schon seit geraumer Zeit ist aus der psychologischen Forschung bekannt, dass die ersten Sekunden eines neuen Zusammentreffens oft maßgeblich für die Entwicklung der folgenden Beziehung, zwischenmenschliche Empathie und Sympathie ist. Hier im ersten Kontakt von Lehrkraft und Schüler*in wichtige Grundbausteine gelegt, die sich nicht nur auf soziale und kommunikative Aspekte des Lehrer-Schüler-Verhältnisses auswirken, sondern viel mehr auch Einfluss auf Motivation und schulischen Erfolg haben können. Daher erscheinen mir die hier genannten Tipps durchweg sinnvoll und wichtig, vor allem für angehende Lehrkräfte, die sich oft Gedanken um ihr Auftreten machen. Besonders unterstreichen möchte ich hier den Aspekt des Ausschlafens und Frühstückens, der im ersten Moment vielleicht eher belächelt wird, aber jeden Tag neu bestimmend für den Erfolg des Schultages ist.
    Ergänzen würde ich hier aus meiner eigenen bisher erworbenen Lehrerfahrung und meiner zurückliegenden Schulerfahrung den Vorteil eigener Prinzipien und Verhaltensweisen. Damit meine ich hier kein Regelwerk im engen Sinne und auch keine „Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“_Einstellung, sondern viel mehr Prinzipien im eigenen Lehrverhalten und Umgang, auf die sich auch Schüler*innen verlassen können und durch die es nicht zustande kommen sollte, dass sich ein wechselhaftes Verhalten bezüglich Regeln oder auch Sanktionen einstellt. So können Schüler*innen wissen, welche Prinzipien im jeweiligen Unterricht bedeuten sind und auch welche Reaktion die Lehrkraft in Situationen des Verstoßes im Regelfall aufzeigt.
    Vielen Dank für diesen Input, der wohl ausgedruckt in einigen Lehrerzimmern durchaus hilfreich wäre, um den ein oder anderen zur Selbstreflexion anzuregen!

    2. Juni 2020
    Antworten
  25. Sebnem Yener sagte:

    Ist das nicht das schönste, vor allem als Berufseinsteiger/in von der Klasse angenommen bzw. respektiert zu werden? Damit das gelingen kann, ist der erste Eindruck, den man gibt das aller wichtigste. Und das kann man erreichen, indem man Warmherzig den Schülerinnen und Schülern gegenüber ist und ein angenehmes Erscheinungsbild hat.

    17. August 2020
    Antworten
  26. Katharina Schlögl sagte:

    Das sind sehr gute Tipps, die eine angehende Lehrerin beherzigen sollte. Die Lehrkraft sollte nicht nur warmherzig sein, sondern sie sollte ihren Unterricht kompetent und gewissenhaft vorbereiten. Es stimmt dass, das gepflegte Aussehen eine sehr wichtige Rolle spielt, sowie auch vor dem Unterricht die Zähne gründlich geputzt zu haben. Dies sind alles wichtige Tipps, die jeder Lehrer beherzigen und auch umsetzen sollte. Ich arbeite bereits als Vertretungslehrerin in Neukölln in einer Brennpunktgrundschule und kann nur beipflichten vorher zu Hause gefrühstückt zu haben, weil die Lehrkräfte in den Pausen meistens gar nicht mehr dazu kommen um etwas zu essen, weil sie entweder kopieren, Elterngespräche führen oder Streitereien schlichten müssen. Unbedingt wichtig ist es, dass der Lehrer selber Spaß beim Unterrichten hat und die Kinder so akzeptiert, wie sie sind .

    25. Oktober 2020
    Antworten

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