Ein Unterrichtsbeispiel

„Schläft ein Lied in allen Dingen…“ (Eichendorff).

08_wuenschelrute

Wünschelrute

 

Schläft ein Lied in allen Dingen,

Die da träumen fort und fort,

Und die Welt hebt an zu singen,

Triffst du nur das Zauberwort.

Texterschließung und Weltverstehen

Für die Erschließung dieses romantischen Vierzeilers möchte ich folgende methodische Vorgehensweise anbieten:

Zuerst lesen die Schüler*innen nur 2 Begriffe, ohne das Gedicht zu kennen:

Dinge und Träume.

Sie erhalten die Aufgabe, diese in Beziehung zueinander zu setzen und werden antworten, dass man von Dingen träumen kann, von Gegenständen oder Tageserlebnissen (Vorgängen). Stellt man ihnen die Frage, ob nicht auch der umgekehrte Fall denkbar wäre, nämlich der, dass die Dinge selbst Träume haben, dann reagieren sie oft ungläubig. Genau das ist aber Eichendorffs Botschaft. Wenn wir dann einige Gegenstände im Klassenraum betrachten wie z. B. Tafel und Kreide, oder den Baum vor dem Fenster, ordnen die Kinder ihnen rasch und unkompliziert Träume zu. Die Kreide möchte niemals verbraucht, die Tafel gut gewischt werden. Der Baum möchte je nach Jahreszeit Blätter bekommen oder gegossen werden oder spielende Kinder behüten. Die Imagination ist grenzenlos.

Nun präsentiere ich die ersten 2 Zeilen und frage danach, was der Dichter behauptet.

  Schläft ein Lied in allen Dingen,

  Die da träumen fort und fort,

Die Schüler*innen stellen fest, dass Eichendorff der Meinung ist, dass es tatsächlich die Dinge sind, die träumen. Der Begriff Lied müsste geklärt werden und dann nehmen wir den Dichter beim Wort. Ich verteile Dinge und zwar viele verschiedene. Märchenhafte, wie einen goldenen Schlüssel, aber auch Schraubenzieher und Büroklammer. Denn es ist ja von „allen Dingen“ die Rede, nicht nur von romantischen. Die Schüler*innen erhalten eine Schreibaufgabe. Sie versetzen sich in „ihr Ding“ und schreiben in der Ich-Form dessen Träume auf.

Beispiele:

„Ich bin ein Schraubenzieher und möchte mich nützlich machen. Aber immer, wenn ich einen Fehler mache, werde ich angeschrien. Dabei möchte ich es lernen, sauber und glatt eine Schraube reinzudrehen.“

(Gina, 4. Klasse)

„Ich bin ein goldener Schlüssel, aber ich stelle Aufgaben. Wenn ein Angeber mich nimmt, kriegt er die Tür nicht auf. Erst muss er seine Fehler zugeben.“

(Yunus, 4. Klasse)

Bei der Auswertung der Texte stellen wir fest, dass es möglich ist, den Dingen einen „Traum“ zu geben und diesen Traum mit eigener Weltwahrnehmung zu füllen. Man muss nur dazu bereit sein.

Jetzt wenden wir uns dem zweiten Verspaar zu. Ohne es zu kennen, lesen die Schüler nur den Begriff „Welt“.

Die Frage an sie lautet, ob sich denn die Welt verändert, wenn alle Dinge von etwas träumen. Schon zu Beginn des Unterrichts haben wir festgestellt, dass sich unsere Wahrnehmung von der Kreide, die nicht schrumpfen will, verändert hat. Wir haben sie angeschaut, sie hat jetzt für uns eine Bedeutung. Die Welt wird bunter durch die träumenden Dinge oder wichtiger, das sind typische Inhalte von Schüleräußerungen. Und die Anschlussfrage wird durch das Lesen des einzigen Wortes „Du“ inszeniert.

Was musst du tun, damit die Träume der Dinge entdeckt werden?

Nun ist Zeit, für die Aufdeckung des 2. Verspaares:

     Und die Welt hebt an zu singen,

     Triffst du nur das Zauberwort.

In einer fast philosophischen Diskussion kann jetzt der 2. Teil des Gedichtes erschlossen und der gesamte Vierzeiler rückwärts lesend verstanden werden. Wenn du das Zauberwort triffst und die Phantasie hast, die Dinge zum Leben zu erwecken, dann fängt die Welt an zu singen und wird interessanter.

Den Abschluss dieser Doppelstunde bildet die Begriffserklärung „Wünschelrute“ und deren Bedeutung für den Text.

 

 

Bildquelle: http://www.julianeheise.de/docs/germanbanyan_dt.html

140 Kommentare

  1. Florian Wa. sagte:

    Sehr gutes Beispiel mit Praxisbezug. An den Universitäten wird heutzutage oft sehr trockene Fachliteratur behandelt wie Unterricht aufgebaut sein kann, teilweise ohne wirklichen Praxisbezug.

    Darüber hinaus ist es wunderbar, die Fantasie der SuS zu beflügeln. Kinder verlieren diese oft, durch einen zu strikten Schulalltag bzw. durch ständigen Frontalunterricht. Weiters stellen die modernen Medien ein zunehmendes Problem dar. Die SuS müssen zuhause nicht mehr ihren Kopf anstrengen, da sie sich mit Computer, Handy und Tablet beschäftigen. Daher ist es als Pädagoge*innen sehr wichtig, die SuS in diesem Bereich zu fördern und zu unterstützen. Gerade in den ersten Jahren der Grundschule ist diese Förderung unabdingbar.
    Zudem wird mit dieser Unterrichtssequenz die Empathie gefördert. Kindern fällt es somit leichter sich in Menschen und Dinge hineinzuversetzen. Hier kann auch Umweltbewusstsein gebildet werden. Gerade wenn es um Pflanzen, Blumen und andere Dinge geht.

    3. Mai 2018
    Antworten
    • fry sagte:

      Ich stimme deinem Beitrag zu; es wirkt in der Uni häufig so als ob wir Student*innen nur mit trockener Fachliteratur gefüttert werden. Ich glaube, um dem etwas entgegen zu stellen, müssen wir in Eigeninitiative an die Schulen gehen und uns mit der fehlenden Praxis vertraut machen.
      Zum Unterrichtsbeispiel möchte ich erst einmal meinen Dank aussprechen. Ich habe noch nicht so viel Praxis Erfahrung und gehe da vielleicht etwa blauäugig ran, nach dem Moto „wird schon klappen“. Was mir besonders auffällt, ist dass mit wenigen Worten, wie „Nun präsentiere ich die ersten 2 Zeilen und frage danach, was der Dichter behauptet.“ Schon ein Arbeitsauftrag da ist. Kurz, knapp und präzise. Ich glaube, dass ich noch viel zu viele Worte benutzen würde und so die Aufgabe unklar wird. Des Weiteren bin ich durch die letzten Deutsch-Seminare auch dahingehend angesteckt worden mich der klassischen und antiken Texte mehr zu öffnen und diese auch den jungen Lernenden zugänglich zu machen.

      20. Juli 2018
      Antworten
    • Jenny N. sagte:

      Ich stimme deiner Sichtweise vollkommen zu und möchte gerne auf den Aspekt der modernen Medien und dessen Einfluss auf die Phantasie in de Schule etwas genauer eingehen.
      Kinder gucken Filme, spielen Videospiele und Spiele auf dem Handy. Egal wie bunt und ausgefallen die Figuren dargestellt werden, sind sie dennoch nicht von einem Kind selbstständig durch Phantasie entstanden. Es wird ihnen vorgelegt. Während meines Praktikums malten und spielten Kinder Figuren aus einem Videospiel nach oder eine TV-Serie, aber nicht aus einem Text der in der Schule gelesen wurde über einen netten Hasen oder ähnliches.
      Mit dieser sehr beeindruckenden und super einfach gehaltenen Unterrichtsgestaltung wurden die SuS durch die Kombination der Wörter Träume und Dinge angeregt phantasievolle Zusammenhänge darzustellen. Ein einfaches „Ding“ wie ein goldener Schlüssel erhielten Träume, die eine Art Erwartung oder Wunsch waren. Die Kinder haben es geschafft an einem kleinen einfachen Ding Interesse zu bekommen. Dies sollte vor allem in der Grundschulzeit wieder häufiger vorkommen, damit solche hervorragenden Unterrichtsbeispiele, wie das oben stehende, wieder besser funktionieren können.

      29. Oktober 2020
      Antworten
      • Anne Finke sagte:

        Auch ich möchte mich der Meinung anschließen, dass es gar nicht genug Praxisbeispiele geben kann. Vor allem diese Unterrichtseinheit hätte sicher in Präsenz in einem Seminarraum auch mit Studenten sehr viel Freud egemacht und auch die Kreativität und die eigene, innere Fantasie der Erwachsenen wieder angeregt.
        Sich auf diese Weise einem Thema zu nähern, eröffnet einem selbst viele innere Türen, wodurch man wiederum auch offener für die Blickweisen und Idee der Kinder werden kann.
        Allerdings ist mir auch wichtig, zu betonen, dass die modernen Medien kein Teufelszeug sind. Die Figuren können genauso gut für kreative Spielgrundlagen herhalten, wie andere. Vielleicht lassen sich manche von ihnen auch zu ähnlich anregenden Unterrichtseinheiten erweitern.
        So oder so: Den Kindern die Möglichkeiten ihrer eigene Welt zu eröffnen, ist etwas, was mir schon als Erzieherin sehr viel Spaß macht. Durch solche Unterrichtsbeispiele habe ich auch wieder mehr das Gefühl, dass mir als Lehrkraft nicht der persönliche Bezug zu den Kindern verloren gehen muss.

        3. August 2021
        Antworten
    • Melina Feist sagte:

      Ich stimme dir zu. Kindern wird die Phantasie oftmals schnell entzogen, da ihnen Vorgaben von richtig oder falsch gemacht werden. Selbst in kreativen Prozessen erlebe ich es häufig, dass Kindern in ihre Arbeit reingefuscht wird, da sie nicht „schön“ genug ist und man diese noch verbessern kann. Aus diesem Grund finde ich dieses Praxisbeispiel hervorragend für den Unterricht. Es gibt keine Vorschriften und das Ding kann nach eigenen Vorstellungen zum leben erweckt werden. Man könnte sogar soweit gehen, dass die Kinder sich wirklich mit ihrem Ding identifizieren können und vielleicht spricht da das ein oder andere Kind von seinen eigenen Träumen und vermittelt diese durch das Ding. Ich bin eine große Befürworterin für den Praxisbezug und die freie Entfaltung, der wie mehrere Komilitonen schon erwähnt haben, einfach immer viel zu kurz kommt. Wir brauchen Dozent*innen mit Erfahrungen, die uns Praxisbeispiele nennen können. Wir wollen keine Lösung für ein Problem, sondern einen Ansatz, den wir für uns selbst modifizieren können.

      25. August 2021
      Antworten
      • Julie Arsand sagte:

        Deine Beobachtung, dass Kinder durch die Wertung ihrer kreativer Arbeit in „richtig/schön“ und „falsch/unschön“ in ihrem kreativen Enfaltungsprozess Einschränkung erfahren, teile ich mit dir. Ich finde als Lehrperson ist es unser Privileg Lernenden beim beflügeln ihres Geistes beizustehen. Sprache ist in diesem Zusammenhang für mich eine der vielen Federn in den Schwingen unserer Persönlichkeit, die den Auftrieb in Form von unterschiedlichsten Impulsen nutzen kann, um ungeahnte Orte des Bewusstseins zu entdecken. Genauso wie wir jungen Lernenden beistehen wollen, benötigen wir umgekehrt die Unterstützung erfahrender Zugvögel des Lehrens, die uns verschiedenste Impulse eröffnen. Ich nehme dieses Unterrichtsbeispiel als einen erfrischenden Impuls der Unterrichtsgestaltung wahr und fühle mich angeregt und gespannt in der Praxis zu erproben. Aus einer konstruktivistischen Sicht der Erschließung der subjektiven Umwelt, werden im genannten Unterrichtsbespiel Theorie und Praxis des Konstruktivismus vereint. Diese Form der aktiv forschenden, teilhabenden Didaktik wünsche ich mir für mein Studium und meinen weitergehenden Weg als Lehrkraft.

        31. August 2021
        Antworten
      • Lara-Sophie K. sagte:

        Ich möchte mich dir ebenfalls anschließen und stimme deiner Meinung zu. Gerade in der Grundschule lernen Kinder viele neue Dinge und sie bekommen täglich neuen Input den sie kreativ verarbeiten müssen. Oft werden ihnen jedoch von der Insitution Schule oder von den Lehrkräften Grenzen gesetzt, die ihnen verbieten, weiter und über den Tellerrand zu denken und kreative Ideen und Denkweisen zu entfalten. Oft kommen Kinder auf ganz andere Ideen als Erwachsene, ihre Fantasie ist noch viel blühender doch wenn der Lösungsansatz nicht in das Konzept der Lehrkraft passt ist es schnell „falsch“ oder nicht „schön“ genug. Gerade in diesem Praxisbeispiel sieht man, wie kreativ die Schüler*innen sind und obwohl sie zunächst keinen konkreten Ansatz für die Aufgabe haben, entwickeln sie doch schnell tolle Ideen und arbeiten selbständig an ihren Gedanken. Diese neuen Ansätze können zudem auch Denkanstöße für die Lehrkraft sein und öffnen neue Türen zu anderen Sichtweisen.

        4. September 2021
        Antworten
      • Smirnova Polina sagte:

        Ich finde du hast absolut recht, dass wir Dozent*innen mit Erfahrungen brauchen, die uns anhand von Beispielen zeigen können wie man kreatives Denken bei Kindern anregen kann. Ich finde es auch sehr schade, dass aktuell eher sehr monoton unterrichtet wird, also dass einfach der Rahmenlehrplan abgearbeitet wird. Jedoch da ich selber so unterrichtet wurde kann ich mir wenig unter „kreativem Unterricht“ vorstellen. Ich denke so ein kreatives Unterrichtskonzept, wie in dem Beispiel gezeigt würde vielen vor allem jungen SuS sehr viel Spaß bereiten. Bei älteren, pubertierenden kann ich mir jedoch vorstellen, dass sie sich über eine derartige Aufgabe lustig machen und die Aufgabe nicht ernst nehmen würden.

        16. Oktober 2021
        Antworten
    • Paula Schreiner sagte:

      Deinem Beitrag stimme ich zu. In diesem Unterrichtsbeispiel bekommen die Kinder die Möglichkeit selbstständig zu überlegen und können dabei ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Sobald die Kinder die Möglichkeit bekommen, eigene Ideen und Gedanken zu verfolgen, entstehen ganz neue Ansätze, die möglicherweise auch für die Lehrkraft eine neue Betrachtungsweise eröffnen. In der Schule werden die Lösungsansätze der Kinder häufig mit richtig oder falsch bewertet. Auch in ihrer Freizeit haben die Kinder mittlerweile häufig nicht mehr die Möglichkeit ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, da die modernen Medien einen immer größeren Platz im Alltag der Kinder einnehmen. Mit diesem Unterrichtsbeispiel wird sogar eine gewissen Phantasie von den Kindern gefordert. Besonders interessant finde ich noch den Gedanken, dass in den Kinder möglicherweise das Interesse über Dinge und ihre Träume bereits schlummert, sie aber noch nicht die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit diesen Gedanken erhalten haben. Durch dieses Unterrichtsbeispiel bekommen die Kinder bereits in der Grundschule die Möglichkeit phantasievolle Zusammenhänge herzustellen.

      31. August 2021
      Antworten
  2. Amrita C. sagte:

    Dieser Unterrichtsentwurf zeigt deutlich wie anregend, spannend und verwundernd unterricht sein kann und sollte. Das Erkennen, Wahrnehmen, Hinterfragen und Überprüfen der eigenen Sichtweise und inneren Haltung ist in meinen Augen ein sehr wichtiger Schritt für lebenslange Entwicklung eines Individuums. Mit der Verwunderung über ein Phänomen oder eine unbekannte Sichtweise beginnt diese Entwicklung. Dieses Unterrichtsbeispiel verdeutlicht wie das Erlernen von sozialen Fähigkeiten, in diesem Fall das Hineinversetzen in die Gedanken- und Empfindungswelt eines zunächst wenig interessanten Gegenstandes wie z.B. einer Büroklammer, mit dem Erschließen eines Gedichts verknüpft werden kann. Das Herausbilden und trainieren sozialer Kompetenzen, in diesem Fall Empathieschulung, im Rahmen der Schule ist hoch erstrebenswert. Ein wunderbarer Entwurf, der Lust auf Nachahmung macht!

    30. Mai 2018
    Antworten
    • Katharina Schorn sagte:

      Ich möchte mich der Meinung meiner Vorrednerin sehr gerne anschließen. Mich hat auch am meisten die Entdeckung, welche die Kinder machen konnten, fasziniert. Ein banaler Gegenstand, dem plötzlich eine große Geschichte oder Emotionalität zuteilwerden kann. Besonders Kinder, die teilweise noch eine andere Vorstellung besitzen als die Erwachsenen, können sich bei dieser Aufgabe kreativ ausleben. Zugleich gefällt mir der Überraschungsmoment sehr gut, bei dem die Kinder lernen mal querzudenken. So gut wie nie wird man in Schulbüchern oder Arbeitsheften so eine Aufgabe finden, denn leider stehen freie Aufgaben selten auf dem Programm. Meistens fehlt es an Zeit oder auch an Mut solche Aufgaben zu stellen. Dabei sind emotionale und soziale Entwicklung ein hohes Gut in der Schule, da dies besonders wichtig ist für das Heranwachsen zu einem eigenständigen Individuum. Ich möchte mich sehr herzlich Bedanken für dieses inspirierende Unterrichtsbeispiel, das viel Lust auf einen eigenen Praxisversuch macht. Gleichzeitig lädt es auch mich zum Träumen ein und hilft mir persönlich (hoffentlich) später dabei ähnlich kreative Unterrichtsbeispiel zu konzipieren.

      1. September 2021
      Antworten
    • Asja Kazachkova sagte:

      Ich schließe mich deiner Meinung an, Unterricht kann und sollte spannend und vor allem spaßig für Kinder sein. Ich würde behaupten, dass die meisten Kinder Langeweile und Anstrengung vielleicht sogar Angst mit Unterricht verbinden. Kein Kind sollte Unterricht mit etwas negativem assoziieren, deshalb sollte es unser aller Ziel sein das beste aus jeder Unterrichtseinheit rauszuholen. Der Beitrag ist ein tolles Beispiel für eine gelungene Unterrichtseinheit, da die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und gleichzeitig gebildet werden, indem sie lernen sich in einen Gegenstand hineinzuversetzen.

      11. Oktober 2021
      Antworten
  3. VS sagte:

    Ein schöner Unterrichtsbeispiel mit einem interessanten Praxisbezug.
    Fantasievoll und lehrreich zugleich. Ich werde mir diesen Beitrag zu Herzen nehmen und versuchen irgendwann mit meinen Schüler*innen genau so zu arbeiten, da sie dadurch vllt. lernen sich in andere Menschen/Umwelt besser hineinzuversetzen und diese zu verstehen.

    6. Juli 2018
    Antworten
  4. David sagte:

    Ein sehr schönes Unterrichtsbeispiel. Ich freue mich darauf dieses Unterrichtsbeispiel auszuprobieren.

    Es regt die Phantasie an und Kinder lernen andere Perspektiven einzunehmen. Wie bereits VS sagte lernen die Kinder dabei Menschen und ihre Umwelt besser zu verstehen und sich besser in sie hineinversetzen zu können.

    12. Juli 2018
    Antworten
  5. Richard.Luft sagte:

    Dies ist meiner Meinung nach ein sehr gut gelungenes Praxisbeispiel.
    Es fördert die Kreativität der Schülerinnen und Schüler, deren Sprachgebrauch im Unterricht und höchstwahrscheinlich auch die soziale Kompetenz durch gemeinsames philosophieren über verschiedene Thematiken.

    12. September 2018
    Antworten
  6. Lena Put sagte:

    Ein wirklich schönes Beispiel! Mich würde dabei tatsächlich interessieren, wie SuS aus verschiedenen Klassenstufen und Bezirken die einzelnen Fragen beantworten. Sind jüngere Kinder tendenziell kreativer, da sie noch nicht so sehr von der Gesellschaft geformt sind ? Ist die Beantwortung der Fragen und das gemeinsame philosophieren nicht besonders abhängig vom Wortschatz der Kinder? Was, wenn der Wortschatz ungenügend groß ist? Wie hilft man Kindern ihre Gedanken zu formulieren, wenn Wörter fehlen etc.

    13. Juni 2019
    Antworten
    • Jessica Özer sagte:

      Liebe Lena, ich bin beeindruckt von Deiner Sichtweise. Du stellst Fragen, die zu hinterfragen sehr lohnenswert sind.
      Es ist auch für mich spannend zu erfahren, ob und in wie weit sich die Sichtweise der Kinder durch die soziale Prägung und das Alter/die Entwicklung unterscheidet.
      Das oben beschriebene Unterrichtsbeispiel bietet auf jeden Fall Raum zur Ausgestaltung. Es zeigt, dass es vielseitig einsetzbar ist und die Lehrkraft auch auf unterschiedlichen Ebenen mit den Schüler*innen arbeiten kann.

      13. September 2021
      Antworten
  7. J. Oppelt sagte:

    Träumen und Phantasie haben wird in unserer Gesellschaft doch sehr verpönt manchmal. Man ist verrückt oder ähnliches, sagen die Leute. Ich finde die Vorstellung, das jedes Ding eigene Träume hat eine sehr schöne Vorstellung. Mit dieser Herangehensweise und auch mit dem ganzen Unterrichtsbeispiel dürfen die Kinder ihrer Phantasie wieder freien Lauf lassen und kriegen ein ganz anderes neues Bewusstsein für ihre Umgebung.
    Die Frage, die sich mir immer wieder stellt ist, ob wir nicht alle phantasiereicher sein sollten und vor allem, ob wir den Kindern gerade im Unterrichtsfach Deutsch mehr Phantasie „erlauben“ sollte..

    Abschließen möchte ich mit einem zutreffenden Zitat von Thomas Mann: „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen“

    20. Juni 2019
    Antworten
  8. Jakoba sagte:

    Tolle Idee auch dass nicht nur märchenhafte, sondern auch alltägliche Objekte für den Schreibauftrag genutzt werden. Die Beispiele des Schreibauftrages sind auch fantastisch!

    Lena Puts Fragen sind auch sehr interessant!
    und J. Oppelts Thomas Mann Zitat ist sehr treffend!
    Vielen Dank!!

    29. August 2019
    Antworten
  9. Clarissa B. sagte:

    Ich finde es ist traurig, wie wir junge Menschen formen, nach den Richtlinien anderer. Die Menschlichkeit und das Individuum sollte besser gefördert werden. Oft wurde mir in der Schule gesagt, wir sein hier um Fehler zu machen und um sie dann besser zu machen und daran zu wachsen. Richtig ernsthaft vermittelt wurde mir das jedoch nie nach dieser Aussage. Es kam mir immer vor, Fehler zu machen sei doch etwas Falsches und es dürfte eigentlich nicht sein. In der Schule, vor allem bei jungen SchülerInnen, sollte die Bildung eigener Persönlichkeit im Vordergrund stehen und nicht der Zwang der Bildungsvorschriften für jedes Kind im gleichen Rahmen und in der gleichen Art und Weise. Vielen Dank für den Input, sehr Inspirierend und hoffentlich die Information, welche noch viel mehr Menschen erreichen wird.

    2. September 2019
    Antworten
  10. Marielena Vogt sagte:

    Ein hervorragendes Unterrichtsbeispiel. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie viel Spaß und Freude diese Unterrichtseinheit mit sich bringt. Beim Lesen kamen mir so viele Ideen zu dem Thema wovon Dinge träumen könnten.
    Wäre jede einzelne Unterrichtsstunde so geplant wäre dies grandios. Die SuS können gar nicht anders als sich ihrer Phantasie voll und ganz hinzugeben.
    Leider verlernen Menschen im Laufe ihres Leben zu träumen und sich ihren Phantasien hinzugeben. Dabei ist es so wundervoll in andere Welten einzutauchen. Mir liegt sehr viel daran Kinder darin zu fördern ihre Phantasie spielen zu lassen. Diese Unterrichtsstunde eignet sich sehr gut dazu. Vielen Dank für dieses Beispiel!

    29. Oktober 2019
    Antworten
    • Lea Neupert sagte:

      Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen, ich finde das Unterrichtsbeispiel auch sehr gelungen! Es ist wichtig, die Kreativität und die Fantasie von Kindern zu fördern und dies in eine Unterrichtsstunde einzubauen ist großartig. In meiner eignen Schulzeit war der Unterricht oftmals sehr theoretisch gestaltet und die Interpretation von Gedichten immer sehr schwierig. Dieses Beispiel zeigt, dass das nicht zwangsläufig so sein muss und das es viel besser ist Stück für Stück vorzugehen. Zudem fördert diese Aufgabe die Kommunikation untereinander und die Kinder lernen ihre Umwelt mehr wahrzunehmen, sich in alltägliche Gegenstände hineinzuversetzen. Ich werde mir diese Unterrichtsmethode auf jeden Fall für später merken.

      14. Oktober 2021
      Antworten
  11. Katja Walzer sagte:

    Das Unterrichtsbesipiel finde ich seh inspirierend.
    Dinge zum Leben zu erwecken ist eine sehr romantische Aufgabe. Und die damit verbundene Schreibaufgabe lässt die Schüler und Schülerinnen sehr kreativ und fantasievoll arbeiten. Ich kann mit vorstellen, dass es hier zu einer hohen Schreibmotivation kommt.
    Auch finde ich an dieser Stelle den Gedanken schön, dass hier wieder die kleinen Dinge im Leben gewertschätzt werden können.

    Insgesamt ist das ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel meiner Meinung nach die viele Kompetenzen der Lernenden schult und es zeigt mal wieder, dass literarische Texte wie ein Gedicht Eichendorffs auch schon in der Grundschule ihren Platz haben können.

    4. März 2020
    Antworten
  12. I. Michels sagte:

    Ich finde es sehr schön, dass ein zuerst schwierig wirkendes Vierzeiler so verständlich gemacht werden kann. Es ist super hilfreich für Kinder erstmal ihre Vorstellungen zu den Schlüsselwörtern herauszufinden bzw. zu klären. Durch den Austausch kommen unterschiedliche Sichtweisen zustande, wodurch die Kommunikation unter Kindern (und Lehrkräften) angeregt wird. Ich persönlich fand Deutsch in der Schule immer super langweilig, weil man solche Textzeilen schwierig fand und nicht wusste, was der Erzähler von einem will. Es ist schön zu sehen, dass es scheinbar noch Lehrer gibt, die an die Vorstellungen der Kinder interessiert sind und sie auch zu diesen anregen wollen. Die Beispiele der Kinder finde ich sehr schön beschrieben, zumal es Dinge sind, die man im alltäglichen Leben eher nicht in Betracht zieht. Sobald die Fantasie von Kindern geweckt wurde, kann ich mir vorstellen, dass sie viel mehr Lust an Schreibarbeiten haben und keine Angst davor entwickeln, so wie es bei mir damals war.

    6. März 2020
    Antworten
  13. Casandra Bonowsky sagte:

    Meiner Meinung nach lässt sich der Vierzeiler auf den allgemeinen Unterricht übertragen. Wenn die Lehrkraft und die Schüler*innen mit ihrer Kreativität und Phantasie die Literatur, Musik oder Bilder zum Leben erwecken, können die Künste erfahrbarer, interessanter, greifbarer und persönlicher gemacht werden. Auch kann das Interesse der Schüler*innen geweckt und die individuellen Talente gefördert werden. Dann kann das Gelernte nachhaltig zur Persönlichkeitsbildung beitragen und Teil dieser werden.

    8. März 2020
    Antworten
  14. Seyma Ü. sagte:

    Ich glaube, dass dieses Unterrichtsbeispiel sehr großes Potenzial birgt. Oft sind Gedichte beim ersten Leseanlauf noch schwer zu interpretieren. Das „zwischen den Zeilen Lesen“ scheint viel leichter zugänglich zu sein, sobald das Gedicht sinnvoll zerlegt wird. Gerade für Kinder mit weniger guten Deutschkenntnissen ist dies äußerst bedeutsam. Darüber hinaus wird in diesem Unterrichtsbeispiel die Fantasie vielleicht humorvoll oder vielleicht romantisch angeregt und sie üben eine Perspektivenübernahme. Man führt die Kinder evtl. dazu, die Welt mit anderen Augen wahrzunehmen. Sie wird dadurch tatsächlich „bunter“. Solch ein Vorgehen trägt damit auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
    Was mir persönlich sehr bedeutsam erscheint, ist die Gelegenheit, über den Schreibauftrag viel über die Weltwahrnehmung der einzelnen Kinder zu erfahren. Ich finde es als Lehrkraft sehr wichtig, die Kinderperspektive einnehmen und in dieses einfühlen zu können. Dies gibt mir teilweise auch Aufschluss über individuelle Lernvoraussetzungen und -bedingungen.

    24. März 2020
    Antworten
  15. Linda K. sagte:

    Eine der besten Eigenschaften am Lehrberuf ist, dass der Kreativität bei der Unterrichtsgestaltung fast keine Grenzen gesetzt sind. Anhand dieses Unterrichtsbeispiels wird deutlich, dass man das Denken und Verknüpfen der Lernenden bereits mit wenigen Impulsen, wie einzelnen Wörtern, anregen kann und vor allem, dass ein Einstieg in literarische Werke nicht immer nur das klassische „Text lesen – Text diskutieren“ sein muss. Im Gegenteil, mit Kunst und Literatur kann man so viel mehr kreatives machen. Davon hat die gesamte Gruppe mehr. Die Lehrkraft kann eigene, abwechslungsreiche Ideen einbringen und für die Schüler*innen ist es deutlich spannender. Zudem denke ich, dass das aktive Auseinandersetzen und Interpretieren viel nachhaltiger ist, als zunächst nur einen Text lesen, zudem man keinen Bezug hat.

    30. März 2020
    Antworten
  16. Anita Parlov sagte:

    Ich wünschte, diese Erfahrung mit älterer deutscher Literatur in meiner Schulzeit gemacht zu haben. So habe ich diese als mir lebensfremd kennengelernt. Der dargestellte Unterrichtsablauf bietet meiner Ansicht nach einen sehr kreativen, spannenden und lebensweltnahen Zugang für Kinder. Die Neugier von Kindern für „Altes“ zu wecken, ist wahrscheinlich eine spannende Herausforderung in der heutigen Zeit. Danke für das schöne Beispiel.

    6. April 2020
    Antworten
    • Mia St. sagte:

      Dem kann ich mich nur anschließen.
      Durch die gewonnene Neugier der Kinder kann man ihnen bereits viel früher solche Inhalte nahebringen. Man muss damit nicht warten, bis die Kinder an der Oberschule sind, denn sie verstehen es schon früher und haben viel Spaß daran, wenn es entsprechend aufbereitet wird.

      29. September 2020
      Antworten
  17. Anastasia sagte:

    Sehr schöne kreativitätsfördernde Aufgaben, einige Nachhilfeschüler haben mir berichtet, dass wenn überhaupt Gedichte noch ,,behandelt“ werden die abgeschrieben und auswendig gelernt werden sollen. Dann am besten noch fehlende Kommas oder Satzzeichen einsetzen. Das vorliegende Beispiel zeigt wunderbar, dass Literatur nicht langweilig ist. Interessant wäre mehr in der Uni auch über diese fächerübergreifenden Methoden zu lernen. Dabei müsste natürlich jeder Lehrer ein großes Allgemeinwissen haben und auch gewillt sein über sein Fach hinaus immer weiterzulernen.
    Als KlassenlehrerIn hätte man ja eigentlich auch die Möglichkeit in Blöcken zu unterrichten und anstaat zwei Stunden getrennt Deutsch und dann irgendwann getrennt Kunst oder Soziales Lernen beides miteinander zu vermischen. Gott sei dank ist man da ja etwas freier.

    LG Anastasia

    10. April 2020
    Antworten
  18. Luisa-Sophie W. sagte:

    Vielen Dank für dieses inspirierende und zur Phantasie anregende Unterrichtsbeispiel! Ich werde es definitiv in mein Unterrichtsrepertoire aufnehmen und freue mich schon jetzt auf die Ergebnisse!
    Dieses Beispiel ist für die Lernenden präzise und kurz, so wie es in dem Blogeintrag ,,Ihre Sprache als LehrerIn“ erläutert wurde. Außerdem spürt man sofort die Möglichkeit, den Kindern die Inhalte verheißungsvoll zu präsentieren. Wie ein Geheimnis, welches nach und nach offenbart wird. Hierbei wird nicht nur das Interesse der SchülerInnen geweckt, sondern sie bekommen die Chance, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und am Unterrichtsgeschehen mitwirken zu können. Eine willkommene Alternative zum stumpfen Frontalunterricht, welche für Nachhaltigkeit sorgt. Darüber hinaus denke ich, dass es ebenso eine Gelegenheit ist, um die Empathie der Kinder zu fördern. Die Fähigkeit sich in etwas hineinzuversetzen und die ‚Dinge‘ aus einer anderen Sicht zu betrachten. Wie Albert Einstein so schön sagte: ,,Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

    11. April 2020
    Antworten
  19. A.Pierog sagte:

    Eine sehr schöne Möglichkeit das Gedicht zu behandeln. Die Kinder werden dazu angeregt kreativ zu werden und sich wirklich mit den Zeilen auseinander zu setzen. Dies passiert vor allem auch Schritt für Schritt, sodass die Kinder nicht erst mit dem Gedicht „erschlagen“ werden. Das passiert nach meiner Erfahrung viel zu oft. Es wird ein Gedicht, Text etc. vorgelegt, welches analysiert werden soll. Oft wusste ich nicht wie ich da anfangen soll. So wird den Kindern gezeigt, dass es sich oft als sinnvoll erweist, Aufgaben stufenweise zu erledigen. Den Kinder sind hierbei auch keine Grenzen für ihre Kreativität gesetzt, sie können die Träume nach belieben füllen. Die Kinder können vor allem auch lernen sich in andere hineinzuversetzen.

    14. April 2020
    Antworten
  20. Tim W. sagte:

    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen!
    Mit diesem gelungenen Unterrichtsbeispiel wird deutlich, wie einfach es ist mit Kindern über Gedichte nachzudenken, über sie zu diskutieren und sie zu verstehen.
    Dass es möglich ist mit den Kindern zusammen daran zuarbeiten zeigen die kreativen Ergebnisse von Gina und Yunus. Um ehrlich zu sein bin ich beeindruckt. Solche Thematiken hätte ich mir auch schon früher in meiner Schulzeit gewünscht, leider werden Gedichte oft erst in der Sekundarstufe ausführlicher besprochen.
    Wie viele meiner Vorredner schon dargestellt haben fördert dieses Unterrichtsbeispiel die Kreativität der Lernenden, in dem diese ihre Fantasien frei ausleben dürfen.
    Das Bilden von Vorstellungen, also sich etwas Gelesenes, Gehörtes oder Gefühltes vorzustellen, gehört meiner Meinung nach zur Entwicklung eines Menschen. Für diese Vorstellungen eignen sich besonders Gedichte. Dabei soll es auf gar keinen Fall, um die Formalien gehen, im Vordergrund soll der Inhalt des Gedichtes stehen: Was will der Autor uns damit sagen? Welche Gefühle entstehen bei mir, wenn ich dieses Gedicht lese?
    Dabei ist es natürlich wichtig die Schülerinnen und Schüler nicht zu überfordern oder zu unterfordern. In diesem Beispiel wird aufgezeigt, dass man dies durch eine genaue Aufgabenstellung und einer Fokussierung auf einzelne Begriffe oder Verse des Gedichts gelingend umsetzen kann. Die Reduktion der Komplexität bzw. Information ermöglicht somit Kindern mit Gedichten auf einem hohen Niveau zu arbeiten und zu diskutieren.
    Ich persönlich werde mir dieses wunderbare Unterrichtsbeispiel zu Herzen nehmen und dessen Aufbau in meinem Unterricht nutzen!

    19. April 2020
    Antworten
  21. Michelle Hermann sagte:

    Meiner Meinung nach ist das Unterrichtsbeispiel eine gute Möglichkeit die Fantasie der Kinder zu fördern. Für die Beantwortung der Fragestellungen, ist die Kreativität der Kinder gefragt. Diese wird durch die Lehrkraft angeregt und verstärkt.
    Lehrkräfte sind sind ein großer Bestandteil der Interessenentwicklung der Kinder. Durch die verschiedenen Themenbereiche des Unterrichts können die Schüler ihr Interesse für bestimmte Bereiche entwickeln. Dafür eignet sich besonders der Praxisbezug, der in diesem Unterrichtsbeispiel gegeben ist.
    Durch die Auseinandersetzung mit dem Gedicht, vorerst mit den Fragestellungen, wird die Kommunikation zwischen den Kindern und der Lehrkraft angeregt. Aus der Kommunikation heraus werden verschiedene Sichtweisen der SchülerInnen deutlich. Sie entwickeln Interesse an dieser Auseinandersetzung. Zudem lernen sie aus dieser Unterrichtsform, wie sie selbstständig solche Aufgaben bewältigen können.
    Somit ist das Unterrichtsbeispiel zu empfehlen, um den Schülern und Schülerinnen verständlich gewisse Themenbereiche zu verdeutlichen, wie in diesem Beispiel das Gedicht.

    19. April 2020
    Antworten
  22. Michelle Hermann sagte:

    Meiner Meinung nach ist das Unterrichtsbeispiel eine gute Möglichkeit die Fantasie der Kinder zu fördern, erkennbar ist das zudem durch die VorrednerInnen. Für die Beantwortung der Fragestellungen, ist die Kreativität der Kinder gefragt. Diese wird durch die Lehrkraft angeregt und verstärkt.
    Lehrkräfte sind sind ein großer Bestandteil der Interessenentwicklung der Kinder. Durch die verschiedenen Themenbereiche des Unterrichts können die Schüler ihr Interesse für bestimmte Bereiche entwickeln. Dafür eignet sich besonders der Praxisbezug, der in diesem Unterrichtsbeispiel gegeben ist.
    Durch die Auseinandersetzung mit dem Gedicht, vorerst mit den Fragestellungen, wird die Kommunikation zwischen den Kindern und der Lehrkraft angeregt. Aus der Kommunikation heraus werden verschiedene Sichtweisen der SchülerInnen deutlich. Sie entwickeln Interesse an dieser Auseinandersetzung. Zudem lernen sie aus dieser Unterrichtsform, wie sie selbstständig solche Aufgaben bewältigen können.
    Somit ist das Unterrichtsbeispiel zu empfehlen, um den Schülern und Schülerinnen verständlich gewisse Themenbereiche zu verdeutlichen, wie in diesem Beispiel das Gedicht.
    Den VorrednerInnen lässt sich zustimmen, da sie meine Ansichten zu dem Unterrichtsbeispiel teilen.

    20. April 2020
    Antworten
  23. Luisa P. sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel ist sehr gut ausgearbeitet um den Kindern das Gedicht nahe zu bringen. Die einfachen und klaren Arbeitsaufträge steigern die Fantasie der Kinder und öffnen sie für neue Ideen und ein gewisses Weltverständnis.
    Die Herangehensweise ist wirklich wünschenswert für jeden Unterricht. Wie viele vor mit schon erwähnt haben, fühlte man sich in der Schulzeit nicht selten von Gedichtsanalysen überfordert. Den Kindern Zeit zu geben um erst die Begriffe für sich selbst zu klären um dann Schritt für Schritt in die Tiefe des Gedichtes einzudringen ist eine schöne Art für die Interpretation des Gedichts. Auch die Verbindung zwischen Romantik und Gegenwart bzw. Märchen und Realität gibt den Kindern ein besseres Verständnis der Intention des Verfassers.

    21. April 2020
    Antworten
  24. Michaela Wolf sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel kann eine Abwechslung für die Schüler*innen bieten, denn sie werden gefordert tiefgründig nachzudenken. So lernen sie parallel auch essentielle Fähigkeit wie Achtsamkeit und Emphatie, indem sie z.B. über die Träume der Kreide nachdenken. Sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen, es gibt keine Grenzen in den Gedanken was die Kreide träumt. Das bedeutet auch die Schüler*innen können keine „Fehler“ machen und ein damit verbundenes negativ Erlebnis haben, wie es oft in anderen Gedichtsanalysen mit vorbestimmter Interpretationen sein kann. Das Unterrichtsbeispiel bietet eine gute Struktur und so eine Basis für zukünftige Gedichtsanalysen. Das rückwärtslesen am Ende bringt noch den gewissen Wow Effekt, wodurch Schüler*innen sich die Inhalte besser merken können.

    21. April 2020
    Antworten
  25. Marie Makepeace sagte:

    Beim Lesen des Unterrichtsbeispiels kam mir fast augenblicklich das Märchen „Frau Holle“ in den Sinn: auch hier wurde den Dingen, wie etwa dem Brot oder den Äpfeln, eine Seele verliehen. Sie haben Wünsche, die sie an die beiden Maries richten, aber nur eine davon nimmt diese wahr.

    Dass so ein kurzes Gedicht so viel Inhalt geben kann, denkt man vielleicht erst einmal gar nicht. Vor allem zeigt sich darin eine eher seltene Thematik, die jedoch heute aktueller denn je ist. Es ist toll, wie sich die Kinder Eichendorffs Werk zu eigen machen und die Interpretation selbst erarbeiten können, ohne dass es gravierende Einschränkungen gibt. Die einzige Vorgabe war, dass es ein schriftlicher Beitrag sein sollte, den sie aber wiederum frei gestalten durften. Ich bin verzaubert von den Antworten, die mir erneut vor Augen führen, wie viel man von der Sichtweise junger Menschen lernen kann.

    Da sie den Dingen im Klassenraum Träume gegeben haben, bleibt zu erwarten, dass sie auch hinter anderen materiellen Gütern eine Geschichte erkennen und diese womöglich allgemein in Zukunft höher ansehen werden. In der heutigen Zeit, in der es Produktionswaren im Überfluss gibt, wäre diese Einstellung äußerst erstrebenswert.
    Ich denke, die Bearbeitung ließe sich in einem nächsten Schritt ebenfalls auf das soziale Miteinander übertragen. Anstelle des Ausdrucks ‚in allen Dingen‘ könnten beispielsweise Menschen oder Tiere betrachtet werden. Dies würde die sozialen Kompetenzen der Schüler*innen zusätzlich fördern, und dabei besonders deren Empathie gegenüber lebenden Wesen. Vielleicht würde sich dazu das Lesen von „Frau Holle“ eignen.

    21. April 2020
    Antworten
    • Marie Makepeace sagte:

      Um nochmals näher auf die vorangehenden Beiträge einzugehen: Ich denke, allgemein positive Einschätzung des Unterrichtsbeispiels rührt daher, dass der Fantasie der Kinder ein so hoher Stellenwert zugesprochen wird, die heutzutage in den Schulen oft unterdrückt wird.
      Ich erinnere mich ebenfalls an meine eigene Schulzeit, in der Gedicht- und Literaturanalysen allerdings zu meinen Lieblingsaufgaben zählten. Dabei hat es mir immer am meisten Spaß gemacht, rhetorische Gestaltungsmittel herauszufinden und zu beschreiben. Tatsächlich konnte ich dort viele Punkte herausholen.
      Was mir jedoch die Laune verdarb, waren die Bewertungen der Lehrkräfte. Die eigenen Worte, die man extra für die Analyse ausgewählt hatte, wurden bei mir oft als „zu ausschweifend“ bemängelt. Ich habe es anscheinend nie geschafft, meine Standpunkte in der kurzen und knappen Form darzustellen, die verlangt waren.
      Bei diesem Unterrichtsbeispiel kommt es mir dagegen vor, als hätten die Kinder keine Vorgaben, wie lang ihre Ausführungen sein sollten, da Träume nunmal keinen Regeln folgen.
      Wenn man die Schreibfähigkeit und literaturästhetische Bildung von jungen Menschen fördern möchte, muss man bei der Motivation beginnen. Es muss die Chance geboten sein, sich frei ausdrücken zu dürfen, und ich finde, dass dies durch diese Herangehensweise durchaus erreicht wurde.

      22. April 2020
      Antworten
  26. Elena S. sagte:

    Ich kann Luisa P. (meiner Vorrednerin) genauso zustimmen. Auch Schulkinder in den fortgeschrittenen Klasen haben öfter Schwierigkeiten mit den Gedichten. Die Masse ist meistens Überwältigend und man weiß nicht, wo man anfangen soll.
    Dementsprechend ist die Unterrichtsplanung geeignet, weil man die Schüler*innen nicht mit dem Komplettem Inhalt überfordert. Es eignet sich somit für Gedichte sehr.
    Außerdem hat jedes Kind genügend Freiraum, sich bei diesesem Vorgehen zu beteiligen und die einzelnen Schritte mitzuverfolgen ohne, dass es Überfordert ist.
    Da zuerst nur die Wörter „Traum“ und „Ding“ gegeben sind, werden die Schüler*innen nicht überfordert und können sich gut beteidigen

    22. April 2020
    Antworten
  27. Sandra A. sagte:

    Auch ich kann meinen VorrednerInnen nur zustimmen. Das Unterrichtsvorgehen ist äußerst geeignet, um die Kreativität und Fantasie der Schülerinnen und Schüler anzuregen. Gerade da, wie bereits in anderen Beiträgen erwähnt, oftmals Schwierigkeiten bei Gedichtsanalysen und -interpretationen auftreten, kann ein schrittweises Vorgehen vielen Kindern den Zugang zum Gedicht erleichtern. Die Idee mit dem Input aus einzelnen Wörtern, finde ich besonders gelungen. Besonders, dass den Schülerinnen und Schülern so ein großer Ideenspielraum gelassen wird! Auch positiv erwähnenswert finde ich, dass die Kinder zum eigenständigen Nachdenken angeregt werden, anders als es, bedauerlicherweise, im heutigen Schulunterricht oftmals umsetzt wird. Die Umsetzungsidee werde ich mir merken und hoffentlich bald in der Praxis erproben können!

    22. April 2020
    Antworten
  28. Corvin Ernst sagte:

    Wie von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern bereits thematisiert, handelt es sich hier um ein wirklich liebevollen und kindgerechten Unterrichtsentwurf mit einem sehr pädagogisch sinnvollen Hintergrund. Die Schülerinnen und Schüler werden sanft an die Bedeutung äußerst philosophischer Begriffe herangeführt. So haben sie die Möglichkeit, eigene Interpretationen auf der Basis wissenschaftlicher Ansätze zu entwickeln und bekommen noch zusätzlich die Gelegenheit, sich selbst praxisnah in die Materie des Gedichts hineinzuträumen.
    Das Unterrichtsbeispiel ist auf allen Ebenen gut durchdacht, an die Wünsche und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern angepasst und äußerst kreativ und motivierend aufbereitet.
    Wie bereits angesprochen wurde, bildet diese Beispiel einen guten Kontrast zu der „trockenen“ Theorie, die den angehenden Lehrkräften an den Universitäten zu großem Teil vermittelt wird. Es werden viele Anregungen und konkrete Herangehensweisen aufgezeigt, die mit Sicherheit eine gelungene Inspiration für angehende Lehrerinnen und Lehrer darstellen!

    22. April 2020
    Antworten
  29. Justin K. sagte:

    Ich kann den anderen Beiträgen nur zustimmen.
    Es ist ein großartiges und kreatives Unterrichtsbeispiel, dass ich in meiner Grundschulzeit auch gerngehabt hätte. Wir mussten Gedichte meist nur auswendig Aufsagen und hatten nicht solch eine Gedichtinterpretation.
    Die Aufgabe fördert die Kreativität der Kinder, regt Diskussionen über die Träume an und führt zum Verstehen des Gedichtes.

    22. April 2020
    Antworten
  30. Lena Mudrich sagte:

    Ich finde, dieses Unterrichtsbeispiel ist eine wundervolle und schöne Alternative zur trockenen Theorie, wie meine Vorrednerinnen und Vorredner schon erkannt haben. Die Kinder gelangen durch solch einen Beruhigen und entspannten Einstieg wunderbar in das Thema der Gedichte und kriegen nicht sofort einen Schreck bei solchen vielen neuen schwierigen Wörtern. Die Kreativität der Kinder wird angeregt und sie können, zu den neuen Begriffen, ihren Gedanken freien Lauf lassen. Wie meine Vorrednerinnen und Vorredner schon erwähnt haben, finde ich es äußerst lobenswert, dass den Kindern die Möglichkeit geboten wird, sich selbstständig Gedanken zu machen zu einzelnen Begriffen. Dieser Ansatz ist gut durchdacht und gut umgesetzt worden, denn nur somit kann man den Kindern schwer verschließbare Themen nah bringen.

    23. April 2020
    Antworten
  31. Lisa B. sagte:

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen und Vorrednern an. Dieses Unterrichtsbeispiel ist sehr gut gelungen, da die Kinder langsam die Welt der Reime und Gedichte kennenlernen können. Auf viele könnte das komplette Gedicht abschreckend oder verwirrend wirken, mache könnten das Gedicht nicht verstehen. Doch durch diese Art und Weise den Kindern ein Gedicht näher zu bringen, ist es für die Schülerinnen und Schüler leichter die Wörter zu verarbeiten und zu verstehen. Diese Methode ist das komplette Gegenteil von sturem Abfragen von Wissen. Es lässt die Kinder kreativ werden. Schülerinnen und Schüler könnten dadurch die Gegenstände in ihrer Umwelt nicht mehr für selbstverständlich ansehen. Sie werden also demnach zum Denken angeregt. Man könnte das nun noch weiter ausbreiten, indem Kinder auf die Idee kommen könnten, dass nicht jeder die Chance hat, einen (beispielsweise) Ball zu haben. Kinder könnten dadurch auch zum Teilen angeregt werden. Zusammenfassend könnten sie eine „bessere“ bzw. ehrlichere Sichtweise auf ihre Umwelt haben.

    23. April 2020
    Antworten
  32. Savocha sagte:

    Ein wunderbares Beispiel für eine Unterrichtsstunde, in der ein Zauber inne wohnt. Es geht nicht nur um die Analyse von Gedichten, sondern auch darum selbstständig zu denken, andere Denkweisen zu entwickeln und zu verstehen. Wirklich toll. Ich hätte gerne mehr von solchen Beispielen.

    23. April 2020
    Antworten
  33. Despoina Paraschou sagte:

    Das war ein sehr schönes Unterrichtsbeispiel! Die Kinder betrachten die Welt aus einer anderen, lebendigen Perspektive, die ihnen eine neue Denkweise ermöglicht. Ihr Vorstellungsvermögen wird angeregt und sie werden nicht zum Schreiben gezwungen. Vielmehr sie erhalten ein „Werkzeug“, oder die Bedingungen sich kreativ auszudrücken. So sollte Bildung stattfinden: sie sollte Kinder befreien und verstärken, neue Dimensionen vorstellen und voll von Anregungen zum Denken und Hinterfragen sein.

    23. April 2020
    Antworten
  34. Lisa Lauterbach sagte:

    Ähnlich wie es in den Kommentaren zuvor zu lesen war, halte ich dieses Unterrichtsbeispiel für sehr gelungen! Auf diese Art und Weise wird den Schülerinnen und Schülern, eine für Kinder nicht unbedingt einfach zu verstehende, Lyrik näher gebracht. Ich denke, dass diese Herangehensweise an das Gedicht besondere Neugier und Faszination in den Kindern hervorrufen kann, was im Gegensatz zu anderen bzw. mehr theoretischen Methoden zu einem guten Unterrichtsklima beiträgt. Zu dem fördert dieser Ansatz vor allem die Kreativität und das selbstständige Denken der Schülerinnen und Schüler.
    Vielen Dank für diesen inspirierenden Eintrag, auf den ich als angehende Lehrerin sicherlich noch einmal zurückgreifen werde.

    24. April 2020
    Antworten
  35. Anika B. sagte:

    Ich kann mich den vorherigen Aussagen nur anschließen.
    Die Kinder lernen hier auf sehr angenehmen Weg die Aufgabenstellung des Analysierens kennen, haben aber die Möglichkeit sich erstmal selbstständig mit den Begriffen und der Welt auseinanderzusetzen und sich selbst vielleicht auch etwas besser kennen lernen. Durch die sehr kindgerecht Art und den vielen aktiven Interaktionsmöglichkeiten entstehen wiederum sehr viel Freude und Neugier, weshalb dieser Arbeitsauftrag positiv in Erinnernung bleiben sollte.
    Außerdem finde ich es aufgrund der Heterogenität sehr interessant, wie unterschiedlich die eigenen Vorstellungen der Kinder sind und in welchen Bereichen ihre Prioritäten liegen. Sehr interessant, dies später herauszufinden.

    24. April 2020
    Antworten
  36. André Schendler sagte:

    Ich kann mich meinen VorrednerInnen nur anschließen, denn dieses Unterrichtsbeispiel schätze auch ich als sehr gelungen und interessant für die Kinder ein. Diese Form des Kennenlernens eines Gedichtes ist für die SchülerInnen sicher etwas ganz einzigartiges und spannendes, wenn sie erstmal nur einzelne Wörter (wie Dinge oder Träume) vorgegeben bekommen. Dadurch können sie ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen und das Gedicht auf individueller Weise interpretieren/sich vorstellen. Ich bin mir sicher, dass diese Art der Texterschließung und des Weltverstehens für die Kinder darüber hinaus auch effektiver und prägender sein wird.
    Ich bin dankbar dieses Unterrichtsbeispiel kennen gelernt zu haben, denn in meiner eigenen Schullaufbahn war das Thema Gedichte/ Lyrik immer sehr unbeliebt und eintönig für uns SchülerInnen. Daher werde ich als zukünftige Lehrkraft dieses Beispiel positiv in Erinnerung behalten und ggf. darauf auch zurückgreifen.

    25. April 2020
    Antworten
  37. Paul K. sagte:

    Ich finde dies ist ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Deutschstunde. Ich hatte selber viel zu viele Deutschstunden die eindeutig zu trocken waren um an ihnen Spass zu haben. Natürlich erinnere ich mich nicht mehr allzu gut an meine Grundschulzeit und die meisten von diesen Stunden fanden in der Mittelstufe statt. Dennoch ist es ein gutes Grundgerüst für, in der Mittelstufe kommende, Gedichtsanalysen. Wie eine meiner Vorredner*innen, Savocha, bereits sagte, geht es jedoch nicht nur um eine Analyse sondern auch um das verstehen und ums selber kreativ werden. Dies wird in diesem Unterrichtsbeispiel wundervoll erfüllt.

    25. April 2020
    Antworten
  38. Fenja Horsch sagte:

    Ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel! Das Gedicht ist gut gewählt, nicht zu lang für Kinder in der Grundschule. Der Inhalt ist auch gut geeignet, weil er so viel Fantasie weckt und wie ich finde eine sehr romantische und (im positiven Sinne) offene/kindliche Sichtweise auf die Welt vertritt. Die Heranführung an das Gedicht über einzelne Worte und Phrasen lässt auch genug Zeit, sich der Bedeutung des Gedichts bewusst zu werden und nicht (wie das bei mir in der Schule oft der Fall war) vom kompletten Gedicht überrumpelt zu werden. Besonders gut gefällt mir, den Dingen im näheren Umfeld der Kinder eigene Gedanken zu geben, das kann kein Kind etwas falsches sagen und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Das motiviert extrem und bleibt auch durch die Eigeninitiative länger im Gedächtnis. Wär meine Deutschlehrerin nur mal so kreativ gewesen bei der Unterrichtsgestaltung!

    25. April 2020
    Antworten
      • Elo V. sagte:

        Sie gibt es wohl!

        Das Wesentliche kann der Künstler, der Dichter hören und ihm seine Stimme verleihen. Nicht nur ist das Bild in Eichendorffs Gedicht wunderschön, sondern es könnte auch inspirieren, fähiger zu werden, die Sprache kreativ ansetzen zu können – das Zauberwort finden. Außerdem ist die Vorstellungskraft, die das Hineinversetzen voraussetzt, nicht nur eine unabdingbare Fähigkeit in ihrem eigenen Recht, sondern auch die Grundlage für Empathie. Dieses Gedicht ist eine wirklich vortreffliche Wahl für eine kreative Arbeit mit jungen Schülerinnen und Schülern!

        Den Unterrichtverlauf, der hier dargestellt wird, finde ich sehr angemessen. Die vorgeschlagenen Schritte dürften dem Gedicht Zugänglichkeit geben, was definitiv nicht selbstverständlich ist. Die Schreibaufgabe stellt eine sehr interessante Weise dar, die Entwicklung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit kreativ zu fördern, was langweiliger Wiederholung irgendwelcher gelernter Tricks mit Regeln und Vokabeln sehr fern ist. Stattdessen wird an die eigentliche Rolle der Sprache herangegangen.

        Die Reihenfolge der Aufgaben bringt auch etwas sehr Schönes mit sich: das Erleben des Erweiterns des eigenen Horizonts (was verbindet man mit den Worten, dann die Verse – 1. Erweiterung, mit etwas Unerwartetem, und dann die Aufgabe mit den Gegenständen – 2. Erweiterung, als reflektierendes Hineinversetzen in etwas anderes als sich selbst und das Ausdrücken dessen). Diese „Inszenierung“ des geistigen Prozesses gefällt mir besonders gut, da sie jungen Menschen viel mehr Möglichkeit gibt, sich zu entfalten und stark zu werden als das „Füttern“ von beliebigen Inhalten. Eine solche Art des Unterrichts dürfte außerdem Neugier und Lust am Staunen in ihnen allgemein wecken.

        29. April 2020
        Antworten
  39. Lisa-Sophie R. sagte:

    Dieses Beispiel einer Unterrichtsstunde finde ich besonders gut gelungen, ich hatte während des Lesens schon das Gefühl, die Schülerinnern und Schüler haben die Möglichkeit Fantasie zu entwickeln ohne große Einschränkungen. Der Umsetzungsvorschlag dieser Unterrichtsstunde lässt besonders viel Raum für Kreativität und fördert gleichzeitig das Empathievermögen. Schon während des Lesens habe ich mich außerdem selbst inspiriert gefühlt, mir einen Gegenstand auszusuchen, dem ich gerne Träume verleihen würde. Meine aufkommende Frage nach der zeitlichen Dimension, in der die Autorin das Unterrichtsbeispiel einordnen würde, hatte sich zum Ende hin auch verständlich geklärt. Ich kann mich also den vorangegangenen Kommentaren nur anschließen und finde das Unterrichtsbeispiel für eine Deutschstunde sehr gelungen. Besonders gut finde ich, dass die Begriffsklärung der Wünschelrute erst am Schluss erfolgt und auf diese Weise nichts vorweg genommen wurde und die Schülerinnen und Schüler hinterher erst die Bedeutung für den Text klären. Außerdem nimmt die Lehrkraft eine eher zurückhaltende Rolle in dem Unterrichtsbeispiel ein und gibt mit dem Rahmen der Erschließung des Gedichtes den größtmöglichen Freiraum.

    26. April 2020
    Antworten
  40. Dominika Ruchniewicz sagte:

    So toll!
    Da kriegt man Lust, es gleich morgen auszuprobieren und den Phantasien der Kinder freien Lauf zu lassen! Oft ist es so, aus eigener schulischer Erfahrung, dass man sich Dinge selbstständig erarbeiten soll, dass Aufgaben sehr trocken waren und man selbst nicht viel Spaß an solchem Unterricht hatte. Sobald die eigenen Phantasien angeregt werden und man selbst Interesse hat, sich wie in diesem Beispiel, in andere Dinge zu setzen, macht es unheimlichen Spaß und aktiviert die SuS mitzumachen.

    27. April 2020
    Antworten
  41. Anna sagte:

    Meiner Meinung nach ist dies ein wundervolles Unterrichtsbeispiel, da es den Kindern die Möglichkeit gibt kreativ zu sein und ihre eigenen Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, sich gleichzeitig jedoch auch mit Gedichten deren Aufbau/Bedeutung und Wirkung zu beschäftigen.
    So wird Kindern ein spielerisches Lernen vermittelt, welches zum eigenständigen Lernen anregt und Interessen weckt.

    29. April 2020
    Antworten
  42. Luna Grökel sagte:

    Ein total interessantes Unterrichtsbeispiel! Es ist eine für mich total neue Idee von Interpretation. Einen Text, mit vermeintlich schwierig zu verstehenden Inhalten, in einzelne Schlüsselbegriffe zu teilen, welche ohne Kontext betrachtet werden, ermöglichen mehr Spielraum für kreative Gedanken.
    Auch die Schüler eigene Beispiele für die beschriebene Situation finden zu lassen, hilft denke ich sehr, sich kreativ und selbstständig mit Texten auseinander zu setzten.
    Für meine Zukunft als Lehrerin, behalte ich dieses Lehrbeispiel im Kopf. Danke für die Inspiration!

    11. Mai 2020
    Antworten
  43. Sandra K. sagte:

    Ein solch toll durchdachtes Unterrichtsbeispiel ist gerade für NachwuchslehrerInnen (aber sicherlich auch für langjährige erfahrene Lehrkräfte) Gold wert.
    Die Brücke zwischen der Universität und der Praxis ist nicht einfach zu schlagen, teilweise scheint es unmöglich. Zuwenig geht es im allgemeinen darum, wie man etwas beibringt, indem man die Kinder wirklich zum Nachdenken anregt. Viele Lerninhalte sind nach dem Schema beschaffen, dass die Lehrkraft quasi das „leere Gefäß“ befüllt, also linear ansteigenden Wissenszuwachs beim Schüler hervorruft.
    Nach modernen, konstruktivistischen Ansätzen geht man zwar davon aus, dass Lernen sehr wohl ein aktiver, gestalterischer Prozess ist – aber diese Einsicht allein hilft nicht, wirklich anregendes Unterrichtsmaterial zu gestalten. Sie ist die Grundlage dafür, aber für die Umsetzung braucht es Mut, Ideen und didaktisches Geschick, welches man eben zum Teil als Handwerkszeug lernen muss.
    Etwas selbst erleben (wie in unserem Seminar die Bandbreite an Gefühlen und Handlungsmöglichkeiten in den einzelnen Aufführungen) ist sehr viel nachhaltiger, also nur davon zu hören oder davon zu lesen.
    Selbst über Fragen wie ob Dinge träumen können nachzudenken wird dem menschlichen Geist viel eher gerecht als die Dinge rein wörtlich zu nehmen und hat zudem ein weitaus größeren Lernzuwachs und Erinnerungswert.
    Dieses Unterrichtsbeispiel ist ein toller Einblick was möglich ist, wenn man nicht nach Schema F vorgeht, sondern Menschen den Raum lässt, ihren eigenen Kopf zu benutzen und etwas zu erleben, statt nur zu rezipieren.

    22. Mai 2020
    Antworten
  44. Chelsea D. sagte:

    Diese Unterrichtsidee finde ich total schön.
    Als Erwachsener neigt man dazu die Dinge nur aus der Vernunfts-Perpektive zu betrachten und Kindern in diesem Fall z.B. zu sagen: „Quatsch, Gegenstände können doch nicht träumen.“ Wir waren jetzt aber schon mehrmals beim Thema Emotionen und diese Unterrichtsstunde zeigt für mich genau das: Emotionen. Ich war sehr berührt von der Darstellung, wie man die Kinder für etwas „Unwirkliches“ begeistern kann, wenn man sie nur lässt und ihnen auch mal die Welt der Fantasie offen lässt. Das zeigt für mich wirklich einen Lehrer, der interessiert daran ist, den Kindern auf ihrer Ebene zu begegnen.

    29. Mai 2020
    Antworten
  45. Vivian B. sagte:

    Vielen Dank für dieses Unterrichtsbeispiel. Ich schließe mich vielen der Kommentare hier an. Auch ich mache in der Uni die Erfahrung, dass wenig Praxisbezug vorhanden ist und wenn ein solcher vorkommt ist er oft trocken und für mich nicht zufriedenstellend. Diese Unterrichtsplanung allerdings hat etwas zauberhaftes. Es wird nicht nur anderes an eine sonst eher trockene Gedichtsanalyse rangegangen. Vielmehr wird der Zauber der in einem solchen Gedicht steckt deutlich. Es tut genau das, was meiner Meinung nach jedes Gedicht tun soll. Es animiert die Menschen (SchülerInnen) darüber nachzudenken, zu philosophieren, über sich hinaus zuwachsen. Und wer weiß? Vielleicht wird der/ die eine oder andere nach dieser Unterrichtsstunde offener und phantasievoller durch die Welt gehen und einen ganz anderen Blickwinkel auf seine/ ihre Umwelt haben.

    17. Juni 2020
    Antworten
  46. Ina Zarah S. sagte:

    Großartig! Dieses Unterrichtsbeispiel zeigt eine Sparte des Unterrichts, die in der Primarstufe oft umgangen wird. Der Zugang zu älterer deutscher Literatur, zu Poetik im besonderen wirkt oft zu komplex, die Angst herrscht vor, Schüler*innen könnte dieser Unterrichtsstoff zu dröge und lebensfern sein. Diese Art des Zugangs aber veranschaulicht, welche Relevanz Literatur im kindlichen Sein hat, wie kindliche Gedanken schon vor langer Zeit poetisch festgehalten wurden und trotz ihres Alters noch hochaktuell sind.
    Anfangs habe ich mich gefragt, ob es sinnvoll wäre, dieses Unterrichtsbeispiel nur in bestimmten Klassenstufen anzubieten. Meine Überlegungen kreisten um die Machbarkeit und das Verständnis für solche Thematiken in der Schuleingangsphase, um Lebensferne und „Kindlichkeit“ in höheren Klassenstufen. In meinen Gedanken wurde mir aber klar, dass dieses Beispiel alle Bedürfnisse aufgreift. Die oft noch sehr ausgeprägte Phantasie jüngere Schüler*innen, die sich manchmal ohnehin Gedanken darüber machen, was ihre Spielzeuge wohl denken und fühlen können wird genau so bedient wie die zunehmende Erwachsenheit älterer Schüler*innen, denen durch diesen Unterrichtsinhalt das phantasiereiche Denken wieder näher geführt werden kann. Es ist also so vielseitig einsetzbar und noch so zahlreich um weitere Beispiele erweiterbar, dass es wohl ein ganzes Schuljahr füllen könnte.

    21. Juni 2020
    Antworten
  47. A. Theus sagte:

    Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum! Ein anderes Zitat besagt auch:
    „Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.“ (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach) – Ein passendes Zitat zu diesem Eintrag, wie ich finde!
    Kinder bereits in der Primarstufe an eine solche Denkweise heranzuführen ist großartig. Schafft es eine Lehrkraft dann noch den Kindern einen Zugang zu vermeintlich komplexer, alter Literatur zu eröffnen und gleichzeitig die Vorstellungskraft, die Fantasie und Kreativität eines jeden Kindes zu aktivieren , beweist sie durchaus Expertise! Wieso sollte man der Gedankenwelt fesseln anlegen und ihr Grenzen setzen? Wenn die Schüler*innen „ihr Ding“ beschreiben und in dessen Gedanken- & Traumwelt eintauchen, gibt es keine Grenzen mehr. Gibt man den Schüler*innen dann ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand, können durchaus wunderschöne und verspielte Geschichten entstehen. Für mich ist es faszinierend, dass man so auch jüngere Schüler*innen für ältere Literatur begeistern kann und auch das Philosophieren im Unterricht seinen Platz finden kann. Ich denke wir angehende Pädagogen*innen sollten die Fesseln des strikten Frontalunterrichts aufbrechen und das o.g. Unterrichtsbeispiel ist eine gelungene Methode, frischen Wind in den starren Unterrichtsalltag zu bringen.

    25. Juni 2020
    Antworten
  48. Sebnem Yener sagte:

    Bei diesem Beitrag schließe ich mich meiner Kommilitonin vor mir an. Denn es ist sehr wichtig und auch schön die Schülerinnen und Schülern nicht nur für neue sondern auch für ältere Literatur zu begeistern. Die Methode, die oben beschrieben ist könnte man sehr gut im Unterricht einsetzen. Somit könnten vor allem auch die jüngeren Kinder ihrer Kreativität ihren freien Lauf lassen.

    26. Juli 2020
    Antworten
  49. Cihan Kasdas sagte:

    Zuallererst bedanke ich mich bei meinen Kommilitonen für die kreativen Kommentare und stimme ihnen zu.
    Diese praktische Methode öffnet den SuS einen Raum für Kreativität, einen Zugang zum tiefgreifenden Verständnis für Dinge und Perspektiven, die für die Kinder sonst unerreichbar schienen. Wir schauen über den Tellerrand hinaus und sehen, dass auch Dinge träumen können. Wir schränken die Kinder in ihrer Gedankenwelt nicht ein und lassen sie erzählen, lassen ihrer Vorstellungskraft freien Lauf.

    13. September 2020
    Antworten
  50. Cara Lederle sagte:

    Ich denke, eine solche Aufgabe ist auch gut geeignet, um etwas über die Kinder zu lernen. Darüber wie sie denken und welche Art von Gedanken sie einzelnen Gegenständen zuschreiben würden. Z.b. der Schlüsseln der Menschen testet und der Schraubenzieher der gerne lernen möchte.
    Danke für das schöne Beispiel,
    Cara

    29. September 2020
    Antworten
  51. Dominique Dette sagte:

    Ich finde die Unterrichtsgestaltung sehr schön. Die Art sich in ein Ding zu versetzen und deren Wünsche zu fühlen, gibt generell mehr Empathie und Verständnis für seine Umwelt. Nicht nur den Umgang mit Dingen, sondern auch der Umgang mit Menschen kann durch dieses Nachempfinden geübt werden.
    Wünsche können verstanden, aber auch besser kommuniziert werden.
    Wie Cara L. meint: man kann dadurch auch viel über die Kinder lernen.

    Da man wirklich die Welt um sich herum singen hört, könnte man auch einfach ein bisschen zuhören und 5 Minuten Stille in den Unterricht einbauen.

    Nicht nur für den Deutschunterricht ist dieses Gedicht geeignet, sondern fächerübergreifend für wichtige Themen wie das Umweltbewusstsein.

    8. Oktober 2020
    Antworten
    • Larsen Retzlaff sagte:

      Ich finde es schön, dass die SuS dazu angeregt werden, sich ihrer nahen Lebenswelt zu öffnen und neue Blickwinkel einzunehmen. Auch, dass die SuS emotional sensibilisiert werden können, finde ich klasse! Die Förderung der Kreativität durch die Abstrakte Betrachtung der Lebenswelt

      16. Oktober 2020
      Antworten
  52. Leandra sagte:

    Meiner Meinung nach ist dies ein sehr gutes Unterrichtsbeispiel, es verbindet Elemente, die die Kinder von Natur aus interessant finden und verbindet sie mit ihrer Fantasie und dem, was in dem Unterricht erlernt werden soll.
    Es wäre für viele Lehrkräfte gut möglich diese Unterrichtsform in ihren Alltag einzubinden und einzelne Elemente, wie das Herausnehmen einzelner Wörter aus einem Text zusammen mit einer anschließenden Begriffsdiskussion und Erklärung, auch in einem anderen Kontext anzuwenden. Als Beispiel könnte man im Englisch Unterricht neue, unbekannte Wörter so auf spielerische Weise einführen.
    Kinder haben noch einen engeren Bezug zu ihrer Fantasie und sind bereiter als Erwachsene neue Dinge auszuprobieren, oder bekannte auf eine völlig neue Art zu betrachten. Wenn man als Lehrkraft bei der Fantasie der Schülerinnen und Schülern anknüpft, können wunderbare Unterrichtsstunden entstehen, die sowohl für die Kinder als auch die Lehrkräfte neue Erfahrungen beinhalten.
    LIT

    15. Oktober 2020
    Antworten
    • Anne Michalke sagte:

      Das Unterrichtsbespiel finde ich sehr ansprechend, da den Schülern ein kompliziertes Gedicht schrittweise einfach und Verständnis vermittelt wird. Hierbei bekommen die Kinder auch die Möglichkeit ihre eigenen Ideen und Vorstellungen mit einzubringen.
      Das Wort „Ding“ hat vor der Unterrichtsstunde weniger wert als nach der ausführlichen Erklärung der Lehrkraft. Erst wenn die Kinder kreativ sind und Fantasie mit in ihr Leben einfließen lassen, können alltägliche Gegenstände mit Leben versetzt werden und eine bunte lebevolle Welt darstellen.
      Das Unterrichtsbespiel zeigt deutlich, dass der Einstieg in ein kompliziertes Thema auch einfacher und lehrreicher und statten gehen kann.

      Ich stimme Leandra bei ihrer Meinung zu, da ich auch finde, dass das Unterrichtsbeispiel verbindet bestimmte interessante Merkmale aus der Natur und der Fantasie der Kinder.
      Außerdem hat sie deutlich gemacht, man könne diese Technik des Lernens auch in anderen Fächern benutzen, um so spielerisch bestimmte schwierige Begrifflichkeiten zu erklären.

      16. Oktober 2020
      Antworten
  53. Sophie S. sagte:

    Im Vergleich zu (teilweise) noch existierenden, monotonen Unterrichtsstunden ist dies eine Unterrichtsplanung, bei der alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben individuell (ob mit Meldung oder nur für sich im Kopf) mitzuarbeiten, weil Themen besprochenn werden, bei denen es nicht um richtig oder falsch geht. Dieses aufeinander Aufbauen ist kein Überrümpeln von Informationen, sondern ein zusammen entdecken und nachdenken.
    Ich finde es ist ein sehr schönes Unterrichtsbeispiel, dass sehr inspirierend ist, da es auf eine heterogene Schülerschaft aus ist, bei denen sich alle SuS individuell enfalten können, indem sie ihre eigen verfassten Geschichten den anderen SuS erzählen können und so alle Kinder gewürdigt werden.
    Weiterhin ist dieser Unterrichtsaufbau super in anderen Fächern und Inhalten anwendbar bzw. umsetzbar.

    18. Oktober 2020
    Antworten
    • Carolin H. sagte:

      Ich persönlich finde die Gestaltung des Unterrichts auf diese Art und Weise sehr gut gelungen. Dadurch, dass die Schüler*innen mit der Wahl von einzelnen Wörtern langsam an das Gedicht herangebracht werden, können sich die Kinder in ihren Ideen und ihrer Fantasie frei entfalten. Die Herangehensweise, dass man nicht nur von Dingen träumen kann, sondern die Dinge an sich selbst träumen können hat selbst mir eine neue Sichtweise auf dieses Gedicht gegeben. Durch diesen Aspekt hat das Gedicht für mich persönlich viel mehr an Tiefgründigkeit und emotionalem Wert dazugewonnen. Mit der Schreibaufgabe, in welcher sich die Schüler*innen in das erhaltene „Ding“ versetzten, wird die Kreativität jedes einzelnen Kindes gefordert und gleichzeitig gefördert. Das Vorlesen der Interpretationen der einzelnen Schüler*innen kann den Mitschülern zudem neue und bis dato vielleicht nicht berücksichtigte Sichtweisen auf die Dinge eröffnen. Durch das Wort „Du“ wird zudem erreicht, dass sich jedes Individuum angesprochen fühlen kann und seinen Gedanken bei der Interpretation dieses Gedichtes freien Lauf lassen kann. Wie Sophie bereits in ihrem Beitrag erwähnte, gibt es hier kein richtig oder falsch, da das Gedicht aufgrund verschiedener Erfahrungen/Erkenntnisse/Fähigkeiten immer anders interpretiert werden kann, was gleichzeitig dazu führt, dass niemand in seiner Kreativität bzw. Fantasie eingeschränkt wird. Zuletzt möchte ich erwähnen, dass das Rückwärtslesen des Gedichtes ebenfalls zu einer ganz neuen Sichtweise führt, als wenn das Gedicht von oben nach unten gelesen wird. Ob und wenn ja inwiefern dies mit der vorherigen Erschließung, dass Dinge träumen können zusammenhängt, möchte ich an dieser Stelle offen lassen. Abschließend möchte ich Sophie in ihrer Aussage zustimmen, dass sich diese Gestaltung des Unterrichts sicherlich auch auf andere Fächer übertragen lässt und den Schüler*innen ungeahnte Möglichkeiten eröffnen kann.

      19. Oktober 2020
      Antworten
      • Anna sagte:

        Liebe Carolin,
        sie bringen es auf den Punkt, danke für diesen inspirierenden Kommentar.

        LG

        28. Oktober 2020
        Antworten
  54. Jenni sagte:

    Diese Form des Näherbringens berührt mich sehr! Gerade die Kinder in der Grundschule sind noch so offen, um fantasievoll darüber nachzudenken. Daher finde ich es klasse, dass sie dabei die Aufgabe bekommen, sich in die Dinge hineinzuversetzen und zu verbalisieren, was die Dinge nach ihrer Erfahrung für Träume haben könnten. Das wird die Kinder auf jeden Fall in ihrem Leben prägen! Würde es mehr von solchen Unterrichtsstunden geben, könnte es möglich werden, dass die Kinder ihre Fantasie beibehalten und mit stets offenen Augen durchs Leben gehen.
    Wie Lena Put erwähnte, könnte es interessant sein, wie unterschiedlich die Ergebnisse in unterschiedlichen Klassenstufen ausfallen könnten. Das würde mich nämlich auch interessieren.
    Florian Wa. und fry erwähnten, dass wir in der Uni häufig mit trockenen Unterrichtsbeispielen und trockener Fachliteratur beworfen werden. Dem stimme ich zu. Anschließend dazu kann ich sagen, dass mir im Orientierungspraktikums aufgefallen ist, dass der Unterricht ebenso nicht selten trocken gestaltet ist, was ich sehr schade finde.
    Dieses Beispiel hier zeigt, dass der Unterricht sehr spaßig gestaltet werden kann. Die Kinder werden mit spannenden Aufgaben zum Entdecken verleitet, was dem Ganzen, meiner Meinung nach, einen tollen Zauber verleiht, den die Kinder nicht vergessen werden und den sie hervorrufen können, wenn sie wieder ein Gedicht lesen oder eines analysieren.
    Amrita C. hat super zusammengefasst, wie die Kinder zum „Erkennen, Wahrnehmen, Hinterfragen und Überprüfen der eigenen Sichtweise und inneren Haltung“ angeregt werden. Ich finde ebenso, dass es als Lehrkraft wichtig ist, genau diese Aspekte im Hinblick auf jede Situation zu vermitteln.

    27. Oktober 2020
    Antworten
  55. Marion Müller sagte:

    Was für ein tolles Unterrichtsbeispiel! Bei den meisten Schüler*innen kommt vermutlich keine Euphorie auf, wenn sie hören, dass es in der heutigen Stunde um Gedichtsinterpretation geht. Doch durch diese freie Herangehensweise (nur einzelne Wörter) der Gedichts Interpretation, wird den Kindern ermöglicht ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Vielleicht fiel es einigen gar nicht so leicht, sich darauf einzulassen und die Phantasie anzuregen, da immer weniger Kinderbücher zuhause gelesen werden (PISA 2018). Aber wenn diese erste Hürde erstmal genommen war, waren sie anscheinend voller Eifer dabei um sich in die Gedanken, Träume, Wünsche IHRER Gegenstände hineinzuversetzen. Und vielleicht wurde bei einigen Schüler*innen die Lesemotivation nach dieser Doppelstunde gesteigert und regte dazu an, sich am Abend ein Buch zu nehmen und vor dem Einschlafen zu lesen / vorlesen zu lassen. Ich hätte mir in meiner Schulzeit eine Lehrkraft gewünscht, die sich so viele Gedanken um die Gestaltung eines interessanten und spannenden Unterrichts macht und werde dieses Beispiel auf jeden Fall im Gedächtnis behalten, für meine spätere Tätigkeit!

    27. Oktober 2020
    Antworten
  56. Anna sagte:

    Ein tolles Unterrichtsbeispiel das erneut zeigt wie phantasievoll Kinder sein können wenn man sie nur lässt und ein wenig dazu ermutigt.
    Der Begriff des Dings lässt so viel Spielraum für Interpretation und weitläufige Geschichten die dazu entstehen können. Es ist toll wie die Kinder darauf eingehen und die Möglichkeit des Träumen von Dingen in Betracht ziehen, dies zeigt außerdem wie exzellent die Herangehensweise an den Unterricht war um die Kinder aus ihrem eigentlichem „Trott“ rauszuholen.

    28. Oktober 2020
    Antworten
  57. Antonia R. sagte:

    Ich finde dies ist ein sehr gutes Unterrichtsbeispiel, da gerade Kinder noch voller Fantasie und Freude sind. Dieser Auftrag, den Dingen Träume zuzusprechen ist zudem auch eine schöne Aufgabe in der jeder wirklich eine individuelle Lösung hervorbringen kann ( weil jeder eine andere Sichtweise und Haltung einnimmt) und auch seiner Kreativität freien Lauf setzten kann. Zudem fangen die Kinder auch an persönliche Emotionen zu äußern und mit dem Gegenstand zu verbinden.
    Ich kann auch nur den Behauptungen der anderen wie z.B. die Behauptung von Florian Wa. bestätigen, dass in der Uni oft eher eine trockene Lernatmosphäre, durch die ganze Fachliteratur, entsteht. In der Schule war es in meinem Praktikum zum Teil auch nicht anders. Die SchülerInnen wurden nicht durch neue Einsichten, wie zum Beispiel, dass Dinge auch Träume haben können, überrascht, sondern haben hauptsächlich nur Fähigkeiten erlernt. Doch genau durch solch einen strikten „Frontalunterricht“ verlieren Kinder ihre Neugierde, ihre Fantasie und möglicherweise auch ihre Freude am Lernen. Die Herangehensweise ein Gedicht in dieser oben genannten Form zu erschließen, lässt Kinder tiefgründiger über die Dinge nachdenken, für sie sind alltägliche Gegenstände nun, nicht mehr „nur“ ein Schlüssel oder Kreide. Die Kinder fantasieren nun und denken über etwas nach und machen sich hierbei auch Erfahrungen und eigene Kenntnisse zu nutzen. Wie auch schon Jenni sagte, regen solch anregende Aufgaben, die Kinder auch zum Entdecken an…und dies warscheinlich auch außerhalb des Unterrichts. Kinder fangen vielleicht auch Zuhause an, mal über die Gegenstände in ihrem Zimmer an nachzudenken und Ideen zu entwickeln.
    Dieses Beispiel werde ich mir auf jeden Fall auch für meine spätere Lerntätigkeit im Kopf behalten, um den Spaß und die Freude der Kinder im Unterricht zu fördern.

    28. Oktober 2020
    Antworten
  58. Julia Lochau sagte:

    Ich finde das Unterrichtsbeispiel super. Die Unterrichtsplanung mit diesem Gedicht eröffnet sicherlich ein tolles und spannendes Klassengespräch. Es ist immer wieder toll zu sehen wie kreativ die Kinder sind. Ich finde es super, dass sich die Kinder in „Dinge“ hineinversetzen sollen, denn gerade beim Spielen mit verschiedenen Gegenständen tuen sie das sehr oft. Spannend ist auch, inwiefern sich die Träume, die die Kinder in die Dinge hineininterpretieren, auf sich selber übertragen lässt. Ich denke mit diesem Unterrichtsbeispiel kann man super arbeiten und das Thema noch ausweiten.

    29. Oktober 2020
    Antworten
  59. Suada Ferovic sagte:

    Eine wunderbare Art der Unterrichtsgestaltung.
    Ich bin ein großer Fan der Romantik und des Gedichts. Eichendorff schafft es mit nur vier Versen den Leser zu beeindrucken und seine Fantasie zu entfesseln.
    Ich finde es super wie die Lehrperson, zum einen, den Kindern das Gedicht näher beibringen möchte und zeitgleich ihre Fantasie anregt und zum anderen wird dem Wort „Ding“ eine besondere Persönlichkeit verleiht. Es kann schlafen, singen, träumen. Und wenn man den Klang dieses besonderen „Dinges“ versteht, eröffnet sich einem eine magische, bebende Welt. Ich vermute hier gehts um Sprache. Denn, wer der Sprache mächtig ist, dem wird sich die Welt eröffnen. Und man sollte seiner eigenen Sprache bewusst werden, denn man kann mit Worten für Dinge vieles verändern. Meiner Meinung ist das, das besondere an der Sprache.

    29. Oktober 2020
    Antworten
  60. Emma Selzer sagte:

    Ich halte diese Unterrichtsgestaltung für eine sehr gelungene. Es ist wichtig, Kinder dazu anzuregen, sich ihrer Lebensumwelt zu öffnen und diese aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Auf diese Weise schreiben sie Dingen eine ganz andere Bedeutung zu und lernen, nicht nur Menschen, sondern auch Gegenstände, die uns täglich in unserem Alltag unterstützen, respektvoll zu behandeln. Die SchülerInnen können dabei sensibilisiert werden, wie mein Kommilitone Larsen Retzlaff vor mir äußerte. Der Kreativitätsförderung sollte generell eine viel größere Bedeutung zugeschrieben werden in der Schule. Kinder haben noch eine viel größere Kreativität als Erwachsene, sodass eine solche Unterrichtsgestaltung sowohl für die SuS als auch für die Lehrkraft sehr aufschlussreich sein kann. Nicht nur Kinder können etwas von Erwachsenen lernen, sondern genauso andersherum. Zudem sind SchülerInnen in einem gewissen Alter noch nicht leicht für ältere Literatur zu begeistern, sodass das Interesse geweckt werden kann, indem sie selbst aktiv werden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. So entsteht ein engerer Bezug zur Literatur.

    30. Oktober 2020
    Antworten
  61. Anne sagte:

    Dieses Unterrichtsbeispiel zeigt hervorragend wie wenig es benötigt, einen gehaltvollen Unterricht zu gestalten und die Schüler*innen dabei als aktiv-handelnde und sich mit den Dingen auseinandersetzende miteinzubeziehen. Zwei Wörter wie „Dinge“ und „Träume“ als Ausgangslage für die Erschließung eines Gedichts zu wählen, ist simpel, aber geschickt, da diese schon zu Beginn großen Freiraum für eigene Gedanken lassen. Diese methodische Vorgehensweise gibt den Schüler*innen ein Grundgerüst vor, an welchem sie sich orientieren und den Unterricht gleichzeitig mit individuellen Inhalten füllen können.
    Einen Aspekt der vorherigen Kommentator*innen würde ich gerne aufgreifen und dem zustimmen, dass es beim Spiel mit modernen Technologien und Kommunikationsmedien, an der Nutzung der eigenen Fantasie und Kreativität von Kindern und Menschen allgemein fehlt. Da moderne Spielzeuge die Freizeit von Kindern vermehrt bestimmen und einnehmen, könnte und sollte die Schule ein Ort sein, an dem genau solche Unterrichtsformen wie im Unterrichtsbeispiel zu „Schläft ein Lied in allen Dingen…“ Platz finden, also Unterrichtsformen, bei denen Schüler*innen die Möglichkeit haben, Lerngegenstände geistreich und fantasievoll zu erkunden und zu erarbeiten.
    Auch interessant finde ich das Kommentar, welches erwähnt, dass durch den Prozess des Hineinversetzens in die Dinge, eine Bereitschaft und Fähigkeit des Einfühlens in andere Lebewesen oder Gegenstände gefördert wird. Dieses Potenzial sehe ich ebenso.

    31. Oktober 2020
    Antworten
  62. Laura B. sagte:

    Ich finde das Unterrichtsbeispiel äußerst gelungen! Es hat richtig Spaß bereitet etwas über diese Methode zu lesen und ich bin mir sicher, dass ich sie auch anwenden werde.
    Mir gefällt, dass die Methode gut strukturiert im Ablauf ist den Kindern aber genug Zeit für individuelle Ideen und Vorstellungen gibt. Zudem finde ich besonders gelungen, wie hier die Kreativität und der Flow der Kinder gefördert wird. Das aufdröseln des Gedichtes, finde ich eine gute Idee, da dadurch die Kinder nicht sofort von dem Gedicht erschlagen werden, wie es häufig der Fall ist und lernen das Gedicht Zeile für Zeile, Wort für Wort zu interpretieren. Außerdem wird die Bedeutung des Kontextes für die Kinder deutlich. Nicht immer ist alles wie es scheint es ist wichtig alle Informationen zu haben um sich ein Bild machen zu können bevor man urteilt und sich unwiderrufliche Meinungen über etwas bildet.
    In den Kommentaren vorher haben einige erwähnt, dass Kinder lernen Respekt vor Dingen zu haben. Dem kann ich nur zustimmen und ergänzen, dass dies daher kommt, dass SuS lernen ihre Umwelt aktiver und bewusster wahrzunehmen.
    Wie gesagt, ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel!

    1. November 2020
    Antworten
  63. Lina-Marie Ciesla und Carla Osterholz sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel zeigte eine Unterrichtssituation wo Schüler und Schülerinnen kreativ angeregt werden über ihre Träume nachzudenken. In diesen Träumen sollten die Kinder Dinge miteinbeziehen, von denen man träumen kann. Der Impuls, dass auch Dinge Träume haben entstand durch die Lehrerin.
    Die Schüler und Schülerinnen werden dadurch angeregt ihre Fantasie zu erweitern und neue Denkrichtungen miteinzubeziehen. Dadurch wird die Motivation der Schüler und Schülerinnen angesprochen und die Neugier der Schülerinnen und Schüler etwas Neues kennenzulernen erweckt.
    Diese Art des freien Denkens und Fantasierens sollte viel mehr im Unterricht einbezogen werden. Denn durch öffnen und kreativ sein können neue Gedanken, Impulse und Ideen entstehen.

    1. November 2020
    Antworten
  64. Katharina Schlögl sagte:

    Ich finde das Unterrichtsbeispiel sehr interessant und auch in mancher Hinsicht gut vorbereitet. Diese Gedicht eignet sich gut zum Träumen und seinen eigenen Phantasien freien Lauf lassen. Jedoch sollte man auch bedenken, dass es in vielen Klassen Kinder gibt, die mit der deutschen Sprache Probleme haben oder Kinder, deren Muttersprache zwar Deutsch ist und trotzdem allgemeine Sprachschwierigkeiten haben. Deswegen sollte die Lehrkraft viele Hilfestellungen zu diesem Gedicht geben, damit diese Kinder auch Spaß haben mit viel Phantasie zu träumen. Es gibt aber auch Kinder, die das Gedicht verstehen, aber sich nicht trauen vor der Klasse zu philosophieren. Damit diese sich trauen, laut ihre eigenen Gedanken zu formulieren, muss die Lehrkraft sie ermutigen und unterstützen. Ich finde auch, dass wir an der Uni wenig praxisbezogene Unterrichtsbeispiele gezeigt bekommen.

    7. November 2020
    Antworten
  65. Irina P. sagte:

    Ich erinnere mich an die Seminarsitzung mit diesem Gedicht, anschließend habe ich das Unterrichtsbeispiel gelesen. Die Herangehensweise hat mich damals fasziniert! Dieser Beitrag innerhalb des Blogs bildet m.E. eine logische und sinnvolle Fortsetzung aller bisherigen Kapitel. Die Lehrperson reflektiert die eigene Arbeit und gibt den Kindern immer mehr Inspirationen für das Fantasieren, Philosophieren und Weiterdenken. Danke für das Unterrichtsbeispiel und beflügelnde Gedanken!

    6. Mai 2021
    Antworten
  66. Asil Durmaz sagte:

    Wunderschön dies nach so langer Zeit mal wieder zu lesen! Damals im Seminar bei Frau Ziesmer war dies schon eine wunderbare Reise in die Welt der Möglichkeiten seinen Unterricht so zu gestalten, sodass die Kinder aus sich hinauswachsen und wunderschöne Zitate bilden können (siehe Yunus).

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen in dieser Klasse das Thema „Verfremdung“ zu behandeln. Ich behandelte dieses Thema in meiner Abiturprüfung im Fach „Darstellendes Spiel“. Dort gingen es um einen Ziegelstein, den wir verfremdeten und mit ihm unter anderem „telefonierten“.

    Die Kreativität und das Spektrum an Phantasie, welches den Kindern innewohnt… das können wir als Erwachsene zwar theoretisch erfahren oder gar messen, doch ist es nicht faszinierend, auf was für Ideen die Kinder kommen, wenn man sie nur machen lässt und ihnen lediglich einen poetischen Schubser gibt!?

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag, ich werde ihn bestimmt in der Schule anwenden und bin schon auf die Resultate gespannt!

    10. Mai 2021
    Antworten
  67. Leyla Neumann sagte:

    Eichendorffs Gedicht berührt. Es trägt einen fort in eine romantische Welt voll Zauber und Wunderschönem. Und in dieser Welt könnten wir alle Leben, wenn wir uns nur darauf einlassen würden. Unteranderem durch Reizüberflutung wird dies jedoch unglaublich erschwert, da man viel zu schnell viel zu viel aufnimmt und so den Zauber einzelner Momente oder Objekte nicht wahrnehmen kann.
    Gerade deshalb finde ich es schön, wenn Unterrichtsstunden geschaffen werden, die die Kinder genau in diese romantische Welt mitnehmen und ihnen den Zauber in den alltäglichen Dingen zeigen. Solche Stunden öffnen den Kindern die Augen für das Besondere, das sie jeden Tag umgibt und sensibilisiert sie gegenüber ihrer Umwelt. Auch die Vorgehensweise das Gedicht zu behandeln, indem man zu Anfang nur einzelnen Worte vorgibt und sich so Stück für Stück an das Gedicht herantastet, finde ich super und würde mich dem Kommentar von A. Pierog anschließen. Es ist gut, wenn die Kinder nicht gleich mit dem Gedicht erschlagen werden. Denn auch, wenn es ein vergleichsweise kurzer Text ist, so steck doch unglaublich viel in ihm und das zu durchdringen gelingt besser, wenn man zunächst einzelne Teile betrachtet, nachempfindet und versteht. Besonders wenn es sich um doch recht weitläufige Begriffe wie Träume handelt. Und erst dieses Hineinfühlen ermöglicht es meiner Meinung nach ein tieferes Verständnis des gesamten Gedichts zu erlangen.
    Besonders finde ich an diesem Unterrichtsbeispiel auch, dass die Kinder von der Idee das Dinge auch Träumen können so überrascht werden. Denn insbesondere so ein Unterricht, der einen auch auf emotionaler Ebene erreicht, ist ein Unterricht, an den man sich im Nachhinein noch lange erinnern kann. Und ich kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen, auch ich freue mich schon darauf diese Stunde einmal mit einer Klasse auszuprobieren und die Kinder mit diesem Gedicht zu bezaubern.

    27. Mai 2021
    Antworten
  68. Natalie Worm sagte:

    Was mich an diesem Unterrichtsbeispiel vor allem fasziniert hat, waren die philosophischen und reflektierten Antworten der Lernenden. Nur leicht zu schnell unterschätzt man die enorme Interpretationskraft von Grundschulkindern, die meist mit denen der größten Philosophen gleichzusetzen wäre. Gerade dieses reflektierende Denken über sich und die Welt und das Hinterfragen von Gegebenheiten machen aus Kindern die besten Entdecker und Forscher, die unsere Gesellschaft weiterbringen können. Demzufolge zeigt dieses Unterrichtsbeispiel perfekt, wie Lehrer*innen die Lernenden Schritt für Schritt anleiten können (ihnen dabei aber auch den nötigen Freiraum geben können), um zu üben, wie man über den Tellerrand hinausschaut und wie wichtig Diskussionen miteinander doch für den eigenen menschlichen Geist und für die Gruppe sind.

    15. August 2021
    Antworten
  69. Salina S. sagte:

    „Schläft ein Lied in allen Dingen“, darunter konnte ich mir erstmal nicht allzu viel vorstellen. Die Kombination aus Dingen und Träumen, hmm, ich gebe zu ich dachte zunächst an den Film Toy Story. An die Träume von Woody und Buzz Lightyear und natürlich an Charlie Naseweis. Doch je tiefer ich in das Unterrichtsbeispiel eintauchte, desto stärker wurde ich einen Bann gezogen. Ich las die Schüler*innentexte und war zutiefst gerührt. Sie sind durchdrungen von Empathie, Sinnlichkeit, Perspektivwechsel und Ehrlichkeit. Unbewusst versuchte ich mich auch an der Aufgabe und dachte an meine Efeutute die vielleicht davon träumt draußen in der Natur zu leben, anstatt in meinem WG-Zimmer. Ich dachte an meine Lampe, die gerne mal abgestaubt werden würde und ich dachte an die auf dem Flohmarkt erstandene Gianna Nannini Platte, die hofft das ich sie endlich mal abspielen würde. Ich konnte gar nicht aufhören mich in die Dinge meines Lebens hineinzuversetzen und so doof es auch klingen mag zumindest für kurze Zeit hat das etwas mit mir und mit meinem Konsumverhalten gemacht.

    Der zweite Teil des Unterrichtbeispiels ist ähnlich inspirierend, denn die letzten beiden Zeilen sind eine Hommage an die Fantasie. Ich strebe ein Klassenzimmer voller Flausen in Köpfen und Tänzen auf der eigenen Nase an. Die gemeinsame Fantasie soll Berge versetzen. Dafür müssen wir ihr nur den Raum zu freien Entfaltung bieten.

    21. August 2021
    Antworten
  70. Malin L. sagte:

    Zunächst konnte ich mir unter diesem Gedicht und dessen Mitteilung nicht so viel vorstellen, wie letztendlich in diesem Unterrichtsbeispiel daraus gemacht wurde.
    Die Vorstellung, einen Unterricht wie diesem zu führen, klingt sehr interessant und ich würde sowas gerne später ausprobieren.
    Durch diese Unterrichtseinheit lernen die Kinder eine andere Sicht auf bestimmte Dinge und ihrem bereits vorhandenen Wissen zu bekommen. Der Unterrichts kann ihnen viel Spaß machen, wenn sie sich darauf einlassen, da sie sich auf keinen ständigen Frontalunterricht konzentrieren müssen, sondern auch ihre Fantasie einsetzten können und eigene Geschichten und Gedanken entwickeln. Durch die unterschiedlichen Gegenstände mit denen sie sich beschäftigen, hat nicht jeder am Ende ein ähnliches oder gleiches Ergebnis, sondern sie können sich sehr gut über ihre Idee und Meinung mit anderen austauschen.
    Wie ich in einem anderen Kommentar gelesen habe und was ich sehr gut fand, war die Bemerkung, dass die Kinder durch diese Aufgabe auch Empathie lernen oder weiterentwickeln. Sie setzten sich in Gegenstände hinein, was sie in ihrem normalen leben wohl eher nicht machen würden. Ob Gedanken, Gefühle, oder Interaktionen mit anderen, die Schüler*innen können sich völlig frei überlegen, was ihr Gegenstand erlebt hat oder denkt.
    Alles in allem finde ich diese Aufgabe sehr gut und würde sie später vielleicht auch gerne durchführen. Nicht nur Kinder sind angehalten sich auf ihre Fantasie zu verlassen, auch Erwachsene können viel Spaß hiermit haben, da in vielen Jobs wenig Fantasie gefragt ist und sie sich somit als Übung entspannen könnten.

    22. August 2021
    Antworten
  71. Ina Geraldine Guy sagte:

    Vielen Dank an die Inspiration der vorhergegangen Beiträge und Impressionen. Die Flexibilität dieses wunder-vollen Gedankenspiels mit Eichendorffs Lyrik fasziniert mich. Es lässt einen tiefen Einblick in die kindliche Welt zu, die wie die SchülerInnen oft schon selbst schlussfolgerten, dadurch „bunter“ wird. Durch solch eine raffinierte Form der Unterrichtsgestaltung sind wir sofort auf Augenhöhe mit dem Einfallsreichtum der kindlichen Gemüter und dem was heute durch die Über-digitalisierung früher denn ja verloren gehen kann. Diese Imagination zu fördern und zu erhalten schreibe ich mir auf meine didaktischen Fahnen und wünsche mir sie in dieser Art eines Tages Vermittlung finden lassen zu können. Meine VorrednerInnen sind ja ähnlich fasziniert, wie ich, von dem tiefgründigem Verständnis, das Eichendorffs Lyrik hier in den Kinderseelen bewegt. Auch viele scheinen mir gleich in eigne Träumereien verfallen zu sein. Wenn wir das auch als Training für uns selbst ansehen, um in dieser recht engmaschig strukturierten Welt der Bildung nicht einzuschlafen, dann mögen wir viele Kinderherzen berühren und sie mit dem alten auf neue Weise vertraut machen. Ich bin überglücklich auch in diesem Seminar erneut von solch tiefgründigen und gehaltvollen Unterrichtsbeispielen und Praxiserfahrungen berührt und geleitet zu werden.

    22. August 2021
    Antworten
  72. Verdier Noelie sagte:

    Ein super Unterrichts Beispiel, wie ich sie im Praktikum auch erlebe.
    So eine Übung erlaubt sehr viele Schwerpunktmöglichkeiten. Damit kann man die Fantasie der Kinder erregen: Die SuS können schreiben üben und anhand des Ergebnis kann man prüfen, wie flüssig schreibt das eine Kind ist wie es mit Grammatik und Rechtschreibung umgeht, ob es einen Text strukturieren kann. Weiterhin werden die Einsätze der Dichtung wiederholt oder ergänzt.
    Ich schließe mich die meist Kommentaren an. Das von Karolin H fand ich besonders interessant.

    24. August 2021
    Antworten
    • Milena Holtz sagte:

      Wie schön, dass du solche Unterrichtssequenzen tatsächlich auch in der Praxis erleben darfst!
      Ich kann mich meinen Vorkommentator*innen nur anschließen: Auch ich halte den Unterrichtsentwurf für sehr gelungen und inspirierend. Mir gefällt daran, auf wie vielen verschiedenen Ebenen hier mit dem Thema gearbeitet wird: Zum einen im freien Unterrichtsgespräch zu einzelnen Stichpunkten, in denen die SuS ihren (philosophischen) Gedanken freien Lauf lassen können, zum anderen wird hier ein Stück Literatur auf spielerische Art und Weise erschlossen, welches auf den ersten Blick bei einer anderen Herangehensweise vielleicht als schwierig wahrgenommen werden würde.
      Besonders gut kann man auch die eigene Lebenswelt der Kinder in ihren selbst geschriebenen Träumen der Dinge erkennen. Das finde ich besonders spannend und berührend. Man fragt sich direkt, ob das erste Kind (Schraubenzieher) vielleicht unter Leistungsdruck oder Perfektionismus-Anspruch leiden könnte (wenn er es nicht richtig macht, wird er angeschrieen, dabei will er doch nur lernen, wie es geht). Ich denke, solche Texte geben einem gute Hinweise auf Dinge, die die Kinder beschäftigen und gute Anhaltspunkte dafür, diese Vermutungen durch weitere Beobachtungen zu überprüfen.

      25. August 2021
      Antworten
  73. Mia H. sagte:

    Ein wirklich tolles und berührendes Beispiel! Ich empfinde die Auseinandersetzung mit der Dichtkunst als wunderbar und denke, dass wir im Unterricht unseres Schulsystems schon viel früher damit anfangen sollten. Mir wird gerade bewusst, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dass ich mich erst in meinen letzten Schuljahren richtig mit Dichtern und Denkern auseinandergesetzt habe, aber eigentlich ist es total spannend zu sehen, wie junge Menschen, Kinder, sich ebensolche Dichtkunst (wie sie beispielsweise von Eichendorff präsentiert wird) aneignen und versuchen zu verstehen. Kinder haben ja oft noch einen ganz anderen Blick auf das Leben und auf die Welt im Allgemeinen und ich finde, dass wir oft versuchen ihnen bestimmte Gedanken und „richtige“ Dinge oder Normen zu lehren, obwohl wir vielleicht mal genau das Gegenteil tun und sie sich frei entfalten lassen sollten. Oder sie zumindest frei entdecken lassen. Dichtkunst oder Kunst, wie auch immer man es nehmen mag, wie auch die Literatur kann den starren Schulalltag ein wenig aufbrechen und vielleicht kann man so auch ein wenig Abstand zu den Strukturen des klassischen Unterrichts gewinnen.
    Leider muss ich durch Erfahrungen in meinem derzeitigen Praktikum feststellen, dass für so etwas vermutlich die Zeit fehlen würde, da meist dem Rahmenlehrplan nachgeeifert wird, aber so nur mein persönlicher Eindruck. Ich weiß nicht wie es bei anderen, die vielleicht auch gerade im Praktikum sind, ist – würdet ihr Zeit und Raum sehen in euren Grundschulklassen für einen solchen fantasieanregenden und befreiten Unterricht?

    25. August 2021
    Antworten
    • Ninwe Kiel sagte:

      In deinem letzten Punkt stehe ich total hinter dir ! ich absolviere zur Zeit auch mein Praktikum und stelle fest, dass nur der Rahmenlehrplan abgearbeitet wird. Ich finde das sehr schade, denn so ein tolles Unterrichtsbeispiel zeigt, wie effektiv kreativer Unterricht sein kann. Meiner Meinung nach würde solch ein Input sehr gut in der Grundschule ankommen, denn sowohl die Fantasie, als auch das Verfassen von Texten, die Rechtschreibung, etc. der SchülerInnen wird gefördert.

      28. August 2021
      Antworten
  74. Ninwe Kiel sagte:

    Unter der Überschrift „Schläft ein Lied in allen Dingen..“ konnte ich mir zunächst nicht richtig etwas vorstellen und war ganz gespannt auf den Vierzeiler.
    Ich las ihn ein mal, danach las ich ihn nochmal und dann noch ein drittes mal. Ich konnte mir nicht erschließen, was Eichendorff einem damit vermitteln wollte.
    Ich war völlig überrasch darüber, dass das ein Unterrichtsbeispiel sein sollte, weil wenn ich etwas selbst nicht verstehe, wie soll ich es den SchülerInnen zugänglich machen?

    Als ich weiter las und die Herangehensweise verstand, war ich völlig überwältigt, weil es eine so interessante Erschließung des kurzen, dennoch intensiven Gedichtes war!
    Die SchülerInnen wurden mit einbezogen, indem sie in die Rolle eines Gegenstandes geschlüpft sind – welches die Erschließung eines komplexen Gedichtes zu einem Erlebnis machten.
    Das Herantasten an die Intension des Gedichtes hat etwas von einer Schatzsuche, etwas magisches. Um es zu verstehen man muss die Wörter miteinander in Verbindung bringen, man muss sie hinterfragen, man muss sich tiefgründige Gedanken machen, es ist alles andere als langweilig. Die SchülerInnen wurden dazu angeregt ihrer Fantasie freien lauf zu lassen und dabei das „Rätsel“ zu lösen.
    Ein hervorragendes Beispiel für aufregenden Unterricht!

    28. August 2021
    Antworten
    • Alina Haseloff sagte:

      Was für eine schöne Erklärung! Ich stimme dir da komplett zu. Auch ich musste die Zeilen öfter lesen und wusste am Anfang nicht ganz was damit anzufangen. Doch das Unterrichtsbeispiel hat mir super geholfen und war eine wirklich tolle Umsetzung!

      31. August 2021
      Antworten
  75. Sara Blum sagte:

    Wie aufschlussreich und interessant die Herangehensweise in dem Unterrichtsbeispiel für Eichendorffs Wünschelrute ist! Ein so bekanntes Gedicht, in der Schule und anderweitig schon so viele Male gehört und selbst rezitiert und doch war einem der Sinn verschlossen geblieben. Auf welch kreative Art man sich diesem Vierzeiler nähern kann! So können die Schüler*innen selbst schöpferisch tätig werden und die sie umgebende Welt achtsam mit anderen Augen betrachten, mit Poesie das Alltägliche verschönern.

    28. August 2021
    Antworten
  76. Annalena Leinwetter sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel gefällt mir sehr gut. Ich empfinde es als sehr nützlich, dass hier exemplarisch eine methodische Vorgehensweise durchgeführt wird, auf die man in seinem späteren Unterricht auch selbst zurückgreifen kann, um sich mit Kindern an die Aussage eines Gedichts heranzutasten. Der wichtigste Schritt bei der Methode ist meines Erachtens die erste Aufgabe („Dinge“ und „Träume“ in Beziehung zueinander setzten). Denn dieser Schritt hilft den SuS über die in meinen Augen höchste Hürde bei der Interpretation des vorliegenden Gedichts: verstehen, dass die Dinge selbst Träume haben.
    Bezüglich der zwei vorgestellten Beziehungen zwischen „Dinge“ und „Träum“ (von Dingen Träumen + Dinge selbst haben auch Träume) würde ich noch ergänzen, dass auch Dinge Träume auslösen können. Bsp.: ein Armband, das mir eine Freundin geschenkt hat, die am anderen Ende der Welt wohnt, kann mich von einem Wiedersehen mit ihr träumen lassen.
    Besonders gut gefällt mir auch die Schreibaufgabe, bei der die SuS die Träume ihres Dings in Ich-Form formulieren sollen. Und da stimme ich Natalie Worm auf jeden Fall zu: die philosophischen und reflektierten Antworten der SuS faszinieren. Und man hat die Chance, einen tiefen Einblick ins Innere der SuS zu bekommen und erfährt, was sie beschäftigt. Aber vielleicht gehe ich auch zu weit, wenn ich aufgrund der Ergebnisse der SuS annehmen, dass Gina sich mehr Nachsicht wünscht wenn sie oder jemand anderes Fehler macht und dass Yunus findet, es sollte Angebern nicht so einfach gemacht werden.

    29. August 2021
    Antworten
  77. Lara Schmidt sagte:

    Tatsächlich hörte ich von diesem „kleinen“ Gedicht, dass allererste Mal im letzten Wintersemester in einer Gastvorlesung Deutsch von Frau Ziesmer. Das Unterrichtsbeispiel wurde hier ebenfalls schon aufgeführt, und ich weiß noch zu gut, dass mir dabei das Herz aufgegangen ist, ich hatte das Gefühl mein Gedächtnis erweiterte sich und schaffte genug Raum und Platz für neue Sicht- und Denkweisen, so sehr, dass es mich emotional berührte, und dass tut es immer noch. Ich dachte auf einmal anders über die Dinge in meinem Leben nach und sah auch die Schule mit andern Augen.
    Dieses Unterrichtsbeispiel zeigt in gewisser Weise nur, wie stumpf das Bildungssystem versucht den Kindern Buchstaben und damit lesen und schreiben, sowie Rechtschreibung und Grammatik beizubringen (dies ist trotz dessen notwendig) und dabei total vergisst hinter die Sprache zu schauen und seine Sicht- und Denkweisen zu erweitern. Dieses Unterrichtsbeispiel gibt freien Raum für die Kreativität der Kinder. Sie können eigene Ideen und Vermutungen entwickeln und betrachten nicht nur die Sprache, sondern auch die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel.
    Meiner Meinung nach müssten solche Unterrichtsbeispiele mehr im Unterricht auftauchen, da diese so wertvoll für die Kinder, unsere Welt und für uns selbst ist. Es freut mich daher sehr, dass ich in vorhergegangenen Kommentaren lesen konnte, dass einige von euch solche Unterrichtsbeispiele tatsächlich in der Praxis erleben konnten.

    30. August 2021
    Antworten
  78. Alina Haseloff sagte:

    Ein sehr gutes und interessantes Unterrichtsbeispiel! Ich denke, dass die Kinder an einem solchen Unterricht sehr viel Spaß und Aufmerksamkeit mitbringen. Kinder haben so viele wunderbare Ideen und Phantasien! So bekommen sie die Chance ganz offen und ausgiebig darüber zu reden. Gerade da Phantasien und Träume eher weniger von der Gesellschaft akzeptiert werden. Dabei sollen doch gerade Kinder noch so viel Träumen dürfen. Ist es nicht schade, dass man durch seinen Alltag oft diese Träume in den Hintergrund stellt? Kinder haben noch so viele schöne Vorstellungen, welche sie doch festhalten sollten, anstatt diese durch die Gesellschaft hinten an zustellen. Ich denke, die Kinder sollten dabei unterstützt und gefördert werden!
    Der Praxisbezug in dem Unterrichtsbeispiel gefällt mir ebenso besonders gut. Heutzutage ist vieles so theoretisch, gerade bei uns in der Uni. Dabei kann ein Praxisbezug super helfen, Dinge besser zu verstehen!

    31. August 2021
    Antworten
  79. Lucia Leonhardt sagte:

    Wie auch schon viele andere Studierende hier im Forum beeindruck mich diese Art des Unterrichtens sehr. Kinder dazu zu motivieren eigene Thesen zu formulieren, kreativ zu sein und gemeinsam mit ihnen zu lernen, anstatt gegen sie an zu arbeiten, indem man ihnen stumpfe Aufgaben zuteilt, empfinde ich als sehr erstrebenswert.
    Zurzeit befinde ich mich selbst in meinem Orientierungspraktikum, welches mir leider ein wenig den Mut zum Lehramt raubt. Ich habe das Gefühl, den Kindern wird in gewisser Weise ihre Freiheit geraubt, da es einfach so viele Regeln gibt, welche sie befolgen müssen. Die Lehrkräfte haben immer einen bestimmten Standard für sie im Kopf und kategorisieren sie in gut oder schlecht bzw. in schlau oder dumm, faul und unaufmerksam. Ich hätte Angst auch in dieser Position zu sein und Kindern ihre Kreativität zu verwehren, da ich nicht das Gefühl habe in der Uni wird uns wirklich beigebracht Themen und Fähigkeiten spannend und interessant zu vermitteln.
    Dieses Unterrichtsbeispiel gibt mir aber immerhin eine Idee davon, wie Deutschunterricht in der Grundschule spannend gestaltet werden kann. Schön finde ich an den Texten, dass sie die Dinge wirklich beleben und dies mit Hilfe der Schrift festgehalten wird.

    31. August 2021
    Antworten
  80. Jasmin Hubert sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel hat mich sehr berührt. Während ich mit meinem bisherigen Leben als Musikerin viel mit Kreativität zu tun hatte, suche ich genau nach diesem Ansatz auch im Grundschullehramt. Was mich an dieser Herangehensweise besonders fasziniert, ist dass den Kindern zugetraut wird, dass sie dafür offen sind. Die Offenheit vonseiten des Unterrichts ermöglicht einen spielerischen und unkomplizierten Zugang zu einer kindlichen und natürlichen Sichtweise. Den Kindern wird auf diese Art nicht eine „erwachsene“ Sichtweise auf die Dinge antrainiert, sondern ihnen wird bewusst gemacht, dass eine tiefere Ebene als die sichtbare relevant sein kann. Lebendigkeit im Alltag zu verankern und Kindern so die Möglichkeit zu geben auch selbst zu träumen und sich nicht an vermeintlich vorgegebenen Richtlinien zu orientieren halte ich für wahnsinnig entscheidend. Auch durch meine eigene Laufbahn, die sich erst Stück für Stück so entwickelt hat, dass ich mir eigene Träume überhaupt erlaubt habe, merke ich, inwieweit es mir nun ein Anliegen ist den Kindern grundsätzlich erstmal alles zuzutrauen und ihnen gleichzeitig keine zu hohen Ansprüche zu stellen. Mir erscheint es oft so, als würden gerade Erwachsene, die selbst unter dem engmaschigen System leiden, glauben, dass es einem Kind helfen würde es frühzeitig möglichst gut anzupassen. Dabei ist es in meiner Vorstellung viel sinnvoller, den Kindern von klein auf beizubringen, dass es nicht unrealistisch sein muss große Träume zu haben. Dass wir als Erwachsene dafür da sind, die Kinder in der Umsetzung ebendieser zu unterstützen. Dafür halte ich ein großes Urvertrauen für unabdingbar, damit man auch mit kleinen Hürden und Stolpersteinen nicht aus den Augen verliert, dass auch große Träume aus vielen kleinen Schritten zusammengebaut werden können. Den Kindern in Form von Lyrik bereits einen Zugang dazu zu geben und ihnen zu zeigen, dass diese Art von Größe in allen Dingen steckt, auch in den scheinbar kleinsten und unbedeutendsten, finde ich eine wunderschöne Idee.

    1. September 2021
    Antworten
    • Mia T. sagte:

      Toller Kommentar! Ich stimme dir zu, dass Kinder große Träume haben sollte und, dass man ihnen diese Träume nicht nehmen sollte. Besonders in unserer heutigen Gesellschaft neigen wir immer mehr dazu, uns an vorgegebenen Richtlinien zu orientieren. Ich finde es gut, dass du geschrieben hast, dass besonders Kinder ihre Kreativität und ihre großen Träume von Beginn an entfalten und zum Ausdruck bringen sollten. Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

      3. September 2021
      Antworten
  81. Mia T. sagte:

    Sehr tolles Praxisbeispiel. Ich finde es besonders gut, dass die Schüler/innen die Möglichkeit bekommen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Oftmals fehlt der kreative Ansatz im Unterricht, wodurch eine Unterrichtseinheit mit literarischen Texten und Gedichten oft sehr trocken und mühselig werden kann. Ich finde es toll, dass die Kinder angeregt werden, Schritt für Schritt herauszufinden, was mit dem Vierzeiler gemeint ist. Auf diese Weise kann sich jedes Kind einbringen. Zudem finde ich es toll, dass die Kinder frei arbeiten können und keiner strikten Auflistung von Aufgaben folgen müssen. Insgesamt ein sehr gelungenes Praxisbeispiel!

    3. September 2021
    Antworten
  82. Susann Schüler sagte:

    Ich stelle mir dieses Unterrichtsbeispiel sehr schön vor. Die Schüler*innen können kreativ werden und sich ihre eigenen kleinen Geschichten ausdenken, zu Gegenständen, die sie sonst immer mit anderen Augen betrachtet haben. Gut finde ich auch, dass es keine Fehler gibt, die Kinder können frei alles schreiben was ihnen einfällt.
    Neben der Stärkung der Schreibkompetenz wird hier auch aktiv die Kreativität gefördert.
    Ich stelle mir auch die Präsentationsrunde sehr lebhaft vor, da jede*r Schüler*in bestimmt gerne seine/ihre Gedanken mit deren Klassenkamerad*innen teilen möchte. Das Klassenzimmer erwacht durch die vielen bunten Gedanken zum Leben. Eine solche Unterrichtsstunde hätte ich sehr zu schätzen gewusst und die Schüler*innen werden sich bestimmt noch lange an die Stunde erinnern und wie ihre Weltansicht dadurch verändert wurde.

    5. September 2021
    Antworten
    • Marie Schubert sagte:

      Ich finde deinen Beitrag sehr gut geschrieben Auch ich stelle mir die Präsentation der Ergebnisse sehr lebhaft mit vielen kreativen Beiträgen vor und ganz bestimmt bleibt eine solche Unterrichtsstunde in Erinnerung!

      5. September 2021
      Antworten
  83. Marie Schubert sagte:

    Als ich mir zu Beginn den romantischen Vierzeiler durchgelesen habe, habe ich nicht ganz verstanden was dies mit einem Unterrichtsbeispiel zu tun haben könnte. Nachdem ich dann weitergelesen habe, wurde es mir immer klarer und ich finde die Idee dahinter sehr kindgerecht und schön. So bekommen die Kinder abweichend zu anderen Unterrichtsstunden die Möglichkeit Empathie zu entwickeln und die kindliche Kreativität kann zum Vorschein kommen. Es lässt die Kinder ganz frei in ihren Vorstellungen sein und sie können ihre Gedanken aufschreiben und diese später der Klasse mitteilen.
    Ich denke alle Kinder werden diese Art von Unterricht genießen und aufmerksam mitmachen, da anders an die Stunde herangegangen wird.
    Insgesamt ein sehr interessantes Unterrichtsbeispiel mit vielen guten Gedanken.

    5. September 2021
    Antworten
  84. Jana S. sagte:

    Ich liebe dieses Gedicht von Eichendorff. Und ich stimme den anderen zu, dass das hier ein sehr schönes Unterrichtsbeispiel ist, weil es die Fantasie der Kinder anregt und ihnen das Gedicht erklärt. Was mir allerdings zu kurz kommt: Was mich an dem Gedicht am meisten berührt, ist nicht seine Aussage, sondern die melodische Sprache selbst. Und ich finde, das kommt hier ein bisschen zu kurz. Insbesondere dadurch, dass am Anfang nur die ersten zwei Zeilen gelesen werden und erst später das ganze Geddicht am Stück, hätte ich Sorge, dass durch diese Unterrichtsbetrachtung der Zauber von Eichendorffs Sprache nicht ausreichend zur Geltung kommt. Gleichzeitig ist diese Vorgehensweise natürlich notwendig, wenn die Kinder sich den Text erschließen sollen, und dieser Zugang bietet dadurch viele Vorteile, die hier von anderen schon umfassend beschrieben wurden. Ich bin mir deshalb noch nicht sicher, was ich finde, wie dieses Gedicht im Unterricht am besten vorgestellt werden kann.

    5. September 2021
    Antworten
  85. Aline S. sagte:

    Ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel – kreativ und lehrreich zugleich.
    Die Aufgabe, den Dingen Träume zuzusprechen finde ich wunderbar, da sich jedes Kind etwas Individuelles ausdenken kann – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Die Unterrichtseinheit gibt einen Impuls, wie Deutschunterricht in der Grundschule spannend und „lebendig“ gestaltet werden kann. Ich würde die Aufgabe eines Tages gerne selbst in meinen Unterricht einbringen.

    5. September 2021
    Antworten
  86. Vivian Staats sagte:

    Auch ich schließe mich im Großen und Ganzen meinen Vorrednern an.
    Die Aufgabe ist in sich sehr schlüssig und sticht gewiss im sonstigen Deutschunterricht hervor.
    Auch mir gefällt die Idee sehr gut wie die Kinder dazu angeregt werden, sich in teils banale und alltäglich Gegenstände hinein zu versetzen und diese nieder schreiben.
    Es ist zudem für mich doch etwas erstaunlich gewesen zu lesen, dass die Kinder teils sehr moralische Vorstellungen und Werte in ihre kurzen inneren Monologen hervorgehoben haben.

    Allerdings möchte ich dennoch erwähnen, dass ich auch schon zu meiner eigenen Schulzeit es als etwas schwierig empfunden habe, dass die Interpretation eines Gedichtes von der Lehrkraft, durch teils eigene Ansichten und Vorstellungen, stark gelenkt wird bzw. wurde. Eine Interpretation sollte stehts vollständig eigenständig durchzogen werden und selbst dann finde ich es schwierig einem meist nicht mehr lebenden Dichter Worte in den Mund zu legen, ohne meist direkte Quellen von dem Dichter selbst zu haben, welcher sich dazu explizit geäußert hat um eine solche Interpretation zu bestätigen oder zu falsifizieren.

    Insgesamt gefällt mir jedoch die Aufgabe und ihre Umsetzung besonders gut und ich würde diese Aufgabe gerne einmal später, wenn ich selbst unterrichte, umsetzen wollen und mich dann schon sehr auf diese Stunde freuen.

    5. September 2021
    Antworten
  87. Julia W sagte:

    Bei dem Gedicht handelt es sich um einen sehr aussagekräftigen und ausdrucksvollen Vierzeiler. Daher ist es umso schöner, dass ein entsprechendes Unterrichtsbeispiel erläutert wurde. Dieses zeigt deutlich, dass bereits Kinder in der 4. Klasse dazu in der Lage sind, solch ein, auf den ersten Blick sehr unverständlich und kompliziert erscheinendes Gedicht, zu analysieren, zu verstehen und auf die Realität beziehen zu können.
    Die Herangehensweise fällt mir dabei besonders positiv auf, da durch das schrittweise Erfragen der Bedeutung die Kreativität der Kinder gefordert und gleichzeitig gefördert wird. Was das angeht wäre es vermutlich auch sehr interessant, die Ergebnisse und Analyseerfolge verschiedener Klassenstufen zu vergleichen. Anders als man es zuerst wahrscheinlich vermuten würde, kann ich mir gut vorstellen, dass die Ideen zur Beantwortung der Fragen umso zahlreicher und unterschiedlicher ausfallen würden, je jünger die Schüler*innen sind. Jüngere Kinder haben weniger Hemmungen falsche Aussagen zu treffen und deren Kreativität scheint nahezu grenzenlos.
    Ebenso positiv betrachte ich den Aspekt, dass die Schüler*innen in den Austausch miteinander treten und gemeinsam philosophieren, was gleichzeitig die Sozialkompetenz fördert.

    6. September 2021
    Antworten
  88. Michelle Bougias sagte:

    Das Unterrichtsbeispiel empfinde ich als eine gelungene Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler, da sie von ihrer Lehrkraft liebevoll an die Form eines Gedichtes herangeführt werden. Die Lehrkraft zeigt ihnen wie sie Wort für Wort analysieren können und bietet ihnen dabei genug Freiraum für eigene kreative Wahrnehmung. Und nicht nur das, sie regt gezielt ihre Phantasie an und gibt Raum für die Entstehung eigener individuell bedeutungsvoller Geschichten. Es ist ein lehrreiches Unterrichtsbeispiel an dem man eine Menge über die Bedeutung von Freiräumen für Kreativität von Kindern erfährt und wie man damit eine bereichernde Lerneinheit bei seinen Schülerinnen und Schülern erzielt. Daher kann ich meinen Vorrednern komplett zustimmen.

    6. September 2021
    Antworten
  89. Sira W. sagte:

    Auch ich kann den Vorrednern nur zustimmen. Ein, meiner Meinung nach, sehr schönes Unterrichtsbeispiel. Auch in meinem Praktikum ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, dass die SchülerInnen eigene Ideen mit einbringen können und vor allem, dass sie lernen, dass unterschiedliche Wörter für unterschiedliche Personen eine ganz andere Bedeutung haben können bzw. dass die Wörter von anderen Person komplett anders interpretiert werden können. Ein weiterer Punkt ist, dass dabei die Kreativität gefördert wird. Ich kann mir vorstellen, dass einige SchülerInnen bei dieser Aufgabe erst einmal lange überlegen müssen oder sogar ein Beispiel als Vorgabe brauchen, bevor ihnen etwas dazu einfällt. Sobald sie aber merken, dass es gar nicht darauf ankommt „die perfekte Idee“ auszuklügeln, wird ihnen das Schreiben leichter fallen. Außerdem lässt sich sagen, dass Kinder oftmals motivierter, sobald sie ihrer Kreativität freien lauf lassen können.
    Dies ist in jedem Fall ein Unterrichtsbeispiel, von dem ich mir vorstellen kann, es selbst im Unterricht zu übernehmen.

    6. September 2021
    Antworten
  90. Haydar Rasch sagte:

    Mir geht es wie Sira, ich habe ähnliche Beobachtungen in meinem Praktikum gemacht. Kinder freuen sich richtig und sind total Motiviert, wenn sie ihre eigenen Ideen und Gedanken einbringen können. Ich habe eine Situation kennengelernt, in der sollten die SuS einen Text schreiben, in der sie ihre Superkraft beschreiben. Es entstanden sehr schöne und interessante Texte.
    Ich finde das Unterrichtsbeispiel sehr gut. Ich denke Die Kinder hätten bei der Bearbeitung der Schreibaufgabe sehr viel spaß. Ich kann mir schon vorstellen in welche Richtung einige Texte der Kinder aus der Klasse die ich zurzeit hospitiere gehen würden.
    Ich kann mir vorstellen später auch solchen Unterricht mit meinen SuS zu machen. Ich musste in meiner Schulzeit Gedichte immer nur analysieren und auswendig lernen, den Inhalt und die Aussage habe ich aber nicht wirklich verstanden. Ich denke das wäre bei dieser Art des Unterrichtes anders.

    7. September 2021
    Antworten
  91. Lisa Befeldt sagte:

    Ich schließe mich der überwiegenden Meinung hier an, dass es sich hierbei um ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel handelt. Ich muss jedoch zunächst einmal zugeben, dass ich das Gedicht erst in der offenen Sprechstunde „verstanden“ habe. Davor erfreute ich mich ähnlich wie Jana S. an der melodischen Sprache Eichendorffs. In der offenen Sprechstunde fühlte ich mich, als würde sich mir eine ganz neue Welt offenbaren, als wir darüber sprachen, ob Dinge nicht auch träumen können. Es fühlte sich so an, als wäre ich in die Vergangenheit gereist und würde wieder in der Grundschulklasse sitzen und meiner Fantasie freien Lauf lassen können. In der Oberschule ist dieser Glanz bei mir leider verloren gegangen. Der Fokus lag in dieser Zeit darauf, erwachsen zu werden und besonders im Fach Deutsch ging mir jegliche Fantasie verloren, weil die Lehrkraft (ähnlich wie bei Vivian Staats) andere Interpretationen nur selten zu lies. Doch in Ihrer offenen Sprechstunde habe ich das Kind in mir endlich wieder gespürt, welches lange Zeit „verschollen“ war. Ich habe seit Langem mal wieder über etwas gestaunt! Ich weiß noch, dass mein Mathematiklehrer in der Grundschule einst zu meiner Klasse sagte, dass um so älter man wird, umso weniger staunt man über die Dinge, Ich bin sehr froh darüber, dass ich Ihr Angebot der offenen Sprechstunde wahrgenommen habe und ich diese Erfahrung machen konnte. Ich freue mich schon darauf, dieses Unterrichtsbeispiel mit meiner zukünftigen Klasse auszuprobieren und ich bin jetzt schon gespannt, welche Texte dabei heraus kommen werden. Ich werde dabei an Sie denken und an den Tag, an dem ich von den Träumen der Dinge erfahren habe!

    12. September 2021
    Antworten
  92. Nikola sagte:

    Anfangs hat mich dieses Gedicht etwas verwirrt. Wovon sollen Dinge schon träumen? Aber in der offenen Sprechstunde ist mir ein Licht aufgegangen. Jetzt finde ich es eine sehr kreative Stunde, die eine ganz neue Sichtweise eröffnet. Richtig angeleitet kann ich mir gut vorstellen, dass so Kreativität und Empathie bei den Kindern gefördert wird. Auch stimme ich Julia W. zu das es wahrscheinlich je besser klappt je jünger die Kinder sind. In einer 6. Klasse stell ich mir das schwierig vor, da viele wahrscheinlich Angst haben sich lächerlich zu machen.

    13. September 2021
    Antworten
  93. Erik R. sagte:

    Wie viele meiner Vorredner empfinde ich dieses Unterrichtsbeispiel als sehr gelungen. Die Kreativität der Kinder, die in so jungen Jahren noch sehr ausgeprägt und unbefangen ist, wird durch das Einbringen eigener Ideen über die Träume der verschiedensten Gegenstände gefördert. Die Erhaltung dieser Kreativität finde ich äußerst wichtig! Die Kinder sollten dazu motiviert werden, ihre eigenen Gedanken zu teilen, etwas mit ihnen zu kreieren, zu erschaffen. Heutzutage tendieren wir aufgrund der Vielzahl an moderenen Medien leider dazu, uns berieseln zu lassen und blind zu konsumieren. Aus diesem Grund erachte ich solche Unterrichtsinhalte, in denen das Schaffen und zum Ausdruck bringen eigener Ideen im Fokus stehen, als essentiell, und sollten am besten bereits ab der 1. Klasse umgesetzt werden.

    Auch finde ich die Übung einen schönen Schreibanlass. Das Hineinversetzen in die Gegenstände erfordert, dass die Kinder ihren Schreibstil entsprechend anpassen. Dafür ist ein gewisses Maß an Empathie notwendig. Dies mag für viele Erwachsene seltsam oder gar kompliziert sein, da Gegenstände in ihren Augen keine Gefühle empfinden, keine Träume haben. An dieser Stelle könnten unterschiedliche Kulturen und Religienen, beispielsweise der Shintoismus, im Unterricht thematisiert werden, laut denen in Gegenständen tatsächlich eine Seele innewohnt. Auf diese Weise erweitert sich der Horizont der Kinder und sie sind weniger voreingenommen, fremden Kulturen zu begegnen. Außerdem könnten sie so die alltäglichen Dinge wertschätzen lernen und in Zukunft mit mehr Bedacht mit ihnen umgehen.

    Generell ist es interessant, wie viel mehr in diesem Unterrichtsbeispiel steckt, als man anfangs vermuten würde. Es geht nicht nur darum, ein Gedicht schlicht zu analysieren, sondern darum, dessen tiefgründige Bedeutung tatsächlich zu verstehen und zu verinnerlichen. Kindern muss beigebracht werden, dass Gedichte keine Konsumgegenstände sind, die man ein- zweimal liest und dann beiseite legt. Auch Gedichte haben Träume. Sie wollen, dass man sich mit ihren Inhalten auseinandersetzt, dass man nachdenkt, hinterfragt. Sie wollen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie wollen etwas in einem verändern. Und so sollte man Gedichte, genauso wie Gegenstände, mit einem gewissen Maße an Respekt behandeln. Denn hinter jedem Gedicht stecken die Gedanken eines Menschen, der es verdient, wertgeschätzt zu werden.

    13. September 2021
    Antworten
  94. Paula Schelenz sagte:

    Auch ich kann mich den meisten Antworten der anderen nur anschließen. Ein wirklich interessantes und gelungenes Unterrichtsbeispiel, welches ich durchaus auch selbst ausprobieren würde.
    Ich finde besonders spannend, wie kreativ die Kinder sind und welche Träume der Dinge sie sich einfallen lassen. Ebenso hat es mich überrascht, dass die Träume nicht ausschließlich positiv formuliert waren (die Kreide möchte niemals verbraucht) ich hätte die Wünsche vermutlich so formuliert: Die Kreide möchte immer schöne Bilder malen.
    wirklich sehr spannend.

    14. September 2021
    Antworten
  95. Richard Pollert sagte:

    Das gegebene Unterrichtsbeispiel ist ein sehr gutes Beispiel, um die nahezu endlose Fantasie von Kindern deutlich zu machen. Wie bereits viele andere Vorredner denke ich, dass hier eine gelungene Form der Unterrichtsgestaltung vorliegt, um die Schüler*innen an Gedichte heranzuführen. Durch die schrittweise Offenlegung des Gedichtes und die dadurch ermöglichten kreativen Spekulationen und Aufgaben wird die Kreativität der Schüler*innen besonders beansprucht und gefördert. Die Teilaufgaben lassen die Kinder aktiv und kreativ werden, obwohl diese nur wenige Informationen vorliegen haben. Durch jedes weitere Aufdecken des Gedichtes oder von wenigen Wörtern wird den Kindern ein ganz neuer Blick auf das Gedicht ermöglicht und ihr eigenes Denken wird neu angeregt. Sira W. und Haydar Rasch berichteten bereits von der Wichtigkeit, dass Schüler*innen eigene Ideen und ihre Fantasie mit in den Unterricht einbringen sollten. Diese Wichtigkeit habe ich ebenfalls mehrfach in meinem Praktikum beobachtet und eine rege Teilnahmebegeisterung der Schüler*innen bei solchen Aufgaben festgestellt. Gedichtanalyse sollte nicht auf ein einziges richtiges Ergebnis abzielen, sondern den Schüler*innen ermöglichen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

    Insgesamt müsste meiner Meinung nach bei Interpretationsaufgaben (oder generell in der Schule) heutzutage mehr mit der Kreativität der Schüler*innen gearbeitet werden und nicht immer strikt nach richtig oder falsch sortiert werden. Dies würde den Schüler*innen eventuell die Angst nehmen, Fehler zu machen und zu mehr Beteiligung anregen.

    14. September 2021
    Antworten
  96. Domenik Hannemann sagte:

    Ich persönlich finde, dass es ein sehr gelungenes und gut durchdachtes Unterrichtsbeispiel ist. Der Praxisbezug motiviert die Kinder und bringt sie so näher zum Thema. Gleiches erlebe ich gerade in meinem Praktikum an der Grundschule. Ich habe mir diverse Unterrichtsstunden angeguckt und immer für mich mitgenommen, dass der reale Bezug enorm wichtig ist um die Kinder mit ins Boot zu kriegen. Ein trockenes Abarbeiten des Rahmenlehrplans bringt den Kindern wesentlich weniger. Das Träumen und Weiterdenken von Kindern zieht sie gerade erst in den Bann richtig intensiv mitzuarbeiten und lässt sie in ihrer eigenen Phantasie schweben.
    Viel mehr, als dass ich der überwiegenden Meinung hier zustimme, kann ich gar nicht mehr sagen.

    15. September 2021
    Antworten
  97. Johanna Berlin sagte:

    Ich bin total begeistert wie der Vierzeiler in diesem Unterrichtsbeispiel mit den Kindern erschlossen wird. Es haben schon viele andere festgestellt, wie wichtig der Praxisbezug für die Schülerinnen und Schüler ist und welche Rolle dabei die Kreativität spielt. Kinder sollten ihre Umgebung mit Spaß und Neugier erkunden, wobei der Vierzeiler sie dabei unterstützt, einfache Alltagsgegenstände zum Leben zu erwecken. Die SchülerInnen können dabei kreativ und mit voller Phantasie arbeiten. Kinder haben noch einen ganz anderen Eindruck von der Welt und sehen bzw. kreieren dabei Vorstellungen, mit denen sie sogar Erwachsene inspirieren. Der Unterricht sollte dementsprechend auch viele Möglichkeiten und Freiräume bieten, um diese Vorstellungen, Eindrücke, Phantasien und Träume weiter auszubauen und zu unterstützen.

    15. September 2021
    Antworten
  98. Lisa-Marie Heusinger von Waldegge sagte:

    Ich finde das Unterrichtsbeispiel sehr gelungen und interessant, da ich selbst in eine Art Bann gezogen werden konnte. Mir wurden anhand des Beispiels Perspektiven und Denkweisen aufgezeigt, die ich zuvor noch nie in Betracht gezogen habe. Es ist total schön zu sehen, wie die Kinder sich gedanklich entfalten konnten und ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt worden sind. Besonders bewundernswert finde ich, wie solch ein kleines Gedicht so einen großen und umfangreichen Inhalt bieten kann und es schafft, die Kinder zum Träumen anzuregen.
    Am spannendsten finde ich das Kommentar von Erik R., da er Themen wie Empathie, Kulturen und Religionen mit eingebracht hat. Auf den ersten Blick scheinen diese nicht unbedingt zum Gedicht zu passen, bei näherer Betrachtung merkt man jedoch schnell, dass dies sehr interessante Themen zum Anknüpfen sind.

    15. September 2021
    Antworten
  99. Madelief S. sagte:

    Den vielen schönen Kommentaren zu diesem gelungenen und anregenden Unterrichtsbeispiel kann ich mich anschließen.
    Der Aufbau der Stunde ist durch das schrittweise Vorgehen gut überlegt. Davon ausgehend kommt die Klasse miteinander ins Gespräch und erhält eigene Schreibaufgaben. Die Anregung, sich in Dinge hineinzuversetzen, entwickelt die Fantasie und auch Empathie der Kinder. Ich kann mir vorstellen, dass sie diese Anregung mitnehmen und nach weiteren Beispielen suchen werden. Auch ich finde es eine gute Möglichkeit, die Kinder so besser kennenzulernen.
    Gemeinsam könnten sich alle auch auf die Suche nach dem Zauberwort begeben. Welche Worte könnten es sein, die die Welt der Dinge dann zum Singen bringen?
    In den Kommentaren wird das Träumen meist mit etwas Positivem assoziiert. Man muss aber wohl auch damit rechnen, dass Kinder auch ihre eigenen Erfahrungen mit gruseligen und schlechten Träumen einbringen werden.
    Um die Poesie des Gedichtes und den Zauber der Sprache spürbar zu machen, könnte man am Ende das Gedicht gemeinsam sprechen. Ich würde dabei versuchen, den Rhythmus in der Sprache deutlich zu machen und dabei mit Betonungen zu arbeiten. Eventuell könnte man auch eine eigene Sprachmelodie entwickeln und das musikalische Denken und Fühlen fördern. Auch die Vertonungen, die es für dieses Gedicht schon gibt, könnten die Kinder kennenlernen.
    Ich hätte Lust, dieses Beispiel später selbst im Unterricht zu nutzen und würde mich über weitere solcher Anregungen und Unterrichtsbeispiele während des Studiums freuen.

    26. September 2021
    Antworten
  100. Sophia S. sagte:

    So wie viele andere hier kann ich mich nur der positiven Meinung anschließen. Das hier gegebene Unterrichtsbeispiel ist mit seinem Praxisbezug sehr gelungen. Zunächst einmal verstand ich beim einmaligen Durchlesen nicht ganz worauf der Autor hinaus möchte, doch mithilfe der Anregungen für den Unterricht, war es klar. Dieser Schritt für Schritt arbeitende Arbeitsweise ist perfekt um auch wirklich das richtige Verständnis zu erreichen.

    Ich bedanke mich für das hervorragende Beispiel und die „Technik“ die dahinter steckt. Ich werde mir diese merken und hoffentlich auch in Zukunft bei meinen Schüler*Innen anwenden.

    29. September 2021
    Antworten
  101. Madita Ruppender sagte:

    Ich möchte vielen meiner Vorredner*innen darin zustimmen, dass ich sehr dankbar für dieses schöne und anschaulich beschriebene Praxisbeispiel bin. Überraschend finde ich, mit was für einem kurzen Gedicht und kurzen, aber prägnanten Arbeitsaufträgen/Denkanstößen dieses Praxisbeispiel auskommt. Der Inhalt des Gedichts bietet trotz des geringen Umfangs genügend Anhaltspunkte für interessante Gedanken und Gespräche mit den Schüler*innen. Dadurch, dass das Gedicht mit vier Versen auskommt, bleibt neben der Analyse zudem genug Zeit für die freien Äußerungen der Kinder. Wie auch vielen Kommiliton*innen, gefällt auch mir das mitschwingende Ziel der Fantasie- und Empathieförderung. Dadurch, dass die Kinder sich Träume für verschiedenste Gegenstände ausdenken, können sie auf ganz individuelle Weise ihre Aufmerksamkeit für die Dinge um sich herum schärfen.

    Das Praxisbeispiel gefällt mir für die Förderung der Fantasie und des Verständnisses für die eigene Umwelt besonders gut, da ich mich noch sehr positiv an den Themenschwerpunkt „Romantik“ zu meiner eigenen Schulzeit erinnere. Die vielfältige, geheimnisvolle und fantasiereiche Welt der Romantik hat dort oft zu vielfältigen Interpretationen, Sichtweisen und kreativen Abschweifungen geführt. Das war im Vergleich zu dem Themenbereich der „Aufklärung“, an die unsere heutige Zeit auch oft erinnert, eine erfrischende Abwechslung. Ich finde es schön und wichtig, diese Impulse nicht nur dem Deutschkurs der Oberstufe, sondern auch Grundschüler*innen mitzugeben.

    30. September 2021
    Antworten
  102. Gina Moson sagte:

    Ich kann mich den meisten Kommentaren der anderen anschließen. Das Unterrichtsbeispiel gefällt mir sehr gut und ich finde es auch sehr interessant, einen Einblick in ein Praxisbeispiel zu erhalten.
    Wie auch Lara S., habe ich den Vierzeiler das erste Mal im letzten Wintersemester bei der Gastvorlesung in Deutsch kennen gelernt und war direkt fasziniert von den vielfältigen Antworten der Kinder. Mir ist bewusst geworden, dass Kinder noch einmal einen ganz anderen Blick auf Dinge haben können, der einem selbst nicht direkt deutlich wird.
    Ich finde es toll, ein Beispiel dafür zu bekommen, wie man auf kreative Weise bereits Kindern in der Grundschule Gedichte näher bringen kann und die Kinder dabei selbst kreativ werden können. Dadurch werden die Kinder motiviert, ihre Gedanken zum Ausdruck zu bringen und nicht nur für sich selbst zu behalten.


    30. September 2021
    Antworten
  103. Charlotte Neeb sagte:

    Ein sehr schönes Unterrichtsbeispiel für Deutschunterricht in einer 4. Klasse. Ich denke eins der schönsten Dinge daran ist, dass man es in fast jeder Altersstufe durchführen kann, auch in jüngeren Klassen, da dann vielleicht eher mündlich.
    Gut gefallen hat mir die Aufteilung, dass halt nicht einfach die 4 Zeilen präsentiert wurden, sondern Schritt für Schritt vorgegangen wurde, ich glaub so wurden die Schüler nochmal mehr zum nachdenken gebracht, sie mussten sich die einzelnen Teile erarbeiten.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass ich dieses Beispiel in meinem späteren Unterricht verwende und es evtl. mit Sachunterricht verbinde und dann sollen die Kinder die Träume von Tieren und Pflanzen nennen, aber auch von Gras und totem Holz, halt alles was man so in der Natur findet, vielleicht kann man diese Aufgabe auch mal schön auf einem Ausflug oder einer Klassenfahrt machen.
    Das einzige Problem sehe ich ein bisschen in der Zuteilung der Dinge, ich kann mir gut vorstellen, dass es zu Streit unter den Kindern kommen kann, wenn einer lieber dieses oder jenes Ding beschreiben möchte, vielleicht macht man dann Partnerarbeit oder man verteilt Dinge doppelt.

    8. Oktober 2021
    Antworten
    • Selin Ceylaner sagte:

      Ich kann mich da nur anschließen. Die Kreativität ist nicht altersbegrenzt, sodass man dieses Unterrichtsbeispiel in allen Klassenstufen der Grundschule anwenden kann.
      Ich habe auch schon oft erlebt, dass Kinder, sobald man ihnen etwas vorliest, anfangen sich abzulenken oder nicht mehr zuhören. Dieses Beispiel ist perfekt, um die Aufmerksamkeit der Kinder für ein Thema zu gewinnen. Die Kinder sind mittendrin aktiv und lassen ihrer Kreativität freien lauf. Ich halte dies für sehr wichtig, da auf dieser Weise nicht einfach ein Text ohne jeglichen eigenen Input der Kinder vorgetragen wird. Dieser eigene Input der Kinder ist das, was für den Textverständnis sorgt.
      Wichtig ist hierbei aber auch, die Kinder in ihrer Kreativität nicht zu stören, sondern sie zu motivieren, denn nur so ist eine optimale Kreativitätsförderung erreichbar.

      16. Oktober 2021
      Antworten
  104. Daria Härtel sagte:

    Ein sehr gelungenes Unterrichtsbeispiel, dass deutlich macht, was man Kindern alles zutrauen kann. Nicht nur simple Literatur sollte im Unterricht eine Rolle spielen, sondern auch etwas schwierigere Werke, bei derer Erfassung man sie ideal unterstützt. Kombiniert mit Phantasie und viel Kreativität kommt man so auf diese wundervollen Schülerbeiträge und die können echt stolz auf sich sein am Ende der Stunde.
    Zusätzlich wird gleichzeitig das Weltbild der Kleinen etwas erweitert und bunter gemacht. Ich bin beeindruckt und werde mir auf jeden Fall ein Beispiel daran nehmen!

    12. Oktober 2021
    Antworten
  105. Ein ganz tolles Unterrichtsbeispiel, welches ich sogar mit meiner fünften Klasse kurz vor den Ferien ausprobieren konnte. Ich fand vor allem die vorher/ nachher Reaktionen der Kinder auf den kurzen Vierzeiler sehr interessant. Am meisten war ich jedoch begeistert, wie sehr man. jedes einzelne Kind in den Unterricht mit einbeziehen kann, selbst die Kinder, welche sonst eher zurückhaltend sind. Es war einfach sehr schön zu sehen, wie unterschiedlich die Ideen zu den Träumen der einzelnen Gegenstände ausfielen. Wie Sie bereits bei Ihrer Praxisstunde erzählt hatten, blieb es nicht nur bei den ausgeteilten Gegenständen aus dem Unterricht. Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass die Kinder auf ein mal mit viel offeneren Augen durch die Gegend gezogen sind. In den letzten zwei Tagen vor den Ferien blieb es somit nicht aus, dass die Schüler*innen entweder in der Pause oder im Unterricht, mit den verschiedensten Dingen zu mir kamen, um über Ihre Träume oder Gefühle zu reden. Es war einfach ein sehr schönes Gefühl zu sehen, wie man den Kindern mit einer im Endeffekt doch so einfachen Stunde so doll begeistern konnte und vor allem, wie man wirklich jeden einzelnen Schüler in die Stunde mit einbinden konnte. Bei der Zuteilung der Gegenstände habe ich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sie. Die Schüler, welche auch sonst immer den Drang hatten sich repräsentieren und selbst darstellen zu müssen, wollten die „tollen“ Gegenstände wie z.B eine silbern glänzende Briefmarke haben. Aber bei der Vorstellung stelle sich heraus, dass gerade diese Kinder sich viel weniger in den Gegenstand hineinversezten konnten, als sonst eher zurückhaltende Schüler*innen, welchen z.B einen Knopf als Gegenstand bekamen.

    13. Oktober 2021
    Antworten
  106. Juliane Kottulla sagte:

    Schläft ein Lied in allen Dingen

    …was für ein schöner poetischer Gedanke. Von Worten wach geküsst- zur Lebendigkeit.

    Potenziale

    Ich empfinde diesen Vierzeiler als eine schöne Metapher gerade auch in Bezug auf die Kinder, in denen ja auch Potenziale schlummern, welche nur geweckt werden wollen, vielleicht auch mit einem Lied, einem Wort oder einem Lob zur rechten Zeit. Es offenbart für mich, dass dieses Weltgefüge, in welchem wir leben, bedingt ist von so vielen Faktoren und dass gerade das Träumen ein Motor sein kann, um sich zu (er)finden.

    Dinge und Träume

    In meinem Erststudium habe ich Produktdesign studiert und mich viel mit dem Wesen von Dingen und Dingbeziehungen beschäftig. Die wechselseitige Beziehung von Dingen und ihrem Gegenüber empfinde ich als sehr spannend. Wie schon in dem Text beschrieben, wollen die Dinge leben. Der Besen will nicht den ganzen Tag in der Ecke stehen, er will fegen, herumwedeln, stauben und gebraucht werden. Der Apfelkern aus Omas Garten träumt davon ein Baum zu sein, und wir erinnern uns beim Anblick dieses Kerns an den Geschmack des Apfels, das Pflücken und so weiter. Die Dinge sprechen mit uns, sie sind ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur.

    Ich finde die Fragestellung sehr gut, sie ermutigt die Kinder zu einer vielschichtigen Betrachtungsweise ihrer Umwelt, dazu Perspektivwechsel zu vollziehen und Bekanntes infrage zu stellen. Diese Fähigkeiten sind meines Erachtens die Voraussetzung, um Neues zu schaffen.

    Eine sehr gelungene und einfühlsame Unterrichtsstunde, welche mit Freude zu einer Teilhabe einlädt.

    14. Oktober 2021
    Antworten
  107. Mia K. sagte:

    Ich finde es besonders toll jüngeren Kindern diese Aufgabe zu stellen weil sie meistens noch nicht so eingeschränkt in ihren Gedanken sind. Die Kreativität und gedankliche Freiheit (die inzwischen von den Medien stark beeinflusst wurde), kann durch solche Aufgabe zum Vorschein kommen.
    Ich selbst fand das Gedicht sehr beeindruckend, da ich auf den ersten Blick nicht so intensiv über die eigentliche Bedeutung nachgedacht hätte. Durch die Unterrichtsbeispiele wurde jedoch sehr deutlich, worum es geht und wie man dieses Thema auf unterschiedliche Bereiche des Lebens anwenden kann.
    Ich kann mir als zukünftige Lehrkraft sehr gut vorstellen dieses Beispiel in den
    Deutschunterricht mit aufzunehmen.

    16. Oktober 2021
    Antworten
  108. Lena Plötz sagte:

    Vielen Dank für dieses tolle Unterrichtsbeispiel. Der Praxisbezug gefällt mir besonders an dem Beispiel, denn nichts ist schlimmer als trockene Fachliteratur ohne Praxisbezug zu vermitteln. Die Fantasie und Kreativität der Kinder wird bei dem Unterrichtsbeispiel gefördert und es können alle Kinder in den Unterricht mit einbezogen werden. Die Anregungen für den Unterricht, halfen mir, den Text besser zu verstehen. Ich freue mich schon, das Beispiel in Zukunft mit meinen SuS auszuprobieren.

    16. Oktober 2021
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  109. Zara Hettwer sagte:

    Dieses Unterrichtsbeispiel ist meiner Meinung nach sehr gelungen, da die Schülerinnen und Schüler sich die Zeit nehmen dürfen, die sie brauchen, was unter anderem an der Aufteilung des Gedichts liegt. Gedichte sind sowieso nicht dazu gedacht, sie schnell zu überfliegen, sondern man muss sich Zeit für sie nehmen um sie richtig verstehen zu können. Durch die Aufteilung des Gedichts und dadurch, dass zu Beginn nur zwei Schlagworte genannt wurden, hatten die Kinder die Möglichkeiten ihre eigenen Interpretationen mit einzubringen und wurden animiert untereinander zu diskutieren, Zudem weckt es die Neugier in den Kindern, wenn sie sich selbstständig Schritt für Schritt die genaue Bedeutung erarbeiten können.

    17. Oktober 2021
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  110. Karla Boß sagte:

    Ich finde diese Aufgabe vortrefflich! Sie ist offen, beinhaltet kreatives Schreiben, regt die Kinder zum Nachdenken und philosophieren an und verrät uns etwas über ihre Weltwahrnehmung. Auch ist die Vorgehensweise äußerst raffiniert. Die Kinder erst über ein oder zwei Worte nachdenken und sie in Beziehung bringen lassen, macht sie erstmal forsch und sie können ihre Überlegungen kundtun. Würde man den Kindern gleich das komplette Gedicht vorlegen, wären die meisten damit vermutlich überfordert, können sich den Sinn und die Bedeutung hinter den Zeilen schwerer erschließen (oder sogar gar nicht) und verlieren das Interesse, sich damit zu befassen.
    Auch ist dieser Perspektivwechsel für die Kinder bestimmt sehr spannend. Was würde sich eine Kreide wünschen? Wovon träumt wohl unsere Tafel? Was wäre meine größte Sehnsucht, wenn ich ein Schraubenzieher wäre? Diese Übung ist bestimmt auch nicht verkehrt, um die sozialen Kompetenzen der SchülerInnen zu schulen, da sie lernen sich in andere hineinzuversetzen (gleichwohl es sich hierbei um Dinge handelt). Besonders interessant finde ich den Text von Yunus. Ein Schlüssel, der Türen nur dann öffnet, wenn ein Angeber seine Fehler zugibt. Hier könnte man als Lehrkraft sehr wahrscheinlich viel über Yunus Persönlichkeit erfahren. Er ist sich seiner Macht (als Schlüssel) bewusst und würde diese ausnutzen, um Angeber dazu zu bewegen, den Mund nicht allzu weit aufzumachen. Vermutlich hatte Yunus einmal einen ähnlichen Konflikt und hat sich sehr über denjenigen geärgert. Interessant wäre, ob er ihn gelöst bekommen hat oder nicht erfolgreich war und deshalb zu einem Druckmittel greift. Außerdem kristallisiert sich hier eine sehr faire Ansicht heraus: Warum soll ich zu dir nett sein und dir helfen, wenn du solchen Müll erzählst?
    Wie gesagt, eine sehr schöne Aufgabe, die die Kreativität fördert und uns auch viel über unsere SchülerInnen selbst verraten kann.

    12. November 2021
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